Riester m. fondsgebundener Rentenversicherung

Hallo!

In der Finanztest 12/06 zum Thema Riester-Rentenversicherung steht, das die oft angebotenen Fondsvarianten für Riester-Rentenversichen nicht untersucht wurden.

Zitat: „Wir empfehlen sie nicht. Die Garantieleistung beläuft sich hier meist nur auf den Erhalt der Eigenbeträge plus Zulagen zum Rentenbeginn. Das Anlagerisiko trägt der Kunde dann bis auf diese gesetzliche Mindestgarantie selbst. Gleichzeitig ist er mit dem ungünstigen Kostenkorsett der Versicherung belastet. Zwei Minuspunkte auf einmal: Ein Riester-Fondssparplan ist besser.“

Ist das nur die Meinung der finanztest-Leute oder sehen das quasi alle „Ratgeber-Zeitungen“ so?

Nun wurde mir (26, ledig, kinderlos) genau ein solches Produkt beim Volkswohl Bund mit Templeton Balanced Fonds angeboten.

In der Tat sieht die Garantierente nach 38 Jahren mit ca. 115 Euro sehr mager aus. Mit der Überschußbeteiligung steigt die Gesamtrente allerdings bereits bei einer jährlichen Wertsteigerung der Fondsanteile von nur 2% auf ca. 380 Euro. Da kann das Angebot doch so schlecht nicht sein, denn 2% ist ja bereits mit Tagesgeldkonten zu schaffen…?

Ein weiterer Punkt sind die Verwaltungskosten:
„Bis zum Rentenbeginn werden von jedem zu zahlenden Eigenbetrag 8,5% als Verwaltungskosten erhoben. Wird dem Vertrag eine Zulage gemäß §§ 84,85 EStG zugeführt, werden davon 5,5% einmalig zum Zeitpunkt des Eingangs als Verwaltungskosten erhoben. Ab Rentenbeginn werden p. a. 1,5% der Jahresrente erhoben.“ - Mangels Vergleichsmöglichkeit kann ich nicht einschätzen ob diese im Rahmen sind, aber es kommt mir erstmal recht hoch vor!?

Gruß, Torsten

Hallo

Ein weiterer Punkt sind die Verwaltungskosten:
"Bis zum Rentenbeginn werden von jedem zu zahlenden
Eigenbetrag 8,5% als Verwaltungskosten erhoben.

also bei 1000€ jedes Jahr 85€s als sozusagen Grundgebühr, das ist meiner Ansicht nach ganz schön viel und reduziert den Gewinn jedes Jahr auf diesen eingzahten Betrag heisst: Rendite dür den Betrag in dem Jahr wohl fast 0
Die Experten werden wohl noch was dazu sagen

Wird dem

Vertrag eine Zulage gemäß §§ 84,85 EStG zugeführt, werden
davon 5,5% einmalig zum Zeitpunkt des Eingangs als
Verwaltungskosten erhoben. Ab Rentenbeginn werden p. a. 1,5%
der Jahresrente erhoben." - Mangels Vergleichsmöglichkeit kann
ich nicht einschätzen ob diese im Rahmen sind, aber es kommt
mir erstmal recht hoch vor!?

Gruß, Torsten

LG
Mikesch

Hallo,

Dein Beitrag stimmt, der Focus hat in der letzten Woche ebenfalls
Riesterprodukte vorgestellt. Bei vielen Varianten wird den Leuten die Haut abgezogen - womit ich die Kosten meine. Die Problematik in der Branche: das Risiko der Geldanlage wird von den Banken und Versicherungen auf die Kunden abgwewälzt - Vor Jahren gab`s noch einigermaßene Renditen auf LVs und Rentenversicherungen. Die Scheere zwischen den einzelnen Anbietern wurde und wird immer breiter. Um dennoch im Geschäft zu bleiben, wurden Fondpolicen etabliert. Das Risiko und die Kosten sind nun beim Kunden.

In der letzten Focus werden z.B. die BHW und die Hamburg-Mannheimer genannt, die von der Verbraucherzentrale abgemahnt wurden. So habe ich bspw. bei BHW-Riester(fond)kunden gesehen,dass beim Wechsel 100 Euro zzgl. 3% der entgangenen Beiträge als Wechselgebühr (zum anderen Anbieter) erhoben werden.

Bei den Riesterfond-Renten ist es oftmals nicht anders, die Leute lesen sich selten Kosten und Gebühren durch und nehmen nicht war, dass
sie ganz alleine das Risiko tragen (nun kommt F. wieder aus dem Busch Zitat:" immerhin bleiben die Eigenbeiträge und Zulagen erhalten"
…super Sache ,-)

Bei Interesse sende ich Dir den Focus-Bericht zu.

Detlev

In der Finanztest 12/06 zum Thema Riester-Rentenversicherung
steht, das die oft angebotenen Fondsvarianten für
Riester-Rentenversichen nicht untersucht wurden.

Zitat: „Wir empfehlen sie nicht. Die Garantieleistung beläuft
sich hier meist nur auf den Erhalt der Eigenbeträge plus
Zulagen zum Rentenbeginn. Das Anlagerisiko trägt der Kunde
dann bis auf diese gesetzliche Mindestgarantie selbst.
Gleichzeitig ist er mit dem ungünstigen Kostenkorsett der
Versicherung belastet. Zwei Minuspunkte auf einmal: Ein
Riester-Fondssparplan ist besser.“

Ist das nur die Meinung der finanztest-Leute oder sehen das
quasi alle „Ratgeber-Zeitungen“ so?

Nun wurde mir (26, ledig, kinderlos) genau ein solches Produkt
beim Volkswohl Bund mit Templeton Balanced Fonds angeboten.

In der Tat sieht die Garantierente nach 38 Jahren mit ca. 115
Euro sehr mager aus. Mit der Überschußbeteiligung steigt die
Gesamtrente allerdings bereits bei einer jährlichen
Wertsteigerung der Fondsanteile von nur 2% auf ca. 380 Euro.
Da kann das Angebot doch so schlecht nicht sein, denn 2% ist
ja bereits mit Tagesgeldkonten zu schaffen…?

Ein weiterer Punkt sind die Verwaltungskosten:
„Bis zum Rentenbeginn werden von jedem zu zahlenden
Eigenbetrag 8,5% als Verwaltungskosten erhoben. Wird dem
Vertrag eine Zulage gemäß §§ 84,85 EStG zugeführt, werden
davon 5,5% einmalig zum Zeitpunkt des Eingangs als
Verwaltungskosten erhoben. Ab Rentenbeginn werden p. a. 1,5%
der Jahresrente erhoben.“ - Mangels Vergleichsmöglichkeit kann
ich nicht einschätzen ob diese im Rahmen sind, aber es kommt
mir erstmal recht hoch vor!?

Gruß, Torsten

Meiner Meinung nach bietet die fondgebundene Riesteversicherung kaum mehr Sicherheit als die reine Fondsvariante.

Auch beim Fondssparplan müssen die Einzahlungen garantiert werden.

Kostenmässig ist es ein Rechenexempel, wobei der Fondsparplan sicher so lange besser abschneidet, wie der Fonds sich positiv entwickelt.

Der Fondssparplan ist je nach Gesellschaft auch sicher die flexiblere Variante. Wenn man unter Riester Bedingungen von flexibel sprechen kann.

Ohne Werbung machen zu wollen, sind die Riester Fonds im Allgemeinen und bei uns im besonderen recht gut gelaufen.

Fragen per Email