Guten Abend allerseits,
mir fällt und fällt nicht ein, wie man eine gewisse Verhaltensweise rhetorisch korrekt beschreibt, daher weiß ich nicht, ob ich einen Begriff suche oder eine Wendung oder wohlmöglich was ganz anderes;
Struktur-Beispiel:
Wie nennt man das Tun eines Menschen, der bspw. (Thema ist völlig egal) in einer Konversation (ca. nach jedem 11ten Satz) einschiebt:" Aber ich war nicht Minigolf spielen nach dem Tanken", oder „Mingolf habe ich ja heute nicht gespielt“, etc. wobei der kundige Zuhörer sofort weiß: Er hat Minigolf gespielt und will es verheimlichen.
Wie benennt man so eine rhetorische Struktur? (Wenn es denn eine ist).
Wahrscheinlich gibt es tausend bessere Beispiele, um die Struktur, die ich meine, zu verdeutlichen, aber, hols der Donner, mir fällt momentan nix besseres ein. Vielleicht kann aber trotzdem jemand verstehen, was ich meine?
hofft Shebop
Hallo Shebop,
es hat auf jeden Fall was von einer „erklärten Auslassung“ (paráleipsis, praeteritio oder occupatio). Das wäre so in der Art „Ich muss dich doch nicht daran erinnern, was das letzte Mal passiert ist, als du versucht hast, die Möbel selbst aufzubauen.“ Da geht es aber mehr darum, dass man auf etwas anspielt, das dem anderen passiert ist.
Und es hat was von einer „performativen Rücknahme“ (By the way: Gibt’s dafür 'nen lateinischen Ausdruck?). Das ist, wenn sich jemand genau gegengesetzt zu dem verhält, was er sagt. Also wenn jemand schreit „Ich schreie gar nicht!“
Grüßle
Susan
Hallo Susan,
vielen Dank für die rasche Antwort!
es hat auf jeden Fall was von einer „erklärten Auslassung“
(paráleipsis, praeteritio oder occupatio).
Das wäre dann bei meinem Beispiel die (des Zuhörers) Folgerung des Gesagten, richtig?
Die „performativen Rücknahme“ scheint es aber genau zu treffen.
Danke und * und einen schönen Abend!
Shebop