Riester: Fondgebunden? - und Kosten?

Hallo zusammen,

ich schlage mich schon seit einiger Zeit mit dem Thema Riester herum und bekomme nicht so richtig Klarheit in die Begriffe.
Daher meine erste Frage: Was genau ist der Unterschied zwischen fondsgebundener Riesterrente und Fondsparplan für Riester? Ich bin Angestellte (nicht im öff. Dienst) und 29 Jahre alt (ledig, keine Kinder). Also sagt mir mein Halbwissen, dass irgendwas mit Fonds ganz gut sein wird (lange Laufzeit und so). Nur was genau?

Zweite Frage: Wisst ihr irgendwas zu den Angeboten von Cosmos, Nürnberger, Volksfürsorge und Hannoversche? Ich tendiere ja momentan eher zu den Direktversicherern wegen der Kosten. Wäre das überhaupt die richtige Herangehensweise?

Dritte Frage: Ein Makler hat mir mal gesagt, dass der garantierte Rentenfaktor ganz wichtig ist? Was meint ihr dazu?

Jetzt schonmal vielen Dank!
sommersonne

Hallo,

ich habe da mal eine Gegenfrage:
Warum setzt Du Dich nicht mit dem Makler zusammen, von dem Du die Information hast? Der ist verpflichtet, Dich zu beraten und aus den Produktanbieter einen für Dich auszuwählen. Seine Auswahl muss er begründen können. Das erscheint mir die naheliegenste Lösung,
viele Grüße
Andreas

Guten Tag Sommersonne,
wenn Sie Ihrem Halbwissen folgen, dann ist es nachgerade wurscht,
welches Produkt Sie einkaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie
falsch liegen, ist dabei hoch. Wenn Sie Ihr Halbwissen ergänzen,
auf vielerlei Wegen, nur nicht hier, so dass Sie zu einem begründeten
Standpunkt kommen, ist das zwar mühsam, spart Ihnen aber viel
Enttäuschung.
Gruß
Günther

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unterschiedliche Varianten
Neben niedrigverzinsten Riester-Banksparplänen und neuerdings Riester-fähigen Bausparverträgen sind auf dem Markt Riester-Versicherungen und Riester-Fondssparpläne verbreitet.

Bei den Riester-Versicherungen gibt es wiederum zwei wesentliche Unterteilungen in normale kapitalbildende Riester-Versicherungen und in fondsgebundene Versicherungen.

Wenn jemand eine fondsgebundene Lösung favorisiert, kann diese also bei einer Fondsgesellschaft oder bei einer Versicherungsgesellschaft als vertragsführendem Unternehmen abgeschlossen werden.

Wie gut oder wie schlecht ein Anbieter wirschaftet, weiß man erst bei Ablauf. Erhebliche Unterschiede gibt es bei der internen Kostenstruktur und vor allem dabei, wieviel vom eingezahlten Beitrag letztendlich tatsächlich in den oder die gewählten Fonds fließt.

Wenig kalkulierbar sind zudem oft zukünftige Änderungen in familiären Verhältnissen, Einkommens- und Steuersituation, so dass eine laufende Vertragsanpassung zur Erzielung maximaler Zulagen erforderlich ist.
Direktversicherer arbeiten i.d.R. ohne Beratung.

Es macht Sinn, sich ausführlich über Vor- und Nachteile verschiedener Angebote zu informieren. Manchmal können auch gute ungeförderte Anlageprodukte unterm Strich ertragreicher sein, als weniger gute geförderte Verträge.

Produkte, die man noch nicht versteht, sollte man besser nicht kaufen.

Viele Grüße
UW

Vielen Dank! Das hilft schonmal ein ganzes Stück weiter. Hast du noch einen Tip woran ich eine gute Kostenstruktur erkennen kann? Mir ist schon klar dass ich was bezahlen muss und die fondgebundenen Sachen auch evtl teurer sind als die klassischen, aber vielleicht gibt es ja Anhaltspunkte woran ich einen guten Anbieter erkenne, der nicht nur den Großteil meiner Beiträge für die Verwaltungskosten verbrät.

die Qual der Wahl …
Such dir zuallererst eine(n) halbwegs guten Berater(in) / Vermittler(in) der/die dir, ohne dich unter Zeitdruck zu setzen, zwei oder drei unterschiedliche Riester-Varianten unterschiedlicher Gesellschaften vorschlagen und dir die Vor- und Nachteile der jeweiligen Variante so erläutern kann, dass du sie verstehst. Der Berater / die Beraterin sollten dir auch entsprechendes Info-Material über die Kostenstrukturen und evl. ein paar Marktvergleiche vorlegen können. Dann kannst du in aller Ruhe entscheiden.
Konkrete Produktempfehlungen, ohne die tatsächliche individuelle Ausgangssituation und persönliche Anlegermentalität zu kennen, sind in einem Internetforum leider nicht möglich.
Sollte dir aber die Flexibilität eines sehr langfristigen Altersvorsorgesparvertrages besonders wichtig sein, könnte ein ungefördertes herkömmliches Anlageprodukt u.U. durchaus geeigneter als ein geförderter Riester-Vertrag sein.

Viele Grüße
Uwe