Ob ein Aktienfonds GUT war, kannst du
erst bei Auszahlung registrieren!
So ist es. Und genau das schrieb ich auch - wie Du bemerkt haben wirst. Dennoch geben die Werte der Vergangenheit einen guten Anhaltspunkt für die Qualität des Fondsmanagements. Das gilt selbstverständlich auch für Versicherungen. Versicherer, die seit vielen Jahren gute Überschüsse erwirtschaften sind allemal denen vorzuziehen, die in der Vergangenheit versagt haben. Aber im Gegensatz zu Versicherern, bieten Fonds eine transparente Anlagepolitik, tägliche Kurse und soweit es sich um breit gestreute internationale Aktienfonds handelt langfristig eine weit bessere Wertentwicklung als Rentenanlagen.
Und ein JETZT GUTER bietet
noch lange nicht die Gewähr, dass er GUT BLEIBT! Also doch
Spielbank mit seriösem Anstrich!
Gewähr? Nein. Also wie bei einem jeden Versicherer auch. Aber selbstverständlich kann man auch im Fondsbereich Garantiefonds der unterschiedlichsten Ausrichtung erwerben. Da hat man dann tatsächlich eine Gewähr - gegen den Preis einer höheren Rendite.
73 Fondssparpläne für die Ablaufdaten über 20 Jahre vorlagen,
wurden mit ganz primitiven, langweiligen Lebensversicherungen
über den gleichen Zeitraum verglichen. Die Fondssparpläne
erzielten im Durchschnitt 5,32% Rendite, der SCHWÄCHSTE (ich
wiederhole: der SCHWÄCHSTE)
Hast Du Dir mal die Entwicklung des Dax und des MSCI Welt der vergangenen 20 Jahre angeschaut? Solltest Du mal tun. 2002 hatten wir einen Börsencrash. 2004 waren die Kurse noch immer unten. Wenn man sich dann nur die Stichtagsentwicklung ansieht und nicht mit rollenden Vergleichszeiträumen arbeitet, sagt das leider gar nichts aus. Das würde dann nur auf Leute zutreffen, die exakt vor 20 Jahren einen Einmalbetrag angelegt haben und exakt 20 Jahre später sich das Guthaben haben auszahlen lassen. Mit diesem Statistiktrick kann ich Dir heute durchschnittliche Renditen von fast 20 % vorrechnen, die genauso wenig Aussagekraft hätten.
Normalerweise legt man für die Altersvorsorge (um die es hier geht) regelmäßig Geld auf die Seite. Durch diese - meist monatlichen - Mittelzuflüsse ergibt sich durch den Cost-Average-Effekt und die Laufzeit eine vollkommend andere Wertentwicklung. Der Durchschnittspreis der Anteile sinkt.
Möchte man die Wertentwicklung einer jeglichen Anlageform ermitteln und besonders deren Stetigkeit, kommt man um die Betrachtung von rollierenden Zeiträumen nicht herum. Durch diese Vorgehensweise gleicht man „Ausrutscher“ nach oben und unten aus, die sich bei einer rein stichtagsorintierten Betrachtungsweise ergeben würden.
Dieser Herangehensweise bedient sich beispielsweise die Stiftung Warentest. Sie ermittelt bei den Fonds nicht eine reine Wertentwicklung, sondern vergibt Bewertungszahlen, basierend auf diesen rollierenden Zeiträumen. Erst dadurch wird die tatsächliche Wertentwicklung eines Fonds in Bezug auf Laufzeit und Stetigkeit deutlich.
Bei Versicherungen ist diese Herangehensweise grundsätzlich ebenso möglich, aber nicht zwingend erforderlich, weil durch deren Konzentration fast ausschließlich auf den Rentenmarkt die Wertschwankungen weit geringer sind und die Stetigkeit der Rendite weit höher. Oder kurz: Die Wertschwankungen sind weit geringer.
Vergiss doch einfach den Popanz C-A-E! Entscheidend (ob kleine
oder große Anteile) ist die BÖRSENSITUATION ZUM ZEITPUNKT DER
AUSZAHLUNG und sonst gar nichts!
Das ist vollkommen falsch. Der Auszahlungszeitpunkt bestimmt den dann aktuellen Anteilspreis. Die Zahl der Anteile und damit die Sparsumme bestimmt sich aber nach dem Verlauf der Einzahlungen 30 Jahre zuvor.
Klar, kannst du natürlich nicht wissen, wenn du von deinen
Verkaufstrainern
Ich verkaufe nichts, das erwähnte ich bereits. Ich gehe einer geregelten Tätigkeit außerhalb der Anlagebranche nach. Ich beziehe auch keinerlei Vergütungen für meine Beratertätigkeit. Da ich ein geregeltes Einkommen habe, bin ich darauf nicht angewiesen und gerate nicht Interessenskonflikte.
Benni