Hallo,
ich bin neu hier, also seht es mir bitte nach, wenn meine Fragestellung nicht 100 % ist
Wir wollen uns nächstes Jahr ein EFH mit ca. 170 m² als KFW Effizienshaus 55 (inkl. kompletter Fußbodenheizung) bauen lassen.
Diese soll dann möglichst unabhänig von fossilen Brennstoffen sein.
Als Alternativen haben wir bisher:
Sole/Wasser Wärmepumpe mit Tiefenbohrung und einem Abluftmodul mit
Wärerückgewinnung. Als Beispiel: Nibe Fighter 1245-6 und Nibe Abluft. FLM
Luft/Wasser Wärmepumpe mit solarer Unterstützung für Brauchwasser und
Heizung und einer kontrollierten Wärerückgewinnung mit zentralen Be- und
Entlüftung. Als Beispiel: Tecalor THZ 303 Sol und Tecalor TVZ 70.
Uns wurde heute ausgerechnet, dass die Erdwärmeanlage einen sehr viel höheren Energieverbrauch und damit höhere Kosten hat als die Luft/Wasser Pumpe.
In der Kostenrechnug ist die Heizlast mit der THZ 303 mit 5 kw und die der 1245 mit 9 kw berechnet worden ist.
Kann das sein, dass die 1245 so gewaltig mehr benötigt ?
Bisher haben wir gedacht, das bei gut isolieren Häusern die Erdwäre besser/günstiger im Verbrauch aber teurer in der Anschaffung ist.
Kann das sein ?
Was meint Ihr ?
Habt ihr vielleicht noch andere Ideen oder Anregungen ?
Hi,
Wärmepumpen sind nur dann frei von fossilen Brennstoffen, wenn der entsprechende Strom gekauft wird.
Grundsätzlich halte ich auch einen Anteil von einer so edler Form von Energie, wie Strom nun einmal ist,
für unsinnig um damit Wärme zu erzeugen.
Auch wenn der Anteil vielleicht nur 25% ist, so wird von der Umwandlung von thermischer Energie bis Strom aus der Steckdose kommt von vielen Verlusten geprägt sein.
Das macht eigentlich erst Sinn wenn kein Strom mehr aus fossiler Energie erzeugt wird und ein Überschuss vorhanden bleibt. Selbiges gilt natürlich auch für andere problematische Stromerzeuger.
Alternativen sind natürlich Co2 „neutrale“ Brennstoffe (Biomasse) mit, wenn man will und der Standort passt Solarunterstützung.
Gerade dann wenn das Haus thermisch gut gebaut wurde sind die Brennstoffaufwendungen bei Solarunterstützung in der Übergangszeit marginal.
Ich werde mir einen Pelletszentralheizungskamin für Zimmeraufstellung mit automatischem Pelletsnachschub ( 65mm Schlauch) anschaffen. Wartungsinterwall mehrere Monate.
OL
da macht ihr schonmal genaus die richtigen Überlegungen. Eine Wärmepumpe mit Solarunterstützung ist m.E. nach die zukunftsträchtigste Heizmöglichkeit. Fossile Brennstoffe sind bald weg; Hackschnitzel oder andere Biomasse wird mit zunehmenden Bedarf teurer. So wird Strom wohl auf lange Sicht DIE Energie werden.
Bei den Arten der WP ist eigentlich eine Sole/Wasser-WP die im Betrieb günstigere Variante. Die Wärem wird aus dem Boden geholt. Die Temperatur in 50-80m Tiefe ist konstant.
Bei einer Luft-WP wird die Wärme aus der Luft geholt; wenn es da mal draußen minus 10 Grad sind, benötigst du sehr viel Energie, um noch was raus zu bekommen. Und gerade dann brauchst du viel Wärme.
Hier ein Vergleich der Leistungszahlen: SoleWP: ca. 4,5; LuftWP: ca.3,5 (bei 2 Grad Lufttemp.) Zahlen von Viessmann.