Wir (beide Mitte 30 mit 2 kleinen Kindern) suchen seit 2 Jahren ein Haus und wollen - sobald wir eines gefunden haben - kaufen.
Nun wurde uns von der Spk zum Abschluss eines Riester-Bausparvertrages geraten. 150000 EUR (aufgeteilt in 75000 EUR auf mich und 75000 EUR auf meinen Mann)
Man bekommt zu diesem Thema einfach keine wirklich ausführlichen und passenden Informationen.
Weiß jemand, wo hier die Vor- und Nachteile für unsere Situation sind?
LG
Tanja
Weiß jemand, wo hier die Vor- und Nachteile für unsere Situation sind?
Ich würde sagen, die Nachteile überwiegen. Bausparverträge über so große Summen brauchen sehr lange, bis sie in die Zuteilung kommen und die Riesterförderung kann man sich einfacher über andere Sparformen sichern. Einen BSV über 25.000 € für die WoPrä und ggf. den VWL-Zuschuß des Arbeitgebers lasse ich mir gefallen. Einen größeren würde ich nicht abschließen.
Für eure Situation absoluter Unsinn!
Ihr wollt doch bald bauen/kaufen, ein Bausparvertrag ist gedacht, wenn man noch 7-10 Jahre Zeit hat.
Lasst euch mal lieber seriös beraten…
Gruß
Granini
Hallo,
natürlich hat die Bank nicht erzählt, dass es auch eine Riesterhypothek gibt, die sie zwar vermittelt, deren Gewinnspanne aber scheint’s nicht so hoch ist.
Außerdem ist zu prüfen, ob Ihr schon Riesterverträge habt, die ggf. in die Finanzierung zu integrieren wären.
Weihnachtliche Grüße,
Andreas
Hallo,
außerdem ist immer (!) der Termin der Zuteilung ungewiss, auch wenn die Anlage zuteilungsreif wäre. Es ist wie ein kleines, aber staatlich geschütztes „Schneeball-“ System: Erst wenn sich genug neue Bausparer finden, die einzahlen, können die „alten“ Bausparer Geld erhalten. Wird das Geld benötigt, weil man z.B. gerade das Wunschobjekt gefunden hat und selbiges zum Kauf steht, dann muss man oftmals ein Hypothekendarlehen mit marktüblichen (variablem, weil unbekannte Laufzeit) Zins aufnehmen - und das kann die ganze schöne Finanzplanung über den Haufen schmeißen.
Weiterhin ist das Verhältnis vonb Schuldzins für die Hypothek zum Guthabenzins des Bausparguthabens sehr ungünstig, ebenso die hohen Tilgungsraten - und wer weiß schon, was mit Euch beiden in fünf oder zehn Jahren los ist? Wer rechnen kann, legt einen Teil seines Geld auf ein paar Jahre in Aktien an (google mal unter Stichwort „Mawero“), den Rest in festverzinsliche Anleihen (dertzeitig besser Tagesgeld oder Online-Sparbuch mit 2% bei BMW-Bank) in der Hoffnung auf steigenden Zins.
Gruß und Glück