Riester-Rente

Derzeit wird man ja von allen möglichen Banken mit Post bombardiert: bezüglich Riester-Rente und den ab 2006 gültigen Unisex-Tarif. Kennt sich hier jemand aus und kann vielleicht ein paar Tipps geben? Folgende Fragen haben sich mir aufgetan:

  • Wieviel Unterschied macht der Unisex-Tarif überhaupt aus? Ist das vielleicht nur Augenwischerei?
  • Empfiehlt es sich im Gegenzug für meine Frau, mit dem Abschluss eines Riester-Vertrags noch bis Januar zu warten?
  • Riester-Rente = max. 4% vom Brutto. Muss man die 4 % nehmen oder geht auch weniger, z.B. nur 2 oder 3 Prozent? Sinkt in diesem Fall dann die Förderung entsprechend (die ja eh nicht die Welt ist)?
  • Zahlt man nach Vertragsabschluss eigentlich Sozialversicherungsbeiträge und EKSt auf den normalen Brutto-Betrag auf der Gehaltsabrechnung oder auf den um die Riester-Beiträge „bereinigten“ Brutto-Betrag (also: Brutto minus 4%), da ja die Riester-Rente im Alter nicht steuerfrei ist (soweit ich weiß)?
  • Natürlich will ich möglichst hohe Rendite. Zu welcher Versicherung sollte man gehen? Gibt es eine Übersicht im Internet?
    Danke im Voraus,
    Ralf

hallo,
wende dich mal an die verbraucherzentrale, die bieten eine umfassende beratung für die riesterrente an.
du kannst auch weniger als 4% einzahlen, zb. einen festen betrag, die förderung wird dann entsprechend gekürtzt.
richtig ab 2006 wird es für männer ungünstiger da sie mit frauen unsinnigerweise gleichgestellt werden. das wohl etwa 15 % aus., d.h. die gewinne die die versichrung in deine riesterrente einrechnet wird dann etwas weniger ausfallen.
für frauen dürfte sich meines wissens 2006 nichts ändern.
und was die rendite betrifft, niemand weiss wie sich die renditen in der zukunft entwickeln, deshalb sind die vorhersagen der versicherer nur als beispiele anzusehen und nicht garantiert (immer schön das kleingedruckte lesen!!).

mfg roberto

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Derzeit wird man ja von allen möglichen Banken mit Post
bombardiert: bezüglich Riester-Rente und den ab 2006 gültigen
Unisex-Tarif. Kennt sich hier jemand aus und kann vielleicht
ein paar Tipps geben? Folgende Fragen haben sich mir aufgetan:

  • Wieviel Unterschied macht der Unisex-Tarif überhaupt aus?
    Ist das vielleicht nur Augenwischerei?

Nein

  • Empfiehlt es sich im Gegenzug für meine Frau, mit dem
    Abschluss eines Riester-Vertrags noch bis Januar zu warten?

Wenn sie die zulagen für 2005 nicht haben will, ja!

  • Riester-Rente = max. 4% vom Brutto. Muss man die 4 % nehmen
    oder geht auch weniger, z.B. nur 2 oder 3 Prozent? Sinkt in
    diesem Fall dann die Förderung entsprechend (die ja eh nicht
    die Welt ist)?

Mal ein kleines beispiel du bist verheiratet keine Kinder. Dein Jahresbrutto beträgt 30.000€ 2% (2005) davon sind 600€ Jährlich. Das ist der Betrag der gespart wird. Du selber zahlst aber nur den Betrag(600€) minus 74€ Förderung minus ca 135€ Sonderausgabenabzug. Macht gerade 391€ die du selber zahlen mußt und trotzdem stehen 600€ auf der Uhr die auch noch Verzinst werden. Wenn das mal keine nette Rendite ist dann weiß ich auch nicht. Soviel zum Thema Förderung die nicht die welt ist.

  • Zahlt man nach Vertragsabschluss eigentlich
    Sozialversicherungsbeiträge und EKSt auf den normalen
    Brutto-Betrag auf der Gehaltsabrechnung oder auf den um die
    Riester-Beiträge „bereinigten“ Brutto-Betrag (also: Brutto
    minus 4%), da ja die Riester-Rente im Alter nicht steuerfrei
    ist (soweit ich weiß)?

Steuerersparnis JA, Sozialabgabenersparnis NEIN

  • Natürlich will ich möglichst hohe Rendite. Zu welcher
    Versicherung sollte man gehen? Gibt es eine Übersicht im
    Internet?

Keiner kann eine Prognose machen wie sich die Renditen der einzelnen Versicherer entwickeln werden. Wichtiger ist, Banksparplan oder Fondsgebunden… ect.

Danke im Voraus,
Ralf

MFG

Hallo Ralf,

Derzeit wird man ja von allen möglichen Banken mit Post
bombardiert: bezüglich Riester-Rente und den ab 2006 gültigen
Unisex-Tarif. Kennt sich hier jemand aus und kann vielleicht
ein paar Tipps geben? Folgende Fragen haben sich mir aufgetan:

  • Wieviel Unterschied macht der Unisex-Tarif überhaupt aus?
    Ist das vielleicht nur Augenwischerei?

Aufgrund der höheren Lebenserwartung von Frauen muss statistisch gesehen eine Rente länger gezahlt werden und das führt dazu, dass für eine gleiche hohe Monatsrente für Frauen mehr Kapital gebraucht wird.
Bei der Kalkulation eines Uni-Sex- Tarifes wird nun aufgrund der Vermischung ganz primitiv gesagt den Männern Geld weggenommen und den Frauen gegeben. Nun kommt es darauf an, welchen Anteil an Frauen bzw. Männer ein Versicherer erwartet. Geht er davon aus, dass 100% Frauen im Tarif sein werden, wird im Prinzip ganz einfach der bestehende Frauentarif für Männer ab 2006 auch gelten. Geht der Versicherer davon aus, dass sich doch Männer versichern werden, kann es für Frauen billiger werden (abhängig vom prognostizierten Verhältnis). Deshalb kann man nicht pauschal sagen, ob/wieviel billiger es für Frauen werden wird. Teurer für Männer wird es auf jeden Fall.

  • Empfiehlt es sich im Gegenzug für meine Frau, mit dem
    Abschluss eines Riester-Vertrags noch bis Januar zu warten?

Schwer zu sagen (s.o.) - zumindest verschenkt sie beim warten die Zulagen/den Steuervorteil für dieses Jahr.

  • Riester-Rente = max. 4% vom Brutto. Muss man die 4 % nehmen
    oder geht auch weniger, z.B. nur 2 oder 3 Prozent? Sinkt in
    diesem Fall dann die Förderung entsprechend (die ja eh nicht
    die Welt ist)?

die 4% vom Brutto gelten erst ab 2008 (dieses Jahr 2%, 2006 und 2007: 3%). in den jeweiligen Prozenten sind die Zulagen übrigens enthalten.
Zahlt man weniger, wird die Zulage anteilig gekürzt bzw. es gibt halt weniger Steuervorteil.

  • Zahlt man nach Vertragsabschluss eigentlich
    Sozialversicherungsbeiträge und EKSt auf den normalen
    Brutto-Betrag auf der Gehaltsabrechnung oder auf den um die
    Riester-Beiträge „bereinigten“ Brutto-Betrag (also: Brutto
    minus 4%), da ja die Riester-Rente im Alter nicht steuerfrei
    ist (soweit ich weiß)?

Bei der Gehaltsabrechnung merkt man gar nichts von einer privaten Riester-Rente: also SV- und Steuerabzug ganz normal. Zulagen bzw. Steuervorteil gibt es später direkt auf den Vertrag bzw. mit der Steurerklärung.
Ja, die Riesterrente ist später voll zu versteuern.

  • Natürlich will ich möglichst hohe Rendite. Zu welcher
    Versicherung sollte man gehen? Gibt es eine Übersicht im
    Internet?

Wenn es so einfach wäre, dass man einfach im Internet oder sonstwo nachschaut, was das beste ist…

Erst mal schauen: Riester mit anderen Altersvorsorgemöglichkeiten vergleichen - das ist schon je nach Einkommen/Alter/Familiensituation unerschiedlich.
Kommt man dann darauf, dass Riester das beste ist: existieren Varianten wie klassische Rentenversicherung, Fondsgebundene Rentenversicherung, Sparpläne… - wieder abhängig von Alter, Risikoneigung usw.
Hat man dann was gefunden kann man beginnen Tarife zu vergleichen - aber auch hier gibt es Unmengen an Kriterien (Garantien?, Hochrechnungen? Unternehmenskennzahlen? Service? …)

Danke im Voraus,
Ralf

Gerne doch.

Es soll Leute geben, die sich bevor sie ein Auto/Fernseher oder dergleichen kaufen stundenlang informieren und beraten lassen, Zeitschriften wälzen usw. - beim „planen“ der eigenen Altersvorsorge jedoch nach nur wenigen Minuten (wenn überhaupt) eine Entscheidung treffen. Ich kann niemandem empfehlen, letzteres zu machen.

Viele Grüße

Thomas K.
(da ich nicht der einzige Thomas hier bin, schreibe ich ab jetzt besser mit dem K. :smile: )

Hallo Ralf,

  • Natürlich will ich möglichst hohe Rendite. Zu welcher
    Versicherung sollte man gehen? Gibt es eine Übersicht im
    Internet?
  1. Produkt mit Aktienfonds?
    falls Du Dich für ein Produkt mit Aktienfonds entscheiden möchtest (Fondssparplan bei einer Investmentgesellschaft oder fondsgebundes Produkt bei einer Versicherung) schau Dir genau den Vertragstext an, wieviel Deiner Einlagen in die gewählten Fonds fließt. Dies kann für Deine effektive Durchschnittsrendite zum Ende der Sparzeit von größter Bedeutung sein. Du wirst bei der Durchsicht der Versicherungsbedingungen bzw. Vertragsbedingungen feststellen, dass sich einige der großen Versicherungen nicht darüber erklären, wieviel Geld in die Fonds fließt. Ich würde einen Anbieter wählen, der klare nachvollziehbare Angaben macht und Dich wie bei einem Investmentfondskonto über Kursveränderungen der an den Vertrag gebunden Fonds informiert.

  2. Kostenquote
    Für Deine Rendite sind die Kosten des Vertrages sehr wichtig. Mehr als 14 Prozent vom Monatsbeitrag würde ich nicht zahlen.

  3. Ruhendstellung
    Schau Dir an, was der Vertrag an Kosten verursacht, wenn Du mal keine Beiträge leisten kannst.

Hilfreich ist der Test aus der Finanztest (ich glaube aus dem Jahr 2002 oder 2003). Schau einfach mal in der örtlichen Bibliothek nach.
Aber Achtung! Teilweise haben Anbieter andere Produkte lizenzieren lassen, als damals von Finanztest getestet wurden. Dies erkennst Du an der abweichenden Nummer des Produkts.

Ich hoffe, ein wenig geholfen zu haben.

LG

Petra

Hallo an alle, die geantwortet haben,

vielen Dank für Eure Hilfe. Ich denke, ich werde mir wirklich erstmal ein entsprechendes Heft von Finanztest besorgen - ist sicher gut angelegtes Geld.

Danke für die Hilfe,

Ralf