Riesigen Kompost anlegen. Aber wie?

Hallo zusammen, habe schon auf allen möglichen Sites gegooglet aber noch immer nicht so richtig das Passende gefunden.

Kann mir jemand sagen, wie ich einen ungeordneten Haufen mit allen möglichen Gartenabfällen (ca. 3 Kubik) am schnellsten und optisch schönsten kompostieren kann?

Es ist eine Stelle im Garten, die schwer mit großen Karren zugänglich ist, deshalb fällt Verlagerung aus. Ich würde am liebsten ein HOchbeet anlegen, leider sind aber zwei große Tannen im Nachbargarten direkt mit den Ästen darüber. Oder könnte es reichen, wenn ich alle Äste irgendwie abschneiden lasse (der Nachbar wird natürlich vorher gefragt).

Ansonsten habe ich keine Stelle, an der ich ein Hochbeet anlegen könnte. Also müsste ich das Ganze am besten zu Kompost verarbeiten. Dazu würde ich mir auch einen Behälter bauen… Während es viele Anleitungen und Ideen für KLEINE KOmpostbehälter gibt, gibts nichts für den großen Bedarf.

Wer hilft mir mit einer guten Idee und vielen guten TIpps?

Danke schon jetzt!

Claudia

Naja, ich selbst habe von meinem Vorpächter einen ziemlich mächtigen Komposter aus Holzbrettern übernommen. Der ist ungefähr 3m lang, 2m breit und 1m hoch. Ich habe ihn selbst noch in drei Fächer aufgeteilt, da kann immer ein Fach in Ruhe vor sich hin kompostieren, eins wird befüllt und aus einem entnehme ich fertigen Kompost. Das geht prima mit einem Aufsatzsieb für die handelsüblichen Schubkarren und einer Plane drunter, die die groben Bestandteile auffängt. Die wandern dann wieder auf das ruhende Fach und der gesiebte Kompost auf die Beete. Ich würde deinen Haufen erstmal begutachten, wie weit der schon verrottet ist. Unter den Tannen wäre ein super Standort für einen Komposter, da hat er Schatten. Vier Pfähle in den Boden hauen, Bretter oder Latten dran nageln und den Kompost reinschippen. Clever wäre, erst drei Seiten direkt um den Haufen zu bauen und dann nur den Rest reinzukratzen. Eine Seite zum leichten Öffnen macht die Entnahme des reifen Kompostes leichter.

Hallo.
Versuch mal in Deiner Umgebung defekte Transportpaletten / Flachpaletten aus Holz zu ergattern. Viele entsorgen die Dinger, da die Reparaturkosten höher sind als Neue. Teilweise sind das auch Einwegverpackungen. Der Standort im Schatten ist ideal und seitliche Belüftung ist durch die Bauart der Paletten gegeben. Die unschöne Ansicht kannst Du duch hochwachsende Sommerblumen oder Stauden verdecken. Um ein bischen basteln wirst Du aber nicht drumrum kommen.
Gruss Peter

Hallo, Angela!

In Deinem Bericht habe ich von einem Aufsatzsieb für Schubkarren gelesen - das fände ich sehr brauchbar. Dazu eine Frage (ich wußte nicht, daß es so etwas gibt!) - hält das fest auf dem Schubkarren oder wackelt es hin und her?

Mit Grüßen
Annemarie

Ich hab so ein Teil aus dem hiesigen Baumarkt, für knappe 20€. Besteht aus Streckmetall mit einem ziemlich stabilen Metallrahmen und einem Klappfuß. Der Rahmen hat zwei Spangen, die vorn auf den Schubkarrenrand gesteckt werden, den Fuß klemme ich zwischen die Schubholme der Karre. Das hält sehr gut, da wackelt nix.

‚wandernder‘ Kompost
Hi,
eine Zeitlang hatte ich einen recht großen Garten,
da baute ich einen länglichen Kompost, so wie Peter auch aus alten Europaletten. auf der einen Seite kam immer der frische Kompost, und von hinten begann ich nach ca einem Jahr den Kompost zu nutzen.
seitlich baute ich als Sichtschutz Topinambur an, ein anderes mal säte ich über den ruhenden Kompostteil Kapuzinerkresse.
Zucchini waren nicht so optimal, da machten sich die Schnecke drüber.

Gruss

m@x

Hallo, Angela!

Vielen Dank - so etwas lege ich mir demnächst zu!

LG Annemarie

Das klingt interessant
Hallo M@x,

das klingt interessant. Inwiefern wanderte der Kompost? Hattest Du keine Unterteilungen dazwischen oder wie kann ich das verstehen? Ich habe zwar einen großen GArten und inzwischen auch sehr viel Platz für einen neuen Haufen. Aber der alte muss irgendwie erst mal „entsorgt“ werden und da erhoffe ich mir eine einfache und schnelle Lösung…

Viele Grüße, Claudia

Warum etwas bauen?
Hi!
Die Idee dabei ist ja, dass man kein Behältnis für den Kompost braucht. Eine längliche Miete reicht völlig: auf das eine Ende wirft man das frische Zeug, am anderen Ende siebt man sich die Erde raus. Dadurch „wandert“ der Haufen, irgendwann wird man wieder am anderen Ende anfangen neues Material anzulagern.

Auf die Art „mischt“ man den Kompost zwar nicht - wie eigentlich empfohlen. Das macht aber nichts, weil man lässt ihn einfach ein Jahr länger liegen, dann ists auch gut. Und man kann ihn eben, wie beschrieben schön bepflanzen bzw. aussähen.

Die Paletten können helfen, den Komposthaufen nicht so ausufern zu lassen.

der alte muss irgendwie erst mal „entsorgt“ werden und da
erhoffe ich mir eine einfache und schnelle Lösung…

Das hat hier glaube ich keiner so recht verstanden. Wie entsorgen? Naja, das Zeug muss halt gesiebt und verwendet werden. Die Siebe für die Schubkarre finde ich persönlich ziemlich klein und auch zu fein. Ein Rahmen mit Maschendraht oder Kaninchendraht tut es auch, schräg aufgestützt auf zwei Stützen wirft man das Zeug da durch.

Verwendung von Komposterde: Flächig auf Rasen und Beete (nicht dicker als 5cm würde ich empfehlen), für Kübelpflanzen und Balkonkästen (mit Sand gemischt)

Grüße
kernig

Mir ist das zu klein und fein
Hi ihr!

Mir ist das Ding zu klein. Um richtig durchwerfen zu können, müsste das Ding in alle Richtungen mind. 30cm größer sein.

Außerdem ist mir die Siebung zu fein. Ich habe so sandigen Boden, da könnten etwas dickere Stöckchen oder sowas gut mit auf die Beete.

Und: Für mich ist das für die falsche Seite gemacht: Die Schiebegriffe der Schubkarre waren mir ständig im Weg, also habe ich die Schubkarre umgedreht und musste dann die andere Seite des Siebes mit Schraubzwingen fest machen.

Aber für kleinere Menge ist das Teil schon ok.

Grüße
kernig