Riester Deka-Bonus-Rente Kosten/Nutzen

Hallo,

ich habe mich heute mal zwecks Altersvorsorge von meiner Sparakssenberaterin beraten lassen. Jetzt sitze ich zu Hause und rechne alles rund um Riester mal durch.
Mir geht es im Prinzip darum: Nehmen wir an, die Geldanlage würde genau 0% Rendite bringen, wieviel „Rendite“ habe ich durch die Staatsförderung dann bekommen. Hier mal ein paar Gedanken dazu, ich bitte um Korrekturen und Hinweise auf Denkfehler. Insbesondere von Steuern weiß ich nur vom Hörensagen…

Annahmen: Realzinsen 2% Inflation 2%
Eigener Beitrag zur Riesterrente 1526 Euro, Förderung 154 Euro
Ich habe einen derzeitigen Grenzsteuersatz von 40,8%.
Wenn ich das richtig sehe wird mein zu versteuerndes Einkommen um den Eigenbeitrag gemindert und ich habe folglich eine Steuerersparnis von 1526*Grenzsteuersatz? Soviel zu Haben Seite.
Davon gehen 10 Euro Depotgebühren p.a. ab. Außerdem bezahlt man 3,5% Ausgabeaufschlag sowie 0,8% Verwaltungs- und Depotbankgebühren.
Bei der Auszahlung, also ab 67 gerechnet, wird der Riesterbetrag mit meinem dann anfallenden Grenzsteuersatz verteuert? Da ich von „Steuern im Alter“ erst Recht keine Ahnung habe, habe ich mir die Rentenformel genommen, meinen Anspruch aus der gesetzlichen ausgerechnet (obwohl ich nicht glaube dass ich davon mehr als 40% jemals sehen werde), das zur Riesterrente addiert und mir den Grenzsteuersatz ausspucken lassen. (Ich unterstelle bewusst dass nichts gegen die kalte Progression getan wird und sich die Renten um 1,5% p.a. anpassen)

Alle Einzelelemente (Förderung, Kosten, Steuervorteil) habe ich über die Zeit mit der genannten Realverzinsung laufen und kumulieren lassen.
Ergebnis: Die Förderung geht zum großen Teil für die Bank drauf. nach zwanzig Jahren habe ich knapp 4000 Euro Förderung erhalten (inkl Zins und Zinseszins) davon gingen kumuliert und verzinst um die 3100 Euro für Gebühren drauf.
Was es raus haut - und dazu hätte ich besonders gerne was zu gehört, weil ich mich nicht auskenne - ist die Steuerersparnis und insbesondere der Zinseszinseffekt dieser. Bis 2050 beläuft sich der Effekt auf knapp 40000 Euro. Selbst durch die nachgelagerte Versteuerung, also die Seteurn die ich (mutmaßlich?) auf die 886 Euro Riesterrente zahle, nämlich 345 Euro(?) können das nicht mehr auffressen.

Fazit: Eine Riesterrente lohnt sich in meinem Fall nur durch den steuerlichen Aspekt?
Die Alternative wäre, dass ich mein Geld selbst anlege (was ich von Berufswegen „können“ sollte) und ein Portofolio von AAA-A Eurostaatsanleihen und Eurodenominierte Corporates sowie einem geringen Aktienteil halte - wie ich das bisher sowieso schon hatte. Also keine Fonds mit Ausgabeaufschläge und keine teuren Zertifikate. Da ich die Möglichkeit habe mit verschwindend geringen Transaktionskostenhandeln zu können, hätte ich weder Ausgabeaufschläge, noch Transaktionskosten oder sonstige Kosten.
Dafür die Abgeltungssteuer.

Um es also noch mal herauszustellen. Mir geht es darum herauszufinden wie viel Rendite p.a. mir der Staat „schenkt“ nach Steuern und allem. Schließlich gebe ich dafür ein gehöriges Stück Flexibilität auf. Also in Sachen Auszahlungszeitpunkt und Höhe und so weiter. Dafür will man ja kompensiert werden…

So, viel Gerede, Excel-Sheet schicken wäre einfacher :smile:
Dass da viele viele Annahmen drin sind ist mir klar. Mir geht es eher um das System. An der Lebenserwartung, Rendite, Inflation… kann ich dann spielen, aber das System muss stimmen.

Danke für Kommentare

Erstmal: die Riester Produkte haben meistens nochmal höhere Kosten als die „normalen“ Rentenversicherungen.
Zusätzlich hast du mit einem Produkt der Sparkasse auch noch ein sehr schlechtes und teures Produkt als Beispiel gerechnet.

Bei deiner Situation würde ich einen Riester-Banksparplan machen, KEINE Kosten fallen an, die Verzinsung ist am Anfang mittelmäßig, steigt aber mit der Zeit und durch den Steuerspareffekt lohnt sich das dann schon.
Was du an Steuern sparst, dann etwas „riskanter“ anlegen in Anleihen, Aktien und Fonds.

So hast du eine gute Mischung aus Sicherheit, Steuerersparnis und Rendite, wie ich finde.

Gruß
Granini

Erstmal: die Riester Produkte haben meistens nochmal höhere
Kosten als die „normalen“ Rentenversicherungen.
Zusätzlich hast du mit einem Produkt der Sparkasse auch noch
ein sehr schlechtes und teures Produkt als Beispiel gerechnet.

Bei deiner Situation würde ich einen Riester-Banksparplan
machen,

Hallo Granini,
sollen wir eine Wette machen, dass es noch ein wesentlich besseres und sichereres Produkt gibt!?
Was du anbietest, ist allerdings durchaus für Menschen, die das 50. Lebensjahr überschritten haben, nicht uninteressant!

Gruß cooler

guten morgen,

nachdem du dich einfach einmal so zur av hast beraten lassen,
hörtest du doch hoffentlich auch etwas von sinnvollen alternativen , oder?

bartholomäus

Hallo Granini,
sollen wir eine Wette machen, dass es noch ein wesentlich
besseres und sichereres Produkt gibt!?
Was du anbietest, ist allerdings durchaus für Menschen, die
das 50. Lebensjahr überschritten haben, nicht uninteressant!

Gruß cooler

Gibt es bestimmt, und du traust dir sicherlich auch zu, die „beste“ klassische Versicherung zu wissen, die in 40 Jahren die beste Rendite haben wird, stimmts? Im Ernst: mit einer GUTEN klassischen Versicherung kann mehr Rendite drin sein, das stimmt.
Der Fragesteller scheint mir aber relativ unerfahren in Versicherungen, daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er einen schlechten Vertrag abschließt. Mit einem BSP ist er da auf der sicheren Seite. Zumal ich eine Verzinsung von 3,5% im ersten Jahr bei einem Banksparplan super finde, diese Rendite bei einer klassischen Versicherung zu haben, da müssen schön einige Jährchen vergehen.
Zum Zinseszinseffekt muss ich dir ja wohl nichts erzählen.

Gruß
Granini

In Zwischenzeit weiß doch jeder, dass man sich bei der Bank nicht beraten lassen sollte… gibt doch genug Tests dazu…

Es gibt bei Beratern Programme, die genau ausrechnen ob ein Riester, private Rente, betriebl. Rente oder Fondssparplan die interessantere Alternative ist.

Dabei kommt es vor allem auf das jetzige Einkommen, das Alter und das zu erwartende Alterseinkommen an. Die Förderung geht meist für die Gebühren drauf, aber ohne Förderung müsste man diese Gebühren in ähnlicher Höhe selber zahlen.

Ist also für jeden individuell zu betrachten.

Hallo Granini,
sollen wir eine Wette machen, dass es noch ein wesentlich
besseres und sichereres Produkt gibt!?
Was du anbietest, ist allerdings durchaus für Menschen, die
das 50. Lebensjahr überschritten haben, nicht uninteressant!

Gruß cooler

Gibt es bestimmt, und du traust dir sicherlich auch zu, die
„beste“ klassische Versicherung zu wissen, die in 40 Jahren
die beste Rendite haben wird, stimmts?

nein, aber Anhaltspunkte muss ich mir eben raussuchen, und die sind: Gesellschaften, die immer kostengünstig waren/sind und seit (sagen wir mal) 30 Jahren bewiesen haben, dass sie Jahr für Jahr mit am meisten ausgezahlt haben! Oder soll ich einen Anbieter wählen, der in der Vergangenheit unter ferner liefen war, dessen Vertreter mir aber sagt, dass er in Zukunft alle überflügeln wird!? Wie und warum weiß allerdings kein Mensch.

Im Ernst: mit einer

GUTEN klassischen Versicherung kann mehr Rendite drin sein,
das stimmt.
Der Fragesteller scheint mir aber relativ unerfahren in
Versicherungen, daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er
einen schlechten Vertrag abschließt. Mit einem BSP ist er da
auf der sicheren Seite. Zumal ich eine Verzinsung von 3,5% im
ersten Jahr bei einem Banksparplan super finde, diese Rendite
bei einer klassischen Versicherung zu haben, da müssen schön
einige Jährchen vergehen.

Wie meinen, 3,5% Verzinsung im ersten Jahr!??

Im übrigen vergisst man bei den Banksparplänen immer wieder die Kostenproblematik ab Rentenbeginn!

Fazit: Wenn ein 55 Jähriger Riester noch machen will, bin ich mit einem BSP einverstanden!

Zum Zinseszinseffekt muss ich dir ja wohl nichts erzählen.

Nein!

Gruß cooler

P.S. Von Wohnriester kann man tatsächlich nur abraten. Die Kunden müssten mal über die Problematiken so richtig informiert werden!

Wie meinen, 3,5% Verzinsung im ersten Jahr!??

? Ich meinte, dass ein BSP 3,5% im ersten Jahr gibt, im Laufe der Jahre kommen dann noch Bonuszinsen dazu. Die 3,5% sind allerdings nicht auf längere Zeit garantiert, da muss man sich dann mit ~2,5% garantierte Grundzinsen begnügen.

Ansonsten hast du ja Recht, aber der Fragesteller sucht offensichtlich NICHT selbständig nach den besten Anbietern, sonst wäre er nicht bei der Spaßkasse gelandet.

Gruß

In Zwischenzeit weiß doch jeder, dass man sich bei der Bank
nicht beraten lassen sollte… gibt doch genug Tests dazu…

…sagt ein Finanzmkler, der davon lebt, wieviel ihm entweder der Kunde direkt oder der Produktanbieter für die Vermittlung bezahlt…

Honi soit qui mal y pense

Es ist aber ein Finanzmakler, der die eierlegende Wollmilchsau den Kunden anbieten kann! Außerdem ist er mit dem sogenannten Bund der Sparer (welch hübscher Name - tolle Erfindung) verbunden!

Gruß cooler