RiesterRentenversicherung konservativ

ohne Fonds.
Welche Gesellschaft ist für diese Art der Rente
die empfehlenswerteste?
Habe bisher HUK und Volksfürsorge, die sehr nah zusammen liegen,
wie und wonach kann man hier eine Entscheidung finden.
Wie siehts mit einer direkten von z.B. Cosmos aus?

Danke für Tipps!!!

Gruß
Seba

Hi,

in der Hinsicht bin ich vielleicht nicht ganz objektiv, ich arbeite bei dem Unternehmen.
Ich empfehle (Wenn Du denn Riester willst) den Tarif von Tschibo. Wird in den Filialen nicht mehr beworben, aber kannst Du über die Homepage noch kriegen.
Die Kostensind die einer Direktversicherung, der Vertrag wird aber bei einem großen Unternehmen abgeschlossen (AXA).
DIe müssen die Überschüsse zwar auch gigantisch senken, aber die Tchiboverträge sehen noch glimpflich aus.

Max

Danke für den Tipp Max!!!
Aber was heißt, die Verträge sehen noch glimpflich aus?
Soll das heißen, das ist alles Nichts?

Grüße
Seba

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Danke für den Tipp Max!!!
Aber was heißt, die Verträge sehen noch glimpflich aus?
Soll das heißen, das ist alles Nichts?

Grüße
Seba

Hallo Sebastian,

das soll folgendes heißen: In den letzten Tagen war ja überall zu lesen, daß sämtliche Lebensversicherer unter der schwierigen Situation an den Aktienmärkten und unter den niedrigen Anlagezinsen leiden. Für eine 10 jährige Anleihe bekommt man derzeit nur rund 4,6%.
Daher müssen alle ihre Überschüsse von momentan noch etwa 6,5-7% reduzieren. Sie verdienen sie schlicht nicht mehr. Dabei trifft das die kleinen stärker als die großen. Die Allianz reduziert von 6,8% auf 5,5%.
Auch die AXA wird ihre Überschüsse massiv reduzieren. Allerdings sehen die Überschüsse für manche Tarife etwas besser aus als für andere (Nicht was die Zinsseite angeht, aber bezüglich der Kosten).

Max

Hallo Sebastian,

wenn du dich schon 100%ig entschieden hast und weißt, daß du durch die Riester-Rente Vorteile hast, dann geh gerne zu Tschibo.
Wenn du aber nur gefragt hast, weil dir Riester ein Begriff ist, dann solltest du überlegen ob du über die bAV nicht besser beraten bist. Die Riesterförderung lohnt sich nur für Geringverdiener mit mind. 3 Kindern. Über deinen AG kannst du mit einer Pensionskasse, einer Direktversicherung oder auch über eine Unterstützungskasse steuerfrei bzw. pauschal und sozialversicherungsfrei Beiträge einzahlen und ggf. gibt dein AG sogar noch ein paar Euro dazu.

Gruß

Marcus

Hallo,
aber wie ist es mit dem 40-50 prozentigen Steuervorteil,
den man zurück bekommt?
Steht man da nicht besser da, wenn man bedenkt,
daß man praktisch nur die Hälfte selbst bezahlt?

Danke!

Grüße
Seba

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Hallo,
aber wie ist es mit dem 40-50 prozentigen Steuervorteil,
den man zurück bekommt?
Steht man da nicht besser da, wenn man bedenkt,
daß man praktisch nur die Hälfte selbst bezahlt?

Danke!

Grüße
Seba

Hallo Sebastian,

jeder Arbeitgeber ist verpflichtet eine betriebliche Altersvorsorge gegen Entanzubieten. Dabei gilt die nachgelagerte Besteuerung. Du versteuerst also erstmal garnix, musst aber die spätere Auszahlung versteuern. Auch sparst Du Sozialbeiträge, Deine spätere Rente wird aber ebenfalls niedriger.
Welche Art für Dich günstiger ist, hängt vor allem von Deinem Einkommen und der Anzahl Deiner Kinder ab. Je mehr Einkommen und je weniger Kinder, desto eher ist die bAV günstiger.
Hinzu kommt die größere Flexibilität der bAV gegenüber Riester. Insbesondere ist Kapitalauszahlung möglich (allerdings wird dann der eventuell später gezahlte Steursatz entsprechend sein).

Max

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Hallo Sebastian,

aber wie ist es mit dem 40-50 prozentigen Steuervorteil,
den man zurück bekommt?

40-50% Steuervorteil bei Riester??? Dann solltest du dir das Internet nicht leisten können. *g*
Also: Du mußt mind. 1% als Eigenleistung aus individuell versteuertem Einkommen in eine förderfähige-Einrichtung einzahlen um

38 € Grundzulage für dich und ggf.
38 € Grundzulage für deine Frau, wenn sie Hausfrau ist +
46 € pro Kind auf deiner Steuerkarte

p r o J a h r(!)

Riesterzulage zu bekommen. Was du über die bAV in diesem Zeitraum an Steuern sparst, kannst du dir leicht unter www.nettolohn.de ausrechnen.

Gruß

Marcus

Am Ende des Jahres soll es doch von der Steuer einen Großteil des Geldes zurückgeben.
Wird auf jeder RiesterRente ausgewiesen.
Bin ich der einzigste, der das weiss bzw. so denkt?

Gruß
Seba

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Hallo Sebastian,

Am Ende des Jahres soll es doch von der Steuer einen Großteil
des Geldes zurückgeben.

Du mußt wie schon gesagt 1% deines Bruttoeinkommens einzahlen. Wenn du 30 000 €/Jahr verdienst sind das 300 €/Jahr. Für diese 300 € bekommst du 38€ Grundzulage und ggf. noch Kinderzulage à 46 € auf dein Konto bei der Versicherung einbezahlt (Die Zulage kriegst du nie cash zu sehen)
Aber: Du kannst diese 300 € in deiner Einkommenssteuererklärung als Sonderausgaben geltend machen. Das Finanzamt rechnet dann, ob es für dich günstiger ist die Zulage zu bekommen oder die Beiträge steuermindernd einzusetzen. Dann wiederum bekommst du keine Zulage. Von diesen 300 € bekommst du aber auch im Alter keine anständige Rente - je nach dem wie alt du bist.

Deshalb meine Empfehlung: Mach bAV, du zahlst steuerfrei ein (Zinsvorteil), die Verwaltungskosten könnten niedriger sein (die Zulagenbeantragung ist ein furchtbarer Verwaltungsakt), es gibt ggf. einen Hauspreis wenn viele AN im Unternehmen abschließen und dein AG gibt noch was dazu!

Wird auf jeder RiesterRente ausgewiesen.
Bin ich der einzigste, der das weiss bzw. so denkt?

Das ist Werbung und IMHO Volksverdummung.

Gruß

Marcus

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Was ist hiermit?
Tabelle 3: Tabelle mit den Grenzwerten abzugsfähiger Sonderausgaben im jeweiligen Veranlagungszeitraum

Jahr Abzugsfähige Sonderausgaben / Jahr
2002 und 2003 525 Euro (1026,81 DM)
2004 und 2005 1050 Euro (2053,62 DM)
2006 und 2007 1575 Euro (3080,43 DM)
2008 und folgende 2100 Euro (4107,24 DM)

Der zum Erreichen dieses Anteils erforderliche Eigenbeitrag gilt als Mindesteigenbeitrag.

Sind die Zahlen denn nicht korrekt?
Das ist die Zulage/Steuerersparniss, die ich meine.
Gilt für alle RiesterVerträge?

Grüße
Seba

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Hallo Sebastian!

Jetzt hast du mich! Über diese Tabelle weiß ich nichts, weil noch keine Förderung verteilt wurde und das bei mir in der Firma noch nicht bearbeitet wurde.

Jahr Abzugsfähige Sonderausgaben / Jahr
2002 und 2003 525 Euro (1026,81 DM)
2004 und 2005 1050 Euro (2053,62 DM)
2006 und 2007 1575 Euro (3080,43 DM)
2008 und folgende 2100 Euro (4107,24 DM)

Der zum Erreichen dieses Anteils erforderliche Eigenbeitrag
gilt als Mindesteigenbeitrag.

Sind die Zahlen denn nicht korrekt?
Das ist die Zulage/Steuerersparniss, die ich meine.
Gilt für alle RiesterVerträge?

Ich gehe davon aus, daß diese Zahlen stimmen und daß es für alle Riester-Verträge gilt.
Natürlich habe ich nichts dagegen, daß du einen Riester-Vertrag abschließt (wie auch), ich möchte dir nur zeigen, daß du mit der betrieblichen Altersvorsorge viel weiter kommst.

Bei einer Pensionskasse z.B. kannst du dieses Jahr 2160 € steuer und sozialversicherungsfrei einzahlen. Auch jetzt im Dezember noch via Einmalzahlung bzw. Rückrechnung.
Bei einer Direktversicherung kannst du 1752 € sozialversicherungsfrei und mit nur 20% versteuert einzahlen/Jahr.
Bei einer Unterstützungskasse kannst du quasi unbegrenzt steuer- und SV-frei Beiträge einzahlen.

Wenn du später in Rente gehst, hast du die Steuern gespart (die mußt du dann bei der Auszahlung zahlen, wie hoch ist verschieden.
Du kannst wenn du möchtest später eine monatliche Rente oder den Betrag in einem ausgezahlt bekommen. Das ist bei Riester nicht möglich. Wenn du möchtest, kannst du später auch mal ein Haus auf Mallorca oder in Österreich oder sonstwo kaufen und deinen Lebensabend dort verbringen. Das ist mit Riester auch nicht möglich.

Wie gesagt, ich kann dich nicht abhalten einen Riester-Vertrag abzuschließen. Wenn es aber möglich ist, mach es nicht. In ein paar Jahren wirst du dich ärgern.

Gruß

Marcus

Hallo Marcus,

nicht machen, obwohl ich nur die Hälfte der ca. 2000
Euro selbst zahlen muß?
Riester ist sicher nicht so ertragsreich und kostet
viel Verwaltung und Sicherheit,
aber nur die Hälfte zu zahlen ist doch ein Wort?
Soviel können die doch garnicht verpulvern?

Was meint ihr in Anbetracht dessen?

Grüße
Seba

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Hallo Sebastian,

die Sonderausgaben haben doch den Nachteil, dass sie eben nicht unbeschränkt abzugsfähig sind. Sie können nur bis zu einer bestimmten Höhe abgezogen werden. Oder sehe ich das gerade falsch?

Außerdem musst du schon 100% einzahlen, kannst im Rahmen einer Steuererklärung dann aber bis zu soundsoviel zurückerhalten.

Gruß
Marco

das eine tun, das andere nicht lassen…
… wenn es eben geht.
Schließlich muß man kein Prophet mehr sein, um zu wissen, dass das Rentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung weiter sinken wird und zwar über das bisher eingestandene hinaus.

Riester=private Vorsorge,
baV=betriebliche Vorsorge, das eine schließt das andere nicht aus.

Die Riesterförderung geht zwar theoretisch auch über die betriebliche Altersvorsorge, z.B. bei der Pensionskasse, aber kein Betrieb, der halbwegs bei Verstand ist, wird Dir das anbieten, weil er sich dann im Personalbereich mit den Zulagenanträgen kaputt verwaltet, außerdem würdest Du auf die „Riester-Rente aus der bAV“ im Alter Krankenversicherungsbeiträge zu zahlen haben (sofern Du gesetzlich Krankenversichert bist). Also bleibt Dir für die Riesterförderung ein privater Vertrag.

Die Hinweise auf die Attraktivität der betrieblichen Altersvorsorge sind korrekt. Du hast einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge, Dein Betrieb kann sich aber, wenn er gar nichts macht, soweit zurücknehmen, dass Dir nur eine Direktversicherung als Möglichkeit bleibt. Kommt letztlich auf den Betrieb an.

Solltest Du vor einer Entscheidung stehen entweder Riesterförderung (privat) oder betriebliche Altersversorgung kommt es darauf an, WELCHE Art der betrieblichen Altersvorsorge Dein Betrieb anbietet (Pensionskasse, Direktversicherung, U-Kasse usw.?) Erst dann kann man Dir steuerliche Hinweise geben. Von der Tendenz stimmt m.E. die Aussage: Viele Kinder -> hohe Riester-Attraktivität schon alleine wegen der dann höheren Zulagen. Steuerlich stimmt Deine Tabelle mit den Sonderausgaben abzügen. Wie die sich auf Deine Situation auswirken, hängt von deinem individuellen Steuersatz (also letztlich von Deinem Einkommen) ab.

Produktseitig würde ich nur auf die garantierten Werte achten. In Zeiten sinkender Überschußbeteiligungen gebe ich nicht viel auf Hochrechnungen.

Anbieterseitig solltest Du auf solvente Unternehmen achten, hier gibt es bei den Gesellschaften „Wackelkandidaten“, die Probleme bei der Erwirtschaftung von Kapitalerträgen haben.
Soweit mal mein Senf dazu
Viele Grüße
Andreas

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