Riester Versicherung und Fonds - Was ist besser?

Guten Tag,

seit längerem stelle ich mir die Frage, ob ich mit meiner Altersvorsorge richtig aufgestellt bin. Vielleicht könnt Ihr mir helfen?

Alter 21, Beamter, Wohneigentum

Vorsorgeart: 1. Riester Versicherung klassisch (Generali Selekta Zulagenrente)

  1. UniProfiRente 4P

Die Verträge werden hälftig bedient. Die Verträge laufen seit 2007. Mein damiliger Gedanke war, dass ich auf der einen Seite sichere 2,… Prozent durch die Versicherung bekomme und so die Inflation umgehe und auf der anderen Seite das Risiko durch die UniRente eingehe und möglicherweise nur die Einzahlbeträge (Spätere Inflation würde Kaufkraft mindern) erhalte.

Es wäre nett, wenn Ihr mir sagen könntet, ob die Anlage in Ordnung ist oder ich vielleicht einen Vertrag auflösen sollte und in den anderen umschichte.

LG Terra88

Hallo,

Vorsorgeart: 1. Riester Versicherung klassisch (Generali
Selekta Zulagenrente)

  1. UniProfiRente 4P

die 1. ist plausibel, wenn ich auch andere Gesellschaften gewählt hätte

die 2. ist imho Quatsch (schau mal im Archiv nach)

Gruß cooler

Hallo Terra88,

eine Frage: Was war denn deine Motivation, überhaupt etwas für die AV zu tun?
Gruß

holzmichl

Hallo,

die klassische Riester-Rentenversicherung ist sicherlich eine gute Variante. Ich hätte aber auch einen anderen Versicherer gewählt. Viel besser wäre es auch gewesen, Du hättest in die Riester-RV den vollen Betrag gesteckt und die Fondsvariante ohne Riester gewählt (sofern Du noch etwas zusätzlich zu Riester hättest machen wollen). So wärst Du in diesem Bereich sehr viel flexibler und kostengünstiger.

Gruß

Willi

Meine Motivation war es, später neben der Pension noch Geld für manche Annehmlichkeit - Urlaub etc. zu haben.

LG

Warum denn kostengünstiger - Die 4P kostet jährlich auch nichts und Abschluss war umsonst…?

Hab mal im Archiv nachgeschaut - Da sind Artikel aus 2007, die mehr oder weniger positiv sind. Jedoch sagen doch auch relativ aktuelle Tests des Produktes, dass es rentabel und kostengünstig ist - Gibt es da Vertragsfeinheiten, die ich nicht kenne?!

Warum denn kostengünstiger - Die 4P kostet jährlich auch
nichts und Abschluss war umsonst…?

Genau, die mögen dich so sehr, dass sie netterweise an dir kein Geld verdienen möchten…
Abgesehen davon, wer mit 21(!) schon Beamter ist und Wohneigentum hat, der braucht sich nun wirklich keine Sorge um seine Altersvorsorge zu machen.

Hallo,

Hab mal im Archiv nachgeschaut - Da sind Artikel aus 2007, die
mehr oder weniger positiv sind. Jedoch sagen doch auch relativ
aktuelle Tests des Produktes, dass es rentabel und
kostengünstig ist - Gibt es da Vertragsfeinheiten, die ich
nicht kenne?!

das Thema gab es erst vor ca. 6 Wochen!
Ich sag es dir aber ganz grob: Doppelkosten, unbestimmte Kosten bei späterer Verrentung und da Riester mindestens die eingezahlten Beiträge garantieren MUSS, wird die Rendite beschixxen sein, wahrscheinlich läufts immer auf den Garantiewert hinaus. Stell dir mal vor, der Fonds ist im Keller!? Die Gesellschaften würden sich ja ruinieren, wenn sie nicht schon weit vorher den Rettungsanker ziehen.
Also, Doppelkosten und „Garantie“… das ist zuviel!

da Riester mindestens die
eingezahlten Beiträge garantieren MUSS, wird die Rendite
beschixxen sein, wahrscheinlich läufts immer auf den
Garantiewert hinaus.

Das ist ein bescheuertes Argument. Ist dir schon mal aufgefallen, dass es auf klassische Lebensversicherungen ganz genauso zuträfe? Dort ist die Garantie sogar noch höher (es wird eine Mindestverzinsung garantiert)…

Grüße,
Sebastian

Hallo,

Das ist ein bescheuertes Argument. Ist dir schon mal
aufgefallen, dass es auf klassische Lebensversicherungen ganz
genauso zuträfe? Dort ist die Garantie sogar noch höher (es
wird eine Mindestverzinsung garantiert)…

du erwartest doch nicht, dass ich auf so einen verqueren Vergleich antworte!? Die wichtigsten und entscheidendsten Dinge lässt du völlig unberücksichtigt!

Gruß cooler

du erwartest doch nicht, dass ich auf so einen verqueren
Vergleich antworte!? Die wichtigsten und entscheidendsten
Dinge lässt du völlig unberücksichtigt!

Naja, halt so wie du im Posting weiter oben…

Alle Riesteranbieter müssen die Garantien auf irgendeine Weise darstellen. Natürlich könnten sie alle das Geld unters Kopfkissen legen (oder passend niedrig verzinst anlegen) und könnten die Garantie dann punktgenau erfüllen. Das macht aber keiner, auch nicht die Versicherer, und es gibt auch keinen guten Grund: es ist ja möglich, die Garantie sicherzustellen und trotzdem im Erwartungswert höhere Renditen zu erzielen. Wie sie das bewerkstelligen, ist bei den Riesteranbiern - auch unter den Fondssparplananbietern - durchaus unterschiedlich.

Viele Grüße,
Sebastian

Hallo,

Wie sie das bewerkstelligen, ist bei den Riesteranbiern - auch
unter den Fondssparplananbietern - durchaus unterschiedlich.

Es ist doch nicht so, dass wir keine praktischen Beispiele haben!
Es wurden doch schon Rettungsanker geworfen (ich nenne jetzt keine Namen)!

Gruß cooler

P.S. Es darf doch jeder seinen Fonds-Sparplan-Riester abschließen. Was mir stinkt, ist, dass hier suggeriert wird, was für gigantische Renditemöglichkeiten bestehen würden - heraus kommt (siehe die diskutierten Probleme), die heißeste Rendite-Luft ever!

Gruß cooler

Hallo,

Wie sie das bewerkstelligen, ist bei den Riesteranbiern - auch
unter den Fondssparplananbietern - durchaus unterschiedlich.

Es ist doch nicht so, dass wir keine praktischen Beispiele
haben!
Es wurden doch schon Rettungsanker geworfen (ich nenne jetzt
keine Namen)!

Hö? Warum denn nicht?

Du meinst von Union Investment und ihrer „Reißleine“, die dann das Aktienvermögen in sichere Anlagen umschichtet, wenn ein nicht mehr so lange laufender Vertrag in Gefahr gerät, eine Vermögensschwelle zu unterschreiten, ab der eine sichere Anlage den Garantiewert nicht mehr bis zum Laufzeitende erreichen würde. Das ist eine von verschiedenen Formen, die Garantie darzustellen. Es ist ja auch ein Ereignis, wo das notwenig wurde, eingetreten.

Andere Formen der Garantiedarstellung, etwa die frühzeitigere Beimischung sicherer Anlagen, leiden nicht an derartig „punktuellen“ Negativereignissen.

Den Vorwurf, den du dabei gegenüber den Anbietern erhebst, verstehe ich nicht ganz.

P.S. Es darf doch jeder seinen Fonds-Sparplan-Riester
abschließen. Was mir stinkt, ist, dass hier suggeriert wird,
was für gigantische Renditemöglichkeiten bestehen würden -
heraus kommt (siehe die diskutierten Probleme), die heißeste
Rendite-Luft ever!

Ich gehe davon aus, dass du mit „Fonds-Sparplan-Riester“ insbesondere aktienfondslastige Allokationen meinst.

Die Renditemöglichkeiten eines aktienmarktlastigeren Investments sind ja unbestreitbar höher. Die zu erwartende Rendite auch (oder?). Damit einher geht leider eine erhöhte Volatilität gegenüber reinen Rentenpapierinvestments (bzw. fast reinen, womit ich die Anlagestrategien klassischer Rentenversicherungen mit einschließe). Bei langen Laufzeiten wird dieser Volatilitätsanstieg aber immer geringer. Wenn ich nun also für eine lange Laufzeit ein niederrentierliches und niedervolatiles Investment wähle, verschenke ich Rendite für einen nur noch relativ geringen Volatilitätsreduktionseffekt.

Viele Grüße,
Sebastian

Dazu kann ich nur sagen: "Gut gebrüllt und abgeschrieben, Sebastian!
Und vor allem, GRAU IST ALLE THEORIE!! Die Realität spricht seit ungefähr 15 Jahren eine völlig andere Sprache! Die Wirtschaftswunderzeiten sind vorbei!!

Eine pers. Frage and dich: Warum haben die konventionellen Produkte bei den Vers. Ges. (z.B. Cosmos oder AM) bei Ablauf besser abgeschnitten als die Fonds-Produkte der gleiche gesellschaften? ( LZ, Beitrag und Geschlecht identisch - die Überprüfung war zu dam Zeitpunkt, als der DAX um die 6500 Punkte zeigte!

Gruß cooler

Dazu kann ich nur sagen: "Gut gebrüllt und abgeschrieben,
Sebastian!

Von wo?

Und vor allem, GRAU IST ALLE THEORIE!! Die Realität spricht
seit ungefähr 15 Jahren eine völlig andere Sprache! Die
Wirtschaftswunderzeiten sind vorbei!!

Eine Einmalanlage in den DAX hätte von Anfang 1994 bis Anfang 2009 (15 Jahre) 6,7% p.a. Rendite erzielt. Wohlgemerkt war Anfang 2009 ziemlich trübes Börsenwetter.

Eine pers. Frage and dich: Warum haben die konventionellen
Produkte bei den Vers. Ges. (z.B. Cosmos oder AM) bei Ablauf
besser abgeschnitten als die Fonds-Produkte der gleiche
gesellschaften?

Vielleicht weil Cosmos und AM (wofür steht das?) oder Versicherungen im Allgemeinen bei der Fondsverwaltung wenig kompetent sind und Mist gebaut haben? Vermutlich haben sie bessere Versicherungen als Aktienfonds im Angebot… ist mir ohnehin neu, dass es Unternehmen gibt, die sowohl Versicherungen als auch Fonds auflegen.

( LZ, Beitrag und Geschlecht identisch - die
Überprüfung war zu dam Zeitpunkt, als der DAX um die 6500
Punkte zeigte!

Wie schaut der Vergleich mit einem Indexfonds aus statt mit einem obskuren Produkt von Cosmos o.ä.? Falls du Einmalinvestments vergleichst, wären ca. 6,7% auf Anfang 2009 zu schlagen (aber da stand der DAX beileibe nicht bei 6500)… bei einem Sparplan kann ich gerade keine Zahl anbieten, vermutlich könnte man eine googlen, wenn man etwas Zeit investiert. Oder man nimmt die historischen DAX-Daten der Bundesbank o.ä., die sollten für das Nachrechnen eines Sparplans reichen.

Viele Grüße,
Sebastian

Dazu kann ich nur sagen: "Gut gebrüllt und abgeschrieben,
Sebastian!

Von wo?

Und vor allem, GRAU IST ALLE THEORIE!! Die Realität spricht
seit ungefähr 15 Jahren eine völlig andere Sprache! Die
Wirtschaftswunderzeiten sind vorbei!!

Eine Einmalanlage in den DAX hätte von Anfang 1994 bis Anfang
2009 (15 Jahre) 6,7% p.a. Rendite erzielt. Wohlgemerkt war
Anfang 2009 ziemlich trübes Börsenwetter.

Ich hätte 13 Jahre nehmen sollen! Auch schon eine lange Zeit!
Und dann deine 6,7% = bitte verschon mich mit der Augenwischerei „BVI-Methode“ (wenn du weißt, was das bedeutet!)

Vielleicht weil Cosmos und AM (wofür steht das?)

Aachener Münchener

Versicherungen im Allgemeinen bei der Fondsverwaltung wenig
kompetent sind und Mist gebaut haben? Vermutlich haben sie
bessere Versicherungen als Aktienfonds im Angebot… ist mir
ohnehin neu, dass es Unternehmen gibt, die sowohl
Versicherungen als auch Fonds auflegen.

Es handelte sich um Fonds-LVn gegen konvent. LVn!

Wie schaut der Vergleich mit einem Indexfonds aus statt mit
einem obskuren Produkt von Cosmos o.ä.? Falls du
Einmalinvestments vergleichst, wären ca. 6,7% auf Anfang 2009
zu schlagen (aber da stand der DAX beileibe nicht bei 6500)…
bei einem Sparplan kann ich gerade keine Zahl anbieten,
vermutlich könnte man eine googlen, wenn man etwas Zeit
investiert. Oder man nimmt die historischen DAX-Daten der
Bundesbank o.ä., die sollten für das Nachrechnen eines
Sparplans reichen.

2004 hat der map-report alle Fonds untersucht, von denen Daten über eine 20jährige LZ vorlagen und hat sie mit ganz primitiven 20 Jahre laufenden Lebensversicherungen verglichen. Ich darf dir berichten: Ein Fiasko für die Fonds!
Bei Gelegenheit such ich dir das Ergebnis raus! Du kannst aber auch hier im Archiv suchen, da wurde es auch schon vorgestellt!

Gruß

Dazu kann ich nur sagen: "Gut gebrüllt und abgeschrieben,
Sebastian!

Von wo?

Hm… ich vermisse hier deine Antwort auf meine Frage.

Eine Einmalanlage in den DAX hätte von Anfang 1994 bis Anfang
2009 (15 Jahre) 6,7% p.a. Rendite erzielt. Wohlgemerkt war
Anfang 2009 ziemlich trübes Börsenwetter.

Hier muss ich mich korrigieren, weil ich die Grafik falsch gelesen habe: die Rendite einer DAX-Einmalanlage von Anfang 1994 bis Anfang 2009(bzw. genauer gesagt 31.12.1993-2008) war 5,1% p.a.

Ich hätte 13 Jahre nehmen sollen! Auch schon eine lange Zeit!

Die Rendite einer Einmalanlage in den DAX 31.12.1995-2008 war 6,0%.

Augenwischerei „BVI-Methode“ (wenn du weißt, was das
bedeutet!)

Ich weiß nicht, was „Augenwischerei BVI-Methode“ bedeutet. Jedesmal, wenn ich dich gebeten habe, mir das Problem an ihr zu erklären, war nichts aus dir herauszubekommen.

Abgesehen davon hat die BVI-Methode etwas mit der Berechnung von konkreten Fondsrenditen zu tun, ich habe eine Indexrendite angegeben (die ein Indexfonds - da reduziert um Verwaltungskosten - nicht ganz erreichen wird).

Es handelte sich um Fonds-LVn gegen konvent. LVn!

Aha… warum das denn jetzt auf einmal? Fondsgebundene Lebensversicherung sollen allerdings keine so tolle Idee sein, habe ich gehört.

Bei Gelegenheit such ich dir das Ergebnis raus! Du kannst aber
auch hier im Archiv suchen, da wurde es auch schon
vorgestellt!

Hm… ich erinnere mich dunkel, dass man diesen Report irgendwie hätte kaufen können. Ging es dabei um die Eignung von Aktienfondssparplänen zur Altersvorsorge? Wurden dementsprechend lang laufende Fondssparpläne betrachtet (20 Jahre aufwärts)? Und verschiedene Endzeitpunkte bzw. eine fiktive Umschichtung in Rentenfonds gegen Laufzeitende? Das müsste man für einen fairen Vergleich nämlich…

Viele Grüße,
Sebastian