Richtige Beratung für meinen Vater? Krankheitsfall

Hallo,

ich habe ein Problem und schreibe diesen Beitrag, in der Hoffnung, dass Ihr mir Tipps und Anregungen geben könnt, an wen ich mich am Besten wenden kann.

Es geht um meinen Vater, der sich sein Sprunggelenk gebrochen hat, und nun nicht beraten ist, wie er für sich am Besten vorgehen soll.

Er ist 55 Jahre alt, arbeitet als CNC-Fräser, Metallbau, an computergesteuerten Werkzeugmaschinen und hat bis zu seinem Unfall immer Vollzeit gearbeitet.
Dann ist er zu Hause im Winter beim Treppenabsteigen so umgeknickt, dass er sich das Sprunggelenk im rechten Fuß brach.
Doppelbruch, Schien-und Wadenbein und Sprunggelenkt kaputt.

Es folgten eine Woche Krankenhaus bis zur Operation, nach einer Weiteren wurde er wieder entlassen.

Der Unfall war am Freitag 6.3, die
Operation am 13.3.

Seither ist er krankgeschrieben.
Er hat vor Kurzem Reha gemacht, 3 Wochen, weil der Fuß nicht wie gewünscht verheilt .
Die Reha war auch ganz gut, Besserung war sichtbar, er wurde allerdings weiterhin von der Reha aus, von Fachärzten, für arbeitsunfähig attestiert, da der Fuß trotz Besserung nicht verheilt ist.

Die Reha lief über die Rentenkasse Speyer, Lva.

Der Fuß ist weiterhin noch geschraubt u mit Platte stabilisiert, und die Heilung dauert immer noch an, das heißt, bei Belastung schmerzt der Fuß.

Am 11.9 läuft die letzte Anwendung Physiotherapie aus… Er hat 6 Anwendungen verschrieben bekommen.

Die Frage ist, was soll er jetzt machen, bzw. wer berät einen in solch einem Fall OBJEKTIV?!!

Soll er sich arbeitsfähig melden, ? Er ist nur für mittelschwere Arbeit zugelassen worden.

Frage:

  • Wie sollen wir weiter vor gehen…
    -Evtl. Frührente beantragen? Vorteile/Nachteile?
  • Prozente?
  • Arbeit`
    weiter krank? Jeder sagt was Anderes, die Krankenkasse will ihn auch aus dem Programm haben, der Arbeitgeber ist einverstanden mit Krankheitszeiten, weil zurzeit die Auftragslage sehr schlecht ist.

Er bekommt zurzeit wenig Geld, weil Krankengeld… soll er sich umschulen?
Was macht man mit Menschen in dem Alter, die Krankheitsbedingt ausfallen?!

Seine Tochter,
Jennifer

Hi, kopier Deine Anfrage mal ins Medizinbrett u. lösch den Artikel dann hier.
Im Medi.-brett ist er viel besser aufgehoben.
MfG ramses90

Hallo,

diese Beratungen kenne ich aus der Reha, sie wurden vom Sozialdienst vorgenommen. Zumindest in den mir bekannten Kliniken war dies sehr ausführlich und hilfreich. Da ging es um genau diese Themen.

Diese Frage würde ich auch nicht im Medizinbrett, sondern im Versicherungsbrett bzw. unter Behinderungen sehen. Letzteres, weil da öfter mal Leute mitlesen, die einen großen Erfahrungsschatz haben.

Wenn hier nicht der entscheidende Tipp kommt, würde ich in selber Lage beim Sozialdienst der Rehaklinik anrufen, bei der ich zuletzt war. Kann mir nicht vorstellen, dass die noch tätig werden (dürfen), allerdings müssten die kompetente Stellen nennen können.

Viel Erfolg
VG
Monroe

Hallo Monroe,
vielen lieben Dank für deine nette und für mich schon hilfreiche Antwort. Bin ja ganz neu hier, von daher ist der Tipp mit dem anderen Themenblock schon super. Auch das mit dem Sozialdienst werde ich meinem Vater anraten.

Viele ehrliche Grüße aus Düsseldorf,
Jennifer

Hallo,

gibt es im Betrieb des Vaters das sog. BEM (Betriebliche Eingliederungsmaßnahmen)? Gibt es dort einen Betriebsrat bzw. einen Schwerbehindertenvertreter?

Im SGB IX ist die o.g. Maßnahme bereits gesetzlich festgeschrieben. Nichtsdestoweniger ist in vielen Betrieben heute das BEM auch für längerfristig Erkrankte eingeführt.

Soll heissen eine solche Firma redet mit ihren MA über Möglichkeiten nach langer Krankheit wieder in die Arbeitswelt eingegliedert zu werden. Z.B. stufenweise, Wechsel zu einer anderen Tätigkeit etc.

Dies wäre eine Möglichkeit mit dem Thema umzugehen. Fragen kostet ja noch nix. Wenn es einen BR gibt sollte er sich dort erst mal erkundigen.

Gruß
Nita

Hallo,

objektiv, kostenfrei und ausführlich berät z.B. der VdK. Natürlich nur Mitglieder. Jahresbeitrag sind derzeit glaub ich 60,00 Euro und die dürften gut angelegt sein. Der VdK kann auf Wunsch auch die Vertretung des Mitgleids gegnüber z.B. Krankenkasse, RV etc. übernehmen.

Aber als Allererstes würde ich auch mla mit dem Hausarzt sprechen.

Alles Gute für deinen Dad

Felicia