Riesenpapiertiger priv.Krankenkasse

Hallo an alle,
Meine Frau ist als beamtete Lehrerin mit beiden Söhnen privat bei der Debeka (inkl. Beihilfeberechtigung) versichert.
Mich stört nun als freiwillig gesetzlich Versicherter (Karte raus und gut ist) der unglaubliche Papierkram der dazu nötig ist alle möglichen Belege doppelt an Beihilfestelle und/oder Kasse einzureichen, die Rechnungen erstmal zu bezahlen aber meist vor Zahlung der Kasse. Und vor allem die unglaublich manuelle Kommunikation zu Beihilfestelle, die ja im Prinzip auch in meinem Namen direkt von der Kasse geführt werden könnte.
Gibt es eventuell andere Krankenkassen die hier schlanker und serviceorientierter, aber evtl. etwas teurer als die Debeka sind?
Wieso bieten private Versicherungen nicht denselben oder besserern Service an?
Danke für jede Idee.
Eric

Hallo an alle,
Meine Frau ist als beamtete Lehrerin mit beiden Söhnen privat
bei der Debeka (inkl. Beihilfeberechtigung) versichert.
Mich stört nun als freiwillig gesetzlich Versicherter (Karte
raus und gut ist) der unglaubliche Papierkram der dazu nötig
ist alle möglichen Belege doppelt an Beihilfestelle und/oder

Hallo, ihr wollt doch Geld von der Beihilfe

Kasse einzureichen,

und der PKV. Hast du schon einmal etwas von Sammeln gehört? Man könnte meinen, deine Frau geht 365x im Jahr zum Arzt!

die Rechnungen erstmal zu bezahlen aber

meist vor Zahlung der Kasse. Und vor allem die unglaublich
manuelle Kommunikation zu Beihilfestelle, die ja im Prinzip
auch in meinem Namen direkt von der Kasse geführt werden
könnte.
Gibt es eventuell andere Krankenkassen die hier schlanker und
serviceorientierter, aber evtl. etwas teurer als die Debeka
sind?

Das gibt es nicht! Für die 2-5 Rechnungen im Jahr muss deine Frau eben sowohl das Original zur PKV und das Duplikat zur Beihilfe schicken oder sammeln! Sie hat ja eine riesige Beitragsrückerstattungsmöglichkeit - also sammeln, die Rechnungen bei der Beihilfe einreichen und von der PKV Kohle kassieren (sofern es sich lohnt)!

Wieso bieten private Versicherungen nicht denselben oder
besserern Service an?

Die Frage verstehe, wer will! (Im Boot sind PKV UND Beihilfe)

Gruß cooler

P.S. Mich würde mal interessieren, um welche Anzahl von RGn es sich handelt!

Im Gegensatz zur Gesetzlichen Krankenkasse behandeln die Privaten Gesellschaften ihre Mitglieder als mündige Personen.

Das heisst, ihr könnt selbst entscheiden, welchen Tarif ihr wollt, werdet beim Azt besser behandelt - habt aber halt dafür den Papierkrieg.

Ich würde mir auch vom Finanzamt eine zuvorkommendere Behandlung für die Riesensummen wünschen, die die von mir bekommen,

aber Leben is halt kein Ponyhof.

Im Gegensatz zur Gesetzlichen Krankenkasse behandeln die
Privaten Gesellschaften ihre Mitglieder als mündige Personen.

Das heisst, ihr könnt selbst entscheiden, welchen Tarif ihr
wollt, werdet beim Azt besser behandelt - habt aber halt dafür
den Papierkrieg.

Ich kenne Leute, die bezeichnen 2 RGn im Jahr als Papierkrieg! Wirklich wahr!

Ich würde mir auch vom Finanzamt eine zuvorkommendere
Behandlung für die Riesensummen wünschen, die die von mir
bekommen,

aber Leben is halt kein Ponyhof.

Hi,

weißt du wie sch…egal mir dieser Papierkrieg ist, wenn ich beim Orthopäden anrufe und die Sprechstundenhilfe zu mir sagt: kommen sie gleich vorbei.

Und wie sch…egal mir dieser Papierkrieg ist, wenn ich nicht mit weiteren 3 Personen im Krankenhaus im Zimmer liegen muss?

und wie sch…egal mir dieser Papierkrieg ist, wenn ich soviel Krankengymnastik bekomme wie ich brauche und nicht wie vorgeschrieben.

und wie sch…egal mir dieser Papierkrieg ist, wenn ich die Rechnung für meine Brille bei der Debeka einreiche und ich dann wieder Geld sehe?

grüße
kopfschüttelnde miamei

PS: man kann sich auch als Beamter freiwillig gesetzlich versichern, dann ist man zum einen diesen Papierkrieg los, zum anderen auch viel mehr Beitrag und auch viel mehr medizinischen Service los.

ppa = Pfälzische Pensionsanstalt

Da reicht die Beihilfe alles an die PKV (Bayern) durch (oder umgekehrt…weiß ich nicht genau ich machs nicht selbst), also nur 1x einreichen aber 2x erstattet bekommen.
Bischen Papierkrieg gibts trotzdem aber siehe Antwort miamei…

Ob das für Lehrer geht und ob es sowas in anderen Bundesländern gibt - ebenfalls keine Ahnung.

Bröselchen

Hallo Bröselchen,

Zwei Sachen muss man hier unterscheiden.

1.) die Beihilfe.
2.) die Beihilfergänzungsversicherung (PKV)

Die Beihilfe erhält man grundsätzlich vom Arbeitgeber (Staat, Kommune, Kirche…) im Rahmen seiner Fürsorgepflicht für umsonst.
Da dieser in der Regel die Beihilfe nicht mehr selbst auszahlt, versichert er alle seine Beamten oder deren Angehörige bei einem Unternehmen. Das übernimmt dann gegen ein Entgelt die Abwicklung des Ganzen.

Der Beamte selber kann sich nicht aussuchen, wo er beihilfeversichert sein will. Er kann auch die Leistungen nicht bestimmen, sondern das wird in der für ihn gültigen Beihilfeverordnung festgelegt. Da das der Staat festlegt und bezahlt, ist das natürlich ein wenig bürokratisch. Vorteil aber: Es kost nix. Also vielleicht ein Haufen Papierkram, aber umsonst. Eigentlich nicht schlecht?

Da die Beihilfe aber nicht alles deckt, muss er sich zusätzlich noch privat krankenversichern. Da er das selber zahlen muss, kann er sich aussuchen, wo er das macht.

Wenn er das zufällig bei dem selben Krankenversicherer macht, bei dem sein Arbeitgeber auch seine Beihilfeberechtigten untergebracht hat ist das natürlich einfacher in der Verwaltung. Falls nicht, brauchts halt zwei Vorgänge für eine Rechnung. Sind ja auch zwei verschiedene Unternehmen, die dann leisten mit unterschiedlichen Grundlagen der Erstattung.

In Bayern und der Pfalz sind viele staatliche und kommunale Arbeitgeber bei der PPA bzw. Bayerischen Beamten-Krankenkasse versichert*. Viele Beamte haben dort aber gleichzeitig auch Ihre private KV. Deshalb dann nur ein Vorgang.

Hat also eigentlich erstmal nichts mit dem Bundesland zu tun, wobei die PPA bzw. BK grundsätzlich schon regional ausgerichtet sind.

Schöne Grüße, Bernhard

*früher nämlich selbst eine staatliche Behörde, heute über die Sparkassen im Eigentum der Kommunen.

Hallo Miamei,
im Prinzip eine entspannte Haltung, genieße ja auch die Services, speziell nach der Geburt des zweiten Kindes, die Kids sind ja auch nicht ohne Grund drin.
Es geht auch unzählige Arztbesuche und logo sammelt meine beste Ehefrau von allen alles, um hier effektiv den Papierkram zu erledigen.
Meiner Meinung nach hat jedoch eine gute Leistung der Kasse auf der einen Seite nichts mit mittelalterlichen Prozessen auf der anderen Seite zu tun.
Gerade der Premium Gedanke sollte doch dazu führen, dass eine Kasse sich da Gedanken macht. Ich wäre bereit mehr zu zahlen für eine Kasse, die mir den Heckmeck vereinfacht, sprich RG zur KV, von da die nötigen Infos zur Beihilfestelle und juut is…

Hallo Mela,
na irgendwer muss ja Steuern zahlen, und soweit ich informiert bin gibt es durchaus unterschiedliche Bearbeiter je nach Aufkommen. Mit Bevorzugung wird das allerdings nichts zu tun haben (-;
Mir geht um genau die erwähnte Mündigkeit, ich dachte in einem Markt würde sich eine Kasse finden lassen, die mir eben mehr Geld abknöpft aber dafür den Heckmeck übernimmt.
Ich fühle mich nicht besonders mündig, wenn ich derartig redunante Kommunikation auf dem Papierweg machen muss.
Gruezi
Eric

Vielleicht etwas overengineered gedacht, geb ich zu.
Vielleicht fehlt mir auch der nostalgische Ansatz wenn die Apothekerin mich fragt ob ich eine Kopie benötige?
Aber der Prozess ist dennoch Mist, das ist doch wie wenn ich mein Auto zum Premium Service gebe und der dann für Motor ne Rechnung schreibt, dann für das Getriebe etc.
Ich verstehe ja, dass es um die staatliche Instanz Beihilfe und eine private Versicherung geht, nur wie viele Leute hängen denn hier zwischen die ich alle mit bezahlen muss, außer mir oder meiner Frau.

Mir gibt das eben nichts mich hier zu verbeissen, aber ich kaufe auch meine Bücher Online, mache das Banking auch dort, und vermisse diese Prozessoptimierung eben bei den privaten Kassen.
good night and good luck…

Hallo Eric,

das nimmt Dir leider keiner freiwillig ab, diesen Papierwust wollen alle.
Wenn du allerdings einen guten Versicherungsvertreter findest, nimmt er dir das ab. Hab ich auch für meine Kunden, das ist Service.

Normalerweise verdienen Versicherungsvertreter an Privaten Krankenversicherungen ganz gut und sind froh, eine abzuschließen.

Sprich das Thema doch einfach mal an, wenn Du nett und höflich schilderst, welche Umstände Dir das macht, hilft Dir sicher der Vertreter dabei.

Viel Erfolg!

Genau das habe ich gemeint, konnte es nur nicht so schön erklären weil ich nur indirekt betroffen bin.

Ist es möglich, dass neuere Mitarbeiter der Sparkassen nicht mehr in den Genuß der Beihilfe kommen können weil sich da etwas geändert hat?

lg
Bröselchen

Hi Eric,

das Problem sind nicht mal so sehr die PKVen, sondern die Beihilfestellen.

Insgesamt gibt es derzeit davon 305, vom Schulamt Kreis Heinsberg bis zum Bundesamt für Strahlenschutz.

Das ganze nachzuhalten, z.B. bei Umzügen oder Versetzungen wäre schon sehr schwer.

Dann gibts für jedes Bundesland gilt ein unterschiedliches Beihilferecht (das sich dauernd ändert) und Bundesbeihilfe gibt es auch noch.

Unterschiedliche Vorlagefristen, Beitragsrückerstattungen bei der PKV und die Nachverfolgbarkeit von Belegen (wer ist schuld, wenn etwas nicht rechtzeitig, vollständig oder gar nicht ankommt) machen das nicht leichter.

Und zu guter Letzt kommt noch dazu, dass für sowas natürlich die Beihilfeverordnung und Ihre Ausführungsvorschriften selbst geändert werden müssten, was nicht einfach sein dürfte (werden in der Regel vom Finanz- oder Innenministerium der jeweiligen Länder erlassen).

Leider wird also bei der Zweiteilung bleiben. Auch bei der Steuer gibts ja ELSTER, aber die Belege und die Unterschrift muss man trotzdem schicken.

Schönes Wochende, Bernhard.