Hallo @all, @Dilarah, @Nike!
Zuerst einmal eine Erklärung der Situation.
PT kam nicht mit der Peitsche zur Therapiestunde und gefesselt war ich allenfalls von ihrer starken Persönlichkeit! Letzteres ging aber nicht nur mir so, auch meine Partnerin war von PT’s Wesen mehr als nur beeindruckt. Durch ihre Stimme, ihre Sprache, ihr ganzes Wesen war sie so präsent, daß ich nur wenige Menschen kennengelernt habe, die sich ihr entziehen konnten.
Als ich sie kennenlernte lag mein Ich allenfalls als kümmerlicher Überrest am Boden.
Zweimal hat sie mich aus der Sch… (Suff und Suizidversuch) herausgeholt.
Die Beziehung zu meiner PT dauerte insgesamt 6 Jahre. In dieser Zeit sahen wir uns mal seltener und mal öfter, teilweise mit, teilweise ohne Therapievertrag, wobei unsere Treffen sich in Gesprächen erschöpften, bis auf einen „Außentermin“, der therapeutisch indiziert war.
In dieser Zeit gab es auch Situationen, in denen sie offensichtlich ein Dom/Sub Spiel mit mir spielte.
Dies war aber weder schmerzhaft noch sonst irgendwie schädlich für mich, auch wenn ich dieses Spiel unbewußt aber doch sehr „gehorsam“ mitspielte.
Aber: Es gab während dieser langen Zeit nicht eine Therapiestunde, die ich im Nachhinein als verlorene Zeit ansehe. Jede Stunde brachte mir einen Nutzen, manchmal mehr, manchmal weniger, aber es gab immer eine Bewegung und ich bewerte jede dieser Bewegungen auch heute noch positiv!
Ohne sie wäre ich bis heute nicht in der Lage (falls ich noch leben würde) mich hier auch nur zum Thema „hü oder hott“ zu äußern.
Das Einzige, was ich an ihr kritisiere und worunter ich auch heute noch leide, waren ihre Lügen und war ihr Abschied:
Ich hatte ihr gegenüber meinen „Verdacht“ geäußert, daß sie von der „schlagenden Verbindung“ sei, und wollte wissen ob das mit unserer Beziehung was zu tun hat. Das sei nicht der Fall; da sie mit SM nichts am Hut habe, spiele das auch in unserer Beziehung keine Rolle.
Ich habe dann auf recht abenteuerliche Weise herausgefunden, daß sie mit SM sehr wohl was und das nicht nur am Hut hat. Als ich sie davon in Kenntnis setzte, hat sie unsere Verbindung mit einem Brief voller Vorwürfe, die auf Halb- und verdrehten Wahrheiten beruhten abgebrochen.
Daß sie unsere Beziehung beendet, damit hatte ich im schlimmsten Fall gerechnet.
Aber daß sie sie beendet ohne mir die Chance zu geben mit ihr darüber zu sprechen, damit ich den ganzen Mist verarbeiten kann, das verüble ich ihr und das tut mir auch ein Jahr nach unserer Trenung noch weh, weil sie mir mit einer solchen Trennung das Ergebnis ihrer langjährigen Bemühungen in Frage stellt:
daß ich mich als vollwertigen Menschen ansehe.
Manchmal wünsche ich mir, sie würde sich mit mir nochmal eine Stunde in einen Raum setzen, wir könnten reden oder auch nicht, aber nach 30 Minuten wäre ich mir endlich über meine Gefühle ihr gegenüber klar. Die verbliebene halbe Stunde würde ich sie dann umarmen oder ihren Ar… versohlen
(ich glaube, daß es besser ist das Thema mit einem Lächeln zu beenden!)
danke fürs Lesen …
HylTox
PS: Dies soll kein Posting gegen Psychotherapeuten oder gegen SM-Anhänger sein! Ersteres ist ein ernster Beruf (wobei sich dessen Ausüber manchmal als zu allwissend ansehen) und das zweite ist eine Spielart der Sexualität(?), na, ich sag mal: jedem Tierchen sein …