Hallo!
Ich weiß gar nicht, ob ich in diesem thread richtig bin.
Wir haben seit Sommer einen kombinierten Heizkessel. Also wir können ihn mit Holz oder mit Öl beheizen, wenn das Holz ausgebrannt ist, schaltet er auf Öl um.
Im Winter fingen wir an, mit Holz zu heizen. Das Holz, Buche, lag längere Zeit im Wald und seit Sommer auf unserem Grundstück. Also dürfte es auch nicht mehr zu feucht sein.
Wenn wir mit Holz heizen, bildet sich eine schwarze zähe Flüssigkeit, ähnlich wie Teer, die nicht nur den ganzen Ofen „versuppt“ sondern auch aus den Klappen läuft. Wir riefen die „Technik“ beim Lieferanten an. Der meinte, wir würden falsch heizen!??
Vielleicht kann mir jemand erklären, wie man richtig heizt:wink: Er konnte es jedenfalls nicht.
Der „Zug“ reguliert sich über eine Klappe. Wenn der Kessel die erforderliche Temperatur erreicht hat, schließt sich die Klappe automatisch. Ich hab einfach keinen Schimmer, was wir falsch machen ???
Vielen Dank im Voraus
usch
Hi,
direkt beantworten kann ich Deine Frage leider nicht - meine Eltern haben aber einen Ofen, und das Holz, das da reinkommt, ist schon sehr viel laenger gelagert als seit nem halben Jahr. Und wenn’s im Garten ‚rumliegt‘, aber bei jedem Regen nass wird, dann trocknet auch Holz nicht aus.
Meine Eltern haben mehrere ‚Holzstapel‘ - halt Holz von diesem Jahr, welches noch trocknet, und dann eben aelteres Holz, welches jetzt verwendet wird.
Aber ne schwarze, teerige Fluessigkeit, die aus dem Ofen laeuft?
Vor allem aus nem Ofen, der auch mit Oel heizt? Das hoert sich viel mehr nach Oel selbst an, meinst Du nicht?
Wenn das Holz nicht richtig trocken ist, dann brennt es halt nicht oder nicht gut. Weiter nichts.
Ich kann mir zwar eigentlich nicht allzu viel unter einem kombinierten Heizkessel vorstellen, aber wenn er nun mit beidem funktioniert, muessten doch dennoch beides getrennt voneinander verbrannt werden - vielleicht stimmt da was nicht, un Oel leckt eben in den Bereich, wo das Holz verbrannt wird???
Anyway, ich koennte natuerlich voellig falsch liegen.
Gruss, Isabel
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Hi Uschi!
Wie es sich anhört scheint das Holz zu viel Feuchtigkeit zu haben.
Das „Wasser“ im Holz wird während der Verbrennung freigesetzt in Form von Dampf. Dazu kommen dann die natürlichen Verbrennungsrückstände. Beim Heizen brennt das Holz halt nicht gut genug, es schwelt teilweise vor sich hin (wenn der Zug sich mehr schließt).Der Dampf schlägt sich nieder (wieder in Form von Wasser) und vermischt sich mit den Verbrennungsrückständen. Nun hast du die schwarze „Suppe“.
Wenn nun wieder geheizt wird (z.B. sich der Ölbrenner dazu schaltet), verdampft diese „Suppe“ wieder und an dem Dampf haften auch die Verbrennungsrückstände die sich niederschlagen und an den Ritzen rauslaufen bzw. quellen.
So stell ich mir das Ganze vor. Wo soll die Feuchtigkeit denn auch hin, wenn´s nicht heiss gnug ist.
Würde mal eine Heizungsbaufirma anrufen (die diese Geräte schon häufiger eingebaut hat-> wg. Erfahrung) und mich beraten lassen; vielleicht liegt es ja nur an einer falschen Einstellung?!
Ich habe bis jetzt nur Pelletöfen installiert und leider nicht genug Erfahrung mit Holz-Kombi-Geräten.
Hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen!
Wird mich freune:smile:
Helf gerne wenn jemand Probleme mit Heizungen und im Sanitärbereich hat:smile:
Gruß
Nelsont
P.S.: Besorg dir mal so viel trockenes Holz, das du einige Tage damit heizen kannst und schau ob das Problem wieder auftritt. Wenn ja, setz dich mit einer Firma in Verbindung.
Hallo
Die schwarze Suppe ist das Resultat aus unvollständiger Verbrennung bei zu niedrigen Temperaturen , u.U. mit zu nassem Holz. Holz sollte zwei Jahre gelagert sein, bis es zur Verbrennung kommt.
Du solltest versuchen, das Holz bei möglichst hohen Temperaturen zu verbrennen. Bei schlechtem (nassen) Holz kannst du nur kleine Mengen im Kessel unterbringen, um entsprechend die Luftmenge zu erhöhen und somit die Flammentemperatur zu erreichen, die die Feuchtigkeit mit aus dem Schornstein nimmt . Dies bedeutet, dass du öfters nachlegen musst und eine Menge Laufarbeit beinhaltet.
Besorge dir bis zur Austrocknung des Holzes Pellets oder anderes trockenens Holz und du brauchst dir über die Suppe keine Gedanken mehr machen
Gruss
Christian
Hallo usch
Im Winter fingen wir an, mit Holz zu heizen. Das Holz, Buche,
lag längere Zeit im Wald und seit Sommer auf unserem
Grundstück. Also dürfte es auch nicht mehr zu feucht sein.
Falsch! Wenn das Holz im Freien liegt, wir es nach so kurzer Zeit nie und nimmer trocken sein! Brennholz muß mindestens zwei Jahre lagern und zwar ohne das Regen, Schnee und sonstiger Niederschlag drankann. Wenn es zudem noch nicht gespalten war, muß es noch länger lagern.
Wenn wir mit Holz heizen, bildet sich eine schwarze zähe
Flüssigkeit, ähnlich wie Teer, die nicht nur den ganzen Ofen
„versuppt“ sondern auch aus den Klappen läuft. Wir riefen die
„Technik“ beim Lieferanten an. Der meinte, wir würden falsch
heizen!??
Eben. Wie die anderen schon gesagt haben. Dieser Teer ist wirklich solcher. Teer hat die Eigenschaft, von Wasserdampf transportiert zu werden und zwar bei Temperaturen, die weit unter der Verbrennungstemperatur liegt. Stichwort Wasserdampfdestillation. An kühleren Stellen kondensiert das Teer/Wassergemisch wieder, das Wasser verdampft und der Teer bleibt zurück.
Besorg Dir also richtig trockenes Holz, lager Deines noch zwei Jahre und dann solltest Du die Probleme nicht mehr haben.
Über technische Details Deines Ofens kann ich jetzt nichts sagen, es muß aber sichergestellt sein, daß genug Luft ankommt. So wie Du das beschreibst, scheint das ja zu klappen.
Gandalf
Ganz vielen Dank für Eure Antworten! Wir werden es jetzt mal mit ganz trockenem Holz ausprobieren.
Ich werd berichten, ob der Kessel dann aufhört zu suppen.
Danke
Liebe Grüße
usch