Hallo,
es geht um die Vergleichbarkeit von Riester-Banksparplänen.
Laut Finanztest Spezialheft „Altersvorsorge“ (November 2008) ist das beste Produkt auf dem Markt das Angebot der Sparkasse Günzburg-Krumbach („S-VorsorgePlus“). Leider kann ich das Test-Ergebnis so zunächst nicht nachvollziehen. Der Vertrag bietet derzeit lediglich magere 2,95% Zinsen, der Zinssatz ist variabel und an einen langfristigen Referenzzins gebunden. Zusätzlich erhöht sich der Zinssatz nach festgelegten Laufzeiten („Bonuszinsen“) um 0,5% nach 5 Jahren, 1% nach 10 Jahren, 1,25% nach 15 Jahren und 1,5% nach 20 Jahren.
Exakt die gleiche Zinstreppe an Bonuszinsen gibt es auch bei Produkten anderer Sparkassen. Hier ist aber der Ausgangszins um teilweise mehr als 1% höher. Mir ist völlig unklar, warum diese Angebote insgesamt schlechter bewertet wurden, d.h. im Testergebis erst weiter unten auftauchen.
Hat sich hiermit schon jemand befasst oder kann jemand Aufklärung leisten, wie dieses Ranking nachvollziehbar gemacht werden kann?
Vielen Dank im voraus!
Guten Tag Twister,
das ist ein klein wenig müßig. Weil die einzelnen Bewertungskategorien und ihre Gewichtung untereinander - wie könnte es auch anders sein -
keiner ewigen Qualitätsordnung unterfallen, sondern eben das sind,
was sie sind: Mehr oder weniger sinnvoll aber eben doch mutwillig
und willkürlich ausgewählt und mit Bleigewichten für die Waagschale
des Tests ausgestattet. Das ist keine Kritik. Andere Tests machen es auch nicht anders. Der große Vorteil bei den Finanztest-Tests liegt aber darin, dass die einzelnen Produktgeber für das Testergebnis
in Form von Sternen, M-chen, F-chen, Kochlöffeln und was weiß ich
noch alles kein Geld bezahlen. Wie bei anderen sog. Agenturen.
Gruß
Günther
Hi,
klar, natürlich hat jeder Test seine eigenen Kriterien und bei solch komplexen Produkten wie Altersvorsorge-Sparplänen kann es kein reines „Schwarz-Weiß“-Ranking geben.
Die Frage, warum man sein Geld in ein Produkt investieren sollte, was derzeit bei gleicher Kostenstruktur 1% weniger Zinsen abwirft, bleibt aber dennoch bestehen. Es muss doch zumindest 1 nachvollziehbares Kriterium geben, weshalb dieses Produkt im Test trotzdem besser bewertet wurde. Ob man dieses Kriterium dann persönlich auch höher bewertet als den momentanen Zins, kann man ja erst entscheiden, wenn man das Kriterium kennt.
Meine Vermutung ist, dass die Produkte an unterschiedliche Referenzzinsen gekoppelt sind, und der Referenzzins der Sparkasse Günzburg zwar derzeit niedriger ist, langfristig aber nach Meinung der Tester eine bessere Prognose hat als der Referenzzins der Konkurrenz. Wenn das aber tatsächlich der Fall sein sollte frage ich mich, warum man sein Geld nicht zunächst in die derzeit besseren Produkte investiert und später ggf. umschichtet - Verluste durch Ausgabeaufschläge beim Umschichten oder gar Risiken durch Kursverluste wie bei Aktienfonds gibt es ja bei Banksparplänen nicht.
Hmmmm, Hallo nochmal,
ich denke, die Geschichte mit den Günzburgern liegt klar auf der Hand.
Sie sind die einzigen, die nach dem aktuell deklarierten laufzeitabhängigen und steigenden Zuschlag auf den erklärten Zins
es außerdem schaffen eine negative Differenz zum Referenzvertrag
bei der Zinsentwicklung darzustellen. Negative Differenz heißt in dem Fall wie damals in der Schule: Zweimal negativ gleich positiv.
Mit schlichten Worten: Die Günzburger sind die Besten. Weil sie es
drauf haben. Weil sie ihre Kosten im Griff haben. Weil sie zu den wenigen gehören, die ihre Kunden nicht auf Prospekten sondern im wirklichen Leben beteiligen. Weil - nein jetzt höre ich auf, sonst werde ich hier noch gelöscht wegen Dummwerbung. Dabei weiß ich nicht mal, wo Günzburg liegt. Und den Vorstand kenn ich auch nicht.
Und Pralinen- und Bierkästen bekomme ich auch keine geschickt.
Gruß
Günther