Hallo Andrea,
wenn Sie einige meiner Artikel im Board (Kapitalanlagen / Versicherungen) gelesen haben, wissen Sie, dass ich von der Riesterrente wenig bis gar nichts halte. Dadurch ziehe ich immer wieder den Zorn der vielen, vielen Versicherungsvertreter auf mich, die sich auf dieser Seiten herumtreiben und wenig bis gar nicht qualifiziert sind. Aber da muss ich wohl mit leben.
Doch zu Ihrer Frage:
Die Riesterrente hat für mich (als Vater von drei Kindern) einige wesentliche Nachteile, die nicht akzeptabel sind. Dies wären unter anderem…
- sie ist nicht vererbbar, verschenkbar oder beleihbar
- vor dem 60. Lebensjahr ist die Rente „tabu“, Sie können den Vertrag also nur beitragfrei stellen, aber nicht an Ihren ersparten Eigenanteil heran.
- der Partner bekommt im Falle des Todes nur dann etwas von der Rente (meist 60%), wenn er einen eigenen Vertrag hat. Diese Option schmälert die zu erwartende Rendite beträchtlich, da die Rente ja nun (statistisch gesehen) einige Jahre länger reichen muss.
- Kinder die das 25 Lebensjahr vollendet haben (meist der Fall, wenn man in Rente geht) haben überhaupt keinen Anspruch auf das angesparte Kapital. Es verfällt dann an die Versicherung.
- richtig rentabel ist „Riestern“ nur für Familien mit geringen Einkommen und vielen Kindern. Hier besteht aber die große Gefahr, dass im Alter die Riesterrente mit der gesetzlichen Grundsicherung verrechnet wird und ich trotz jahrelangen Sparens nicht einen Cent mehr bekomme.
- die Kostenbelastung ist in den meisten Verträgen unverschämt hoch, so dass ich erst nach vielen Jahren einen nennenswerten Betrag auf meinem „Riesterkonto“ habe.
- die Versicherungen kalkulieren die Verträge auf eine Lebenserwartung von 90 Jahren und mehr, damit möglichst keine Gefahr besteht, dass sie „drauflegen“. Deshalb ist die zu erwartende Rente dann auch entsprechend gering. Sterbe ich früher (was statistisch gesehen sehr wahrscheinlich ist) verfällt der Restwert wieder an die Versicherung.
Sie sehen schon, dass ich an diesem Produkt nicht viel Gutes finden kann. Dennoch wird es verkauft wie die berühmten „warmen Semmeln“. Woran liegt das? Nun, das ist schnell beantwortet, denn die Verkaufsprovision für dieses „tolle“ Produkt wird nicht nur auf den eigenen Sparanteil berechnet, sondern auch auf die staatlichen Förderungen und das lohnt sich dann auf jeden Fall - für die Versicherungsvertreter!
Sollten Sie zu den ganz wenigen Menschen gehören, die angesichts der o.g. Nachteile das „Riestern“ in betracht ziehen, lassen Sie es mich wissen, denn eine Empfehlung darf ich natürlich aussprechen und wenn es denn schon Riester sein muss, sollten Sie wenigstens einen der besten Anbieter am Markt wählen.
Was ich Ihnen alternativ anbieten kann ist eine richtige Rentenplanung. Das ist eine eigenständige Dienstleistung, die gegen ein Honorar oder eine Schutzgebühr erbracht wird und keine(!) Produktvermittlung beinhaltet (von irgendetwas muss ja auch ich meine Familie ernähren
.
Sie erhalten dafür eine etwa 20-seitige Auswertung, die Ihre finanzielle Situation beleuchtet und ihnen aufzeigt, ob Ihre bislang getätigten Schritte im Hinblick auf die Altersversorgung ausreichen oder nicht. Berücksichtigt werden die Einkommenssituation, die steuerlichen Aspekte und natürlich die Auswirkungen der Inflation, die häufig vergessen wird.
Die Vergütung richtet sich nach dem Aufwand des Auftrages und wird mit dem Stundensatz eines Handwerksmeisters vergütet. Sie können davon ausgehen, dass der Betrag sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Größenordnung zwischen 150,- und 300,- Euro bewegen wird. Wenn Sie sehen möchten, wie so etwas aussieht, sende ich Ihnen gern eine Musterplanung per E-mail zu.
Doch keine Angst, ich will Sie nicht mit unzähligen E-Mails etc. nerven. Wenn es Sie interessiert, ist das schön, wenn nicht ist das auch in Ordnung. Den Tipp in Sachen Riester bekommen Sie auch ohne diese Planung 
Herzliche Grüße aus Südniedersachsen
Stephan Heddinga
Weitere Infos zu mir finden Sie auch vie google oder auf meiner Seite
http://www.magellan24.com