RFID Chips: Jetzt in Silber investieren?

Guten Tag,
RFID Chips werden wohl in nächster Zeit unserer Leben verändern. Wie
man ja schon lesen konnte werden sie in wenigen Jahren, die Barcodes
abgelöst haben und in jedem Euroschein zu finden sein. Um RFID Chips
herzustellen benötigt man relativ viel Silber. Dadurch soll laut
Statistiken, wenn RFID Chips in großem Umfang eingesetzt werden
sollte, der Bedarf an Silber um 50% steigen. Ich habe einmal gelesen,
dass sich der Aktienpreis von Goldminen Gesellschaften teilweise
verdreifacht, wenn der Goldpreis stark steigt. Nun wüsste ich gerne,
ob dies auch für Silberminen Unternehmen gilt? Wenn dies zutrifft
wäre es doch sinnvoll jetzt noch ein paar Aktien von
Silberminengesellschaften zu erwerben oder? Bin auf euere Meinungen
gespannt!

Viele Grüße

Informatics

Guten Morgen,

es ist generell so: Wenn die Nachfrage steigt, steigt der Preis des nachgefragten Gutes zumindest solange biss das Angebot wesentlich größer wird.

Es ist also so dass jemand der Silber jetzt schon gut verdient, bei besseren Preisen mehr verdient.
In so fern ist mit einem Anstieg des Börsenkurses - insbesondere wenn von einem längerfristigem Effekt auszugehen ist - zu rechnen.

Du rechnest mit einem Anstieg, weil die Nachfrage durch ein bestimmtes Produkt steigen wird, dass unser Leben verändern wird (so deine Aussage).
Ich verstehe daher nicht weshalb du nicht einfach in jemanden investierst der das Produkt herstellt und vertreibt - dass ja laut deinen eigenen Aussagen so viel Nachgefragt werden wird.
Wieso der Umweg über einen einzelnen Rohstoff, der dafür verwendet wird? M.E. im übrigen gar nicht so viel davon wie du zu glauben scheinst - denn sonst wäre das Verfahren zu teuer.

Gruß Ivo

Hallo,
Danke für die Antwort.Es ist so das es viele Anbieter von RFID Chips gibt bzw. die Unternehmen stellen nicht nur RFID Chips her sondern auch andere Produkte.Somit gibt es mehrere Faktoren, die den Erfolg dieser Firmen beeinflussen. Deshalb habe ich angenommen,dass es besser ist,wenn man in den Rohstoff investiert, welcher zur Herstellung verwendet wird, da die Nachfrage nach RFID Chips, die Nachfrage nach Silber anheizen wird. Oder liege ich da falsch?Ich lass mich gern eines besseren belehreren :smile:

Falls jemand RFID noch nicht kennt,hier ein Link zum Thema:http://www.morgenwelt.de/418.html

Viele Grüße

Informatics

Hallo,

es kommt natürlich nicht nur darauf an, um wieviel Prozent der Silberbedarf bei RFID steigt, sondern um wieviel gemessen an der Gesamtweltsilberproduktion. Weiterhin kommt es natürlich auch noch darauf an, was mit den übrigen Silberabnehmer in dieser Zeit passiert:

http://www.welt.de/data/2003/09/11/166874.html (aus dem Jahr 2003)

Und natürlich muß man im Auge haben, daß Silber ein teurer Werkstoff ist und ein Produzent von Massenartikeln sich eine goldene Nase verdienen kann, wenn er statt des teuren Silbers ein anders günstigeres Material verwendet kann. Dann ist Silber auf einmal wieder nicht mehr gefragt.

Gerhard

Hallo,
Die Aussage der 50% Steigerung war auf den gesamten Silberbedarf bezogen. Ich habe die Statistik selbst nicht gesehen. In einer Sendung über RFID hat ein Mitarbeiter eines deutschen Forschungsinstitus(Welches ist mir leider entfallen) dieses erwähnt.
Es wäre doch zu überlegen, die Investion auf RFID Unternehmen und Silberminengesellschaften aufzuteilen. Welche Minengesellschaften würden von einem solchem massiven Anstieg der Silbernachfrage am meisten profitieren?

Viele Grüße

Informatics

Hallo,
Habe einen Artikel gefunden in dem ihr nachgelesen könnt,dass der Silberverbrauch um 60% in Deutschland steigen würde(ganz am Ende des Artikels).

Viel Spass beim lesen

Gruß

Informatics

hallo,

das hängt davon ab, inwieweit du im rohstoffsektor bereits investiert bist und wie deine übrige portfoliodiversifikation aussieht.
silber bewegt sich dem gold sehr ähnlich, d.h korreliert recht stark, obwohl der zusammenhang selbst experten unklar ist. das ganze dann auch noch mit hebel.
du solltest dich im gesamten industriemetallbereich engagieren, z.b. mittels eines zertifikates.
interessanterweise sind die herren soros, gates, Rogers seit ende der neunziger jahre massiv in silber investiert.
ich würde deine aufmerksamkeit von den rfid-chips gern auf den weltrohstoffbedarf lenken.
edelmetalle, industriemetalle, öl und soft commodities stellen in den nächsten jahren sehr, sehr interessante anlagechancen dar!

strubbel
R:open_mouth:)

Hmm,

welchen Artikel meinst du? In deinem anderen geposteten Artikel konnte ich nichts zu Silber finden.

Gerhard

Sorry,hab vergessen den Link zu posten.

http://www.rbb-online.de/_/fernsehen/magazine/beitra…

Viel Spass beim lesen.

Gruß

Informatics

Hallo,

edelmetalle, industriemetalle, öl und soft commodities stellen
in den nächsten jahren sehr, sehr interessante anlagechancen

Wieso ist dies so? Wegen dem Rohstoff Hunger Asiens? Wie kann man am besten in den Weltrohstoffbedarf investieren?

Viele Grüße

Informatics

hallo,

du kannst dein geld einem fondsmanager in den rachen werfen, der saftige gebühren haben will, oder in zertifikate investieren.
allgemeine und spezielle informationen hier:
http://zertifikatejournal.de/index.php

du ahnst ganz richtig, asien ist der hauptgrund, aber auch gegenden wie lateinamerika werden den anschluss in der weltwirtschaft finden.
die preise für rohstoffe sind in den letzten jahrzehnten praktisch nicht gestiegen.
pfiffige anleger sollten einen teil ihres investments schon zur risikostreuung in metall, öl und agrarrohstoffe stecken.
die nicht so cleveren kaufen erst wenn es teuer ist.

strubbel
C:open_mouth:)

Cholla informatik-Kollege :smile:

Woher hast du die Information, dass in RFID-Chips viel Silber wäre?

Dies ist grundlegend falsch!

Zur Erklärung: Ein RFID Transponder besteht prinzipiell (Nur mal die passiven Transponder, bei den aktiven kommt nur noch eine Batterie dazu…Braucht ne Batterie unbedingt Silber??) aus einer Antenne, ein paar Datenleitungen, und einem (oder mit Kryptoeinheit mehreren…) kleinen IC('s)…

Der IC besteht, wie jeder andere auch, normal aus Sillizium, die Antenne aus einem beliebigen Leiter (meist Kupfer wegen dem geringen WIderstand) und die Datenleitungen sind auch aus einer sehr kleinen Kupferschicht gepresst. Also: Wo ist da bisher Silber?

Auch wüsste ich nicht, wo der Einsatz von Silber vorteilhaft wäre… Ausser, dass es nicht so schnell Oxidiert und weniger anfällig ist fällt mir kein Vorteil von Silber ein… vielleicht wurden einige Tags in Bolus-Form bisher aus Silber hergestellt, da diese die ganze Zeit im Magen von Rindern liegen… da diese mittlerweile aber in speziellen Glaskörpern untergebracht werden, werden die auch nur aus Kupfer und IC’s hergestellt !?

Also: Woher hat der Artikel-Autor seine Informationen? Vielleicht von einer Silbermine? Immer schön vorsichtig, und sich nicht auf nur einen Artikel einlassen… alles immer überprüfen… stromer gibt es überall

Hallo,

Ich habe es an mehreren Stellen gehört und gelesen. Silber soll das einzige Material sein, welches flexible genug ist um solche RFID Chips herzustellen(z.B wegen Biegsamkeit). Hier noch mal der Artikel:
http://www.rbb-online.de/_/fernsehen/magazine/beitra…

Viel Spass beim lesen.

Kennst du vielleicht einen Link, wo man ganz genau nachlesen kann aus was RFID Chips wirklich bestehen?

Viele Grüße

Informatics

Hallo,
Danke für deinen Tipp. Zertifikate sind sehr interessant :smile:

Gruß

Informatics

cheers,

Ein weiteres Problem stellt die Umweltverträglichkeit der RFID-Labels dar: Ihre Antennen bestehen zurzeit noch aus Silber. Würden alle Verpackungen, die den grünen Punkt tragen, mit RFIDs ausgerüstet, dann kämen pro Jahr rund 2.000 Milliarden RFIDs in den Kreislauf, allein das Silber für die Antennen würde den deutschen Silberbedarf um 70 Prozent erhöhen – von den Entsorgungsproblemen abgesehen.

Aus den Worten zurzeit und noch schliessen wir, dass das nicht so bleiben wird.

Klaus Finkenzeller berichtet in seiner „RFID-Bibel“ („Das RFID-Handbuch“, Hanser Verlag 2004) auf den Seiten 340ff, wie ein RFID hergestellt wird. Zunächst werden die Silizium Dices hergestellt, welche als saw on foil (Die auf Kunststofffolie) ausgeliefert werden.

ZItat: „Im nächsten Arbeitsgang erfolgt das Herstellen der Transponderspule auf einer automatischen Wickelmaschine. Die verwendeten Kupferdrähte…“ --> Antenne aus Kupfer

Bei nicht in einem Modul fixierten Dice werden die Kupferdrähte direkt auf das Die gebondet, wichtig dafür ist eine möglichst geringe Drahtstärke, üblich bei Glastranspondern sind zb 30µm… Jetzt ist der Transponder schon elektrisch einsatzfähig, d.h. was jetzt noch kommt ist nur drumherum und eigentlich nicht notwendig, normalerweise kommt jetzt die Elektronik in ein Gehäuse, um sie zu schützen.

Es gibt zwar grob gesagt noch viele andere Möglichkeiten, einen Transponder zu basteln, im Endeffekt wird aber nur das „wie“ geändert, aber nicht das „was“, es werden immer Chips und Antenne gebastelt und dann irgendwie zusammen gebracht.

Nutzt man zum Beispiel Siebdruck-Technik KANN Silber-Pulver zum Einsatz kommen, muss aber nicht. Wie bereits erwähnt, Silber KANN als Leiter zum Einsatz kommen, ist aber imho wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Eine Tabelle hab ich noch gefunden:

Leiter --\> Flächenwiderstand
Ag --\> 5 ... 20 m(ohm) / []
Cu --\> 30 ... 120 m(ohm) / []
Graphit --\> 20.000 ... 100.000 m(Ohm) / []

–> Silber kann genutzt werden, um besonders stromsparende aktive Transponder zu bauen. Wenn man sich ein bissel mit RFID beschäftigt hat weiss man aber auch, dass aktive Transponder atm nur 6 % des Marktes weltweit ausmachen, und die Tendenz dahin geht, dass der Marktanteil immer weiter zurück geht. Grund: Im Einzelhandel und im normalen Betrieb sind aktive Transponder einfach nicht notwendig. In Bereichen wo aktive Transponder Sinn machen (zum Beispiel wenn Sensoren angeschlossen werden müssen) werden sie bereits eingesetzt (Stichwort: Container-Logistik, jeder Container hat nen Buchgrossen aktiven Transponder mit integriertem GPS-Empfänger… ob das überhaupt noch zu RFID zählt… :-? imho eher nicht). Aktive Transponder werden auch benötigt, wenn man grössere Entfernungen überbrücken muss (also ~3 bis 20 meter) auch in dem Bereich sind RFID-Systeme schon seit ewigkeiten im Einsatz (Stichwort: Finnisches Maut-SYstem)

BTW hab ich in einem Artikel vorhin auch gelesen, dass RFID 1999 vom MIT entwickelt wurde *magenumdreh*

FALSCH!!!

RFID gibt es mehr oder weniger schon seit dem 2. Weltkrieg, im Einsatz so wie wir RFID definieren sind sie schon seit ~1960 im us-DoD zur Zugriffskontrolle und zum Inventar Tracking der Air Force…

Hm, immer mehr Leute springen atm auf den Hype auf und verwischen mit ihrem publizierten Halbwissen die Wahrheit… Wie bei jeder neuen Technik mit vielen Möglichkeiten

*kopfschüttelndeGrüße*
/me

P.S.: Sry für den langen Text :smile:

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Silber-Gehebeltes Gold?
hallo,

hab noch was gefunden:

Silber – Gehebeltes Gold oder doch ein bisschen mehr ?

Silber hat mit ca. 20% Kurssteigerung in den vergangenen 12 Monaten unter den Edelmetallen am besten abgeschnitten. Warum war das so? Gab es fundamentale Gründe für diese Entwicklung oder war es vor allem die immer wieder unterstellte Korrelation zum Goldpreis? Bei Analyse der Charts ist eine Korrelation dieser beiden Metalle zueinander wohl unstrittig, und dabei wirkt Silber häufig wie ein Hebelprodukt auf Gold. Bei sinkendem Goldpreis oder bei einer Seitwärtsbewegung bleibt Silber zurück. Bei steigendem Goldpreis entwickelt sich der Silberpreis wesentlich stärker. Ganz besonders ausgeprägt ist dieses Verhalten bei plötzlich veränderten Wachstumserwartungen der Weltwirtschaft. So gab Silber z.B. sehr viel deutlicher nach als Gold, nachdem die chinesische Regierung Maßnahmen zur Dämpfung der Binnenkonjunktur bekannt gegeben hatte. Eigentlich gibt es für diese Korrelation keine Erklärung. Sie wäre bis 1971 durchaus noch berechtigt gewesen, denn bis dahin waren alle Währungen - zumindest teilweise - durch Gold und Silber gedeckt. Seit der Aufhebung des sogenannten Goldstandards wird nur noch Gold, aber nicht mehr Silber, von den Zentralbanken als Reservewährung gehalten. Dennoch gilt es ganz offensichtlich weiter als „sicherer Hafen“ für die Spekulation, weil die Korrelation einfach unterstellt wird, aber unvorhergesehene Interventionen durch die Zentralbanken nicht zu erwarten sind. Gerade in Zeiten starken Dollarverfalls sind Interventionen der Zentralbanken im Goldmarkt nur schwer vorhersehbar. Silber mag dann also begehrter sein als Gold, weil ihm größere Sicherheit unterstellt wird. Umgekehrt gilt Gold als sicherer, wenn die Preise fallen, weil man davon ausgehen kann, dass die Zentralbanken intervenieren, um den Goldpreis zu stabil zu halten.

Das Angebot
Etwa 50% der Silbergewinnung fällt als Nebenprodukt bei der Förderung anderer Basismetalle wie Kupfer, Blei oder Zink an. Allerdings sind die weltweiten Lagerbestände seit Anfang der 70er Jahre stark zurückgegangen, weil gerade mit der Aufhebung des Goldstandards Silber seine Rolle verloren hat, und vor allem die US-Notenbank die bis dahin in ihren Tresoren gehorteten Bestände verkauft hat. Auch die Minenproduktion geht seit Jahren zurück, so dass es tatsächlich zu einer zunehmenden Verknappung dieses Metalls kommt. Allein 2003 fiel die Silberproduktion um 5%. Im Gegensatz zu Palladium, das ebenfalls als Nebenprodukt bei der Förderung anderer Metalle anfällt, ist bei Silber die Lage angespannt. Um den steigenden Bedarf der Industrie einigermaßen zu befriedigen, wird verstärkt silberhaltiger Schrott eingeschmolzen. 2003 stammten bereits 25% der weltweiten Silberproduktion aus diesem Recycling. Neue Silberminen sind nicht in Sicht. Mit einer Steigerung des Angebots kann also in absehbarer Zukunft kaum gerechnet werden. Wahrscheinlicher ist sogar ein weiterer Rückgang der Produktion. Es gibt auch keinen Puffer mehr, der bei Gold nach wie vor existiert, denn Teile der enormen Goldbestände der Zentralbanken könnten jederzeit und völlig unvorhersehbar in den Markt fließen.

Die Nachfrage
Der Silberbedarf der Industrie nimmt stetig zu. Bei der Leitfähigkeit von elektrischem Strom übertrifft Silber sogar Gold. Vor allem in der Lebensmitteltechnik, der Pharmaindustrie und der chemischen Industrie findet Silber verstärkt Anwendung, da Silberflächen biostatisch sind, also das Überleben von Bakterien verhindern. Mit einem Anteil von knapp 43% ist die Industrie wichtigster Abnehmer dieses Metalls. Aus diesem Bereich kommt auch die Wachstumsphantasie. Die Nachfrage der Schmuck- und Silberwarenindustrie bleibt seit Jahren konstant. Sie macht knapp ein Drittel der Nachfrage aus und reagiert kaum auf Preisveränderungen, da sich das Nachfrageverhalten der Haushalte über Jahrzehnte nicht mehr verändert hat. Für Tafelsilber, Kerzenhalter und Silberschmuck gibt es eben kein Substitut. Dagegen ist die Photoindustrie als Motor des Nachfragewachstums nahezu ausgeschieden. Sie stellt immer noch 22% der Nachfrage. Mit dem zunehmenden Einsatz von Digitalkameras und der elektronischen Speicherung von Fotographien sinkt die Abnahme von silberhaltigem Photopapier. Das gleiche gilt für Filme, die vom Photoapparat direkt auf den Bildschirm heruntergeladen werden. Die Anstrengungen der Minengesellschaften, in die Gewinnung von Silber zu investieren sind im übrigen auch deshalb zurückgegangen. Trotz verhältnismäßig niedriger Preise hat sich der Silbermarkt noch nicht konsolidiert. Aber gerade deshalb ist er auch für Überraschungen gut.

Die Spekulation
Die CFTC (Commodity Futures Traders Commission) veröffentlicht wöchentlich die Anzahl der Kontrakte in den USA gehandelter Rohstoffe. Dabei wird zwischen Long und Short sowie zwischen Commercial und Non-Commercial Kontrakten unterschieden. Den Commercial Kontakten liegt die Absicherung einer physischen Position zugrunde, während es sich bei Non-Commercial Kontrakten um reine Spekulations- und Analagegeschäfte handelt. Der spekulativen Geldanlage kommt eine hohe Marktbedeutung zu. Bereits im Herbst 1997 überstieg die Anzahl der Non-Commercial Long-Kontrakte die Anzahl der Commercial Long Kontrakte. Diese Relation hat sich seitdem auch nicht mehr geändert. Die Schwelle von 60.000 Non-Commercial Long Kontrakten ist seit 1986 nur zweimal überschritten worden. Zur Zeit befinden wir uns wieder auf diesem hohen Niveau. Ab Mitte 2003 haben sich die Non-Commercial Short Positionen auf ein Minimum reduziert. Dies galt im übrigen auch im Mai, als die chinesische Regierung ihre Maßnahmen zur Dämpfung der Konjunktur bekannt gab. Zwar wurden damals massiv Long Position aufgelöst. Zu einer starken Zunahme der spekulativen Short Positionen kam es jedoch nicht. Daraus ist zu schließen, dass die Spekulation zwar jederzeit bereit ist, Gewinne aus Long Positionen mitzunehmen, sowie die weltweite Konjunkturentwicklung dies sinnvoll erscheinen lässt. Sie bleibt aber längerfristig von einem steigenden Silberpreis überzeugt. Ein ganz wesentlicher Grund hierfür ist die Erwartung einer weiteren Abschwächung des US Dollars, für den Gold, aber auch Silber, und dann gehebelt, als Substitut gelten. Wenn man auch den Stimmen, die den Silberpreis schon in Kürze beim Zehnfachen des heutigen Wertes sehen, keinen Glauben schenken sollte, so erscheint doch eine weitere Entwertung des US Dollar und damit eine kräftige Erhöhung des Silberpreises eher wahrscheinlich zu sein. Immerhin haben kluge Köpfe wie Warren Buffet und Bill Gates beträchtliche Anteile an Silberminen gekauft. Beide halten im übrigen eine weitere Abschwächung des US Dollar wegen des hohen Handelsbilanzdefizits der USA für notwendig. Der europäische Anleger sollte aber nur Quanto Zertifikate auf Silber kaufen, da Silber in US Dollar notiert und ein fallender Dollar Gewinne in Euro stark beeinträchtigen würde.

Zusammenfassung
Der Silberpreis liegt seit Mitte 2003 in einem Aufwärtstrend, der nur im Mai deutlich unterbrochen wurde, sich seitdem aber wieder fortgesetzt wird. Das Angebot wird auch in den nächsten Jahren wegen abnehmender Produktion und niedriger Lagerbestände keine Entlastung des Marktes bringen. Dagegen wird die Nachfrage zumindest gleich bleiben, wahrscheinlich aber eher zunehmen. Hinzu kommt, dass der Silberpreis sich trotz zunehmender Spekulation noch immer auf einem historisch niedrigen Niveau bewegt. Obwohl wir nicht glauben, dass historische Höchststände die zukünftige Entwicklung beeinflussen, scheint die Investition in währungsgesicherte Silberzertifikate gute Chancen zu haben.

strubbel
G:open_mouth:)

hallo ulmo,

vielen dank.
sowas sollte nie der grund sein, in einen wert oder in eine anlage zu gehen.
unabhängig davon bleibt es für eine erfolgreiche performance in den nächsten jahren erforderlich, in rohstoffe zu investieren.

strubbel
r:open_mouth:)