Hallo, Gartenfreunde,
meinen Rhabarber habe ich bis zum 10. Mai geerntet. Die übriggebliebenen Stengel u. Blätter sind jetzt jedoch ca 30 cm hoch und die Blätter größer als 2 Hände. Was mach ich wann?
Abschneiden, stehenlassen oder was?
Gar nichts
Hi!
Ist das nicht schön? Du brauchst gar nichts zu tun. Übrigens auch nicht im Herbst oder im Frühling - die alten Blätter sind ein prima Frostschutz, Mulch und so weiter…
Einfach warten, bis er nächstes Jahr wieder neu wächst.
eigentlich kann man Rhabarber sogar bis Johannistag ernten (24.6.).
Was du jetzt machen sollst? - Nix.
Laß ihn stehen als dekorative Blattpflanze.
Im Herbst kannst du die Blätter wegschneiden und zwei Schaufeln voll Mist oder Pferdeäppel um die Pflanze herum verteilen. Auch Kompost ist hervorragend zum Düngen geeignet.
Hallo, Blumepeder,
so richtig einig sind sich die Gartenfreunde bei meiner Frage nun nicht.
Also schneid ich die großen Blätter weg, bzw. reiße sie raus und laß die Mittelblätter stehen. Gebe im Herbst etwas Dung dazu und werde im Frühjahr sehen was da wird.
Nochmal: Der Rhabarber braucht seine Blätter zum Assimilieren. Es ist ein Gerücht, dass Pflanzen ihre Kraft vom Blaukorn oder „aus der Wurzel“ haben: Alles, was sie haben und sind, kommt von den Blättern! Eine Pflanze, die keine Blätter hat, kann nicht assimilieren.
Meine Überschrift bezog sich um Gottes Willen nicht darauf, dass ich empfehlen würde, irgendwas Abzuhacken oder Rauszureißen, sondern auf mein Entsetzen darüber, wie viele Leute in diesem Brett, die eigentlich ihren Garten mögen, ständig irgendwas abschneiden wollen, grade so als hätte man ihnen einen Hausmeister unter den Gärtnerhut implantiert.
Wenn man genug Leben im Garten hat, braucht man so gut wie gar nichts abzuschneiden. Ich habe z.B. noch nie von abgeblühten Tulpen oder Osterglocken irgendwas abgeschnitten. Die lasse ich durch Arion vulgaris aufräumen, die müssen auch zu etwas gut sein. Und die im Herbst abgestorbenen Stauden stehen immer bis in den April hinein - andere Leute kaufen für teuer Geld „Insektenhotels“, bei mir wachsen die Winterquartiere ganz von selber.
geht doch,
recht vielen Dank, für die ausführlichen Worte. Woher soll ich denn wissen, was Du über viele Gartenfreunde denkst?
Ich werde also den eintimmigen Rat zu meiner Frage befolgen und NICHTS
machen! Ist mir auch lieber.
mein „Rabraber“ wächst seit vielen Jahren fröhlich vor sich hin, jedes Jahr gegen Herbst wird er lummelig und schliesslich ist alles nur noch ein „brauner Haufen“…
den zersetzt aber auch irgendwer = im Frühjahr hab ich wieder einen neu und prächtigst austreibenden Riesenblätterdschungel
ich bin der VOLLEN Überzeugung (nicht zuletzt auch aus Faulheit *grinz*) dass die wenigsten Pflanzen / Gärten den Menschen brauchen; es ist immer nur der „Sortieranspruch“ bzw. das statische Denken (alles muss so bleiben) des Menschen, die die ganzen Arbeiten nach sich zieht…
geh mal in den Wald und frag dort mal ne Buche, wer den im Herbst alle ihre Blätter wegfegt… oder prüfe mal wer denn den Mauerpfeffer zwischen den Strassenbahnschienen düngt… - die Natur hat das schon ganz geschickt eingerichtet, das funzt janz von alleeeene )