Richtig dokumentieren

hallo zusammen,

seit kurzem beschäftigt mich (allerdings in einem völlig anderen Rahmen) die frage wie man am besten Referate, Vorträge, etc. mit dokumentiert bzw. welche methoden und Werkzeuge es hierfür gibt.
Kann hier jemand weiterhelfen? ggf. mit Links zu Ratschlägen oder Anleitungen? macht man das mit papier & Stift oder gleich mit Computer & maus, wie baut man das am besten auf, wie bereitet man die Dokumentation auf und nach, etc.

Gruß
h.

H wie Hola.

Schwierige Frage.

Welche Mittel Du allgemein einsetzt, hängt absolut vom Thema ab.

Denke bspw. an sehr trockenen oder theoretischen Stoff. Viele meiner Spezialgebiete fallen in diese Kategorie. Hier wäre ein purer mündlicher Vortrag mit ein bißchen Rechnung an der Tafel fatal. Solche Situationen sollte man möglichst immer mit dem Polylux oder mit PowerPoint/Beamer auflockern.

Jede ordentliche Graphik kann zur potentiellen Erleuchtung Deiner Zuhörer beitragen.

Bei Themen, die von Haus aus schon etwas interessanter sind, oder speziell bei Dingen die eher in einer schulischen Mittelstufe/Oberstufe vorkommen, ist dagegen die besonders freie Vortragsweise wichtig.

Junge Leute bspw. lassen sich extrem stark beeindrucken (und mitreißen), wenn man mit entsprechender Inbrunst vorträgt und auch komplizierte Sachen aus dem FF (und vorallem einfach, verständlich) heraushaut.
Übersichtliche Tafelbilder sind auch eine gute Methode etwas masochistisch den „pädagogischen Zwang“ durchzudrücken, also ein Mitschreiben und Mitdenken zu erreichen.

Zur Dokumentation: Talent ist nicht unwichtig. Man kann sich Mitschreiben sehr streßfreundlich halten, wenn man schnell (also intuitiv) tragfähige Übersichten zusammenbasteln kann. Zugegeben, man muß gleichzeitig Übersicht beweisen, ziemlich analytisch-logisch und vorallem visuell veranlagt sein; das bringt nicht jeder, um nicht zu sagen: Die meisten müssen es wirklich *lernen*.

Steno wäre eine weitere Alternative.

Nicht zuletzt ist es wohl am bequemsten, wenn man vom Vortragenden zugearbeitet bekommt, sprich, wenn dieser Übersichten austeilt, Hilfsblätter, einen Abriß des Vortrages oder das ganze Referat selbst.

Geschmackssache.

Erfahrungsgemäß kommst Du mit dem Computer eigentlich nicht hinterher. Mit der Hand kannst Du in Echtzeit alles Mögliche vollkritzeln, bei Textverarbeitungsprogrammen kommt immer die vergleichsweise relativ umständliche Bedienung hinzu. Meine Hand kann ich viel effizienter bedienen, zumal ich auch kein 10-Finger-Schreiberling bin. :smile:

Eine Dokumentation nacharbeiten schließt oft die Beschäftigung mit Literatur ein. Ein gutes Referat gibt einem stets weiterführende Schwarten als Empfehlung. Wie man das nacharbeitet, hängt vom persönlichen Stil ab. Übersichten, Formeln, Herleitungen, Rechnungen, Flußdiagramme, Blockbilder, Wortgruppen, ausformulierte Sätze. Derlei Varianten gibt es viele…

Bewährt hat sich aber immer, über einen größeren Stoffkomplex nach der Nacharbeitung nochmal die Nacharbeitung nachzuarbeiten und so ein sehr kompaktes „Lernblatt“ zusammenzustellen. Sehr effektiv.

MfG