Hallo!Ich recherchiere über RFID…Ich habe eine Menge Info über momentane Anwendungsgebiete (meistens Handel), was mich interessiert:
wird RFID in der Zukunft „bedrohlich“ in Bezug auf die Menschenrechte?
Danke für jeden Tipp…
Hallo Fragewurm,
Hallo!Ich recherchiere über RFID…Ich habe eine Menge Info
über momentane Anwendungsgebiete (meistens Handel), was mich
interessiert:
wird RFID in der Zukunft „bedrohlich“ in Bezug auf die
Menschenrechte?
Wer weiss das schon, was die Zukunft bringt ???
Also ich habe einen RFID als Türöffner hier auf unserem Gelände.
Das hat den Vorteil, dass wenn eine Karte verloren geht, man diese einzeln sperren kann und den Nachteil, dass man sehen kann wann ich diese Karte wo benutzte.
Allerdings bringt RFID im Einzelhandel eigentlich keine zusätzlichen Informationen oder Gefahren mit sich, zumindest was die Warenmarkierung angeht.
Eine heute übliche Scannerkasse, eine Kunden-Rabattkarte oder bezahlen mit irgendeiner Kreditkarte, und … schwupp weiss ich, dass du zuviele Chips oder Erdnüsse frisst !!
MfG Peter(TOO)
Hallo Peter! Es gibt sicherlich einen klassischen Weg: einfach meine Mülltonne durchsuchen:smile:ich denke an die Werbemöglichkeiten (ist weit entfernt von Verletzung der Menschenrechten, noch:smile:)
Wir haben uns an die Überwachungskameras gewöhnt,(ist ja zum eigenen Schutz!..na ja…),man gewöhnt sich eigentlich an alles, nicht?
Allerdings bringt RFID im Einzelhandel eigentlich keine
zusätzlichen Informationen oder Gefahren mit sich, zumindest
was die Warenmarkierung angeht.
Doch, im Gegensatz zum Barcode, mit dem nur der Produkttyp kodiert wird, kann mittels RFID jedes einzelne Produkt identifiziert werden. weiterhin sind Tags nicht unbedingt erkenn- und vor allem deaktivierbar.
LG
Stuffi
Hallo Peter! Es gibt sicherlich einen klassischen Weg: einfach
meine Mülltonne durchsuchen:smile:ich denke an die
Werbemöglichkeiten (ist weit entfernt von Verletzung der
Menschenrechten, noch:smile:)
Oh, da bist du aber unsensibel, ich finde es unerhört, dass man mir keine Werbung für Oma-Kleider mehr schicken wird, wenn erst mal bekannt ist, dass ich solche noch nie gekauft habe.
Aber mal im Ernst, es gibt tatsächlich Menschen die dies als große Bedrohung empfinden, wenn Werbung mehr und mehr personalisiert wird, weil man aufgrund von Merkmalsauswertungen weiß, was ein Kunde kauft. Und hierbei kann die RFID-Technik natürlich helfen.
Für mich ist diese Angst nicht nachvollziehbar. Werbemüll landet hier täglich tonnenweise und bislang ist noch über 90% davon vollkommen an meinen Bedürfnissen vorbei und wandert weiterhin regelmäßig in die Tonne. Wenn der Oma-Kleiderversender wüsste, wie er für weniger Werbeaufwendungen seine Zielgruppe erreichen könnte, würde er mich nicht mehr belästigen und könnte seine Produkte billiger an die Leute verkaufen, die hiermit etwas anfangen können.
Umgekehrt würde mich ein zusätzlicher Katalog eines Anbieters überhaupt nicht stören, der ein genau auf meine Wünsche abgestimmtes Produktportfolio anbietet, und die dadurch entstehende Wettbewerbssituation würde ebenfalls einen Preisvorteil bedeuten. Die erhöhte Transparenz kommt also nicht nur dem Anbieter sondern auch mir als Kunden zugute.
Das Problem ist natürlich, dass die Anbieter selbst oft nicht ehrlich genug sich selbst gegenüber sind, und immer wieder meinen, neue Kundensegmente mit vollkommen ungeeigneten Produkten und Dienstleistungen beglücken zu müssen, und hier natürlich neue Morgenluft wittern. Aber diese Unverbesserlichen hat es natürlich immer schon gegeben und wird es auch immer geben, unabhängig von RFID.
Wir haben uns an die Überwachungskameras gewöhnt,(ist ja zum
eigenen Schutz!..na ja…),man gewöhnt sich eigentlich an
alles, nicht?
Ich glaube, damit sprichts du ein Grundproblem an, was viele Menschen bewegt, neuen Techniken zunächst einmal grundsätzlich ablehnend gegenüber zu stehen. Sie verstehen sie nicht und werden natürlich auch schnell von Berufsskeptikern und Verschwörungstheoretikern darin bestärkt, dass alles Neue zunächst einmal ein Risiko ist, und dass jegliche von mir bekannte Information selbstverständlich nicht nur potentiell gegen mich verwendet werden könnte, sondern natürlich auch wird.
Tatsächlich haben wir aber schon heute die Situation, dass die Datenmengen an sich da wären, eine Auswertbarkeit aber nur in engen Grenzen gegeben ist, weil der Aufwand und die Kosten hierzu in keinem Verhältnis stehen und oft, so habe ich zumindest den Verdacht, auch die Intelligenz fehlt, Daten sinnvoll zu nutzen. Dort wo dies geschieht, bedarf es dann natürlich auch der Intelligenz die Konsequenzen zu erkennen und mit ihnen umzugehen, und dies wird, so wie es immer schon gewesen ist, einfach ein Prozess sein, in dem es immer wieder ein Wettrennen geben wird, in dem mal die eine Seite, und mal die andere Seite die Nase vorn haben wird. Diesen Prozess sollte man konstruktiv begleiten und fördern, gerade dies tut man aber mit dem Verbreiten von undefinierten Ängsten nicht.
Gruß vom Wiz
Bin ich richtig informiert, jeder Chip ist einzelartig, das bedeutet
individuell erkennbar?
Bin ich richtig informiert, jeder Chip ist einzelartig, das
bedeutet
individuell erkennbar?
Ja, auf dem Chip ist eine lange Nummer, lange genug, dass jeder der vielen Milliarden Chips, die wohl hergestellt werden, einzigartig sind. Muss ja auch sein, weil man nie weiss, wo die Waren landen.
Gruß
Stefan
Hallo Wiz,
Oh, da bist du aber unsensibel, ich finde es unerhört, dass
man mir keine Werbung für Oma-Kleider mehr schicken wird, wenn
erst mal bekannt ist, dass ich solche noch nie gekauft habe.
Naja, wenn man dir diese Werbung noch einige Jahrzehnte zukommen lässt, hast du, bzw. deine bessere Hälfte, dann wohl irgendeinmal doch noch verwendung.
Aber mal im Ernst, es gibt tatsächlich Menschen die dies als
große Bedrohung empfinden, wenn Werbung mehr und mehr
personalisiert wird, weil man aufgrund von
Merkmalsauswertungen weiß, was ein Kunde kauft. Und hierbei
kann die RFID-Technik natürlich helfen.
Tja, genau dabei kann der Schuss auch nach hinten losgehen. Ich kaufe nicht jeden Monat eine neue HiFi-Anlage oder eine Polstergruppe. Allerdings fragen mich viele Freunde, vor allem was Elektronik anbelangt, was sie kaufen sollen. Aber das ist dann auch mit RFID nicht sichtbar !!
Zudem bin ich kürzlich von Zürich nach Basel umgezogen und benötigte deshalb einige Gegenstände des täglichen Lebens neu. Auxch wenn das voll Computertechnisch erfasst worden wäre, hätte ich die Werbung wohl erst viel zu spät bekommen.
Umgekehrt würde mich ein zusätzlicher Katalog eines Anbieters
überhaupt nicht stören, der ein genau auf meine Wünsche
abgestimmtes Produktportfolio anbietet, und die dadurch
entstehende Wettbewerbssituation würde ebenfalls einen
Preisvorteil bedeuten. Die erhöhte Transparenz kommt also
nicht nur dem Anbieter sondern auch mir als Kunden zugute.
Um mich als Kunden zu gewinnen ist eine Internet-Präsenz wichtiger, als mir wöchentlich Papier zukommen zu lassen. Um eine Flasche Schampoo zu kaufen, werde ich aber auch nicht eine halbe Stunde in der Stadt rumrennen, auch wenn die Flasche da etwas günstiger ist.
Was den täglichen Bedarf angeht, hat jeder meist ein paar Geschäfte in der unmittelbaren Umgebung des Wohn- oder Arbeitsortes und noch 1 bis 2 Einkaufszentren, welche man regelmässig besucht. Da kann es mal sein, dass ich da geziehlt hingehe, weil ein Artikel gerade besonders vergünstigt ist und mir einen Halb- oder Jahresvorat zulege, aber ob das dann wirklich „der Hit“ für den Anbieter ist ??
Wir haben uns an die Überwachungskameras gewöhnt,(ist ja zum
eigenen Schutz!..na ja…),man gewöhnt sich eigentlich an
alles, nicht?Ich glaube, damit sprichts du ein Grundproblem an, was viele
Menschen bewegt, neuen Techniken zunächst einmal grundsätzlich
ablehnend gegenüber zu stehen. Sie verstehen sie nicht und
werden natürlich auch schnell von Berufsskeptikern und
Verschwörungstheoretikern darin bestärkt, dass alles Neue
zunächst einmal ein Risiko ist, und dass jegliche von mir
bekannte Information selbstverständlich nicht nur potentiell
gegen mich verwendet werden könnte, sondern natürlich auch
wird.
Ich bin hier auf einem Industrie-Gelände, welches von ca 60 Kameras dauernd überwacht wird, die Bänder werden dann nach 7 Tagen wieder gelöscht. Zwischen 20:00 und 22:00 werden die Tore geschlossen und zwischen 4:00 und 5:00 wieder geöffnet. In der Zeit in welcher die Tore geschlossen sind, werde ich beim Kommen direkt elektronisch erfasst, beim Gehen nur indirekt durch die Kameras.
Einerseits finde ich es Sch…, dass man diese Überwachumg durchführen muss, andererseits hat es die Betriebskosten gesenkt, da weniger Vorfälle zu verzeichnen sind und andererseits konnten die meisten Vorfälle einer Täterschaft eindeutig zugeordnet werden.
Tatsächlich haben wir aber schon heute die Situation, dass die
Datenmengen an sich da wären, eine Auswertbarkeit aber nur in
engen Grenzen gegeben ist, weil der Aufwand und die Kosten
hierzu in keinem Verhältnis stehen und oft, so habe ich
zumindest den Verdacht, auch die Intelligenz fehlt, Daten
sinnvoll zu nutzen.
Viele Dinge sind auch auf Grund der Daten gar nicht sichtbar !
Ein typisches Beispiel ist die Aufteilung einer Firma in Profitzenter. Eine gute Kundendienstabteilung ist immer defizitär, zumindest auf dem Papier. Aber ein Kunde welcher eine Auskunft gratis bekommt oder dem auch mal auf dem Kulanzweg etwas zukommt, kommt wieder weil er eine gute Erfahrung mit dieser Firma gemacht hat, zudem macht ein zufriedener Kunde für mich Werbung in einer Form, welche unbezahlbar ist !!
MfG Peter(TOO)
Datenschutz
Moin!
Menschenrechte sind wohl weniger betroffen, eher der Datenschutz.
(Wobei, ein grossteil der RFID Transponder wird ja zur Tiererkennung, Teils auch „unter der Haut“ eingesetzt)
Stellen wir uns mal den folgenden Fall vor:
Es ist das Jahr 2006. Malergeselle Lehmann will einen Kredit von seiner Bank. Er putzt sich etwas raus und sitzt schliesslich vor dem Bankangestellten Meyer. Nach kurzer Rede lehnt sich Meyer zurück, drück eine Taste an seinem Computer und schon läuft ein kompletter RFID-Scan ab.
Ping, meldet sich der Auto-Schlüssel des Mercedes. Der ja so praktisch ist, weil man sich als Benutzer nur dem Auto nähern muss und schon gehen die Türen von alleine auf.
Ping, meldet sich das Label aus dem Anzug. Prada und andere Modehäuser haben schon RFID Tags eingeführt.
Ping, Ping, Ping, meldet sich die Einkaufstüte aus dem Metro Future Store. Und der Rechner weiss, dass darin eine Flasche Champagner, Edelparfum und eine neue Fotokamera stecken.
Angesichts dieses Lebensstils lehnt Meyer den Kredit natürlich ab.
Abgesehen davon, dass heute keine Bank erstmal auf RFID scannt, ist der Rest heute schon real!
Es gibt RFID Tags, die neben einer einfachen Nummer auch andere Daten übermitteln. Es gibt Tags mit vorgeschriebenen Eigenschaften, wo dann jeder aus den Daten ermitteln kann ob es Bargeldfunktionen, Zugangsberechtigungen, Ticketfunktionen und und und sind.
Und der „Träger“ kann nicht erkennen wann an wen diese Daten übermittelt werden. Das ist das Datenschutzrechtliche Dilemma.
Wie an obigen Beispiel gezeigt, will man manchmal nicht diese Daten herausgeben.
RFID steht im Bereich Produktidentifizierung erst am Anfang. Die Welle, alle möglichen Produkte dann damit zu markieren kömmt erst noch. Und ich persönlich möchte wissen, wenn ich so einen Transponder mit mir rumschleppe.
Technische Details unter:
http://www-ifl.mach.uni-karlsruhe.de/lehre/ praktika/web_downloads/Skript-PTLII-V17-de.pdf
RFID ist der Weg zur totalen Überwachung
Hallo,
die RFID-Technik ist eine der Schlüsseltechnologien zur Installierung der totalen, weltweiten Überwachung der Menschen.
Es tut große Not, dass sich jeder so gut es geht darüber informiert, was heute schon (und morgen erst) mit RFID-Technik möglich ist, und wie sehr die Freiheit der Menschen durch deren Missbrauch in Gefahr ist. Vielseitige und ebenso interessante wie beängstigende Artikel dazu auf folgender Homepage:
„http://www.das-gibts-doch-nicht.de“… und dann auf „RFID“ unten rechts in der Tabelle klicken.
Gruß, Alexander
P.S. Als kleiner Vorgeschmack nun ein Artikel von dieser HP:
„Die tatsächliche Vergangenheit und die zu erwartende Entwicklung des RFID-Chips“
dargestellt an einer utopischen Geschichte
April 2003
Der Future-Store in Rheinberg bei Duisburg eröffnet. Marion Z. als Test-Kundin ist beeindruckt: Wenn sie ihre neue Kundenkarte neben den Einkaufswagen hält, wird sie von einem Display auf dem Griff persönlich begrüßt und bekommt ihren persönlich abgespeicherten Standard-Einkaufszettel, den sie vorher angeben mußte, angezeigt. Bei jedem Einkauf ergänzt der Computer die Liste je nach den ihren persönlichen Vorlieben. Per „Navigationssystem“ auf dem Display wird sie immer den optimalen Weg zum nächsten Produkt ihrer Einkaufsliste geführt. Such-Zeiten entfallen. Außerdem: Weil Diebstahl durch die RFIDs quasi unmöglich wird, sollen die Preise insgesamt sinken, heißt es. Das Aufs-Band-Laden an der Kasse entfällt, die Zahlung erfolgt per Karte. „Seeeeeehr praktisch!“
Mai 2003
Die ersten Vertreter des Handels besichtigen den Future Store und sind begeistert! Nie wieder sind Waren ausverkauft, das Nachfüllen der Regale kann zentral koordiniert werden. Keine Preisauszeichnung mehr, weil die Preise direkt vom Zentralrechner auf die Displays an den Einkaufswagen gegeben werden. Kunden können außerdem über die Displays individuell mit Werbespots angesprochen und beworben werden.
Supermarkt-Pächter Dietmar K. jubelt „Eine Revolution für den Handel, wir gehen in ein goldenes Zeitalter!“, in eine Fernsehkamera.
September 2003
Die Redaktion von Spiegel-Online fällt auf die Presse-Arbeit der Metro AG herein und lobt in einem redaktionellen Artikel ausschließlich die Vorteile für die Verbraucher. Zum Beispiel sei es jetzt möglich, dass Kunden sich über die Displays das genaue Herkunftsland der Waren anzeigen lassen. Der Einkauf werde viel transparenter. In der Marketing-Abteilung der Metro Gruppe knallen die Sektkorken. „Glauben die echt, dass wir so doof sind, und da rein schreiben, dass diese Kaffeebohnen von 5jährigen Kindern gepflückt worden sind???“, wundert sich Praktikantin Nina S.
Oktober 2003
Marion Z.aus Duisburg liest in der Zeitung einen Artikel zum Big Brother Award und ist erschrocken über die Überwachungsmöglichkeiten durch RFIDs. In einem Leserbrief wird abgewiegelt: RFIDs wäre ja nicht gefährlich, man könne sie ganz einfach in der Mikrowelle zerstören. Erschrocken wirft sie ihre letzten FutureStore-Einkäufe in die Mikrowelle. Die Butter schmilzt, der Reissverschluss an der Jeans sprüht Funken. OTon: „So ein Mist, das mache ich nicht noch mal!“ Ob die Chips dabei kaputt gegangen sind, weiß sie nicht.
April 2004
Der Informatik-Student Lars H. (zweites Semester) entwickelt im Auftrag des FoeBuD e.V. in Bielefeld einen kleinen, einfachen Störsender, mit dem man das Auslesen der Daten durch RFIDs verhindern kann. Marion Z.kauft sich einen davon. Lars H. bricht sein Studium ab und gründet ein Start-Up-Unternehmen für diese Störsender. Den Gewinn spendet er anteilig dem FoeBuD e.V.
Juni 2004
Die Supermarkt-Fachkraft Gerd J. ist begeistert von der neuen Technik. Das lästige An-der-Kasse-Sitzen fällt weg, die Regale sind leichter befüllbar, die Lager effektiver genutzt. Als er abends nach Hause kommt, liegt dort ein Brief seiner Geschäftsleitung mit einer Abmahnung. Er sei in den vergangenen Wochen durchschnittlich 9 Mal auf der Toilette gewesen und habe dort pro Tag ca. 72 Minuten zugebracht. Das liege 27 Minuten über dem Soll und diese Zeit werde ihm zukünftig von seinem Arbeitszeitkonto abgezogen.
Entsetzt sucht er seinen Supermarkt-Kittel ab und findet einen RFID im Kragensaum.
September 2004
Die RFIDs kosten jetzt nur noch 1 Ct. pro Stück und unterliegen ab sofort einem gemeinsamen technischen Standard. Damit ist eine flächendeckende Einführung in greifbare Nähe gerückt.
Oktober 2004
Schafskäse-Hersteller Karsten P. hat inzwischen 10 Faxe der größten Handelsketten bekommen. Wenn er nicht innerhalb von drei Monaten RFIDs in alle seine Verpackungen integriert, werden die Lieferverträge mit ihm gekündigt. Karsten P., der sich bisher immer gegen diese Technik gesträubt hat, gibt auch im Sinne seiner 75 Mitarbeiter nach.
November 2004
Marion Z. bekommt einen Bußgeldbescheid der Stadt Duisburg. Das Papier eines von ihr gekauften Mars-Riegels wurde im Ententeich des Stadtparks gefunden. Marion Z. grübelt und kommt darauf, dass sie den Riegel einem Kind beim Martins-Singen geschenkt hat. Zähneknirschend zahlt sie 10 Euro Bußgeld.
Januar 2005
Startup-Unternehmer Lars H. ist krank. Er bittet seine Nachbarin Nina S., für ihn einkaufen zu gehen. Als sie ihm den Kassenbon präsentiert, ist er verwundert, dass Nina S. für viele Produkte das doppelte bezahlt hat.
Sie stellen fest, dass zum Beispiel Toilettenartikel für sie teurer sind als für ihn. Beim Vergleich mit Freunden stellen sie fest, dass alle Frauen mehr für Toilettenartikel bezahlen als Männer, dass Familien mehr für Videos bezahlen als Singles usw. Ein Anruf bei der Verbraucherzentrale ergibt, dass das Wettbewerbsgesetz schon vor Monaten in irgendeiner Ladenschlußzeit-Novelle mit geändert worden ist. Gegen diese „PreisDiskriminierung“, wie der Fachbegriff lautet, könne man jetzt nichts mehr unternehmen.
April 2005
Supermarkt-Fachkraft Gerd J., inzwischen arbeitslos, weil er seine Toiletten-Zeiten nicht in den Griff bekommen hat, geht tanken. Da der RFIDs an der Kaugummi-Packung in seiner Jackentasche nicht im Supermarkt zerstört wurde, wird er als Kaugummi-Kauer identifiziert und die Tanksäule spielt ihm währenddes Wartens Werbespots für Konkurrenz-Kaugummis vor.
Juli 2005
Start-up Unternehmer Lars H. kauft sich einen neuen intelligenten Kühlschrank. Dieser Kühlschrank weiß aufgrund der RFIDs, was er geladen hat, welcher Joghurt am Verfallsdatum ist und was als nächstes eingekauft werden muss. Über das Internet kann der Kühlschrank selbständig nachbestellen oder den Display-Einkaufszettel im Supermarkt ergänzen. Außerdem macht er über ein Display in der Tür Rezeptvorschläge. Nachts träumt Lars H. davon, dass sein Kühlschrank für sich eigenmächtig jeden Abend eine Pizza Tonno bestellt und mit dem Toaster zusammen aufisst. Er wird schweißgebadet wach. Verkatert findet er morgens im Briefkasten eine Ermahnung seiner Krankenkasse. Sein Speiseplan weise zu viel Far bund Konservierungsstoffe auf, steht da. Wenn er seine Ernährung nicht umstelle, werde ab Anfang kommenden Jahres sein Versicherungsbeitrag erhöht.
August 2005
Marion Z.steht vor ihrem Supermarkt und die Tür öffnet sich nicht. Die erste Frage des Marktleiters: „Haben Sie vielleicht einen Störsender in der Tasche , der die Registrierung Ihrer Daten verhindert?
Dann kommen sie hier nicht mehr rein.“ Das gleiche erleent sie bei fast allen Supermärkten in ihrer Umgebung. Ab sofort lässt sie den Stör-Sender zu Hause. Abends findet sie im Altpapier einen Zeitungsartikel aus dem November 2003: „Datenschützer sehen Gespenster - Metro-Gruppe sagt, Schwarzmalerei völlig unrealistisch“
Wir wiederholen noch einmal: Die obigen Szenarien sind sehr eng an die konkreten Planungen der RFID-Lobbyisten angelehnt und werden zum Teil schon in Pilot-Projekten getestet. Es gibt vertrauliche Marketing-Strategie-Papiere, die von CASPIAN, einer amerikanischen Verbraucherschutzorganisation, gefunden und im Internet öffentlich zugänglich gemacht worden sind. Darin steht ausdrücklich, dass es eine der wichtigsten Aufgaben ist, die Sorge der Verbraucher um den Schutz ihrer Privatsphäre durch MarketingMaßnahmen zu zerstreuen. Eine solche Zielvorgabe sollte besonders mißtrauisch machen.
Die vorstehende utopische Geschichte ist durchaus wirklichkeitsnah und droht uns schon in allernächster Zeit. . Um eine solche Entwicklung zu verhindern müßte, notfalls gesetzlich, durchgesetzt werden, daß die Selbstbedienungsläden auch neutrale Kundenkarten ohne Adressenangabe am Eingang verteilen.
… Mahlzeit!
Hallo Fragewurm,
Also die Arbeitszeitüberwachung, wie in der Geschichte geschildert, ist schon seit 10 Jahren in vielen Betrieben machbar. Ist aber durch den Datenschutz verboten. Insofern wäre diese Abmahnung gar nicht rechtskräftig.
Weiterhin kannst du bar bezahlen, dann nützt die ganze Überwachung nichts. man kann sich ja auch etwas organisieren und die Kundenkarten untereinander austauschen, dann erheben die nur noch Datensalat !
Das mit dem Bussgeldbescheid, ist rechtlich gar nicht haltbar, nur weil dir der zeitweise Besitz der „Tatwaffe“ zugeordnet werden kann, bist du noch nicht der Täterschaft überführt und darfs folglich auch nicht bestraft werden. Schokoriegel verschenken ist zudem auch kein dem Staat zu meldender Besitzerwechsel. OK, Duisburg hat scheinbar manchmal eine etwas komische Rechtsauffassung.
Unterschiedliche Preise: Dann bildet man halt „Einkaufsgemeinschaften“, jeder kauft dann für die Anderen das ein was er günstiger bekommt, und die Planer wundern sich über ihren Datensalat…
Wenn jeder gleich die Kaugummimarke nach einem Spot wechselt, bringt das ja auch nichts…
Brauche ich so einen intelligenten Kühlschrank ?? Zumindest ich mag nicht jeden Tag das gleiche essen, und woher soll diese intelligente Kühlkiste wissen auf was ich gerade lust habe, bzw. was ich nächste Woche essen will ?? Dieser Automatismus funktioniert nur für einige Grundnahrungsmittel, aber sobald ich Besuch habe stimmen die Mengen nicht mehr, also muss ich wenn ich Leute einlade eh alles selber bestellen.
Störsender und Zutritt: Sender ausschalten, Supermarkt betreten, Sender wieder einschalten. Andererseits leben die ja vom Verkauf, also können die gar nicht eine grössere Kundengruppe ausschliessen, oder es bildet sich plötzlich eine Konkurenz mit „Tante Emma Läden“
Wir wiederholen noch einmal: Die obigen Szenarien sind sehr
eng an die konkreten Planungen der RFID-Lobbyisten angelehnt
und werden zum Teil schon in Pilot-Projekten getestet.
Schau dir mal die ganzen Zukunftsprognosen der letzten 50 Jahre an !!
wenn die recht gehabt hätten, würden wird auf dem Mars wohnen, dein Auto würde dich absolut sebstständig an dein Ziel bringen und das System von Tollcollect wäre schon lange fehlerfrei im Einsatz.
Es giebt viele Möglichkeiten Sand in das Getriebe der Planer zu werfen und so das ganze System zu blockieren. Coca-Cola wollte vor ein paar Jahren auch nur noch nach einem neuen Rezept fertigen, nach 1 oder 2 Wochen mussten sie ja dann CocaCola-Classic auf den Markt bringen, weil ihnen die Umsätze einbrachen.
MfG Peter(TOO)
‚brave new world‘ lässt grüssen
Hi Peter,
hier meine Antworten.
Weiterhin kannst du bar bezahlen, dann nützt die ganze
Überwachung nichts. man kann sich ja auch etwas organisieren
und die Kundenkarten untereinander austauschen, dann erheben
die nur noch Datensalat !
Bargeld:
Vielleicht ist Dir noch nicht bekannt, dass die Euro-Banknoten bereits mit einem RFID-Tag versehen sind. Dies sollte „offiziell“ eigentlich erst 2005 passieren, doch ist es schon heute Tatsache. Falls Du das nicht glauben willst, informiere Dich auf der genannten Homepage oder lege gleich einen Schein in Deine Mikrowelle. Dort, wo nach 3 Sekunden ein Loch hineingebrannt ist, befand sich der RFID-Chip. Das Problem dabei: niemand wird mehr anonym bezahlen können und alle Bargeldbestände zu Hause oder sonstwo können geortet werden. (Ok, wickeln wir Alufolie drumm, dann ist das nicht mehr zu orten, doch spätestens beim Bezahlen wird Dein Geld erkannt.)
Kundenkarten untereinander austauschen:
Ok, das ist zu Anfang vielleicht eine Möglichkeit, doch wenn Du bedenkst, das in Zukunft z.B. jedes Kleidungsstück und jeder Gegenstand (sogar Papierblätter) mit einem „unsichtbaren“ RFID-Chip versehen ist, kannst Du Dich gar nicht mehr davor schützen, weil es praktisch nahezu unmöglich wird, alle RFID´s die Du bei Dir trägst unschädlich zu machen.
Das mit dem Bussgeldbescheid, ist rechtlich gar nicht haltbar,
nur weil dir der zeitweise Besitz der „Tatwaffe“ zugeordnet
werden kann, bist du noch nicht der Täterschaft überführt und
darfs folglich auch nicht bestraft werden. Schokoriegel
verschenken ist zudem auch kein dem Staat zu meldender
Besitzerwechsel. OK, Duisburg hat scheinbar manchmal eine
etwas komische Rechtsauffassung.
Tja, oberflächlich betrachtet magst Du recht haben, doch veranschaulicht dieses Beispiel in eindrucksvoller Weise, wie jeder Schnipsel, den Du in Zukunft irgendwo liegen lässt, es möglich macht, Deinen Weg exakt zurückzuverfolgen. Dies öffnet Tür und Tor für die Erstellung von Bewegungsprofilen ohne das der Bürger etwas davon merkt oder damit einverstanden ist. Vielleicht hast Du den Film „Staatsfeind Nr. 1“ gesehen. Wer diesen Film gesehen hat, bekommt einen kleinen Eindruck davon, mit welchen Überwachungsmethoden ein dem Staate „unliebsamer“ Bürger verfolgt und „kaltgemacht“ werden kann.
Unterschiedliche Preise: Dann bildet man halt
„Einkaufsgemeinschaften“, jeder kauft dann für die Anderen das
ein was er günstiger bekommt, und die Planer wundern sich über
ihren Datensalat…
Du siehst, was für einen Aufwand in Zukunft jemand treiben muss, um beim Einkaufen anonym zu bleiben.
Wenn jeder gleich die Kaugummimarke nach einem Spot wechselt,
bringt das ja auch nichts…
Das Leben wird für diejenigen, die nicht ständig überwacht werden wollen noch viel mühsamer. Was ist das für ein Lebensgefühl, ständig mit dem Unbehagen leben zu müssen, in jeder Situation überwacht zu werden? „brave new world“ sage ich nur dazu.
Das Problem ist im Grunde nicht die Überwachung an sich, sondern die Gefahr des Missbrauchs der Daten. Wer garantiert Dir denn auf alle Zeit, dass z.B. Deutschland ein Rechtsstaat bleibt? Glaubst Du denn wirklich, dass sich der Verfassungsschutz oder die Geheimdienste dieser Welt an die Richtlinien des Datenschutzes halten?
Supercomputer haben schon längst die Rechenpower, jeden Menschen dieser Erde überwachen zu können, egal wieviele RFID-Chips er besitzt.
Vielleicht hast Du schon mal den Film „Minority-Report“ gesehen. Dort bekommt man einen kleinen Vorgeschmack darauf, wie es ist, überall sofort identifiziert zu werden.
Störsender und Zutritt: Sender ausschalten, Supermarkt
betreten, Sender wieder einschalten. Andererseits leben die ja
vom Verkauf, also können die gar nicht eine grössere
Kundengruppe ausschliessen, oder es bildet sich plötzlich eine
Konkurenz mit „Tante Emma Läden“
Das Problem bei dem Tante Emma Laden wird sein, dass es fast keine Produkte ohne RFID-Chip mehr geben wird. Kunden, die einen Störsender bei sich tragen, werden gebeten diesen auszzuschalten oder das Geschäft zu verlassen. Wer noch was einkaufen will muss die Überwachung akzeptieren, ob er will oder nicht. Auch wenn das Produkt beim Kauf im Tante Emma Laden nicht gleich dem Kunden zugeordnet werden kann, passiert dies spätestens dann, sobald ein Scanner Dich abtastet und sowohl den neuen, als auch einen Dir bereits zugeordneten RFID-Chip findet.
Wir wiederholen noch einmal: Die obigen Szenarien sind sehr
eng an die konkreten Planungen der RFID-Lobbyisten angelehnt
und werden zum Teil schon in Pilot-Projekten getestet.
Schau dir mal die ganzen Zukunftsprognosen der letzten 50
Jahre an !!
wenn die recht gehabt hätten, würden wird auf dem Mars wohnen,
dein Auto würde dich absolut sebstständig an dein Ziel bringen
und das System von Tollcollect wäre schon lange fehlerfrei im
Einsatz.
Der technologische Fortschritt ist sicher wesentlich langsamer vorangeschritten, als er hätte sein können, doch befreit uns dies nicht von der großen Sorge, dass alles getan wird, um die totale Überwachung schrittweise möglich zu machen. Ich wünsche mir, dass dies auch meinen Kindern erspart bleibt.
Es giebt viele Möglichkeiten Sand in das Getriebe der Planer
zu werfen und so das ganze System zu blockieren. Coca-Cola
wollte vor ein paar Jahren auch nur noch nach einem neuen
Rezept fertigen, nach 1 oder 2 Wochen mussten sie ja dann
CocaCola-Classic auf den Markt bringen, weil ihnen die Umsätze
einbrachen.
Ja, Störungsmöglichkeiten gibt es, doch wer sie anwendet macht sich irgendwann verdächtig und kommt auf die schwarze Liste. Werden diese Leute dem Staat irgendwann zu „ungemütlich“, werden sie mit entsprechenden Mitteln eingeschüchtert, gefügig gemacht oder beseitigt. Diktatoren dieser Welt freuen sich bereits auf diese Technik. Doch das Beste wird sein, wenn sich die Menschen einen RFID-Chip gleich freiwillig unter die Haut spritzen lassen, wie dies heute schon in Kolumbien passiert.
Allein daran, dass die RFID-Technik nicht in den Medien auf breiter Ebene diskutiert wird, erkennst Du, dass es den Machthabern lieber ist, wenn der Bürger erst gar nichts groß davon erfährt und sich womöglich Gedanken macht. Lieber vollendete Tatsachen schaffen (siehe CHIP im EURO), als umständliche Diskussionen anzufangen.
Hoffen wir, dass die Masse diese Entwicklung nicht allzu kritiklos hinnimmt.
Gruß, Alexander
Paranoia lässt grüßen
Das ist ja doch die Höhe, mit welcher paranoider Propaganda Du hier versuchst, Stimmung zu machen!
Du darfst nicht alles glauben, was auf solchen Seiten verbreitet wird! Du glaubst ja auch nicht alles, was Dir der Schröder reinzudrücken versucht.
Bye
Hansi
Und Elvis lebt auch…
… in Area 51.
„http://www.das-gibts-doch-nicht.de“… und dann auf „RFID“
unten rechts in der Tabelle klicken.
Es tut mir leid, aber der Autor der o.a. Seite ist nicht nur psychisch krank, sondern auch von jeglicher Kenntniss der physikalischen Zusammenhänge gänzlich unbefleckt.
Die o.g. Seite ist nur dazu geeignet, dem unvoreingenommenen Leser Wasser aus der Gehirnmasse zu machen.
MfG
C.