Rheuma?

meine 1. blutennahme ergab, dass bei mir der rheumafaktor positiv und stark erhoeht ist, meine milz ist ebenfalls vergroeßert und ein 3. befund ( ich weiß nicht mehr welcher) ergab auch andeutungen auf eine rheumatische erkrankung.
(beim magen-darm-arzt geschehen)

der rheumatologe hat eine 2. blutentnahme und urinprobe von mir erhalten, ergebnis erfahre ich diesen freitag.
allerdings meint er, er koenne rheuma wahrscheinlich ausschließen, udn schiebt die schmerzen auf -bei mir nicht vorhandenen- stress.

ich werde meine symptome mal aufzaehlen und vielleicht koennt ihr mir weiterhelfen, was es vielleicht sein koennte, falls es nicht rheuma ist. ( beim orthopaeden war ich bereits auch- leichte lumbalskoliose, ISG, muskelinsuffizienz)

-besonders starker schmerz: beide kniegelenke und die wirbelsaeule (insbesondere Nacken und an den lenden)
-weitere gelenkschmerzen: ellenbogen und fingergelenke

  • bei kaelte schmerzen die gelenke intensiver
  • ich habe keine morgensteifheit
  • langes sitzen schmerzt, ein „spaziergang“ ueber 5 min schmerzt sehr stark in den knien
    -kopfschmerzen
    -gezielte rueckengymnastik beim physiotherapeuten hilft nur fuer die naechsten 5-10 min. danach setzt der schmerz wieder ein
  • waerme ist zwar angenehm, hilft jedoch nicht wirklich
  • „schmerzorte“ wechseln, mal schmerzt der nacken mehr, dann die knie, etc.
  • kann abends oft nicht einschlafen, aufgrund der schmerzen und wurde sehr selten auch mal aus dem schlaf gerissen
    -antirheumatika und analgetika wirken nur sehr schwach(IbuHEXAL retard 800mg)

beim besten willen, ich weiß es nicht, was es sein koennte und ich habe bereits das ganze internet durchforstet.

vielen dank im vorraus fuer eure antworten!

Hi Kasi
Mal so ganz grob vornbeweg unterscheidet man das „echte“ Rheuna, also die Rheumatoide Arthritis (oft mit positivem Rheuma-Faktor) vom „RHeumatischen Fieber“. Letzteres entsteht oft dirch eine nicht adäquat behandelte Angina tonsillaris o.ä. und befällt die großen Gelenke, z.B. die von dir genannten Kniegelenke , während die Rheumatoide Arthritis eher die kleinen Gelenke (Finger) befällt.

-besonders starker schmerz: beide kniegelenke

ber so ne Ferndiagnose möchte ich dann doch nicht machen, weil du ja beim Rheumatologen bestens aufgehoben bist. Der sollte das rauskrieen.
Gruß,
Branden

Hi

Zu deinen ganzen Symptomen kann ich leider nichts sagen, allerdings was allgemeines zu diesen Rheuma-Faktoren im Blut. Bei mir wurde auch eine Erhöhung festgestellt. Dieser Befund alleine sagt aber überhaupt nichts aus!
Es kann auch an etwas anderem liegen und das muss man zuerst abklären.

Grüße

Laralinda

Hallo KasiaKat,

meine 1. blutennahme ergab, dass bei mir der rheumafaktor
positiv und stark erhoeht ist, meine milz ist ebenfalls
vergroeßert und ein 3. befund ( ich weiß nicht mehr welcher)
ergab auch andeutungen auf eine rheumatische erkrankung.
(beim magen-darm-arzt geschehen)

der rheumatologe hat eine 2. blutentnahme und urinprobe von
mir erhalten, ergebnis erfahre ich diesen freitag.
allerdings meint er, er koenne rheuma wahrscheinlich
ausschließen, udn schiebt die schmerzen auf -bei mir nicht
vorhandenen- stress.

es gibt etliche Erkrankungen, bei denen Blutuntersuchungen oft keine zuverlässigen Ergebnisse liefern.

ich werde meine symptome mal aufzaehlen und vielleicht koennt
ihr mir weiterhelfen, was es vielleicht sein koennte, falls es
nicht rheuma ist. ( beim orthopaeden war ich bereits auch-
leichte lumbalskoliose, ISG, muskelinsuffizienz)

-besonders starker schmerz: beide kniegelenke und die
wirbelsaeule (insbesondere Nacken und an den lenden)
-weitere gelenkschmerzen: ellenbogen und fingergelenke

  • bei kaelte schmerzen die gelenke intensiver
  • ich habe keine morgensteifheit
  • langes sitzen schmerzt, ein „spaziergang“ ueber 5 min
    schmerzt sehr stark in den knien
    -kopfschmerzen
    -gezielte rueckengymnastik beim physiotherapeuten hilft nur
    fuer die naechsten 5-10 min. danach setzt der schmerz wieder
    ein
  • waerme ist zwar angenehm, hilft jedoch nicht wirklich
  • „schmerzorte“ wechseln, mal schmerzt der nacken mehr, dann
    die knie, etc.
  • kann abends oft nicht einschlafen, aufgrund der schmerzen
    und wurde sehr selten auch mal aus dem schlaf gerissen
    -antirheumatika und analgetika wirken nur sehr
    schwach(IbuHEXAL retard 800mg)

insbesondere der Wechsel der Schmerzorte lässt mich an Borreliose (oder eine der Co-Erreger-Erkrankungen) denken. Du kannst ja hier im Archiv von wer-weiss-was mal die Beiträge durchlesen, die zu diesem Thema schon einiges hergeben. Darüber hinaus kannst Du auch in der Internet-Selbsthilfegruppe des Deutschen Borreliose Bundes, dem „Borreliose-Forum“ mal eine Zeit lang mitlesen, dann wird Dir sehr schnell klar, ob diese Krankheitsgruppe auf Dich zutreffen könnte oder nicht.

Denn erstens bist Du für Deinen Körper Dein eigener und bester Experte und zweitens kann ich nicht beurteilen, ob Du alle Symptome, welche bei Dir auftreten, auch aufgezählt hast. Die Borre ist durch ein äußerst vielfältiges Symptom-Erscheinungsbild gekennzeichnet. So wurden bisher insgesamt ca. 130 verschiedene Symptome im Zusammenhang mit diesen zecken-übertragenen Erkrankungen erkannt, welche aber natürlich nicht alle bei einer Person auftreten.
Drittens ist die Schwierigkeit, dass sich diese Krankheit extrem schlecht über Blutuntersuchungen feststellen lässt.
Und viertens kennen sich deutschlandweit nur eine gute Handvoll Ärzte mit dieser Krankheit wirklich aus. So ist beispielsweise in ganz München keiner dieser Spezialisten zu finden.

Hier noch der Link zum Borreliose-Forum:
http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

Ich hoffe für Dich, dass mein Verdacht nicht zutreffen möge, denn es ist eine heimtückische Krankheit.

Schnelle Besserung wünscht

Alexander

Hallo du Arme,

in einem früheren Artikel hast du geschrieben, dass du vor einiger Zeit Pfeiffersches Drüsenfieber hattest, was sagt der Rheumatologe denn dazu? Könnte es keine reaktive reheumatische Erkrankung darauf sein? (Wäre gut, denn dann gehts meistens wieder weg…)

Was ich gar nicht verstehe ist, aus welchem Grund er Rheuma bei dir ausschließen möchte?? Was passt denn nicht ins Bild? Versteh mich nicht falsch, ich will nicht sagen dass du sicher rheumatoide Arthritis hast, aber diese Krankheit zwefelsfrei zu diagnostizieren, kann Monate dauern und ist ein Puzzlespiel.

Ich selber hab jetzt seit einem halben Jahr die traurige Gewissheit, dass ich sie habe, aber da wurde erst intensiv in alle Richtungen geforscht, eh die Diagnose feststand. Es gibt nämlich so viele unterschiedliche Krankheitsbilder und meines weicht eben auch vom „typischen“ ab. Ich hab z.B. auch noch nie Morgensteifigkeit gehabt und bei mir waren nur die großen Gelenke betroffen und das auch nicht symmetrisch, ausserdem habe ich keine Rheumafaktoren im Blut, die mussten bei mir also ganz schön tüfteln. Mir wurde aber von Anfang an gesagt, dass es wahrscheinlich schon etwas rheumatisches ist, und es eben etwas dauern kann, bis die Krankheit ihr typisches Gesicht zeigt.

Deshalb wundert mich eben diese Aussage deines Rheumatologen, das gibts doch nicht, er weiss nicht weiter und dann ist es eben „Stress“

Ist das ein internistischer Rheumatologe oder ein Orthopäde? Du solltest auf jeden Fall einen internistischen Rheumadoc aufsuchen, das andere ist Quatsch.

Und: wie sehen deine Entzündungswerte aus? (crp und Blutsenkung)Und was sgt der Arzt dazu, dass die Medikamente nicht helfen, warum bekommst du nichts anderes?? Irgendwie kommt mir das alles seltsam vor, vielleicht solltest du über einen Wechsel nachdenken…Aber ich weiss, Rheumatologen sind rar gesät.

Vorsicht mit dem Borreliose-Tipp, auf so was bin ich auch reingefallen, hab mich in einer „Spezial“-Borreliose Klinik vorgestellt und die kamen zu dem Ergebnis (nach gründlicher Anamnese und Bluttests) dass ich tatsächlich Borreliose hätte. Ich bekam eine hochdosierte Antibiothika-Therapie, musste alles selbst zahlen (insgesamt 600 €!!), weil seriöse Ärzte mir alle gesagt hatten, ich hätte definitiv keine B.

Gebracht hats gar nix, helfen tun mir jetzt die Rheuma-Medikamente, allerdings hab ich mit diesem Borreliose-Quatsch wertvolle Zeit vergeudet, bei Rheuma ist es nämlich wichtig, so schnell wie möglich (am besten innerhalb eines halben Jahres) mit einer Basistherapie zu beginnen.

Ich wünsch dir alles Gute!
Birgit

P.S. Als Trost: Ich weiss wie du dich fühlst, wenn man sich vor Schmerzen nicht mehr bewegen und nicht mehr schlafen kann und alle an einem rumuntersuchen und nichts finden. Das war für mich die schlimmste Zeit meines Lebens, das schlimmste war die Ungewissheit, ich bin richtig paranoid geworden. (Ich war bei 5 Ärzten, ehe einer überhaupt auf die Idee mit dem Rheuma gekommen ist)

Jetzt gehts mir wieder richtig richtig gut, ich hab gar keine Schmerzen mehr und vertrag die Medikamente ohne Nebenwirkungen.

Hallo,
Alexander

So wurden bisher
insgesamt ca. 130 verschiedene Symptome im Zusammenhang mit
diesen zecken-übertragenen Erkrankungen erkannt, welche aber
natürlich nicht alle bei einer Person auftreten.

Borreliosespezialisten nennen solche Behauptungen diagnostische Spekulationen und sprechen von Überdiagnose und Übertherapie vermuteter Lyme-Borrelliosen.
Wohin das führen kann, lässt sich im Artikel von mamatambo nachlesen.

Und viertens kennen sich deutschlandweit nur eine gute
Handvoll Ärzte mit dieser Krankheit wirklich aus. So ist
beispielsweise in ganz München keiner dieser Spezialisten zu
finden.

Diese Behauptung wird nicht dadurch wahrer, dass sie immer wiederholt wird. DocInsider z.B. verzeichnet eine Ärztin in München, die sich speziell mit dieser Krankheit befasst. Und ich glaube, dass es in Deutschland schwer sein wird, einen praktizierenden Allgemeinarzt oder Internisten zu finden, der gar keine Ahnung von der chronischen Borelliose hat.
Ich weiss, wovon ich rede, da ich selbst ein Erythema migrans hatte, das bekanntlich das Stadium I der Borelliose ist.

Der Diagnose einer chronischen Lyme-Borelliose muss man mit großem Vorbehalt begegnen, vor allem, wenn sie allein durch irgendwelche vieldeutigen Symptome begründet wird, das Testergebnis aber negativ ausfällt. Die der Diagnose folgende Antibiotikabehandlung kann man ja nicht als harmlos bezeichnen.

Dieser Artikel von mir ist vielleicht schon off-limit, denn es geht ursprünglich um Rheuma. Da aber die Borelliose von dir hier bereits thematisiert wurde, sah ich mich zu dieser Stellungnahme veranlasst.

Grüße
Monanus

2 „Gefällt mir“

hallo monanus,

du sprichst mir aus der seele.

Meiner Meinung nach wird auf diesem Gebiet oft Geld mit der Angst und der Verzweiflung der Menschen gemacht.

Diese Behauptung wird nicht dadurch wahrer, dass sie immer
wiederholt wird. DocInsider z.B. verzeichnet eine Ärztin in
München, die sich speziell mit dieser Krankheit befasst.

Genau, und in Augsburg (ca. 65 km von München)gibt es sogar ein ganzes Borreliose Centrum mit zig „Ärzten“, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als den Leuten einzureden, dass sie Borreliose haben.

Der Diagnose einer chronischen Lyme-Borelliose muss man mit
großem Vorbehalt begegnen, vor allem, wenn sie allein durch
irgendwelche vieldeutigen Symptome begründet wird, das
Testergebnis aber negativ ausfällt. Die der Diagnose folgende
Antibiotikabehandlung kann man ja nicht als harmlos
bezeichnen.

So ist es, vor allem wenn man so wie ich per Internetrecherche erstmal auf die Lyme-Borreliose als möglichen Auslöser seiner Symptome kommt, stellt man natürlich fest, dass sehr sehr viele dieser Symptome auf einen selbst zutreffen (ist ja auch kein wunder, bei 130 Anzeichen wird schon irgendeines passen…)Und dann lässt man sich natürlich wie auch ich nicht mehr von seiner selbstdiagnose abbringen.

Dieser Artikel von mir ist vielleicht schon off-limit, denn es
geht ursprünglich um Rheuma. Da aber die Borelliose von dir
hier bereits thematisiert wurde, sah ich mich zu dieser
Stellungnahme veranlasst.

Nein nein, das ist schon gut, vor allem, weil ich mich so gut in die Fragestellerin reinversetzen kann: du lebst Wochen und Monate mit plötzlichen stärksten Schmerzen, hast regelrechte Todesangst und dann bringt irgendso ein Hirni dich auf die Modekrankheit Borreliose. Und da kannst du dich dann reinsteigern. Ist schon gut, wenn man dann von anderer Seite auch ein paar Gegenstimmen hört.

Grüße
Birgit

1 „Gefällt mir“

Hallo Montanus,

So wurden bisher
insgesamt ca. 130 verschiedene Symptome im Zusammenhang mit
diesen zecken-übertragenen Erkrankungen erkannt, welche aber
natürlich nicht alle bei einer Person auftreten.

Borreliosespezialisten nennen solche Behauptungen

Du hast hier ein entscheidendes Wort vergessen: das Wort „selbsternannte“.

Dein Satz muss lauten:

Selbsternannte Borreliosespezialisten nennen …

Denn es sind Scharlatane, die die Patienten, die an dieser heimtückischen Krankheit leiden, nicht nur zu Chronikern machen, sondern in die Berufsunfähigkeit treiben. Manche dieser Patienten landen letztlich sogar im Rollstuhl. Von dem Schaden für das Gesundheitswesen und den Leiden den Patienten ganz zu schweigen.

Und viertens kennen sich deutschlandweit nur eine gute
Handvoll Ärzte mit dieser Krankheit wirklich aus. So ist
beispielsweise in ganz München keiner dieser Spezialisten zu
finden.

Diese Behauptung wird nicht dadurch wahrer, dass sie immer
wiederholt wird. DocInsider z.B. verzeichnet eine Ärztin in
München, die sich speziell mit dieser Krankheit befasst.

dann weißt Du mehr als die Spezialisten des Borreliose-Forums. Also: schreib mir per e-mail den Namen, wir werden über diesen Arzt Erkundigungen einholen. Uns wäre nichts lieber, als wenn wir nicht durch die halbe Republik reisen müssten, nur um an einen wirklich fähigen Arzt zu kommen (bei einer Wartezeit von ca. 9 Monaten, so ganz nebenbei… Aber schließlich hat er ja Borreliiose-Patienten aus ganz Europa)

Und
ich glaube, dass es in Deutschland schwer sein wird, einen
praktizierenden Allgemeinarzt oder Internisten zu finden, der
gar keine Ahnung von der chronischen Borelliose hat.
Ich weiss, wovon ich rede, da ich selbst ein Erythema migrans
hatte, das bekanntlich das Stadium I der Borelliose ist.

als erstes kannst Du ein Stadium I nicht mit einer chronischen Borre gleichsetzen. Als zweites, sind selbst beim Auftreten einer Wanderröte nur etwa 50% aller Ärzte in der Lage, dieses Symptom richtig zu deuten und richtig zu behandeln. Und obendrein, selbst wenn der Arzt es als Wanderröte erkennt, wird dann meist viel zu kurz und zu gering dosiert Doxy gegeben: Unter 4 mg pro Tag und Körpergewicht mit mindestens 28 Tagen braucht man gar nicht anfangen, was aber viele Ärzte machen. Aber so züchtet man sich die Chroniker. Oftmals wird der einezlne Arzt von eben diesen selbsternannten Möchtegern-Spezialisten mit Werbung u.a. beeinflusst, so dass er (der einzelne Arzt) dann das glaubt, was diese Scharlatane von sich geben. Denn zugegebener Maßen hat kein Arzt der Welt die Zeit sich über tausende von Krankheiten intensivst informieren zu können. Derzeit der weltweit führende Spezialist auf dem Gebiet der Borreliose und der Co-Erreger-Erkrankungen ist Prof. Burrascano aus den USA. Auch Prof. Donta, ebenfalls USA, hat einen guten Ruf. Angelehnt an deren Forschungen und Erkenntnissen arbeiten deutschlandweit diese von mir erwähnte Handvoll Ärzte. Alle anderen nicht. Sollte der von Dir angesprochene Münchener Arzt nach diesen Erkenntnissen handeln, so dann sicher erst sehr kurz, sonst wäre das längst im Borreliose-Forum bekannt.

Der Diagnose einer chronischen Lyme-Borelliose muss man mit
großem Vorbehalt begegnen, vor allem, wenn sie allein durch
irgendwelche vieldeutigen Symptome begründet wird, das
Testergebnis aber negativ ausfällt.

Weil die Tests allesamt nicht ausgereift sind. Der lumpigste unter ihnen, der sog. ELISA hat eine Fehlerquote von über 60%, der beste Test, der ELISPOT immer noch eine Fehlerquote von 20-25%. Da kann man nicht von „zuverlässig“ reden.

Die der Diagnose folgende
Antibiotikabehandlung kann man ja nicht als harmlos
bezeichnen.

Schickst Du die Leute lieber in die Berufsunfähigkeit, in Hartz IV, in den Rollstuhl oder gar in den Selbstmord? Untersuchungen haben erst kürzlich ergeben, dass bei Selbstmördern eine extrem hohe %-Zahl war, in denen Borrelien und/oder Co-Erreger nachgewiesen wurden.
Da habe ich doch lieber eine Zeitlang eine Multi-AB-Therapie, die dann auch hilft, und danach saniere ich halt meinen Darm und gut ist es.

Dieser Artikel von mir ist vielleicht schon off-limit, denn es
geht ursprünglich um Rheuma. Da aber die Borelliose von dir
hier bereits thematisiert wurde, sah ich mich zu dieser
Stellungnahme veranlasst.

Deine Verharmlosung dieser oftmals chronischen Krankheit hat mich wiederum dazu veranlasst, eine Replik zu schreiben. Wie Du sicher weißt, gehen Experten davon aus, dass allein in Deutschland ca. 2.5 Mio Menschen an chronischer Borre (oder deren Co-Erreger-Erkrankungen) leiden, zig-tausende von Bandscheiben- Herz-, Beipass- und sonstigen Operationen aufgrund dieser nichterkannten Krankheit völlig unnötigerweise und logischerweise auch ohne Nutzen stattfinden, zigtausende Personen jahrelang ohne irgend einen Nutzen auf angebliches Rheuma oder MS oder psychische Störungen behandelt werden, alles nur weil die Ärzte sich mit dieser Krankheitsgruppe nicht auskennen.

Mit Verlaub, nur weil Du die Wanderröte hattest, deshalb kennst Du Dich noch lange nicht mit dieser heimtückischen Krankheitsgruppe aus. Wir informieren uns seit ca. 3 Jahren intensiv über diese Krankheiten, lesen auch ständig neuste Fachliteratur dazu u.a. aus den USA dazu (dank Internet heute nicht mehr das Problem) und wissen, wie wenig der Otto-Normal-Arzt von dieser Krankheit weiß.

Die über 10.000 Mitglieder im Borreliose-Forum mit den dort über 1000 eingestellten Krankengeschichten sind ein eindringlicher Beweis für die miserable Kenntnislage bei den Ärzten.

Sowohl die entsprechende Fachliteratur als auch die Untersuchung über die Selbstmörder ist alles über das Borreliose-Forum gesammelt und dokumentiert worden, so dass man mir nicht vorwerfen muss, ich würde keine Belege beibringen. Wer es ernst meint, sich informieren zu wollen, der hat über
http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php
tatsächlich und umfassend Gelegenheit dazu. Und jeder, der das nicht will, der soll es lassen. Eine solche Person hat dann aber auch sein Recht verwirkt, andere als Panikmacher oder Spinner hinzustellen.

Nochmals die Bitte: bitte schreibe mir per e-mail, welcher Münchener Arzt das sein soll und wir kümmern uns drum.

Grüße

Alexander

Hallo Birgit,

Genau, und in Augsburg (ca. 65 km von München)gibt es sogar
ein ganzes Borreliose Centrum mit zig „Ärzten“, die den ganzen
Tag nichts anderes machen, als den Leuten einzureden, dass sie
Borreliose haben.

warum warst Du denn in Augsburg im BCA und nicht bei Deinem Hausarzt oder bei einem anderen Facharzt Deiner Umgebung?

Ich vermute mal, weil die Dir nicht helfen konnten, weil sie sich mit Borre nicht auskennen. Dann bist Du ins BCA und wurdest enttäuscht.

Der Diagnose einer chronischen Lyme-Borelliose muss man mit
großem Vorbehalt begegnen, vor allem, wenn sie allein durch
irgendwelche vieldeutigen Symptome begründet wird, das
Testergebnis aber negativ ausfällt. Die der Diagnose folgende
Antibiotikabehandlung kann man ja nicht als harmlos
bezeichnen.

So ist es, vor allem wenn man so wie ich per Internetrecherche
erstmal auf die Lyme-Borreliose als möglichen Auslöser seiner
Symptome kommt, stellt man natürlich fest, dass sehr sehr
viele dieser Symptome auf einen selbst zutreffen (ist ja auch
kein wunder, bei 130 Anzeichen wird schon irgendeines
passen…)Und dann lässt man sich natürlich wie auch ich nicht
mehr von seiner selbstdiagnose abbringen.

oh, wir hätten liebend gerne eine andere Diagnose, vor allem eine Krankheit, die leichter heilbar ist als die Borre, glaub mir.

Deine Worte klingen für mich wie blanker Zynismus.

Es freut mich ja, wenn Du Deine Krankheit - wie denn auch immer sie heißen mag oder geheißen habe könnte - überwunden hast. Natürlich gibt es tausende von Krankheiten. Aber viele Krankheiten sind sowohl eindeutig diagnostizierbar (naja, meine Schwiegermutter hatte vor einem Jahr sich einen Arm gebrochen und die Ärzte haben trotz Röntgenbild anfangs behauptet, er sei nicht gebrochen - soviel zur Qualität ärztlicher Aussagen) als auch relativ leicht zu heilen. Andererseits gibt es aber eine nicht unerhebliche Anzahl von Patienten, welche jahre-, jahrzehntelang mit z.T. heftigen Beschwerden rumlaufen, und die Ärzteschaft kann nicht helfen. Was da dann unnütz Geld verpulvert wird…

Nein nein, das ist schon gut, vor allem, weil ich mich so gut
in die Fragestellerin reinversetzen kann: du lebst Wochen und
Monate mit plötzlichen stärksten Schmerzen, hast regelrechte
Todesangst und dann bringt irgendso ein Hirni dich auf die
Modekrankheit Borreliose. Und da kannst du dich dann
reinsteigern. Ist schon gut, wenn man dann von anderer Seite
auch ein paar Gegenstimmen hört.

Habe ich geschrieben, „Du hast Borreliose“? Nein. Hier mein Zitat:

insbesondere der Wechsel der Schmerzorte lässt mich an Borreliose
(oder eine der Co-Erreger-Erkrankungen) denken. Du kannst ja hier
im Archiv von wer-weiss-was mal die Beiträge durchlesen, die zu
diesem Thema schon einiges hergeben. Darüber hinaus kannst Du auch
in der Internet-Selbsthilfegruppe des Deutschen Borreliose Bundes,
dem „Borreliose-Forum“ mal eine Zeit lang mitlesen, dann wird Dir
sehr schnell klar, ob diese Krankheitsgruppe auf Dich zutreffen
könnte oder nicht.

Denn erstens bist Du für Deinen Körper Dein eigener und bester
Experte und zweitens kann ich nicht beurteilen, ob Du alle
Symptome, welche bei Dir auftreten, auch aufgezählt hast. Die
Borre ist durch ein äußerst vielfältiges Symptom-Erscheinungsbild
gekennzeichnet. So wurden bisher insgesamt ca. 130 verschiedene
Symptome im Zusammenhang mit diesen zecken-übertragenen
Erkrankungen erkannt, welche aber natürlich nicht alle bei einer
Person auftreten.
Drittens ist die Schwierigkeit, dass sich diese Krankheit extrem
schlecht über Blutuntersuchungen feststellen lässt.
Und viertens kennen sich deutschlandweit nur eine gute Handvoll
Ärzte mit dieser Krankheit wirklich aus. So ist beispielsweise in
ganz München keiner dieser Spezialisten zu finden.

Hier noch der Link zum Borreliose-Forum:
http://www.borreliose-forum.de/cms/ht

Ich hoffe für Dich, dass mein Verdacht nicht zutreffen möge, denn
es ist eine heimtückische Krankheit.

Also unterlasse auch bitte entsprechende Unterstellungen, ich würde irgend jemand was einreden. Jeder ist für sich selbst sein bester Experte und weiß, was wie wahrscheinlich ist. Gerade bei so uneindeutigen Erkrankungen ist es heute für jeden (überlebens-)wichtig, sich selbst um Informationen zu kümmern, diese Infos dann selektieren und für sich selbst bewerten. Blindes Vertrauen in die Weißkittel ist wirklich fehl am Platz. Ein guter Hausarzt hat ein Vertrauensverhältnis zu seinem Patienten und wird MIT IHM und nicht an ihm arbeiten. Daher ist es aber auch enorm wichtig dass der Patient selbst auch „mitarbeitet“ und den Arzt in der Ursachenfindung, Diagnose und Therapiemaßnahme unterstützt. Und das kann nur ein informierter Patient leisten, dem an seiner eigenen Gesundheit etwas liegt. Aus diesem Grund schreibe ich bei solchen uneindeutigen Fällen immer, dass der Beitragschreiber sich informieren möge und gebe ihm einen entsprechenden Link an die Hand.

Ich erwarte, dass Du Dich bei mir wegen dem „Hirni“ entschuldigst. Ich behaupte einfach mal, dass ich über die Borreliose, die Erlichiose, die Babesiose, die Rickettiose, die Bartonellose und die anderen Zecken-übertragenen Erkrankungen etwas mehr weiß als Du.

hirnVOLLE Grüße

Alexander