Hallo Montanus,
So wurden bisher
insgesamt ca. 130 verschiedene Symptome im Zusammenhang mit
diesen zecken-übertragenen Erkrankungen erkannt, welche aber
natürlich nicht alle bei einer Person auftreten.
Borreliosespezialisten nennen solche Behauptungen
Du hast hier ein entscheidendes Wort vergessen: das Wort „selbsternannte“.
Dein Satz muss lauten:
Selbsternannte Borreliosespezialisten nennen …
Denn es sind Scharlatane, die die Patienten, die an dieser heimtückischen Krankheit leiden, nicht nur zu Chronikern machen, sondern in die Berufsunfähigkeit treiben. Manche dieser Patienten landen letztlich sogar im Rollstuhl. Von dem Schaden für das Gesundheitswesen und den Leiden den Patienten ganz zu schweigen.
Und viertens kennen sich deutschlandweit nur eine gute
Handvoll Ärzte mit dieser Krankheit wirklich aus. So ist
beispielsweise in ganz München keiner dieser Spezialisten zu
finden.
Diese Behauptung wird nicht dadurch wahrer, dass sie immer
wiederholt wird. DocInsider z.B. verzeichnet eine Ärztin in
München, die sich speziell mit dieser Krankheit befasst.
dann weißt Du mehr als die Spezialisten des Borreliose-Forums. Also: schreib mir per e-mail den Namen, wir werden über diesen Arzt Erkundigungen einholen. Uns wäre nichts lieber, als wenn wir nicht durch die halbe Republik reisen müssten, nur um an einen wirklich fähigen Arzt zu kommen (bei einer Wartezeit von ca. 9 Monaten, so ganz nebenbei… Aber schließlich hat er ja Borreliiose-Patienten aus ganz Europa)
Und
ich glaube, dass es in Deutschland schwer sein wird, einen
praktizierenden Allgemeinarzt oder Internisten zu finden, der
gar keine Ahnung von der chronischen Borelliose hat.
Ich weiss, wovon ich rede, da ich selbst ein Erythema migrans
hatte, das bekanntlich das Stadium I der Borelliose ist.
als erstes kannst Du ein Stadium I nicht mit einer chronischen Borre gleichsetzen. Als zweites, sind selbst beim Auftreten einer Wanderröte nur etwa 50% aller Ärzte in der Lage, dieses Symptom richtig zu deuten und richtig zu behandeln. Und obendrein, selbst wenn der Arzt es als Wanderröte erkennt, wird dann meist viel zu kurz und zu gering dosiert Doxy gegeben: Unter 4 mg pro Tag und Körpergewicht mit mindestens 28 Tagen braucht man gar nicht anfangen, was aber viele Ärzte machen. Aber so züchtet man sich die Chroniker. Oftmals wird der einezlne Arzt von eben diesen selbsternannten Möchtegern-Spezialisten mit Werbung u.a. beeinflusst, so dass er (der einzelne Arzt) dann das glaubt, was diese Scharlatane von sich geben. Denn zugegebener Maßen hat kein Arzt der Welt die Zeit sich über tausende von Krankheiten intensivst informieren zu können. Derzeit der weltweit führende Spezialist auf dem Gebiet der Borreliose und der Co-Erreger-Erkrankungen ist Prof. Burrascano aus den USA. Auch Prof. Donta, ebenfalls USA, hat einen guten Ruf. Angelehnt an deren Forschungen und Erkenntnissen arbeiten deutschlandweit diese von mir erwähnte Handvoll Ärzte. Alle anderen nicht. Sollte der von Dir angesprochene Münchener Arzt nach diesen Erkenntnissen handeln, so dann sicher erst sehr kurz, sonst wäre das längst im Borreliose-Forum bekannt.
Der Diagnose einer chronischen Lyme-Borelliose muss man mit
großem Vorbehalt begegnen, vor allem, wenn sie allein durch
irgendwelche vieldeutigen Symptome begründet wird, das
Testergebnis aber negativ ausfällt.
Weil die Tests allesamt nicht ausgereift sind. Der lumpigste unter ihnen, der sog. ELISA hat eine Fehlerquote von über 60%, der beste Test, der ELISPOT immer noch eine Fehlerquote von 20-25%. Da kann man nicht von „zuverlässig“ reden.
Die der Diagnose folgende
Antibiotikabehandlung kann man ja nicht als harmlos
bezeichnen.
Schickst Du die Leute lieber in die Berufsunfähigkeit, in Hartz IV, in den Rollstuhl oder gar in den Selbstmord? Untersuchungen haben erst kürzlich ergeben, dass bei Selbstmördern eine extrem hohe %-Zahl war, in denen Borrelien und/oder Co-Erreger nachgewiesen wurden.
Da habe ich doch lieber eine Zeitlang eine Multi-AB-Therapie, die dann auch hilft, und danach saniere ich halt meinen Darm und gut ist es.
Dieser Artikel von mir ist vielleicht schon off-limit, denn es
geht ursprünglich um Rheuma. Da aber die Borelliose von dir
hier bereits thematisiert wurde, sah ich mich zu dieser
Stellungnahme veranlasst.
Deine Verharmlosung dieser oftmals chronischen Krankheit hat mich wiederum dazu veranlasst, eine Replik zu schreiben. Wie Du sicher weißt, gehen Experten davon aus, dass allein in Deutschland ca. 2.5 Mio Menschen an chronischer Borre (oder deren Co-Erreger-Erkrankungen) leiden, zig-tausende von Bandscheiben- Herz-, Beipass- und sonstigen Operationen aufgrund dieser nichterkannten Krankheit völlig unnötigerweise und logischerweise auch ohne Nutzen stattfinden, zigtausende Personen jahrelang ohne irgend einen Nutzen auf angebliches Rheuma oder MS oder psychische Störungen behandelt werden, alles nur weil die Ärzte sich mit dieser Krankheitsgruppe nicht auskennen.
Mit Verlaub, nur weil Du die Wanderröte hattest, deshalb kennst Du Dich noch lange nicht mit dieser heimtückischen Krankheitsgruppe aus. Wir informieren uns seit ca. 3 Jahren intensiv über diese Krankheiten, lesen auch ständig neuste Fachliteratur dazu u.a. aus den USA dazu (dank Internet heute nicht mehr das Problem) und wissen, wie wenig der Otto-Normal-Arzt von dieser Krankheit weiß.
Die über 10.000 Mitglieder im Borreliose-Forum mit den dort über 1000 eingestellten Krankengeschichten sind ein eindringlicher Beweis für die miserable Kenntnislage bei den Ärzten.
Sowohl die entsprechende Fachliteratur als auch die Untersuchung über die Selbstmörder ist alles über das Borreliose-Forum gesammelt und dokumentiert worden, so dass man mir nicht vorwerfen muss, ich würde keine Belege beibringen. Wer es ernst meint, sich informieren zu wollen, der hat über
http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php
tatsächlich und umfassend Gelegenheit dazu. Und jeder, der das nicht will, der soll es lassen. Eine solche Person hat dann aber auch sein Recht verwirkt, andere als Panikmacher oder Spinner hinzustellen.
Nochmals die Bitte: bitte schreibe mir per e-mail, welcher Münchener Arzt das sein soll und wir kümmern uns drum.
Grüße
Alexander