Richtiges Maß an Distanz - HILFE! Achtung lang

Hallo (hoffentlich) Wissende!

Mein Problem: Wir wohnen bei Schwieger-Oma im Haus. Bevor meine Tochter (15 Monate) auf die Welt kam, war ich noch dagegen, dort einzuziehen. Unter einer Bedingung hab ich es dann doch getan: Wir sind für uns, kochen und essen extra.

So, das war VOR der Geburt. Jetzt ist es – wie uns schon Schwieger-Mutter prophezeit hat – so: Wir essen vier Tage die Woche gemeinsam bei Schwieger-Oma. Sie kocht, bäckt und macht auch sonst vieles für uns. Es hat sich so eingeschlichen, weil ich am Anfang nach der Entbindung einfach froh war, dass mir jemand hilft, dass ich nicht immer selber noch kochen muss, wenn ich sonst schon im Baby-Stress bin. Aber jetzt ist es mir zu krass: Ich hab das Gefühl, fast alles, was in unsere Partnerschaft gehört, zieht sie an sich. Es herrscht ein Konkurrenzgefühl bei mir, das nicht hierher gehört.

Nur ein Beispiel: Mein Mann fährt auf eine Fortbildung. Weil ich weiß, dass er abends gern eine bestimmte Sorte Wein trinkt, besorg ich eine Flasche und habe vor, sie ihm als Überraschung nachts in den Koffer zu legen mit einem Kärtchen von mir. Am Abend vorher, als wir kurz bei Schw.Oma reinschauen, holt sie genau so eine Flasche hervor und gibt sie ihm mit den Worten: „Ich weiß doch, dass du im Hotelzimmer gern deinen eigenen Wein trinkst.“ DANKE!!! sag ich da nur!

Sie hat das krampfhafte Gefühl, ihm alles machen zu müssen. Einerseits o. k., dass ich mich nicht um alles kümmern muss. Aber wieso zur Hölle, macht SIE den Friseurtermin aus und geht zur Bank, von seinem Konto Geld holen?? Das läuft alles von ihr aus. Wenn sie ihn fragt, „soll ich dir noch dies und das mitbringen oder einen Termin ausmachen?“, überlegt er kurz, und wenn ihm grad was einfällt, dann sagt er es ihr. Typisch Mann! Und ICH bin der Buhmann!
Wie komm ich da bloß raus???

PS: Es ihr zu sagen, ist super-schwer. Entweder würde sie nach dem Motto kommen: „Ich mein es nur gut, und dann macht man mir Vorwürfe“ oder etwa so: „Keiner braucht mich, ich weiß gar nicht, warum ich noch da bin“

HIIIIIIIIIIIILFEEEE!

huhu du,

also haste schon mal mit deinem mann geredet?? dann waer das problem schon halb geloest, wenn er einsieht, dass er deiner schwiegeroma keine termine mehr aufdruecken soll, d.h. dass er einfach nein sagt, wenn sie fragt und sich selber um seinen kram kuemmert (oder eben du)

und das mit dem gemeinsam essen, koennt ihr das nicht reduzieren? oder faellt das schon in die sparte a la „ich meins doch nur gut?“. koenntet ja von nun an drei mal die woche zusammenessen und irgendwann nur noch zwei mal, weisst wie ich mein?

und die sache mit dem wein - dumm gelaufen!! oder meinst du sie hat geahnt, dass du ihn damit ueberraschen wolltest und dir die ueberraschung mit absicht verdorben?? also ich hab nicht den eindruck. glaub du bist ein bissl geknickt, weil die ueberraschung nicht funktionnieren konnte!?

viele gruesse

saus

bitte zeig ihm Deinen Hilferuf!
Hallo Iris,
ich kann mich gut in Dich hineinversetzen. Hier wreden (hoffentlich) jede Menger guter Tipps und Ratschläge von noch anderen kommen. :smile: Mein Tipp wäre - zeige ihm Dein Posting!
Er wird sehr entsetzt sein - denn er wird es anders als Du sehen, denn es ist seine Mutter, die bisher für ihn ALLES getan hat.

Du hast 2 Möglichkeiten, entweder er ist so richtig sauer, weil er eben die Welt nicht mehr versteht und findet Dich u. U. empfindlich
oder
er findet, dass was wahres dran wäre und findet mit Dir zusammen eine Lösung.

In dem speziellen Fall der „Weinflasche“ - hätte ich mir vielleicht den Spruch zu Ihr nicht verkniffen: „Fein, das Du AUCH daran gedacht hast! Jetzt hat er nämlich 2 Flaschen!“ und zu ihm gesagt: „Na, Deine beiden Frauen denken wohl immer nur an Dein Bestes?! Aber in Zukunft werde ich als Deine Frau wohl da noch ein paar mehr Ideen im Petto haben, womit ich meinem Schatz und Liebsten verwöhnen kann…!“ Und erstmal hoffen, dass sie es geschnallt hat.

Das Wichtigste aber ist - sprecht darüber! Ihr als Paar müsst Euch einig sein und er sollte nicht aus „eingeschliffener“ Gewohnheit täglich zu seiner Mutter Küche gehen und dort in die Töpfe gucken! Versorg Dein Kind, bereite in seiner Schlafenszeit wenn Du Zeit hast bereits Vormittags was zu essen vor, dass es nur noch „aufgesetzt“ werden braucht wenn er heimkommt und leb die Partnerschaft mit ihm aus!
Evtl. geht die Oma mal mit dem Kinderwagen ne Runde durch den Park, anstatt für alle zu kochen und Du lädst SIE mal zum Essen ein?

Sprich bei einer ruhigen Stimmungslage sie auf die Termin/Friseur/Bankbesuche an und bedanke Dich für Ihre Mithilfe und das es nach den Monaten nicht mehr so nötig wäre, und Du es zunehmend wieder alles allein in die Hand nehmen möchtest. Frag SIE öfters hingegen mal, ob Du IHR was mitbesorgen könntest, sie wird vielleicht irgendwann genervt ablehnen, meinend, sie könne es selbst.

Es wird sich einpendeln! Euer Kind wird älter und im Kindergarten sein. Zieh Dich solange nicht zurück, sondern werde aktiv - Familienarbeit und -zusammenleben kann auch schön sein, wenn die Fronten geklärt sind.
Viel Glück und Erfolg *daumendrück*
Tschö Schnute

Hey saus! - Erstmal Danke!!

Ne, mit Absicht hat sie das sicher nicht gemacht mit dem Wein. Das war ein blöder Zufall, der mich natürlich ärgert und ein gutes Beispiel zugleich. Damit wollte ich deutlich machen, dass es darum geht, dass Dinge, die meiner Meinung nach ein Paar gegenseitig für sich tut, also die kleinen Dinge, wenn du weißt…
Das ist irgendwie nicht möglich, weil sie ja schon alles macht.

Denk mal an die klassische Filmszene: Sie hat gekocht, Kerzen angezündet und wartet auf ihn und als er kommt, klingelt es und Schwieger-Oma ruft hoch: „Aber ich hab dir dein Lieblingsessen gemacht“

Und wie soll ich das anfangen mit dem Reduzieren? Wir essen von Mo bis Donnerstag bei ihr, weil sie da bestimmte Arbeitszeiten hat. Also unauffällig nicht kommen geht nicht…

Hallo,

Hallo (hoffentlich) Wissende!

wissend bin ich vielleicht nicht, aber zumindest erfahren mit dem Leben mit Angehörigen der anderen „Partei“ im gemeinsamen Haus/Haushalt.

Und, um es vorweg zu nehmen, es erfordert von alles Seiten viel Disziplin, Kompromussbereitschaft und ständiges „Nachverhandeln“. Und es gibt auch Leute, bei denen dies einfach nicht klappt bzw. nicht möglich ist. Auch muss man sich bei älteren Semestern darüber im Klaren sein, dass Alter, Gebrechlichkeit und Krankheit die Sache irgendwann einmal deutlich komplizieren bzw. Konflikte verschärfen können.

Wichtigster Punkt ist die Kommunikation mit dem Partner und. D.h. alles was Dich im Zusammenleben mit Schwiegeroma stört, solltest Du zunächst mit deinem Mann besprechen. Mache deutlich, wo Dir Dinge zu weit gehen, was Dich stört und wo Du mit ihm gemeinsam klare Regelungen haben möchtest um Dir wichtige Einzelheiten zu regeln. Er soll dann einen geeigneten Weg finden, diese Dinge Schwiegeroma beizubiegen. Das klärt die Fronten. Wenn Du direkt an Schwiegeroma herantrittst und dabei den falschen Nerv triffst, wird sie sich bei deinem Mann auslassen und er bekommt zunächst mal ihre Version der Angelegenheit. Damit kann sie ihn auf ihre Seite ziehen und Dich in eine Verteidigungsposition bringen.

Lass getroffene Regelungen nicht einreißen, bzw. mache darauf aufmerksam, dass Du bestimmte Dinge als Ausnahme ansiehst und akzeptierst. In solchen Situationen darf man das Wort vom Dammbruch gerne mal benutzen. Wehrst Du Dich nicht sofort, reißen Dinge ein, und Du darfst Dir später anhören, warum Du „jetzt plötzlich“ etwas gegen Dinge hättest, die doch bislang funktioniert hätten.

Vereinbare einen „Stufenplan“ um aus der aktuellen Situation raus zu kommen und bestehe auf Einhaltung der Stufen.

Gebe aber auch Schwiegeroma eine Perspektive, welche Rolle sie auf Dauer für Euch spielen kann.

Lass Dir kein schlechtes Gewissen einreden bzgl. der „armen einsamen Oma“. Wenn Ihr Oma eine vernünftige Perspektive im Zusammenleben mit Euch gebt, habt ihr keinen Grund ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Mit Verwandschaft im gleichen Haus auskömmlich leben zu können ist viel mehr, als ein Großteil unserer älteren Generation erleben darf. Du bzw. deine Familie hat auch ein Recht auf Familien- und Privatleben.

Lass Dich auch nicht von „praktischen“ Argumenten von den Dir wichtigen Punkten getrennter Lebensbereiche abbringen. Natürlich ist eine Waschmaschine wirtschaftlicher als zwei, kocht es sich für vier effektiver als für 3+1, aber darum geht es nicht. Dein Empfinden von Familienleben ist mehr wert, als die paar gesparten Euro.

Das klingt jetzt vielleicht alles sehr hart und abwehrend, soll es aber gar nicht sein. Es geht hier vielmehr um Grundbedingungen, die man dann mit Leben füllen kann und muss. Wenn Du auf diesem Weg die negativen Gefühle gegenüber Schwiegeroma in den Griff bekommst, wirst Du ihr gegenüber auch viel offener und herzlicher auftreten können. Ein gewisser Konkurrenzkampf wird immer da sein und auch nicht vermeidbar sein. Aber ich habe selbst damals festgestellt, dass ich in dem Moment mit Schwiegermama besser umgehen konnte, als die grundsätzlichen Fronten geklärt waren und wir auch räumlich dann unseren klar abgegrenzten Lebensbereich hatten.

Gruß vom Wiz

Mein Problem: Wir wohnen bei Schwieger-Oma im Haus. Bevor
meine Tochter (15 Monate) auf die Welt kam, war ich noch
dagegen, dort einzuziehen. Unter einer Bedingung hab ich es
dann doch getan: Wir sind für uns, kochen und essen extra.

So, das war VOR der Geburt. Jetzt ist es – wie uns schon
Schwieger-Mutter prophezeit hat – so: Wir essen vier Tage die
Woche gemeinsam bei Schwieger-Oma. Sie kocht, bäckt und macht
auch sonst vieles für uns. Es hat sich so eingeschlichen, weil
ich am Anfang nach der Entbindung einfach froh war, dass mir
jemand hilft, dass ich nicht immer selber noch kochen muss,
wenn ich sonst schon im Baby-Stress bin. Aber jetzt ist es mir
zu krass: Ich hab das Gefühl, fast alles, was in unsere
Partnerschaft gehört, zieht sie an sich. Es herrscht ein
Konkurrenzgefühl bei mir, das nicht hierher gehört.

Nur ein Beispiel: Mein Mann fährt auf eine Fortbildung. Weil
ich weiß, dass er abends gern eine bestimmte Sorte Wein
trinkt, besorg ich eine Flasche und habe vor, sie ihm als
Überraschung nachts in den Koffer zu legen mit einem Kärtchen
von mir. Am Abend vorher, als wir kurz bei Schw.Oma
reinschauen, holt sie genau so eine Flasche hervor und gibt
sie ihm mit den Worten: „Ich weiß doch, dass du im Hotelzimmer
gern deinen eigenen Wein trinkst.“ DANKE!!! sag ich da nur!

Sie hat das krampfhafte Gefühl, ihm alles machen zu müssen.
Einerseits o. k., dass ich mich nicht um alles kümmern muss.
Aber wieso zur Hölle, macht SIE den Friseurtermin aus und geht
zur Bank, von seinem Konto Geld holen?? Das läuft alles von
ihr aus. Wenn sie ihn fragt, „soll ich dir noch dies und das
mitbringen oder einen Termin ausmachen?“, überlegt er kurz,
und wenn ihm grad was einfällt, dann sagt er es ihr. Typisch
Mann! Und ICH bin der Buhmann!
Wie komm ich da bloß raus???

PS: Es ihr zu sagen, ist super-schwer. Entweder würde sie nach
dem Motto kommen: „Ich mein es nur gut, und dann macht man mir
Vorwürfe“ oder etwa so: „Keiner braucht mich, ich weiß gar
nicht, warum ich noch da bin“

HIIIIIIIIIIIILFEEEE!

PS: Es ihr zu sagen, ist super-schwer. Entweder würde sie nach
dem Motto kommen: „Ich mein es nur gut, und dann macht man mir
Vorwürfe“ oder etwa so: „Keiner braucht mich, ich weiß gar
nicht, warum ich noch da bin“

Hi,
das ganze Thema angehen kann ich leider nicht - ja, es ist schwer, und es gibt keine schnelle Lösung.

Aber zwei Sachen fielen mir auf, eh, oder ein:

SIE tut nicht Sachen für EUCH, sondern für IHN.

Einigt Euch (erst mit Männe reden, dann sie langsam ‚umtrainieren‘), dass sie EUCH eine Hilfe bedeutet:

‚Kann ich EUCH was aus der Stadt/vom Supermarkt/… mitbringen?‘

Das will sie im Moment wohl ganz klar nicht - sie macht ja SEIN Lieblingsessen, und kauft ihm SEINEN Lieblingswein.

DAS bedeutet Umlernen für sie, und lässt sich nicht durch eine aufgestellte Regel von heute auf morgen ändern.

Wenn sie sich daran ein bisschen gewöhnt hat, dann müsste sie dennoch wissen, dass sie EUCH eine Hilfe bedeutet, im Gegensatz zu ‚keiner braucht mich‘. Wie sieht’s mit Enkelin aus? Ihr mal dein Töchterchen geben, damit sie SIE verwöhnen kann, statt deinen Mann?

Und wenn sie Dir dann mal wieder auf den Keks geht, mit ihrem Kümmern um ‚ihren Jungen‘, dann sagst Du ihr irgendwann mal ganz nett ‚Ich weiss ja, dass Du es nur gut meinst, aber…‘ [DAS Argument kann sie also nicht mehr bringen, Du nimmst ihr sozusagen den Wind aus den Segeln].

Wenn sie dann kommt mit ‚keiner braucht mich…‘, dann kannst Du ihr sehr wohl sagen, dass sie gebraucht wird. Und zwar auch von Enkelin. Und nicht unbedingt mit Taten, wie Kochen und Termine machen, sondern auch ganz einfach als Oma (Uroma??)

Ich denke nämlich, dass sie die nächste Generation als Fokus braucht, um sich von ihrem Kümmern um deinen Mann abzulösen.

Gruss, Isabel

Hi,

also ich denke du hast dir bevor ihr zusammengezogen seit schon mal so eine Liste mit den Vor- und Nachteilen gemacht die die alles in allem dazu bewogen haben dort einzuziehen. Das es sehr viele Menschen gibt die genau das nicht gemacht hätten brauche ich dir nicht sagen, vielleicht nur soviel als das diese die Nachteile stärker bewertet wie du.

Nun irren ist menschlich und du wirst Oma nicht (mehr) ändern können. Wenn dein Mann mit offenen Augen durchs leben geht wird er sehen, dass dich diese Situation belastet und wird Verständnis dafür aufbringen wenn ihr euch anderwärtig umschaut.

…. Alles leichter gesagt als getan aber deine Familie ist dein Mann und dein Kind.

Viel Glück
Me

sorry der sollte eigentlich nicht unter deinen owt
sorry der sollte eigentlich nicht unter deinen

Hallo, Jörg,
du machst es mir einfach und ich danke dir dafür.
Ich/wir lebe/n in häuslicher Gemeinschaft mit meinen Schwiegereltern.
Die von Dir geschilderten Erfahrungen habe ich auch alle gemacht und auch deinen Empfehlungen kann ich mich im vollen Umfang anschließen.

Erster Ansprechpartner für die Probleme in der Familie ist der Partner. Mit ihm muss es in erster Linie funktionieren und er muss auch mit seinen Eltern Tacheles reden.

Nach einer Weile kommt man zu einer verträglichen Rollenverteilung. Bei uns hat jeder (auch der Sohn) 1. seinen Rückzugsraum, 2. seine ganz klar umrissenen Aufgaben und 3. seine klar definierte Privatsphäre.
Das ist allerdings nur das (vorläufige) Ergebnis eines ständigen Dialoges, in dem jeder (im Idealfall ohne Vorwürfe und Fingerzeigen) seine Bedürfnisse und Wünsche klar äussert und gemeinsam nach einem für alle tragbaren Kompromiss gesucht wird.

Das geht nicht von heute auf morgen. Der Fragestellerin rate ich, in der Familie einerseits auf eine Aufgabenteilung zu drängen, andererseits aber auch Hilfestellung ohne Eifersuchtsanfälle zu akzeptieren.

Vielleicht so: Mama versorgt Kind und kauft ein, Oma kümmert sich um Wäsche und Kochen. Putzen und andere Hausarbeit wird nach Zeit und körperlicher Verfassung verteilt. Und immer wieder miteinander reden. Schwiemu muß es klar werden, dass da noch jemand ist, der ihren Sohn liebt. Aber sie muss auch das Gefühl haben sowohl von ihrem Sohn als auch von ihrer Schwiegertochter gebraucht und geliebt zu werden.

Grüße
Eckard

Hallo Iris,

ich wollte auch immer gerne eine Großfamilie mit mehreren Generationen unter einem Dach, jedoch bei dem Versuch meines Mannes und meiner Mutter mich unter das Dach meiner Mutter zu kriegen hab ich gestreikt.
Sie ist einfach zu dominant…

Habe aber Trotzdem sowas wie ne Großfamilie, meine eigene aus 4 Personen bestehend zusammen mit meinem Schwager und einem sehr guten Freund meines Mannes und mir.
Zeitweilig sind wir 10 Personen am Tisch…

Aber nun zu Dir, erzähl Deinem Mann von Deinem Problem und such mit Ihm nach Lösungen.

Getrennte Wohnungen scheint ihr ja zu haben, oder?
Wichtig ist das jeder seinen eigenen Lebensraum hat in dem er bestimmt. Weiterhin würde ich dazu raten sich beim Essen zubereiten und anderen Haushaltsangelegenheiten abzuwechseln. Nach dem Motto „Mama, es ist ja schön von Dir so verwöhnt zu werden aber wir möchten auch mal was für Dich tuen“ oder so ähnlich.

Wichtig ist das Ihr miteinander redet, also wenn Du Deinen Mann überraschen willst mit einer bestimmten Kleinigkeit dann erzähl ihr davon. Ich glaube das dann sowas wie mit dem Wein nicht nochmal vorkommt.
Auch was das essen angeht solltet ihr euch absprechen, wenn Du kochst kann Oma ja mit der Enkelin spazieren gehen.

Was die Bankgeschäfte angeht muss Dein Mann eine klare Grenze ziehen, das gehört jetzt nicht mehr in ihr Ressort sondern in Deins. Dafür kann sie ja lieber was fürs Enkelkind tuen.

Ein solches Zusammenleben funktioniert nur wenn alle Kompromisse eingehen und immer wieder miteinander reden. Es ist ein Lernprozess, schließlich war Deine Schwiegermama jahrelang alleine für Deinen Mann zuständig und jetzt heißt es umdenken und umlernen. Aber von allen beteiligten.

Ich wünsch Dir viel Glück

Gruss Andrea

Hallo iris,
der Thread ist mir zum Durchlesen zu lang, sorry für Dopplung, nur soviel:

Ich habe so den Eindruck, dass du mal mit Deinem Ehemann (mehr) sprechen solltest, diese abfällige bemerkung „Diese Männer“ finde ich gar nicht gut, denn das könnte ein Hinweis sein, dass Du gar nicht an IHN denkst, auch im Alltag, Dich evtl. wegen des Kindes auch so nicht mehr wie vorher um ihn kümmerst (nicht nur häuslich gemeint, sondern seelisch, in Gedanken und Gefühlen; sowas merkt er, siehe unten); ihn mal darauf ansprechen, warum er sich von seiner Mutter immer mehr abnnehmen lässt, wofür Du vielleicht früher zuständig warst (Geld holen…). Vielleciht ist es ihm selbst noch gar nicht aufgefallen.
Vielleicht fühlt er sich jetzt (und ist es auch sicher) durch das Kind ein bisschen zurückgesetzt; ausserdem meint er vielleicht irrtümlich, Dich immernoch entlasten zu müssen.

Sag ihm doch mal, das Du jetzt wieder viel mehr selbst machen kannst und möchtest, dass Du die Hilfe Deiner Schwiegermutter nicht mehr so benötigst ( das solltest Du auch ihr mal sagen, in einem freundlichen Gespräch), und letztlich klannst du auch die Bedingung erwähnen (nicht als Drohung, oder Drtuckmittel!), unter der Du eingezogen bist. Jetzt, wo das Kind da ist, ist es bestimmt hilfreich, wenn die Oma da ist; vielleicht möchtest Du später auch mal wieder arbeiten gehen, und dann ist es gut, wenn die Oma da ist, hattest Du vor dem Einzug daran gedacht? Also vielleicht modifiziert ihr Euer Zusammenziehen-Abkommen. Nicht, dass Du es Dir mit der Schwiegermutter vergraulst, das wäre schade, aber Du UND Dein Mann ( will er das eigentlich auch?) müsst zusammen die Grenze zu der Schwiegermutter ziehen.

Alles Gute,
Kleiner_König

Hi!

dass Du gar nicht an IHN denkst, auch im Alltag, Dich

evtl. wegen des Kindes auch so nicht mehr wie vorher um ihn
kümmerst

Das Problem ist ja, dass ich gar nicht weiß, WIE ich mich noch um ihn kümmern soll. Allein der Sex ist nicht Sache von Schwieger-Oma (ja, sie ist seine Oma, also die Uroma meiner Tochter; sie hat ihn und seine Schwester großgezogen, weil seine Mutter früh schwanger wurde - Verhältnis ist also ähnlich, als wäre sie die Mutter). Ich hab das Gefühl, sie hat alles in der Hand, sie kennt jede Versicherungspolice und als wir mit einer Versicherung zu einer anderen Gesellschaft gewechselt haben, hat sie beleidigt reagiert! Ist bestimmt altmodisch, dass ich in meinem vorigen Thread als erstes an Essen gedacht hab, aber das ist halt oft der Part der Frau, bzw. desjenigen, der daheim bleibt

Vielleicht fühlt er sich jetzt (und ist es auch sicher) durch
das Kind ein bisschen zurückgesetzt; ausserdem meint er
vielleicht irrtümlich, Dich immernoch entlasten zu müssen.

Also vielleicht modifiziert ihr Euer
Zusammenziehen-Abkommen.

Ja, hast Recht, das ´sollten wir.

Nicht, dass Du es Dir mit der
Schwiegermutter vergraulst, das wäre schade, aber Du UND Dein
Mann

( will er das eigentlich auch?)
Ja, da bin ich mir inzwischen gar nicht mehr so sicher… :frowning:( Ist doch so alles praktisch für ihn, aus seiner Sicht doch toll: Da zanken sich zwei Frauen darum, wer etwas für ihn tun darf (überspitzt gesagt).

müsst zusammen die Grenze
zu der Schwiegermutter ziehen.

Alles Gute,

Vielen Dank

Kleiner_König

Hi,
das ganze Thema angehen kann ich leider nicht - ja, es ist
schwer, und es gibt keine schnelle Lösung.

Aber zwei Sachen fielen mir auf, eh, oder ein:

SIE tut nicht Sachen für EUCH, sondern für IHN.

Das kommt viell. falsch rüber. Sie tut auch viel für mich.

Einigt Euch (erst mit Männe reden, dann sie langsam
‚umtrainieren‘), dass sie EUCH eine Hilfe bedeutet:

Und wenn sie Dir dann mal wieder auf den Keks geht, mit ihrem
Kümmern um ‚ihren Jungen‘, dann sagst Du ihr irgendwann mal
ganz nett ‚Ich weiss ja, dass Du es nur gut meinst, aber…‘
[DAS Argument kann sie also nicht mehr bringen, Du nimmst ihr
sozusagen den Wind aus den Segeln].

DAS ist mal ein guter Tipp! Danke

Ich denke nämlich, dass sie die nächste Generation als Fokus
braucht, um sich von ihrem Kümmern um deinen Mann abzulösen.

Ne, bitte nicht. Meine Erziehungsziele und -Methoden unterscheiden sich ganz deutlich von ihren. Da hält sie sich einigermaßen zurück, zum Glück. ICh glaube, wenn sie da noch anfangen würde, reinzureden, würde ich echt aggressiv reagieren.

Gruss, Isabel

LG, Iris und Danke