Richtig zitieren und fussnoten

hallo…
ich weiss nicht ob ich hier ganz richtig bin…
ich bräuchte jemanden der mir sagt wie man richtige fussnoten macht, also reihenfolge von autor,titel,verlag usw, ausserdem über das richtige „layout“ für zitate…
danke im voraus
und nicht sauer werden wenn ich im falschen brett gelandet bin :smile:
mfg
galadriel

Hallo Galadriel,

da haben so ziemlich alle Verlage ihre eigenen Vorschriften. Z.T. untercsheidet das sich sogar bei unterschiedlichen Zeitschriften aus dem gleichen Verlag. Buchverlage stehen dem in nichts nach.
Es gibt also mithin keine allgemein verbindlichen Regeln! Frag am besten bei dem Verlag an, bei dem Du das Buch/den Artikel unterbringen willst.

Wenn es eine akademische Arbeit ist, schau in der Promotionsordnung nach, oder nimm einige Arbeiten zur Hand, die im gleichen Lehrstuhl geschrieben wurden.

viel Spaß bei der Suche

Andreas

hallo!

ich denke, du bist im richtigen Brett ;o)

also fuer fussnoten gibt keine einheitsloesung, da es darauf ankommt, was genau du da reinschreibst: ein buch, ein Nachschlagewerk, eine Zeitschrift, einen Sammelband…

Ich schreibe dir mein erhaltenes „merkblatt zum Erstellen einer Hausarbeit“ mal betreffend Fussnoten ab:

  • Regel 1 (Primaerliteratur und Monographien):
    Vornname Verfassername: Titel. Untertitel. [Auflage.] Ort: Verlag Jahr (=Reihentitel), S. xx.

  • Regel 2 (herausgegebene Primaerliteratur, z.B. historisch-kritische Ausgaben):
    Vorname Verfassername: Titel. Untertitel. [Ausgabe: Band x.] Hg. von Vorname Herausgebername [und Vorname Herausgebername.] [Auflage.] Ort: Verlag Jahr (=Reihentitel), S. xx.

  • Regel 3 (Zeitschriften):
    Vorname Verfassername: „Titel. Untertitel“. In: Zeitschriftentitel Jahrgangnummer (Jahr), S. xx.

  • Regel 4 (Sammelband):
    Vorname Verfassername: „Titel. Untertitel.“ In: Titel. Untertitel. Hg. von Vorname Name. [Auflage]. Ort: Verlag Jahr (=Reihentitel), S. xx.

  • Regel 5 (weitere Zitate aus demselbten Text):
    Verfassername: Kurztitel, S. xx bzw. „Kurztitel“, S. xx.

Zitieren:
Das fass ich mal selbst zusammen. Wenn du mehr als eine Zeile zitierst (also in deinem Text ist das Zitat laenger als 1 Zeile) dann muss du den Zitattext 1cm links einruecken (rechts aenderst du nichts). Die Schriftart und Schriftgroesse bleiben die selbe. Das Zitat erkennt man hier also nur and er Einrueckung und am Ende des Zitats setzt du den Verweis auf eine Fussnote.

Falls das Zitat kuerzer ist als 1 zeile zitierst du unmittelbar in der zeile. Was genau du dann aber in Klammer angeben musst weiss ich nicht genau, da spricht sich mein Merkblatt nicht drueber aus.

Ich hoffe, dir damit geholfen zu haben. Wenn du noch Fragen dazu hast oder gerne eine Beispielfussnote haettest, frag ruhig!

Gruesse, :o)
Bethje

Es gibt schon einen Standard für die Wissenschaftliche Zitation, die Deutsche Industrie-Norm 1505. geht folgendermaßen (auf Leerzeichen achten!)

Nachname, Vorname: Titel : Untertitel. Verlagsort : Verlag, Erscheinungsjahr.

Also zB:

Schulz, Winfried: Politische Kommunikation : Theoretische Ansätze und Ergebnisse empirischer Forschung. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1997.

Das ist natürlich seht unelegant … als hinreichend vollständig geht normalerweise auch folgende Zitation durch:

W. Schulz, Politische Kommunikation, Opladen 1997

Entscheidend ist das Vorhandensein von Autorenname, Haupttitel, Erscheinungsort (nicht Verlag!) und Erscheinungsjahr. Wichtig in einer Arbeit ist jedenfalls zweierlei: Zitationen müssen eindeutig und einheitlich sein.

HTH

Täubchen

Wobei es interessant ist …
Hallo,

Erscheinungsort (nicht Verlag!)
Zitationen müssen eindeutig und einheitlich sein.

… dass diese zwei Zeilen sich eigentlich widersprechen, denn wirklich eindeutig ist ja nur der Verlag (falls er nicht so groß ist, dass er in mehreren Städten gleichzeitig residiert), keinesfalls aber eine Stadt wie Berlin oder München, denn in solchen Städten sind ja häufig mehrere Verlage ansässig.

Warum also wir bei der Zitation der Ort und nicht der Verlag präferiert? Das hat mir noch kein Bibliothekar verraten können - außer, indem er auf die Üblichkeit dieser Tatsache hinwies.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo schöne Frau im Westen :wink:,

da mag es so manch eine DIN geben, oder sonst was für Vorschriften. In der Praxis hält sich kaum jemand konsequent dran. In einem Programm zur Literaturverwaltung (Biblio vom VCH-Verlag) gibt es mehrere Vorgaben zur Zitatverwaltung, je nach Zeitschrift (also möchten sie nach den Vorgaben der „Angewandten Chemie“ oder doch lieber nach „Journal of organic Chemistry“ arbeiten oder vielleicht die Zitationsregeln der „Chemical Abstracts“. Auch bei deutschen Zeitschriften (ich kann mich da nur im Bereich Chemie aus!) gibt es ein ziemliches Durcheinander egal ob sich da einer eine DIN aus den Rippen gdrückt hat oder nicht.

Gandalf

Und es im Englischen auch anders gehandhabt wird: dort ist Verlag wichtiger als Verlagsort. Aber das warum, weiss ich auch nicht.
Gruesse, Elke

Hi,
wirklich interessant diese Diskussion über die Fußnoten (die man übrigens immer noch mit ß schreibt…). Ich war gerade mal am Regal: Wie verfast man wissenschaftliche Arbeiten? aus dem Duden-Verlag. Vielleicht hilft Dir das auch weiter.
Ich handhabe das ganz pragmatisch mit den Fußnoten. Ich mache das so, wie ich es mir von einem Autor wünschen würde, nämlich so, dass es eindeutig und verständlich ist. Und dann ist natürlich auch der Rezipient wichtig (nicht selten der Prof…). Wenn der bestimmte Vorstellungen hat, dann ist eben dessen Wille in dem Fall sein Himmelreich. Bevor einem so ein Knöpfchenzähler wegen formaler Mängel was abzieht: sei’s drum.
Gruß
L.

ad: fussnoten mit scharfem s
Fußnoten (die

man übrigens immer noch mit ß schreibt…).

Manche Leute, die sehr gut wissen, dass Fuss mit scharfem s geschrieben wird, haben keines auf ihrer Tastatur und koennen es daher nicht tippen. Ich persoenlich (wie du siehst habe ich auch kein oe) faende es Zeitverschwendung, erst meinen Text in WORD schreiben zu muessen, dort via SYMBOL meine sich nicht auf der Tastatur befindlichen Zeichen einzufuegen und den Text dann hier erscheinen zu lassen.

Mit freundlichsten Gruessen
bethje

Fußnoten oder Fussnoten?
Hallo Leute!

Manche Leute, die sehr gut wissen, dass Fuss mit scharfem s
geschrieben wird, haben keines auf ihrer Tastatur und können
es daher nicht tippen…

… Und andere Leute, die das zwar auch wissen (oder vielleicht nicht mehr so genau wissen), sind nicht immer verpflichtet, gewisse Wörter mit „ß“ zu schreiben, vor allem, wenn sie aus der Schweiz stammen, wo das „ß“ schon im Zuge der ersten Rechtschreibreform von 1902 gefallen ist :smile:))

Liebe Grüsse oder Grüße
Renato

Oh!
Hallo Renato!

Also das hab ich gar nicht gewusst! (da hab ich heute was dazugelernt und musste dafuer nicht mal zur Uni fahren ;o)

Gruesse,
Bethje

Hallo Galadriel,

meiner Erfahrung nach ist es vor allem wesentlich, innerhalb eines Textes EINHEITLICH zu zitieren, ganz egal, wie Du es nun genau tust. Bestimmte Fachbereiche haben auch ihre klaren Prämissen & Empfindlichkeiten (…so springt Dich, glaube ich, jeder Historikprofessor an, wenn Du einen Verlag nennst, aber vielleicht hat sich das auch geändert).

So wie ich es kenne, sollte die Fußnote möglichst wenige, jedoch eindeutige Daten enthalten; die ausführliche Literaturangabe steht ja eh in der Bibliographie.

Daher setze ich z.B. nur den Vermerk

„1 vgl. Adams 1995b, S. 134“

also Autorennachname, Publikationsjahr, evtl. ein „a“, „b“ usw. hinter das Jahr setzen, falls der Autor in jenem Jahr mehrere Werke publiziert hat, die Du verwendest (wichtig: in der Bibliographie hinten die gleichen Angaben verwenden!), dann die Seitenzahl.

Ich verzichte in den Fußnoten auf die Angabe des Titels, es sei denn, eine entsprechende Nennung wäre inhaltlich relevant.

Alles klar?

Viel Glück, wobei auch immer.

Pengoblin

grins
hi…
danke erstmal dass sich so viele leute auf meine frage gemeldet haben…
und verschiedene leute haben zwar alle möglichen sonderzeichen auf der tastatur, sind aber zu faul um sie im net zu benutzen…

-)

mfg
galadriel

Hi,
ich bedanke mich für diese Belehrung. Sie wird mir in meinem weiteren Leben sicherlich von großer, wenn nicht gar sehr großer Hilfe sein.
In diesm Sinne entsende ich Grüße in alle ß-losen Gefilde des Internets.
Euch entgeht echt was… Toller Buchstabe!
Aber man kann ja nicht alles haben.
Gruß (!)
L.

gar nichts so grins

und verschiedene leute haben zwar alle möglichen sonderzeichen
auf der tastatur, sind aber zu faul um sie im net zu
benutzen…

ich hab eine amerikanische tastatur und da gibt es keine sonderzeichen wie ein scharfes s oder punkte fuer o,a,u.