Hallo Kochweisen!
Für Heiligabend suche ich ein Rezept für ein leckeres Kartoffelgratin. Welche Kartoffeln nehme ich? Koche ich sie vorher vor? Welche Saucen könnt ihr empfehlen. Wir lange, bei welcher Hitze im Backofen?
Habe neulich auf einer Weihnachtsfeier mal wieder Kartoffelgratin gegessen: Die Sauce war einfach phantastisch - die Kartoffeln viel zu hart. So soll es mir natürlich nicht ergehen - und schon gar nicht Heilig Abend, wenn Schwiegermutter kommt …
Grüße
Blümchen
Hallo Butterblume,
Für Heiligabend suche ich ein Rezept für ein leckeres
Kartoffelgratin. Welche Kartoffeln nehme ich? Koche ich sie
vorher vor? Welche Saucen könnt ihr empfehlen. Wir lange, bei
welcher Hitze im Backofen?
Habe neulich auf einer Weihnachtsfeier mal wieder
Kartoffelgratin gegessen: Die Sauce war einfach phantastisch -
die Kartoffeln viel zu hart. So soll es mir natürlich nicht
ergehen - und schon gar nicht Heilig Abend, wenn
Schwiegermutter kommt …
grundsätzlich: wenn Du Besorgnis hast, weil Gäste kommen, würde ich das Gratin - egal welches Rezept - zur Sicherheit diese Woche mal „vorkochen“.
Gehts nämlich nicht nach Wunsch, kannst Du einen 2. Anlauf nehmen.
Zu Deinen Fragen - ob festkochende oder mehlig kochende Kartoffeln ist (fast" Glaubenssache.
Ich bevorzuge festkochende. Du willst ja vielleicht deutliche Scheibchen auf dem Teller. Mehlig „zermatschen“ gerne, obwohls natürlich schmeckt.
Zweitens: auch vorkochen oder nicht ist mehr oder weniger Glaubenssache. Mit vorkochen sind die kartoffelscheiben auf jeden Fall durch. Ohne schmecken sie als Gratin deutlich besser, weil die rohe Kartoffel die „Soße“ aufsaugt. Vorgekocht saugt sie halt nur Wasser, bzw. im Dampf wird sie von sich selbst fest. Darum solltest Du, wenn Du Dich für Vorkochen entscheidest, Pellkartoffeln machen.
Die Soße ist beim klassischen Gratinrezept nur Sahne, sowie Pfeffer und Salz. Du kannst natürlich mit Milch „strecken“, wenn Du meinst, es wird zu üppig. Aber na ja, Festtage und Kalorienzählen …
kommt darauf an, was zum Gratin kommt.
Wichtig beim Garprozess: die Soße muss die Kartoffeln bedecken. Gerade rohe Kartoffeln werden einfach nicht richtig, wenn irgendwo ein Eck ins Freie lugt. Und je gleichmäßiger die Kartoffelscheiben, desto besser. Manche Leute nehmen den Gurkenhobel.
So, mehr fällt mir aus dem Handgelenk nicht ein. Die Profis mögen mich berichtigen.
viele grüße
geli
Hallo,
ich schneide festkochende, rohe Kartoffeln in dünne Scheiben und setze diese in eine Form oder auf ein Blech. Darüber kommt eine Mischung aus Sahne, geriebenem Käse, Pfeffer und ggf. Knoblauch. Das ganze Gebilde sollte nicht zu hoch sein (ca 1 cm), damit es in akzeptabler Zeit durchgart, eine Stunde musst du aber schon rechnen, siehe auch Gelis Anmerkungen.
Die geringe „Bauhöhe“ des Gratins und die lange Garzeit kann zu Nachschub-Problemen führen, je nach dem wie viele Leute du am Tisch hast und was die so verdrücken.
Gruß
Johannes
mit Käse? mit Käse!
Hallo Blümchen,
ebenfalls eine Glaubensfrage ist es, wieviel und welcher Käse dazu kommt.
Hängt natürlich auch sehr viel davon ab zu was der Gratin gegessen wird. Ich nehme sehr gerne einen ganz kräftigen Käse (Le Gruyere, mein Händler hat jetzt endlich auch einen kräftigen und nicht nur die Variante mild). Wenn man sich richtig viel Arbeit machen will den Käse in kleine dünne Stücke schneiden und abwechselnd schräg schichten.
Ansonsten kann ich dir nur auch dringend empfehlen: mach diese Woche einen Probe-Gratin, sowas freut die Familie doch auch eine Woche vor Heilig Abend. 
Ciao, Holger
PS: konkrete Mengenangaben kann ich leider nicht nennen. Ich nehme immer alles nach Augenmaß.
Hallo Blümchen,
Kartoffel-Gratin (Gratin Dauphinois) - 6 Personen
Zutaten:
- 1 kg Kartoffeln festkochend
- S & P (weiß)
- Knoblauchsalz
- Muskatnuss
- Rosmarin (getrocknet)
- 2 Eier
- 400 g süße Sahne
- 3–4 Knoblauchzehen (je nach Geschack)
- 250 g geriebenen Gruyere
- ca. 60 g Butter
Zubereitung:
Kartoffeln schälen, waschen, abtrocknen in hauchdünne Scheiben schneiden.
Dachziegelartig in eine gefettete mit Knoblauchsalz bestreute Auflaufform legen.
S & P, Muskat, Rosmarin und den klein gehackten Knoblauch vermengen und über die Kartoffeln streuen.
Sahne mit den Eiern vermengen, mit S & P, Muskat würzen und über die Kartoffeln gießen (die Kartoffeln müssen ganz bedeckt sein).
Den grob geraspelten Käse darüber streuen und Butterflöckchen oben auf setzen.
Backofen auf 170 ° vorheizen und das Gratin ca. 1 Std. backen.
Wird der Käse zu dunkel und die Kartoffeln sind noch nicht gar: Form mit Alu-Folie abdecken und bei 150 ° weiter garen.
Los Claude, mach mich fertig!

Gruß von Pegasus
Hi Butterblume,
vieles wurde schon gesagt, also hier was für mich wichtig ist:
nur festkochende Kartoffeln, mit dem Gurkenhobel gehobelt in eine gut ausgebutterte und mit frischem gepressten Knoblauch ausgestrichenen Form
Kartoffenscheiben so weit zusammenschieben, dass so alle 2 cm hoch ein hauchdünnes Scheibchen kräftiger Käse dazwischen passt (Emmentaler, Gruyere etc.).
Keineswegs zu dünn, sondern fast aufrecht ‚stehend‘ dicht an dicht… Sonst reicht ein Blech gerade mal für 2 Personen (bei uns jedenfalls *g)
salzen, pfeffern (nicht zu knapp) und dann so viel Sahne angießen, dass die Kartoffeln fast bedeckt sind.
Ab in den Ofen bei 200°. Wenn die Oberfläche schön gebräunt und ist und die Sahne nicht mehr saucig ist, ist das Gratin fertig, hat noch einen leichten Biss, so wie es sein muss.
Geniale Variante: Gut eingeweichte getrocknete Scheiben von Steinpilzen zwischen Kartoffeln und Käsescheibchen schieben…
Eigentlich kann da gar nix schiefgehen…
Gruß,
Anja
owT: Vielen Dank für eure Tipps!
Merci!
Das hört sich sehr gut an!
Hi Peg,
also das hört sich ja schon mal gut an und scheint so ganz nach meinem Geschmack zu sein. Danke!
Grüße
Blümchen
Original Gratin Dauphinois, kein Kartoffelauflauf!
Hallo,
ich habe hier ziemlich viele Varianten zum Thema Kartoffelauflauf gesehen, aber keinen original Gratin Dauphinois.
Die Dauphiné zieht sich, grob gesagt von Genoble bis Valence. Der Gratin Dauphinois hat seinen Ursprung in der Gegend von Grenoble. Neben den Grosseltern meiner Frau, die aus dieser Gegendstammen, haben wir dort auch noch einige Verwandte und Bekannte mit bester Kochkompetenz und gute Gratins habe ich da häufiger gegessen.
Zu den Zutaten:
Kartoffeln: mehlig und nichts anderes. Die garen schneller und nehmen die Flüssigkeit (Milch) auf. Gratin Dauphinois ist nämlich keine Sahnesuppe mit Kartoffeleinlagen.
Sahne: bringt überhaupt nix, ausser Fett. Lieber etwas Gruyere zwischen die Kartoffellagen reiben das bringt Geschmack und den Sahneanteil durch Milch ersetzen.
Die Originalgerichte sind von den Zutaten her immer einfach. Viel wichtiger für den Geschmack ist deren Qualität.
Rosmarin (schon gar nicht getrocknet), Muskatnuss, Eier etc sind eigene Auflaufvarianten, aber gehören nicht in den Gratin Dauphinois.
Das Rezept:
- 1 kg mehlige Kartoffeln
- Salz und Pfeffer
- ca. 0,5 l Milch
- 3–4 Knoblauchzehen
- 300 - 400 Gramm geriebenen Gruyere
- 50 Gramm Butter zum Fetten der Form
Geschälte Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden. Knoblauchzehen fein schneiden.
Kartoffeln lagenweise in gefettete Auflaufform legen. Über jede 2. Lage etwas Gruyere und Knoblauchscheiben streuen, salzen und pfeffern.
Letzte Lage mit Milch übergiessen (Menge hängt von der Schichtung ab. Die Milch sollte bis zum Rand der obersten Lage reichen.)
Backofen (wenn nötig) auf 160° heizen und den Gratin auf mittlerem Blech ca 45 min backen. Bitte den Gabeltest machen, um zu sehen, ob die Kartoffeln durch sind. Bei starker Bräunung bitte mit Alufolie abdecken, wird mehr Bräune gewünscht einfach auf Grillpositiion stellen. Ein guter Gratin hat die Milch aufgesogen und zergeht auf der Zunge.
Guten Appetit
Jörg-Holger
Kartoffelgratin = Variante des Kartoffelauflaufs?
Also, bei aller Liebe und Selbstkritik so glaube ich doch, dass sowohl ich als auch die anderen Hobby-Köche/Köchinnen hier gute Rezepte und Tipps zum Thema Kartoffel-Gratin abgegeben haben.
Und streng genommen ist „Gratin Dauphinois“ ja auch nichts anderes als eine Variation des Kartoffel-Auflaufs. Benannt nach der historischen Landschaft Daufiné zwischen Rhône und französisch italienischer Grenze im südlichen Frankreich, dort liegt auch irgendwo Grenoble …
Es gibt eben nicht DAS Patentrezept, was eine schlichte Internet-Recherche beweist – ob nun mit oder ohne Rosmarin, Muskat, Knoblauch, Sahne, Milch, Eiern oder was auch immer:
http://www.chefkoch.de/rezepte/41871014365544/Gratin…
http://www.hausfrauenseite.de/rezepte/manuela/gratin…
http://www.wdr.de/tv/service/essen/inhalt/20021231/b…
http://gohan.kaywa.com/p21.html
Lebt denn nicht gerade „Kochen“ von Kreativität und Spontaneität? Wo kämen denn all die tollen und neuen Rezeptideen her, wenn sich niemand mehr trauen würde zu experimentieren und alle strikt nach Kochbuch arbeiten würden?
Aber trotzdem: Ich werde meinen nächsten Auflauf mal mit der Milch versuchen - Danke für den Tipp!
Gruß von Pegasus
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Ich hab doch immer was zu Ka…
Hallo Jörg-Holger,
Über jede 2. Lage etwas Gruyere und Knoblauchscheiben streuen, :salzen und pfeffern.
Sollte hier nicht hingewiesen dass es ganz Dezent (Salz) sein sollte? Immerhin hat Gruyère auch was in sich.
Nur ein Tipp für …… nee nee nee, ich Schreibe es nicht.
Gruß
Claude
PS: Sagen wir nicht Gamine, aber es könnte die Richtung sein. Ok?
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Los Claude, mach mich fertig! 
Hallo Pegasus,
warum? Nur weil weder Eier, Knoblauchsalz und Majoran dazu gehören?
Meine Gäste kennen mein Gratin.
Reg dich ab und leg dich wieder hin
)
Gruß
Claude
PS: Jeder möge sein Gratin machen wie er möchte. Aber Eier? Nee nee nee.
hallo pegasus,
das ist jetzt wie eine antwort von radio jerewan.
im prinzip, ja, weil beides gratiniert wird. aber, während der gemeine auflauf mit einer eiermilch überkrustet wird, verbietet sich der eindatz von eiern beim gratin imho strikt.
ergo ist es eine eigene klasse, was aber eher für fachleute von bedeutung ist.
strubbel
g:open_mouth:)
off topic: Daufiné
Hallo Pegasus,
die deutsche Rechtschreibreform ist an Frankreich vorbeigegangen und die schreiben immer noch Dauphiné.
Die Diskussion über Gratin ist doch einfach herrlich. Wenn es sonst keine Probleme auf dieser Welt gibt…Was interessiert uns die Mehrwertsteuererhöhung, die Abschaffung der Eigenheimzulage etc…
Gut essen, gut trinken und dann gibt es 3 Zeilen tiefer noch ein Forum, um die Sache rund zu machen. Es lebe der Gratin… ob mit oder ohne Rosmarin.
Gruss
Jörg-Holger
PS: Ich habe mal gehört, das Rosmarin für Frauen aphrodisierend wirken soll. Weiss da jemand was zu oder muss ich das in ein anderes Board posten.?
Über jede 2. Lage???
Bonsoir Claude,
warum nur jede 2. Lage. Wenn ich eine fest definierte Menge x über jede 2. Lage streue ist doch der Verteilungseffekt geringer, als wenn ich es über jede Lage streue, oder? Ich bin gespannt auf die Erleuchtung…
Nur ein Tipp für …… nee nee nee, ich Schreibe es nicht.
Warum gibst Du uns nicht Deine Tipps preis?
Gruss Hallo Jörg-Holger
hallo jh,
falls du es nicht gemerkt hast, das brett heißt kochen und rezepte. hier werden also entsprechende interessierende probleme erörtert.
was bitte sollen wir hier eigenheimzulage und mwst.-erhöhung diskutieren?
strubbel
@
)
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Erleuchtung
Hallo Jörg-Holger,
Ich wollte nur aufmerksam machen dass mit Salz vorsichtig umgegangen sein sollte. Du kennst einige Hausfrauen nicht.
Ob der Käse nicht auch schon was mitbringt? Schon ist die ganze Sache und Mühe versalzen.
So meinte ich das? Ok?
Gruß
Claude
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Hi,
selbiges habe ich gemerkt. Und ich finde es toll, dass es mehr Beiträge zumThema Gratin als zur Eigenheimzulage gibt. Oder?

Gruss
Jörg-Holger
Verliebte Köche versalzen…
Hallo Claude,
wenn an diesem Sprichwort etwas dran ist und so viele Speisen versalzen sind, wie Du es befürchtest, dann müsste es doch in den deutschen Schlafzimmern munter zugehen, oder?
Liebe geht durch den Magen, oder binb ich im falschen Board.
Gruss
Jörg-Holger
Hallo Jörg-Holger,
wenn an diesem Sprichwort etwas dran ist und so viele Speisen versalzen sind, wie Du es :befürchtest, dann müsste es doch in den deutschen Schlafzimmern munter zugehen, oder?
Meinst du nun pfeffern oder Pfeffer?
)
Mit Salz ist mir das noch nie passiert. Doch, mein Wirt freute sich beim Getränke Umsatz.
Gruß
Claude aus dem Wallis (Schnee bis am Arsch der Welt.
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