Ich bin in ein neues Haus gezogen und der erste Winter steht vor der Türe. Da mein Haus ganz gut gedämmt ist reicht eigentlich 2 Stunden am Tag „richtig“ zu heizen, (soll heißen Heizkörper sind heiß). Die Temperatur hält sich problemlos über 24h ohne daß der Wärmeverlust unangenehm auffallen würde. Ich kann aber auch über Raumthermostat eine konstante Temperatur erreichen, wobei die Heizkörper dabei meistens kalt oder lauwarm sind.
Vom Wohlfühlfaktor sind für mich beide Methoden gleich, aber wer weiß was kostengünstiger ist?
Ich habe in den Wohn-/Wirtschaftsräumen die gewünschte Temperatur mit den (üblichen) Heizkörperthermostaten eingeregelt.
Im Schlafzimmer regle ich die Temperatur, zwei Stunden vor dem Schlafen gehen und im Bad zu festen Zeiten über je einen Heizkörperthermostate mit Schaltuhr/Motorantrieb.
Im Wohnzimmer ein Raumthermostat mit Schaltuhr der bei Sonneneinstrahlung oder erreichen der eingestellten Temperatur die - Umwälzpumpen und somit die Heizung – abschaltet.
In der Zeit von 21 – 6 Uhr (Nachtabsenkung/Raumtemperatur mindestens 17 °C) werden die Umwälzpumpen abgeschaltet.
In keinem Winter hatte ich am Morgen vor dem Aufheizen weniger als 18°C Raumtemperatur. Die Einsparungen an Gas vor allem aber an Stromkosten können bei 10 – 15% liegen.
je niedriger die Vorlauftemperatur ist um so Energiesparender heizt man.Es ist wesendlich sinnvoller die Heizkörper nur lauwarm zu lassen anstatt in zwei Stunden die Farbe runterzuheizen. Natürlich sollte man die Temperatur am Raumtermostat begrenzen und nicht am Heizkörperthermostat. Das ist dann nämlich so als wenn man mit einem Auto mit Vollgas fährt, und damit man nicht aus der Kurve fliegt, regelt man bei Vollgas mit der Handbremse die Geschwindigkeit.
Gruß vom Gasmann
Viele sind mit den Regelung einer Heizungsanlage vollkommen überfordert hinzu kommt dann immer noch dieses Halbwissen, was sich viele angeeignet haben und für sich als Heizgesetz erklärt haben.
Wichtig ist eigentlich nur keine Energie zu verschwenden. Dazu gehört insbesondere die Bereitschftswärme.
Ich suche mir einen Refferenzraum, der eigentlich immer eine gleichmäßige Temperatur haben soll. Meist ist es das Wohnzimmer. Muß ich dort schon die Thermosstatventile drosseln, weil es mir zu warm geworden ist, heizt der Kessel bereits viel zu hoch auf. Die Ventile im Refferenzraum gehören immer voll geöffnet, die Temperatur wird dann über die Regelung geregelt. Und auch nur dann funktioniert die Nachtabsenkung wirkungsvoll, weil sie immer im Verhältnis zur Tagestemperatur absenkt.
Alle anderen Räume werden über die Thermosstatventile in den einzelnden Räumen gesteuert. Küchen zum Beispiel haben sehr viel Fremdwärme durch Herdplatten und auch Kühlschränke.
Wichtig ist auch zu wissen, daß Wärme immer zur Kälte wandert. Auch durch Wände und Decken hindurch. Die Temperaturunterschiede sollten innerhalb einer Wohnung nicht zu hoch sein, vielleicht drei max. 4 Grad. Ansonsten verliere ich die Heizleistung eines warmen Raumes an den kalten Raum und das hat zum Teil auch unangenehme Folgen für das eigene Wohlbefinden. Fußkälte, kalte Wände…ect.
Auch die Luftfeutigkeit spielt eine große Rolle. Um Wärme angenehm übertragen zu können, muß eine Mindestluftfeutigkeit von 42 % vorhanden sein. Darunter wird nur geheizt und mehr auch nicht, die Wohnung bleibt ergo recht kühl. Zu hoch sollte sie auch nicht sein, denn sonst droht Schimmel, feuchte Wände usw.
Thema Strahlungswärme.
Das ist das eigentlich Problem. Stralungswärme wird von einem Manschen und vorallem einer Katze…ich brauch mich nur umdrehen, ganz anders wahrgenommen, als eine reine Konvektionswärme. Neue Heizkörper haben leider kaum noch Strahlungswärme. Daher mein Tip! Stellt euch ein Thermometer gegenüber dem Heizkörper auf und das mit einem großen Display. Es wird immer mehr anzeigen, als ihr diese Temperatur empfinden werdet, aber es beruhigt und erfrieren werdet ihr auch nicht. Dann kann der Heizkörper auch schon mal kühler werden, wenn er seine Arbeit erfüllt hat.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]