Rezeptaustellung

Hallo.

Ich leide unter einer Sozialphobie und bedarf eines Antidepressivums.
Nun überlege ich mir ob ein Elternteil von mir, das Arzt ist, ein Antidepressivum kaufen darf, ohne dass ich zu einem niedergelassenen Arzt gehen muss.

Ist das möglich, obwohl besagtes Elternteil - wie ich vermute - keinen Vertragsarztstempel besitzt und in einer Klinik angestellt ist?

Hallo Mauskartoffel!

Wer hat den Bedarf eines AD für Dich festgestellt?

Dort in der Praxis ist es gewiss möglich - auch angesichts Deiner Sozialphobie - Dir ein Rezept zuzusenden, wenn Du deine Versichertenkarte vorbeibringen lässt oder schickst.

Bekommst Du noch eine weitergehende Therapie?

Alles Gute,
Angelika

Hallo,

meines Wissens darf dein Elternteil, sofern er/sie approbierter Arzt ist das Rezept ausstellen. Aber er/sie sollte das nur tun, wenn die Verschreibung gesichert ist und nicht ohne Wissen/Einwilligung des behandelnden Arztes/Therapeuten.

Wenn dein Vater/Mutter Arzt ist, wird er/sie wissen, ob er/sie dir ein Rezept ausstellen darf.

Gruß Steffi

Hallo Mauskartoffel!

Wer hat den Bedarf eines AD für Dich festgestellt?

Eine Depression ist vom Betroffenen selbst wohl am besten diagnostizierbar.
Mir wurde aber auch von fachlicher Seite wegen meiner Rückzugstendenz und depressiven Verstimmtheit bereits ein SSRI verschrieben, das allerdings wenig Wirkung zeigte.
Jetzt hoffe ich, dass ein SNRI oder trizyklisches Antidepressivum die erhoffte Wirkung zeigen könnte.

Dort in der Praxis ist es gewiss möglich - auch angesichts
Deiner Sozialphobie - Dir ein Rezept zuzusenden, wenn Du deine
Versichertenkarte vorbeibringen lässt oder schickst.

Mir wäre es unangenehm, wenn mein Hausarzt wieder auf meinen „Fall“ aufmerksam würde; außerdem müsste ich ihm dann in diesem Schreiben auseinandersetzen, dass Fluoxetin bei mir nicht wirkt, oder die Person die mich vertritt müsste das für mich tun, was es weiterhin komplizierter macht.

Bekommst Du noch eine weitergehende Therapie?

Nein.

Alles Gute,
Angelika

Danke, Dir auch.

Hallo!

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum Du nicht so viel Vertrauen zu dem Hausarzt hast, dass Du ihm die Chance gibst, das für Dich optimale AD zu finden.
Oder aber, dass er Dich an einen Psychiater überweist, der nicht nur ein Medikament verordnet, sondern mit Dir noch nach anderen Wegen zu Besserung Deiner Befindlichkeit sucht.

Wenn das alles ein Problem für Dich ist, warum bittest Du dann nicht wenigstens Deine Eltern um Hilfe?

Angelika

Arztausweis ‚gibt’s‘ nicht mehr
Hi,

Nun überlege ich mir ob ein Elternteil von mir, das Arzt ist,
ein Antidepressivum kaufen darf, ohne dass ich zu einem
niedergelassenen Arzt gehen muss.

ja. Es gibt zwar offenbar nicht mehr die Möglichkeit verschreibungspflichtige Medikamente per Arztausweis zu kaufen, aber ein Arzt kann sich auf irgendeinem Stück Papier selbst ein Rezept ausstellen (Stand 2006):
http://www.thieme.de/viamedici/aktuelles/politik/arz…
http://news.doccheck.com/de/article/133582-ministeri…

Ist das möglich, obwohl besagtes Elternteil - wie ich vermute

  • keinen Vertragsarztstempel besitzt und in einer Klinik
    angestellt ist?

Das dürfte egal sein. Die Verschreibungspflicht hat ja IMHO nix mit der Kassenzulassung zu tun. Allerdings wird eine gesetzliche krankenkasse so ein o.g. Rezept sicher nicht erstatten!

Bleibt nur nach dem Sinn der ganzen Sache zu fragen. Ich sehe keinen. Wenn du auf ein Medikament fest eingestellt bist ist es sicher kein Problem dir mal was mitbringen zu lassen. Aber ohne richtige Diagnose eines FACHarztes wird dein/e Vater/MUtter dir sicher weder in seiner Funktion als Arzt, noch in seiner Funktion als Elternteil „einfach so“ was kaufen.

Geh zum Psychater ist IMHO der einzig sinnvolle Rat.

VG,
J~

Das wär mir neu
Hi J

ja. Es gibt zwar offenbar nicht mehr die Möglichkeit
verschreibungspflichtige Medikamente per Arztausweis zu
kaufen

Wie kmmst du denn auf sowas? Ich kaufe mir öfters, nach wie vor, meine Medikamente im Ausland aufgrund meines Arztausweises.
Da gabs noch nie n Problem. Nicht umsonst ist der in mehreren Sprachen.
Gruß,
Branden

Unter uns gesagt…
…habe ich neulich sogar etwas in einem Waffenladen mit meinem Arztausweis gekauft. Meinen Personalausweis hatte ich versehentlich nicht mit, meinen Waffenschein wollte er gar nicht sehen, aber der Arztausweis hats gebracht.
Immerhin - wenn man schon keine Medikamente mehr damit bekommen soll - wenigstens Waffen… :wink:
Gruß,
Branden

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Hi Branden,

ja. Es gibt zwar offenbar nicht mehr die Möglichkeit
verschreibungspflichtige Medikamente per Arztausweis zu
kaufen

Wie kmmst du denn auf sowas?

ergänze von mir aus in meinem o.g. Zitat „in Deutschland“. Lies mal die Links die ich schrieb; per Google habe ich noch mehr Quellen gefunden, so dass ich das eher nicht anzweifeln wollte.

J~