Hallo, ist keine Frage, ich weiss…aber der Kampfhundeschwachsinn greift auch hier im Forum wieder um sich.
Aber da es egal ist von welcher Rasse man angegriffen wird, so lange es sich nicht um Schiwawas oder andere Fusshupen handelt:
Hallo, ist keine Frage, ich weiss…aber der Kampfhundeschwachsinn greift auch hier im Forum wieder um sich.
Aber da es egal ist von welcher Rasse man angegriffen wird, so lange es sich nicht um Schiwawas oder andere Fusshupen handelt:
Hallo Roger,
ein sehr guter Artikel. Leider gibt es häufig Schwierigkeiten bei der Begegnung Hund-Mensch oder Hund-Hund, weil eine Vielzahl von Leuten einfach rücksichtslos handelt. Rücksichtslose Hundehalter, die es nicht einsehen, das andere nicht von ihrem unerzogenen Fiffi angesprungen oder beschnüffelt werden wollen - und ebenso rücksichtslose Hundegegner, die nicht bereit sind einzusehen, dass Hunde als Haustier Teil unserer Gesellschaft sind und ihr Verhalten in keiner Weise anzupassen bereit sind.
Unwissenheit und Rücksichtslosigkeit sind daher die Hauptfaktoren für problematische bis gefährliche Begegnungen mit Hunden. An der Unwissenheit kann man ja arbeiten, aber an der Rücksichtslosigkeit beißt man sich die Zähne aus …
Gruß,
Myriam
Hallo,
und ebenso rücksichtslose
Hundegegner, die nicht bereit sind einzusehen, dass Hunde als
Haustier Teil unserer Gesellschaft sind und ihr Verhalten in
keiner Weise anzupassen bereit sind.
Wer definiert, was „Teil unserer Gesellschaft“ ist?
Falls Du auf Traditionen abziehlst: Der Hund als Haustier ist wohl eher eine Erfindung des 19. Jhd., davor waren Hunde Nutztiere, keine Haustiere.
Grüße,
Anwar
Off topic: Hundehaltung ja oder nein
Wer definiert, was „Teil unserer Gesellschaft“ ist?
Falls Du auf Traditionen abziehlst: Der Hund als Haustier ist
wohl eher eine Erfindung des 19. Jhd., davor waren Hunde
Nutztiere, keine Haustiere.
Kann etwas, dass es im 18. Jhd. noch nicht gab, nicht trotzdem jetzt Teil unserer Gesellschaft sein?
Von Tradition war nicht die Rede. Hunde als Haustiere sind meiner Ansicht nach Teil unserer Gesellschaft. Du wirst vermutlich anderer Meinung sein, aber sie haben auch einen hohen Nutzwert (sowohl ideell als auch materiell, immerhin lebt ein ganzer Industriezweig davon).
Ich habe schon verstanden, dass Du die Haltung von Hunden als Haustiere ablehnst. Das sei Dir unbenommen. Durch Abschaffung von Haustier-Hunden kann man sicherlich die Anzahl der Beissunfälle auf ein Minimum reduzieren. Nichtsdestotrotz ist das meiner Ansicht nach keine praktikable Lösung, weshalb man sich diesen Teil der Diskussion eigentlich sparen kann. Aufklärung, Sachkunde und gegenseitige Rücksichtnahme wären besser. Und ja, auch Nicht-Hundehalter haben meiner Ansicht nach Rücksicht auf Hundehalter zu nehmen, genauso wie umgekehrt.
Gruß,
Myriam
Hundebegegnungen
Insgesamt halte ich den Artikel für ziemlich gut. An einer Stelle bin ich jedoch stutzig geworden:
„Begegnung freilaufender Hunde
Für Hunde bis vier Kilo:
Lassen Sie Ihren Hund nur dann von der Leine, wenn Sie den anderen Hund kennen oder wenn auch dieser ein Leichtgewicht ist. […] Ansonsten nehmen Sie Ihren Hund auf den Arm - aber rechtzeitig und nicht erst vor der Nase des anderen Hundes!“
Ich verstehe dies als generellen Verhaltenshinweis für jede Hundebegegnung. Und diese Generalisierung kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Auf der anderen Seite sind mir und meinem (großen) Hund in den letzten Monaten auch nur zwei Weniger-als-4-Kilo-Hunde begegnet, ein Chihuahua-Mix und ein Zwergteckel. Schon ein Jack Russel wiegt ja mehr als 4 kg.
Ist es tatsächlich soviel kritischer mit einem solchen Winzling größeren Hunden zu begegnen? Weiß jemand etwas?
Grüße
Christiane
Auch von mir als Hundehasser…
…ein herzliches Danke!
Ich habe mir alles durchgelesen und werde mich - soweit möglich - daran halten.
Was passiert eigentlich, wenn man einen Hund verletzt oder gar tötet?
Gibt es da auch so etwas wie „Notwehr“?
(Ich meine rein theoretisch - ich habe weder eine Waffe, noch derartige Absichten. Ich würde so ein Vieh aber ohne mit der Wimper zu zucken abknallen!)
mfg
Hallo,
Was passiert eigentlich, wenn man einen Hund verletzt oder gar
tötet?Gibt es da auch so etwas wie „Notwehr“?
Ja. Einen Hund zu töten ist Sachbeschädigung und ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Wurdest Du angegriffen greift der Notwehrparagraph.
Grüße,
Anwar
Der Hund als Haustier ist
wohl eher eine Erfindung des 19. Jhd., davor waren Hunde
Nutztiere, keine Haustiere.
Hunde in menschlicher Gesellschaft oder umgekehrt gibt es bereits seit 15.000 Jahren. Obwohl sie anfänglich wohl eher Nutztiere waren, so gelten sie seit damals als Haustiere. Und letztendlich liegt das ja im Auge des Betrachters. Ob ein Urmensch seinen Jagdhund nur als Nutztier ansah, oder ihn aber gleichzeitig abgöttisch liebte, kann wohl heute keiner mehr sagen. Definitiv gibt es den Hund als Haustier (mit allem, was dazu gehört)aber schon viel länger als erst seit dem 19.Jahrhundert. Schon die alten Ägypter hielten Hunde auch lediglich als Prestigeobjekte, Dekoration oder Schoßhündchen.
Galli
Ist es tatsächlich soviel kritischer mit einem solchen
Winzling größeren Hunden zu begegnen? Weiß jemand etwas?
Ich habe eine kleinen 8 kg/38 cm Hund, der allen Hunden in einer gewissen Vorwitzigkeit begegnet, da sie in jedem anderen Hund einen Spielkameraden sieht. Großen Hunden begegnet sie zwar mit Vorsicht, weil diese Hunden den kleinen, zarten schon unabsichtlich - schaden können.
Ansonsten habe ich meinen Hund noch nie auf den Arm genommen oder sonst wie in Schutz, sie hat 4 schnelle Pfoten, die sie schnell und ausdauernd aus der Gefahrenzone bringen können, sollte es mal anders sein, kann ich immer noch eingreifen.
Ob kleine Hunde nun frecher sind oder nicht, ist reine Erziehungssache. Kleine Hunde gehören genauso erzogen wie große Hunde.
Mfg. BelRia
Ist es tatsächlich soviel kritischer mit einem solchen
Winzling größeren Hunden zu begegnen? Weiß jemand etwas?Ich habe eine kleinen 8 kg/38 cm Hund, der allen Hunden in
einer gewissen Vorwitzigkeit begegnet, da sie in jedem anderen
Hund einen Spielkameraden sieht. Großen Hunden begegnet sie
zwar mit Vorsicht, weil diese Hunden den kleinen, zarten schon
unabsichtlich - schaden können.
Ein spielerischer Pfotenhieb und sie könnten schon einmal umkippen. Die meisten Besitzer großer Hunde auf unserer Stammhundewiese berücksichtigen das zum Glück auch so weit es geht.
Meinen Großen (70 cm SH, 32 kg) interessieren die Kleinen auch gar nicht. Auch wenn sie ihn ankläffen oder versuchen, ihn zu besteigen, scheint er sie irgendwie gar nicht ernst zu nehmen. Einzige Ausnahme: Jack Russel Terrier, die findet er klasse zum Spielen. Sie rennen genauso viel und schnell wie er.
Ich weiß, dass ich von meinem keine Rückschlüsse auf andere ziehen kann. Nur habe ich gerade gestern im Dt. Hundemagazin in einem Artikel zu „Selbstsicherheit fördern“ erst wieder das gelesen, von dem ich eigentlich auch immer ausgehe:
„Nur im Notfall sollte man einen kleinen Hund, der sich unsicher verhält, auf den Arm nehmen. Auch Zwerge können lernen ihren Mann zu stehen, doch unter Frauchens Jacke geht das sicher nicht. Hier werden sie eher zu frechen Kläffern, die von oben herunterkeifen und damit andere Hunde herausfordern, aber auf ihren eigenen vier Pfoten Panik bekommen.“
Deswegen wundert mich halt die genannte „Anweisung“ in dem ansonsten recht kompetenten Artikel.
Ob kleine Hunde nun frecher sind oder nicht, ist reine
Erziehungssache. Kleine Hunde gehören genauso erzogen wie
große Hunde.
Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen. 
Grüße
Christiane, die mit einem Dackel groß geworden ist, der uns allen ohne Erziehung wohl nur auf der Nase herumgetanzt wäre
Link zur Ergänzung
Schon die alten Ägypter hielten Hunde auch
lediglich als Prestigeobjekte, Dekoration oder Schoßhündchen.
Auf der Stele von Abydos (ca. 2040-1640 v.Chr.) sind z.B. Hunde mit kurzen Beinen abgebildet, die sehr wahrscheinlich als Schoßhunde gehalten wurde.
Ausführliche Infos zur Kulturgeschichte des Hundes finden sich z.B. hier: http://www.hundekosmos.de/00000091fa0fa8d01/00000091…
Grüße
Christiane
Richtiges Verhalten bei … und Gefährdungshaftung
Hallo Roger,
Das Merkkblatt finde ich gut und fundiert. Bei längerem Nachdenken fallen mir aber drei Grundprobleme auf.
1.)Hier wird der mündige Mensch angesprochen, der sich über das richtige Verhalten in Gefahrensituationen informiert und dieses Wissen richtig anwendet.
Jeder hier im Forum weiss bestimmt und hat es auch seinen Kinder beigebracht, so er denn welche hat;
2.) Der Jogger oder das tobende Kind im Park geniesen nur ihr Leben und beeinträchtigen Niemand. Inwiefern kann der Hundebsitzer erwarten, dass alle anderen ihr Verhalten ändern müssen, weil er jetzt auch in den Park kommt. Wie heisst es im Merkblatt so schön, „Wenn ihr Hund trotz all Ihrer Bemühungen andere immer wieder belästigt, müssen sie ihn an der Leine führen“.
3.) Das Problem der Gefährdungshaftung bleibt offen. Als Autofahrer habe ich beispielsweise immer eine besondere Verantwortung. Wenn mir ein spielendes Kind vor das Auto rennt, kann ich mich vor Gericht nicht damit freisprechen, dass sich das Kind fehlerhaft Verhalten hat. Es hätte am Bordstein warten müssen, sorgfältig nach links und rechts schauen und warten müssen, bis ich vorbeigefahren.
Ich habe dennoch als Autofahrer eine Mitschuld, weil ich mit einem Auto eine besondere Gefahr darstelle.
Als Hundebesitzer kann ich mich damit rausreden, dass sich andere Menschen falsch verhalten. Ich muss meinen Hund unter Kontrolle halten, notfalls mit Leine oder schlimmstenfalls mit Maulkorb.
Gruß
Carlos
Hi Carlos,
Hallo Roger,
Das Merkkblatt finde ich gut und fundiert. Bei längerem
Nachdenken fallen mir aber drei Grundprobleme auf.1.)Hier wird der mündige Mensch angesprochen, der sich über
das richtige Verhalten in Gefahrensituationen informiert und
dieses Wissen richtig anwendet.
Jeder hier im Forum weiss bestimmt und hat es auch seinen
Kinder beigebracht, so er denn welche hat;
- wie man einen Feuerlöscher richtig bedient und bei welchen
Brandsorten welche Löschmittel oder Löschverfahren eingesetzt
werden.- wie man sich bei Gruppen mit pöbelnden Betrunkenen oder
Hooligans richtig verhält.- woran man einen Herzinfarkt erkennt und was man dann macht.
Oder weiss das nicht etwa jedes Kind?
Warum bringt man den Kindern nicht auch das richtige Verhalten im Umgang mit Hunden bei, gerade heute, wo das Problem überall angesprochen wird?
Einzelnen Menschen werden diese Ratschläge helfen, aber der
uninformierte Mitbürger ist und bleibt der Normalfall.
Das ist das Problem.
2.) Der Jogger oder das tobende Kind im Park geniesen nur ihr
Leben und beeinträchtigen Niemand. Inwiefern kann der
Hundebsitzer erwarten, dass alle anderen ihr Verhalten ändern
müssen, weil er jetzt auch in den Park kommt. Wie heisst es im
Merkblatt so schön, „Wenn ihr Hund trotz all Ihrer Bemühungen
andere immer wieder belästigt, müssen sie ihn an der Leine
führen“.
Hier haben wir wieder das uralte Problem mit dem falschen Ende der Leine. Solange es unverantwortliche Hundehalter gibt, die ihre Hunde entweder nicht richtig erziehen können, oder wollen wird es immer wieder zu Zwischenfällen kommen.
3.) Das Problem der Gefährdungshaftung bleibt offen. Als
Autofahrer habe ich beispielsweise immer eine besondere
Verantwortung. Wenn mir ein spielendes Kind vor das Auto
rennt, kann ich mich vor Gericht nicht damit freisprechen,
dass sich das Kind fehlerhaft Verhalten hat. Es hätte am
Bordstein warten müssen, sorgfältig nach links und rechts
schauen und warten müssen, bis ich vorbeigefahren.
Ich habe dennoch als Autofahrer eine Mitschuld, weil ich mit
einem Auto eine besondere Gefahr darstelle.
Als Hundebesitzer kann ich mich damit rausreden, dass sich
andere Menschen falsch verhalten.
Falsch: bei einem Zwischenfall mit meinem Hund bin in erster Linie ich als Halter verantwortlich und da kann ich mich auch nicht rausreden, schon gar nicht mit dem falschen Verhalten eines anderen Menschen.
Ich muss meinen Hund unter
Kontrolle halten, notfalls mit Leine oder schlimmstenfalls mit
Maulkorb.
Im Prinzip richtig; doch wer seinen Hund nur mit solchen Mitteln unter Kontrolle halten kann, sollte sich besser keinen Hund anschaffen!
Gruß
Carlos
Viele Grüße
Tom
Danke Tom
Als Hundebesitzer kann ich mich
nicht
damit rausreden, dass sich
andere Menschen falsch verhalten.
Hoppla, da ist mir glatt ein Wort verloren gegengen. So macht es mehr Sinn. 
Gruß
Carlos
Ich verstehe dies als generellen Verhaltenshinweis für jede
Hundebegegnung. Und diese Generalisierung kann ich nicht ganz
nachvollziehen.
Ich verstehe das als Verhaltenshinweis für die Begegnung mit einem unbekannten oder bekannt Artgenossen gegenüber aggressiven Hund.
Ist es tatsächlich soviel kritischer mit einem solchen
Winzling größeren Hunden zu begegnen? Weiß jemand etwas?
wenn der Husky den Yorkie beisst, hat das potentiell schlimmere Folgen als wenn 2 gleich große Hunde sich beißen.
Ab einer bestimmten Größe (bzw. Kleinheit) fängt der kleine Hund an ins Beuteschema zu passen. Wenn die Fußhupe dann wegläuft, kommt bei einigen Hunden der Hetztrieb zum tragen. Das kann böse ausgehen.
Meine Hündin ist eigentlich nicht besonders raubzeugscharf, aber letztens habe ich sie trotzdem abgerufen, als sie anfing einen Yorkie zu hetzen.
Gruß,
Myriam