cheers,
Ein weiteres Problem stellt die Umweltverträglichkeit der RFID-Labels dar: Ihre Antennen bestehen zurzeit noch aus Silber. Würden alle Verpackungen, die den grünen Punkt tragen, mit RFIDs ausgerüstet, dann kämen pro Jahr rund 2.000 Milliarden RFIDs in den Kreislauf, allein das Silber für die Antennen würde den deutschen Silberbedarf um 70 Prozent erhöhen – von den Entsorgungsproblemen abgesehen.
Aus den Worten zurzeit und noch schliessen wir, dass das nicht so bleiben wird.
Klaus Finkenzeller berichtet in seiner „RFID-Bibel“ („Das RFID-Handbuch“, Hanser Verlag 2004) auf den Seiten 340ff, wie ein RFID hergestellt wird. Zunächst werden die Silizium Dices hergestellt, welche als saw on foil (Die auf Kunststofffolie) ausgeliefert werden.
ZItat: „Im nächsten Arbeitsgang erfolgt das Herstellen der Transponderspule auf einer automatischen Wickelmaschine. Die verwendeten Kupferdrähte…“ --> Antenne aus Kupfer
Bei nicht in einem Modul fixierten Dice werden die Kupferdrähte direkt auf das Die gebondet, wichtig dafür ist eine möglichst geringe Drahtstärke, üblich bei Glastranspondern sind zb 30µm… Jetzt ist der Transponder schon elektrisch einsatzfähig, d.h. was jetzt noch kommt ist nur drumherum und eigentlich nicht notwendig, normalerweise kommt jetzt die Elektronik in ein Gehäuse, um sie zu schützen.
Es gibt zwar grob gesagt noch viele andere Möglichkeiten, einen Transponder zu basteln, im Endeffekt wird aber nur das „wie“ geändert, aber nicht das „was“, es werden immer Chips und Antenne gebastelt und dann irgendwie zusammen gebracht.
Nutzt man zum Beispiel Siebdruck-Technik KANN Silber-Pulver zum Einsatz kommen, muss aber nicht. Wie bereits erwähnt, Silber KANN als Leiter zum Einsatz kommen, ist aber imho wirtschaftlich nicht sinnvoll.
Eine Tabelle hab ich noch gefunden:
Leiter --\> Flächenwiderstand
Ag --\> 5 ... 20 m(ohm) / []
Cu --\> 30 ... 120 m(ohm) / []
Graphit --\> 20.000 ... 100.000 m(Ohm) / []
–> Silber kann genutzt werden, um besonders stromsparende aktive Transponder zu bauen. Wenn man sich ein bissel mit RFID beschäftigt hat weiss man aber auch, dass aktive Transponder atm nur 6 % des Marktes weltweit ausmachen, und die Tendenz dahin geht, dass der Marktanteil immer weiter zurück geht. Grund: Im Einzelhandel und im normalen Betrieb sind aktive Transponder einfach nicht notwendig. In Bereichen wo aktive Transponder Sinn machen (zum Beispiel wenn Sensoren angeschlossen werden müssen) werden sie bereits eingesetzt (Stichwort: Container-Logistik, jeder Container hat nen Buchgrossen aktiven Transponder mit integriertem GPS-Empfänger… ob das überhaupt noch zu RFID zählt… :-? imho eher nicht). Aktive Transponder werden auch benötigt, wenn man grössere Entfernungen überbrücken muss (also ~3 bis 20 meter) auch in dem Bereich sind RFID-Systeme schon seit ewigkeiten im Einsatz (Stichwort: Finnisches Maut-SYstem)
BTW hab ich in einem Artikel vorhin auch gelesen, dass RFID 1999 vom MIT entwickelt wurde *magenumdreh*
FALSCH!!!
RFID gibt es mehr oder weniger schon seit dem 2. Weltkrieg, im Einsatz so wie wir RFID definieren sind sie schon seit ~1960 im us-DoD zur Zugriffskontrolle und zum Inventar Tracking der Air Force…
Hm, immer mehr Leute springen atm auf den Hype auf und verwischen mit ihrem publizierten Halbwissen die Wahrheit… Wie bei jeder neuen Technik mit vielen Möglichkeiten
*kopfschüttelndeGrüße*
/me
P.S.: Sry für den langen Text 