ich habe vor kurzem mit einem Freund gewettet.
Er meint, eine rhetorische Frage sei eine Frage, auf die jeder eine Antwort weiß.
Ich meine, eine rhetorische Frage ist eine Frage, auf die keine Antwort erwartet wird.
Hat einer von uns (un)recht oder liegen wir beide richtig bzw. daneben?
Kann mir vielleicht jemand ein Beispiel geben, dass das klar macht?
Er meint, eine rhetorische Frage sei eine Frage, auf die
jeder eine Antwort weiß.
Ich meine, eine rhetorische Frage ist eine Frage, auf die
keine Antwort erwartet wird.
Rhetorische Frage
Frage, auf die keine Antwort erwartet wird, weil sie anstelle eines Aussagesatzes steht „Bin ich Dein Dienstmädchen?“, „Kann jemand die Zeit anhalten?“
zunächst danke für die Antwort!
In den FAQs hatte ich auch schon nachgeschaut. Allerdings weiß ich nicht, ob diese Definition die meines Freundes („jeder weiß eine Antwort auf die r.F.“) aus- bzw. einschließt.
Kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen?
unter http://de.wikipedia.org/wiki/Rhetorische_Frage findest du noch folgende gute Beispiele:
* „Habe ich es dir nicht gesagt?“ (Betonung auf gesagt)
* „Warum sind meine Antworten immer falsch?“
* „Wieso hat er immer Recht?“
* „Wollen Sie die einmalige Chance verstreichen lassen?“
* „Warum gibt es dann Leute, die XYZ gut finden?“
* „Werde ich überleben?“
* „Wo warst du als ich dich brauchte?“
Die Antwort wäre meiner Meinung nach falsch, da die fragende
Person ja auf die Reaktion wartet, ob er die Antwort kennt.
Hi,
hmm…aber wenn man bei einer rhetorischen Frage keine Antwort erwartet, wartet die fragende Person doch auch nicht auf die Antwort…oder habe ich da was falsch verstanden?
Also laut Wikipedia ist eine Bedingung, um eine Frage „rhetorisch“ nennen zu drüfen, dass „der Fragende erwartet, dass der Befragte die Antwort auf die Frage kennt oder nicht“.
Somit ist also gesagt, dass es auch r.F. gibt, auf die der Gefragte keine Antwort weiß, jedoch der Fragende weiß, dass der Gefragte die Antwort nicht weiß - also hat mein Freund Unrecht und ich liege richtig oder?
In den FAQs hatte ich auch schon nachgeschaut. Allerdings weiß
ich nicht, ob diese Definition die meines Freundes („jeder
weiß eine Antwort auf die r.F.“) aus- bzw. einschließt.
Kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen?
Eine rhetorische Frage ist keine echte, sondern eine Scheinfrage (um einer Äußerung besonderen Nachdruck zu verleihen) - es spielt keine Rolle, ob sie beantwortet werden könnte und taugt deshalb auch nicht zur Definition des Begriffs.
Und wie sollte z.B. „jeder“ eine „Frage“ beantworten können wie: „Glaubst du, ich lass mir das gefallen?“
du stellst eine Frage (eigentlich würdest du in dem Fall eine Behauptung/Aussage treffen, aber du tust es nicht…)
Bis hier hin noch verstanden?
gut!
dein Ziel mit der Frage ist: Reaktion deines Gegenübers abwarten!
Je nach dem, wie er darauf reagiert, weißt du (wenn du nicht auch etwas anderes damit bezwecken willst), dass er Ahnung hat wo von du redest oder nicht (Das heißt: Eine Antwort auf deine Frage weiß).
Ich hoffe mit dieser Antwort, hast du verstanden, dass du deine lohnenswerte^^ Wette oder was auch immer - gewonnen hast
Ich muss sagen, eigentlich hat Kreszenz und m4ts schon alles gesagt^^
Ich habe nur einiges übersehen. Mehrfache Erklärungen halten besser also nichts für ungut!
Somit ist also gesagt, dass es auch r.F. gibt, auf die der
Gefragte keine Antwort weiß, jedoch der Fragende weiß, dass
der Gefragte die Antwort nicht weiß - also hat mein Freund
Unrecht und ich liege richtig oder?
Beispiel: „Was soll ich denn sonst machen?“, wenn man keinen Ausweg weiß und davon ausgeht, daß es keinen gibt.
Die „jedem bekannte“ Antwort wäre dann wohl „Das weiß ich auch nicht“, was aber die eigentliche Frage nicht beantwortet.
Also laut Wikipedia ist eine Bedingung, um eine Frage
„rhetorisch“ nennen zu drüfen, dass „der Fragende erwartet,
dass der Befragte die Antwort auf die Frage kennt oder nicht“ .
dann gehe hin, tue Gutes und berichtige den Artikel, er ist definitiv falsch.
Somit ist also gesagt, dass es auch r.F. gibt, auf die der
Gefragte keine Antwort weiß,
es gibt immer Fragen, auf die der Gefragte keine Antwort weiß, das ist kein Kriterium für eine rhetorische Frage.
jedoch der Fragende weiß, dass
der Gefragte die Antwort nicht weiß - also hat mein Freund
Unrecht und ich liege richtig oder?
Nichts spricht dagegen, dass Du Dich schwindlig redest, dem Erkenntnisgewinn dient es eher nicht.
Lies nochmal in Ruhe die beiden Antworten von Kreszenz, es bleibt dabei: Ob die Frage beantwortet werden kann oder nicht, spielt keine Rolle, wichtig ist nur, dass keine Antwort erwartet wird - mehr ist zum Thema nicht zu sagen.
Er meint, eine rhetorische Frage sei eine Frage, auf die
jeder eine Antwort weiß.
Ich meine, eine rhetorische Frage ist eine Frage, auf die
keine Antwort erwartet wird.