Riester-rente

Hallo Leute,

ich beschäftige mich zur Zeit sehr mit der Rieser-Rente, da die Frist bis Ende des Jahres läuft. Ich weiß aber nicht ob es sich für mich lohnt, keiner kann mir Rat geben und der Typ von der Gesellschaft sagt, dass es sich lohnt, was soll er auch sonst sagen, er will ja verkaufen. Es ist eine Gesellschaft, die im Test gut abgeschnitten hat.

Ich bin 20 Jahre alt, in der Ausbildung, und würde nach 4 Jahren Einzahlung ca. 822 Euro auf dem Rieser-konto haben, inclusive Zulagen, einmaliger Bonus, abgezogen der Kosten. Eigenanteil sind von den 822 Euro 400 Euro. Nun möchte ich nach der Ausbildung studieren gehen. Also würde die Riester-Rente flach liegen, ca. 5 Jahre. Nur versteuert werden mit ca. 2,25 Prozent. Aber was sind schon die 2,25 Prozent.

Nun habe ich kann man sagen nach 10 jahren Riester-rente 800 bei einer Einzahlung von 4 Jahren. Sollte ich später einen AG finden, der z.b eine Pensionskasse hat oder die gesellschaft wechseln möchet, dann müsste ich 100 Euro wechselgebühr zahlen. Die kämen dann noch drauf. ich weiß nun nicht ob es sich jetzt für mich lohnt 400 Euro Eigenanteil zu bezahlen, um nach 10 jahren einen betrag von ca. 800 zu haben?

Kann mir wer Rat geben? Danke

Hallo,

entgegen der „Experten“ der Bundesregierung bzw. Versicherungswirtschaft (personell sind es eh die gleichen), gibt es unabhaengige Wissenschaftler die der Riester-Rente mehr als skeptische gegenueberstehen.
Denn die Sicherheit dieser Vertraege ist, vor allem in Zeiten wie der jetzigen, alles andere als gegeben. Die Ertraege sind mehr als ungewiss, denn die gesetzliche Vorgabe geht von min. 2,25% Verzinsung aus… aber nur fuer 80% des Kapitals, die restlichen 20% koennen unverzinst bleiben ( je nach good will der Gesellschaft), das gleihe gilt fuer die sg. Ueberschussbeteiligungen, die koenne, muessen aber nicht zugerechnet werden.
Die Einlagen sind eigentlich durch den Einlagensicherungsfont abgesichert, aber wenn erst mal mehr als eine Versicherung den Bach hinunter geht, ist dieser Font sehr schnell aufgebraucht, und dann sind die Einlagen wech.

Die Riesterrente ist meiner Meinung nach nicht anderes als eine Variante den Versicherungen Unmengen von Kapital in die Taschen zu spuelen auf Kosten der Versicherten und der Steuerzahler, also nicht anderes als ein gut aufgezogener Volksbetrug. Alle (wirklich alle) Experten der Regierung die dieses Gesetz formuliert haben stehen auf der Gehaltsliste von grossen Versicherungen, selbst der Exminister Riester. Riester reist heute ueber Land und und haellt „Vortraege“ ueber die Riesterrent bei Veranstalltungen der Allianz fuer 20.000 - 60.000 Eur pro Vortrag. Der andere Rentenspezialist Ruerup sitzt seit letzten Monat im Vorstand von AWD.

Tschau
Peter

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Hallo Tommi,

die Riesterrente soll ein Element der Altersvorsorge sein. Deswegen verstehe ich Deinen Zeithorizont von 4 bzw. 10 Jahren nicht ganz.

Kann mir wer Rat geben? Danke

Zäum das Pferd von hinten auf. Lege fest, wieviel Rente Du mit 67 Jahren haben willst, rechne aus, wieviel Kapital Du dafür brauchst, und überlege Dir dann, wie Du das in 47 Jahren hinbekommst.

Gruß

Nordlicht

Was soll denn das bitte ?? Kopfschüttel
Hallo

entgegen der „Experten“ der Bundesregierung bzw.
Versicherungswirtschaft (personell sind es eh die gleichen),

man kann Kritik üben aber wenns geht sachlich und nicht hämisch.

gibt es unabhaengige Wissenschaftler die der Riester-Rente
mehr als skeptische gegenueberstehen.

und viele unabhängige Institutionen wie Finanztest etc, die Riester als sehr gute Möglichkeit der Altersversorgung sehen.

Denn die Sicherheit dieser Vertraege ist, vor allem in Zeiten
wie der jetzigen, alles andere als gegeben. Die Ertraege sind

Die Aussage ist ehrlich gesagt Unsinn und einfach falsch.

mehr als ungewiss, denn die gesetzliche Vorgabe geht von min.
2,25% Verzinsung aus… aber nur fuer 80% des Kapitals, die
restlichen 20% koennen unverzinst bleiben ( je nach good will
der Gesellschaft), das gleihe gilt fuer die sg.
Ueberschussbeteiligungen, die koenne, muessen aber nicht
zugerechnet werden.

Grübel,
du meinst wohl die Mindestverzinsung bei Lebensversicherungen.

Aber nur mal so nebenbei, wir reden hier über Riester.

Riesterverträge sind möglich als Rentenversicherungen, Banksparpläne und Aktienfondssparpläne

Die Einlagen sind eigentlich durch den Einlagensicherungsfont
abgesichert, aber wenn erst mal mehr als eine Versicherung den
Bach hinunter geht, ist dieser Font sehr schnell aufgebraucht,
und dann sind die Einlagen wech.

oha, das ist auch falsch.
Erstens heisst es „Fonds“ und nicht „font“.
Das sollte man schon wissen wenn man darüber schreibt, ansonsten passieren jedem mal Schreibfehler.

Und zweitens hat die Riesterrente nichts mit dem Einlagensicherungsfonds zu tun.

Steuerzahler, also nicht anderes als ein gut aufgezogener
Volksbetrug.

Sowas muss man nicht kommentieren.

Alle (wirklich alle) Experten der Regierung die
dieses Gesetz formuliert haben stehen auf der Gehaltsliste von
grossen Versicherungen, selbst der Exminister Riester. Riester

Hm, wenn du jetzt noch sagen willst, dass du als „Experte“ den Durchblick hast, dann kann man nur mit dem Kopf schüttel.

Achja nochmal Riester ist möglich in der Form Rentenversicherung, Banksparplane und Aktienfondssparplan.

Wie kommst du eigentlich auf Riester = Versicherung ?

Fazit:
Man kann immer über Dinge diskutieren.
Allerdings sollte man doch wissen worüber man redet und nicht Tatsachen falsch darstellen.

Schönen Abend noch

Brösenfan1968

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Tipp: Vertag ohne Abschlussprovision abschließen

Hallo Leute,

ich beschäftige mich zur Zeit sehr mit der Rieser-Rente, da
die Frist bis Ende des Jahres läuft. Ich weiß aber nicht ob es
sich für mich lohnt, keiner kann mir Rat geben

Unabhängigen Rat gibt Dir nur jemand, den Du bezahlst, und der Dir nichts verkauft. In Deutschland gibt es dazu die öffentlich bestellten Versicherungsberater (www.bvvb.de). Der Stundensatz solcher Leute beträgt ca. 100€. Die z.B. 500€ Honorar für eine Versicherungsberatung für Dich lohnen sich auf jeden Fall!

Übrigens: Viele Versicherungsgesellschaften bieten Verträge mit einkalkulierter Abschlußprovision zum Vertrieb über makler und die Homepage, und Verträge ohne Provision zum Vertrieb über die Versicherungsberater. Lies Dir mal folgenden Artikel durch: http://blog.dynamicdrive.de/2008-11-12/abschlusprovi…

Danach kannst Du erahnen, wieviel Geld die Versicherungsheinis an Provision kassieren, welches Dir fehlt. In dem verlinkten Beispiel würde der Versicherungsheini 7200€ Provision bekommen. Das muss nicht sein…

Guten Tag Caspar,
Ihr Beitrag enthält einiges, das richtig ist und einiges,
das falsch ist. Richtig ist, dass es Versicherungsberater gibt.
Falsch ist, dass diese öffentlich bestellt sind. Sie sind vielmehr
Inhaber einer öffentlich-rechtlichen Erlaubnis.
Die Kostensumme von 500 Euronen erscheint mir aus der Luft gegriffen.
Richtig ist, dass viele Versicherungsunternehmen ihre Produkte mit
einem unterschiedlichen bzw. flexiblen Kostenbestandteil ausrüsten.
Sie tun dass, damit der Außendienst im harten Konkurrenzkampf
besser bestehen kann und im Zweifelsfall eben einen sog. Sondertarif
aus dem Köcher ziehen kann. Das passiert nicht allzu oft, weil das
Durchblicksvermögen der Kundschaft in Deutschland im Regelfall sehr
überschaubar ist. Von Versicherungsheinis zu sprechen mag für jemanden, der im konkurrierenden Kredit-und Anlagegewerbe tätig ist,
das Mittel der Wahl sein. Überzeugend ist es nicht - zumal die
Abschlussprovisionen für diese Gilde auf durchaus vergleichbarem bis
höherem Niveau rangieren.

Ihr Verständnis zur Arbeit von Versicherungsberatern erscheint mir
sehr übersichtlich. Überhaupt von Vertrieb durch Versicherungsberater
zu sprechen, ist barer Unfug. Versicherungsberater vertreiben keine
Produkte. Es ist Ihnen durch Gesetz verboten.

Ergänzend noch ein Hinweis zu dem von Ihnen verlinkten Beispiel:
Weder die Zugehörigkeit zu einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit noch der „Direkt“-Abschluss über das Internet (von vielen fälschlicherweise als „Direktabschluss“ bezeichnet und auch verstanden) noch ein Abschluss bei einem veritablen Direktversicherer bewahrt einen Nehmer davor, Abschlusskosten zu bezahlen.
Entscheidend ist bisweilen die Höhe derselben. Da gibt es Unterschiede. Kosten indessen entstehen bei allen Anbietern.
Die genannte Seite ist insoweit, obgleich optisch recht hübsch, inhaltlich Käse.
Gruß
Günther

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Hallo Tommie,

Ich kann aus eigener Erfahrung als Einstiegslektüre zum Thema Riesterrente die Zeitschrift „Finanztest – Spezial Altersvorsorge“ als unabhängige Lektüre empfehlen. Dort werden die Unterschiede sowie die Vor- und Nachteile von Banksparplan, klassischer Rentenversicherung und Aktienfondssparplan ausführlich dargestellt.

Unter Kostenaspekten, vor allem im Hinblick auf Abschlussgebühren, laufende Gebühren und (wie in deinem Fall wichtig: ) Gebühren bei einem späteren Anbieterwechsel würde ich einen Banksparplan empfehlen. Die Testsieger von Stiftung Warentest bzw. Finanztest haben keine Abschlussgebühr, dafür laufende Kontogebühren von ca. 10 Euro pro Jahr. Ansonsten verdienen diese Institute nur an der Differenz zwischen Guthabenzinssatz und dem Zinssatz zu dem sie das überlassene Geld weiter verleihen. Bezeichnenderweise gibt es nur wenige Banken die überhaupt einen Banksparplan anbieten: Na klar, weil auch die Bank an einer neu vermittelten Rentenversicherung mehr verdient als an dem Banksparplan…

Also, der Riester-Banksparplan ist quasi wie ein Sparbuch mit Zinsen aktuell zwischen 3 und 3,7%, das ist nicht überwältigend, aber die Zulagen machen ja im Endeffekt die Rendite aus, vor allem bei niedrigem Einkommen wie in deinem Fall. Später wenn du eigenes Einkommen hast und mehr einzahlen willst bzw. musst, könntest du immer noch kostengünstig zu einem Fondssparplan wechseln. Wie gesagt: meine Empfehlung, rein unter Kostengesichtspunkten. Die “klassische” Rentenversicherung mit Riester-Förderung hat meist die höchsten Gebühren, insbesondere Abschlussprovision für den Vermittler…

Was das zukünftige Studium anbelangt: Während des Studiums wirst du voraussichtlich kein oder – wenn du nebenbei jobbst - nur ein niedriges sozialversicherungspflichtiges Einkommen haben. Das heißt, dass du voraussichtlich jährlich nur den Sockelbetrag von 60 Euro zahlen musst, um die volle Zulage i.H.v. 154 Euro zu bekommen. 60 Euro im Jahr hast du sicher auch als Student übrig. Dann könntest du auch während des Studiums deinen Banksparplan weiter besparen mit 154 Euro + 60 Euro = 214 Euro pro Jahr. Wie gesagt, die staatlichen Zulagen bringen dann die Rendite.

Wenn du nach dem Studium einen Job hast und Geld verdienst, kannst du immer noch wechseln, Wechselgebühr in der Regel 100 Euro bei Banksparplänen.

Alternativ würde ich mich an deiner Stelle über einen Aktienfondssparplan informieren, wegen der ausreichend langen Laufzeit bis du das Rentenalter erreichst. Der hätte aber den Nachteil dass er, wenn du, wie du schreibst, später mal zu einer Pensionskasse o.ä. wechselst, evtl. nicht die eingezahlten Beträge enthält. Die Garantie bei Riester-Produkten, dass mindestens die eingezahlten Beträge + Zulagen zur Auszahlung kommen müssen, gilt meines Wissens nur für die Auszahlungsphase im Rentenalter, nicht aber bei vorzeitiger Kündigung und anschließendem Wechsel in ein anderes Riester-Produkt.

Gruß

Ranschke

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Beispiel würde der Versicherungsheini 7200€ Provision
bekommen. Das muss nicht sein…

Das sind die Abschlußkosten, nicht die Provision, die der Vermittler erhält. Wenn die Versicerhungsvermittler 7200 e pro Vertrag erhalten würden, würden mehr Ferraris auf deutecvhen Straßen fahren und weniger Smarts.

Entscheidend ist bisweilen die Höhe derselben. Da gibt es
Unterschiede. Kosten indessen entstehen bei allen Anbietern.

Hallo Günther,

sicherlich entstehen auch bei Honorarberater- Tarifen Vertriebskosten. Der Unterschied zwischen den Abschlußkosten eines Standardtarifes und des Honorarberater- Tarifes derselben Gesellschaft ist deutlicher, als Otto Normalverbraucher vermutet (oft 0€ zu einige 1000€).

Der Weg über den Honorarberater lohnt sich für den Interessent in fast jedem Fall.

Viele Grüße

Caspar