Hallo,
bin vor zwei Jahren in eine Wohnung mit Wohnwintergarten mit Fußbodenheizung eingezogen. Lüfte zweimal am Tag 15 Minuten, die Fußbodenheizung ist an und die Türe zum Wohnzimmer immer offen ( Angabe vom Vermieter ) da ich letztes Jahr schon Schimmel an der Decke gehabt habe. Weiss nicht wie ich mich verhalten soll, ist es besser wenn die Heizung aus ist und die Türe zur Wohnung immer zu ? Dann ist ja der Temperaturunterschied nach außen vielleicht nicht zu groß. Habe schon wieder nasse Flecken und habe angst, dass die Decke wieder anfängt zu schimmeln !
Danke für Antworten
Hallo Monchi,
Ob 2mal täglich Lüften ausreicht, hängt von Deinen Wohngewohnheiten ab, von der Größe der Wohnung, Personenzahl, Kochen, Waschen, Zimmerpflanzen, …
Ist denn in dem Wintergarten die gleiche Temeperatur und Luftfeuchtigkeit wie im angrenzenden Zimmer?
Der Dampfdruck geht immer von feucht-warm nach kühl-trocken. Wenn Du also im angrenzenden Zimmer warm hast und im Wintergarten kühl, geht die warme Luft mit einem höheren Feuchtegehalt in den kühlen Raum mit einem niedrigeren Feuchtegehalt.
Und was ist oben drüber? Eine weitere Wohnung, Dach, Glas, …? Sind die nassen Flecken an der Decke „mitten drin“ oder am Rand im Außenbereich? Können in diesem Bereich Kältebrücken sein?
Wie alt ist der Wintergarten?
Evtl. kannst Du Dir zusammen mit Deinem Vermieter einen Sachverständigen kommen lassen, der die Ursache klärt.
Alles Gute
Barbara
Hallo Barbara,
vielen Dank für die rasche Anwort. Am Wochenende lüfte ich natürlich öfters aber da ich berufstätig bin, kann ich nur morgens und abends lüften.
Über mein Wintergarten ist nichts mehr und die feuchten Flecken sind im Eck am Fenster. Da ist auch eine klare Kältebrücke aber ich wüsste nicht was ich dagegen tun könnte. Die Temperaturunterschiede müsste ich noch messen.
Vielen Dank und Gruß
Monchi
Hallo Monchi 75,
wenn Schimmel an der Decke des Wohnwintergartens (WoWiGa) festgestellt wird, ist diese Decke offensichtlich die kälteste Stelle dieses Raumes (darüber möglicherweise ein unbeheizter Raum oder eine kalte Dachdecke).
Im Wohnwintergarten wird durch Pflanzen und/oder Atemluft mehr Feuchtigkeit in die Raumluft abgegeben, als diese in Abhängigkeit von ihrer Temperatur aufnehmen kann.
Davon ausgehend ist die Quelle der relativen Luftfeuchte im Wohnwintergarten festzustellen. Rührt diese von den dortigen Pflanzen her oder über die offene Tür aus der Atemluft der sich im Wohnzimmer aufhaltenden Personen.
Dementsprechend ist dafür zu sorgen, dass im WoWiGa die Luftfeuchtigkeit verringert oder dort die Temperatur erhöht wird. Weiterhin wirkt ein sechsmaliges Lüften pro Tag (jeweils 5 Minuten, also insg. 30 Minuten) weitaus besser gegen Schimmelbildung als zweimal Lüften über jeweils 15 Minuten.
Wird bei geschlossener Tür im WoWiGa eine gleiche Raumtemperatur wie im Wohnzimmer erreicht? Wenn nicht, sollten die Pflanzen winters in das Wohnzimmer umziehen und hier wie oben empfohlen, gelüftet werden.
Für eine weitergehende Beurteilung der Situation sind Informationen über Bauweise Aussenwände, Fenster, Decken, Raumtemperaturen, Anzahl u. Aufenthaltsdauer der Personen im Wohnzimmer, Art und Grösse der Zimmerpflanzen usw. erforderlich.
Wieviel Feuchtigkeit durch Pflanzen, Aquarien, Tiere und Menschen in die Raumluft abgegeben wird, habe ich in diesem Forum bereits dargelegt. M.f.G. Renaux
Hallo,
am besten ist es denke ich wenn sich ein Baubiologe die örtlichkeiten ansieht und dann eine guten Empfehlung geben kann.
Beste Grüße
Hallo,
ich brauche eine genauere Beschreibung des Problems und auch Angaben zur Art der Heizung, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Isolierung der Wände und Decken?
wo sind die nassen Flecken?
wie gross ist die Wohnung?
wie viele Personen wohnen dort?
Grundsätzlich wäre besser 6 mal am Tag für 5 Minuten zu lüften und die Temperatur eher höher zu halten.
lg, Lois
Hallo Alois,
vielen Dank für die Antwort. Leider kann ich Dir nicht all Deine Fragen beantworten. In der Wohnung läuft eine Fernwärmeheizung ( Dampf) im Wintergarten nur Fußbodenheizung. Die Wohnung hat 68 m2 und ich wohne alleine drin. Wohnzimmer und Wintergarten haben 20-21 °C. Über mein Wintergarten ist nur eine Decke. Die Türe vom Wohnwintergarten kann ich aufschieben, genaue an der Decke über der Türe entstehen die feuchten Flecken und letztes Jahr schon Schimmel. Habe einen Baufechtemesser organisiert zeigt an den Stellen über 140 % an. ich versuche jetzt einfach die Türe zum Wohn zimmer geschlossen zu halten und die Fußbodenheizung habe ich ausgemacht. So hoffe ich, dass der Temperaturunterschied nach draußen nicht so groß ist und dass sich dadurch die Luftfeuchtigkeit an diesen Stellen minimiert. Im WZ habe ich 40 % Luftfeuchtigkeit. Im Wintergarten wenn die Türe zum Wohnzimmer auf ist etwas über 40 %. Über die Art der Isolierung kann ich überhaupt keine Angaben machen… Am We lüfte ich schon 5 mal am Tag aber unter der Woche kriege ich das nicht hin, bin berufstätig.
Danke für weitere Tipps
Monchi
Hallo,
offensichtlich ist die Decke eher schlecht isoliert weil sich hier die Feuchtigkeit niederschlägt - die Luftfeuchtigkeit kondensiert immer an der kältesten Stelle. Wie schon in der ersten Antwort erwähnt sollte die Temperatur eher höher sein, also Fussbodenheizung an. Ob die Tür zum Wohnzimmer offen oder geschlossen ist, ist fast egal. Die relative Luftfeuchtigkeit ist immer auch von der Temperatur abhängig, je höher die Temperatur desto niedriger die rel. Feuchte. Deshalb besser die Heizung an.
Wegen dem Lüften unter der Woche: wenn nicht möglich hilft ein Luftentfeuchter (günstigste Lösung) oder eine kontrollierte Wohnraumlüftung.
lg, Lois