Hallo!
Meine Güte, red nicht lang herum: Sie hat ein in jeder
Hinsicht unvertretbares Urteil gefällt.
Das hier war kein Herumgerede, sondern eine Erklärung, warum das keine Anstiftung zu irgendeiner Straftat sein kann. Es ging nicht um das Urteil als solches, sondern um das Urteil als Anstiftung zur Körperverletzung. Wir sind hier nicht im Brett allgemeine Polemik sondern im Brett Allgemeine Rechtsfragen. Und wenn jemand meint, man könnte das als Anstiftung zu irgendwelchen Straftaten sehen, dann ist hier der richtige Ort um zu erklären, warum das nicht stimmt!
Sie hat einen klaren
Beleg erbracht, dass auch Richter hin und wieder mal
unverzüglich aus dem Verkehr gezogen gehören.
Das war nicht das Thema! Und dieses „sie gehört aus dem Verkehr gezogen“ finde ich lächerlich. Erstens macht jeder mal einen Fehler, zweitens kann ich den Gedanken der dahinterstand verstehen - auch wenn ich das Urteil nicht kenne.
Was sind üblicherweise Gründe für eine Härtefallscheidung? Gewalttätigkeiten, scherer Alkoholmissbraucht etc.
Was hat diese Entscheidung zur Folge? Dass das Trennungsjahr nicht eingehalten zu werden braucht.
Ohne das Urteil zu kennen denke ich, die Richterin hat folgenden Gedanken gehabt: Jemand heiratet einen Alkoholiker, der schon vor der Heirat abhängig war. Während der Ehe geht der Alkoholmissbrauch über Jahre weiter. Plötzlich kommt es zur Scheidung und man fragt sich: Wieso hat jemand einen Alkoholiker geheiratet, mit ihm Jahre der Ehe verbracht, um sich nun auf den Standpunkt zu stellen, das Trennungsjahr einzuhalten stelle eine unzumutbare härte dar, weil der Ehemann Alkoholiker ist.
Man tausche Alkoholiker gegen herrschsüchtigen, gewalttätigen Pascha, notorischen Fremdgeher oder wqas weiß ich und kann glaube ich zumindest im Ansatz verstehen, was vielleicht der Gedankengang gewesen ist.
Niemand zwingt die Frau, mit diesem Menschen gemeinsam ihre Zukunft zu gestalten. Es geht schlicht um die Frage ob eine Scheidung sofort oder erst in einigen Monaten erfolgen soll. Die Kirche sollte auch hier im Dorf gelassen werden.
Gruß,
Florian.