Richtig heizen - wie?

Hallo liebe Experten!

Bis zum letzten Winter habe ich nachts meine Heizung ausgemacht (so ab ca. 22 Uhr), morgens ca. 10-15 min gelüftet und die Heizung dann auf „1-2“ gestellt. Wenn ich dann abends von der Arbeit kam, war die Wohnung schön warm und konnte bei Bedarf auf „3“ oder „4“ noch wärmer gemacht werden.

Nun wurden die Einstellungen an der Heizungsanlage aufgrund der Beratung durch einen Heizungsexperten so geändert, dass ich echt Schwierigkeiten habe, die Wohnung warm zu bekommen:

die Kesseltemperatur und die Vorlauftemperatur wurden deutlich abgesenkt - dies sei nicht rentabel, wenn diese Energie tagsüber nicht in dieser Menge „abgefragt“ würde. Stattdessen müsse ich nun halt die Heizung höher stellen.
Nun stelle ich also die Heizung beim Verlassen der Wohnung auf knapp über „2“ (im Raum sind dann bei meiner Rückkehr 16 Grad) und wenn ich nach Hause komme auf „5“. Trotzdem bekomme ich den Wohnraum gerade mal auf 19 Grad.
Nach Rücksprache Vermieter Heizungsmonteur sei meine Wohnung schlecht beheizbar (was ich früher nie so empfunden habe) und ich solle die Heizung auch tagsüber auf 4 - 5 stellen, damit die Wohnung warm wird. Mir erscheint das totale Energieverschwendung, wenn ich 12 Stunden den Raum hier aufheize, ohne dass ich zuhause bin.
Es muss doch möglich sein, den Raum auch anderweitig in einem angemessenen Zeitraum warm zu bekommen, oder?
Und ist es richtig, dass man die Heizung nachts gar nicht ausstellen soll? Auf welche Zahl sollte ich die denn stellen?

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

Traveller

Hallo,

Mir erscheint das totale
Energieverschwendung, wenn ich 12 Stunden den Raum hier
aufheize, ohne dass ich zuhause bin.

allerdings

erkundige Dich mal nach Heizkörperreglern - mir ging es ähnlich wie Dir…seit etwas über einem Jahr bin ich total happy

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Grüssle
Suse

Hallo,

Bis zum letzten Winter habe ich nachts meine Heizung
ausgemacht (so ab ca. 22 Uhr), morgens ca. 10-15 min gelüftet
und die Heizung dann auf „1-2“ gestellt. Wenn ich dann abends
von der Arbeit kam, war die Wohnung schön warm und konnte bei
Bedarf auf „3“ oder „4“ noch wärmer gemacht werden.

Es stand also ein üppiges Reservoir an Wärme zur Verfügung, das auf Abruf schnell in die Wohnung transportiert werden konnte.

Nun wurden die Einstellungen an der Heizungsanlage aufgrund
der Beratung durch einen Heizungsexperten so geändert, dass
ich echt Schwierigkeiten habe, die Wohnung warm zu bekommen:

die Kesseltemperatur und die Vorlauftemperatur wurden deutlich
abgesenkt - dies sei nicht rentabel, wenn diese Energie
tagsüber nicht in dieser Menge „abgefragt“ würde. Stattdessen
müsse ich nun halt die Heizung höher stellen.

Das bedeutet, dass dein Heizkörper effektiv weniger Leistung bringt.
Weniger Vorlauftemperatur bedeutet weniger Heizleistung. Den selben Effekt hätte man, wenn die Vorlauftemperatur gleich wäre und man den Heizkörper einfach verkleinert hätte.

Es führt kein Weg dran vorbei: Du wirst 24 h/Tag heizen müssen, denn grosse Temperaturunterschiede über den Tag können leider nicht mehr gefahren bzw. geregelt werden.

(…)

und ich solle die Heizung auch tagsüber auf 4 - 5
stellen, damit die Wohnung warm wird. Mir erscheint das totale
Energieverschwendung, wenn ich 12 Stunden den Raum hier
aufheize, ohne dass ich zuhause bin.

Richtig.

Es muss doch möglich sein, den Raum auch anderweitig in einem
angemessenen Zeitraum warm zu bekommen, oder?

Nein, denn du hast jetzt eine schwächere Heizung.

Und ist es richtig, dass man die Heizung nachts gar nicht
ausstellen soll? Auf welche Zahl sollte ich die denn stellen?

Unter den jetzigen Gegebenheiten ist es „richtig“.
Stell es so ein, dass du warm hast.

Thomas

Hallo

Mit einer ordentlichen Reglung hätte man das ganze auch in den Griff bekommen können. Man hätte einfach die Heizzeiten richtig einstellen müssen.
Je nach Gebäudetyp muß man die Heizzeit anpassen. Wenn man aus dem Haus geht, sollte man die Temperatur etwas herunterfahren und zeitversetzt vor dem Heimkommen sollte die Heizung anspringen.
Egal wie die (Wasser-)Temperatur der Heizungsanlage eingestellt wird, man benötigt immer eine bestimmte Wärmemenge (Leistung) um einen Raum auf eine bestimmte Temperatur zu bringen.
Früher wurden Heizkörper häufig viel zu groß dimensioniert, also sind sie heute mit niedrigeren Systemtemperaturen mehr als ausreichen.

Nun kommst du mit der Anlage nicht mehr zurecht weil du sie so nicht gewohnt bist. Jetzt mußt du dich darauf einstellen und experimentieren bis es warm genug wird. Ansosnten muß eine andere Lösung gefunden werden.

Schönen Abend noch :smile:
Gruß
nelsont

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

noch ein kleiner Tip
Hallo,

hier noch ein rechtlicher Aspekt:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Grüssle
Suse

Vielen Dank für Eure Tipps und Unterstützung!
und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Traveller

elektronische Thermostate
Hi,
ich habe auch zwei elektronische Ventilsteuerungen. Die von Honeywell und die andere Alternative aus dem Baumarkt (es gibt IMHO lediglich drei Modelle, das dritte ist mit Funk). Beide scheinen die gleiche Software zu haben und bei beiden kann man nur ZWEI Temperaturen einstellen :frowning:( Zwar kann man die mauell immer verstellen, aber für die Automatik kann man eben nur zwei speichern :frowning:(( IMHO ein totaler Designfehler.

Grüße,
J~