Zunächst schließe ich mich Deborah an - ein sonderbarer
Kinderarzt, der einer Erzieherin ein Attest über dein Kind
ausstellt. Da würde ich auf jeden Fall nachhaken.
Genau, Sams hat recht, ich finde das um mehrere Grade schlimmer, als das Ansinnen der Kindergärtnerin, die immerhin aus ihrer Sicht an einer Lösung des Problems gewirkt hat…sie hat es ja wohl kaum aus Neugier gemacht, sondern um dem Kind die Teilnahme am Ausflug zu gewähren.
Aus mehreren
Kindergärten weiß ich, daß es tatsächlich häufig nicht
gewünscht ist, den Kindern dort Medikamente zu geben. (Keine
Ahnung, warum, aber es ist so.) Vielleicht gibt es tatsächlich
versicherungsrechtliche Gründe? Dann hätte die Erzieherin
deines Sohnes richtig gehandelt, wenn sie ein Attest von
dir(!) anfordert, auch wenn das umständlich ist.
Das hat sie in jedem Fall getan! Stellt Euch vor, das Kind reagiert plötzlich allergisch auf das Medikament oder die Dosierung ist versehentlich falsch. Hat sie dann kein Attest vom Arzt zu ihrer eigenen Absicherung, dann wird das im ungünstigstens Fall vor dem Staatsanwalt enden. Der Job einer Kindergärtnerin besteht nämlich neben singen, basteln und Kinder trösten auch aus der Wahrnehmung einer rechtlichen Verantwortung für die Zeit, in der das Kind unter ihrer Aufsicht steht. Das bedeutet, ein Fuß steht immer im Gefängnis.
Ich verstehe nicht, warum es so schlimm hätte sein sollen, eine entsprechende Bescheinigung des Arztes zu besorgen. Mir ging es schon ebenso und ich habe es gemacht.
Und auch hier hat das Vorposting vollkommen recht, die Eltern sollten schleunigst den Kindergarten aufsuchen, vielleicht sogar mit einer versöhnlichen Geste und die Sache vor Ort klären. Zu diesem Gespräch könnte ein neutraler Vermittler (andere Eltern oder Leiter des Kiga?) nützlich sein.
Gruß Heike
!