Hallo,
wir möchten mal wieder gerne Zunge essen. Ich erinnere mich, dass es diese zuhause in Scheiben geschnitten mit Merrettischsauce gab, aber ob warm oder kalt, oder was es dazu gab,- keine Ahnung.
Wie esst oder kennt Ihr (Rinder)zunge? Was gibt es dazu?
Ich freu mich auf Eure Rezepte bzw. Ideen und sage Danke,
die gab es bei uns zu meinen Kinderzeiten auch immer und war meine Horrorvorstellung von einem Sonntagsessen (mit dem ganzen „Gedriss“ unten dran). Aber wenn ich mich so erinnere, kann man einerseits schon mal wählen zwischen gepökelter und Zunge natur, wobei erstere eine schöne rote Farbe hat, letztere grau wird. Dann gehen natürlich beide Zubereitungsformen, also kalt oder warm, wobei kalt sich insbesondere auch als Aufschnitt oder für ein Buffet eignet und warm eben mit Gemüse und Sättigungsbeilage ein vollwertiges Essen abgibt.
Die Zunge wird in Brühe gekocht, muss abgezogen werden sofern nicht schon entsprechend vorbereitet, und wird dann in mehr oder weniger dünnen Scheiben aufgeschnitten. Merrettich oder Sahnemerrettich, aber durchaus auch einen Apfelkren (Merrettich mit gehobeltem Apfel) kann man gut dazu essen.
Ganz praktisch ist es, wenn man Die Zunge (Wie einen Tafelspitz) zusammen mit Gemüse und Kartoffeln in der gleichen Brühe kocht. Dann hat man eine gehaltvolle Suppe gleich noch dazu.
Gruß vom Wiz, über dem das Damoklesschwert der Zunge immer noch schwebt, weil seine Frau die auch so gerne mag und vorhat, demnächst mal wieder eine zu machen, würg!
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Hallo Deborah,
koche die Zunge in einer Gemüsensuppe und lasse sie auskühlen bzw. stelle sie kalt mit der Suppe! Sie soll noch etwas durchziehen. Anschließend schneidest du sie in dünne Scheiben und legst sie in Essig und Öl ein! Dazu kannst Brot, Semmeln, Salate und was du sonst gerne isst dazu essen!
hi Deborah,
also bei uns wurde und wird ab sofort wieder (siehe Plauderbrett) Rinderzunge gut gereinigt (richtig mit einer kleinen Bürste abschrubben) und dann in die kochende Gemüsebrühe (bedeckt) gelegt und leise siedend ca. 4 - 5 Std. gegart. Dann wird sie herausgenommen und noch heiß (!!) die Haut abgezogen und alles an Gestrunkse (Fett, Röhrchen) sauber weggeschnitten, so dass du die schiere saubere Zunge hast. Diese wird dann in 1 1/2 cm dicke Scheiben geschnitten. ( wichtig lieber mehr wegschneiden,als zu wenig).
Aus der Brühe wird dann z.B. eine Burgundersoße hergestellt und die Zungenscheiben darin aufgewärmt, alles in einer schönen geschlossenen Terrine oder Schüssel serviert. Dazu Klöße oder Salzkartoffel - als Gemüse Spargel oder Schwarzwurzeln.
Oder du lässt sie in Scheiben geschnitten erkalten, rührst dazu eine Sahne-Meerrettich-Creme an und reichst sie zu Bratkartoffeln.
Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Für mich ist Rinderzunge immer noch eine seltene Delikatesse, mit viel Arbeit verbunden - aber guter Belohnung.
Gruß Chris
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koche die Zunge in einer Gemüsensuppe und lasse sie auskühlen
bzw. stelle sie kalt mit der Suppe! Sie soll noch etwas
durchziehen. Anschließend schneidest du sie in dünne Scheiben
und legst sie in Essig und Öl ein!
Hmm, also mit Haut ?
Dazu kannst Brot, Semmeln,
Salate und was du sonst gerne isst dazu essen!
Hast Du schon einmal eine Zunge KALT ABGEZOGEN?
Bekanntlich wird die Zunge gekocht, abgeschreckt und die Haut ABGEZOGEN oder ziehst Du die Haut vorher ab? Kläre das mal auf.
Schönen Gruß
Claude
Hast Du schon einmal eine Zunge KALT ABGEZOGEN?
Bekanntlich wird die Zunge gekocht, abgeschreckt und die Haut
ABGEZOGEN oder ziehst Du die Haut vorher ab? Kläre das mal
Also, ich würde die Zunge aus der Brühe nehmen, abziehen und wieder reinlegen.
Was mir nicht gefällt ist das Einlegen in essig und Öl. Wozu, was passiert?
Vielen Dank für Deinen Tipp auf Deine Seite.
Isst man in Frankreich Zunge? Wie? So wie auf Deiner HP?
und zwar war das immer eine Pökelzunge (wenn möglich, auch noch
geräuchert). Die wird – am besten im Schnellkochtopf (50-60
Minuten) – in ungesalzenem (hat selbst genug!), kochendem Wasser
mit Suppengrün zugesetzt. Haut abziehen, so lange sie noch warm
ist und wieder in die Brühe zurück zum Erkalten (richtig so,
Claude? ).
Aus der Brühe und heller Schwitze eine Sauce bereiten, die
entweder mit Kapern oder mit Madeira oder mit Worcester-Sauce
(oder ein bisschen von allem/manchem) abgeschmeckt wird. 1,5 cm
dicke Scheiben von der Zunge schneiden und in der Sauce warm
werden lassen. Gut dazu: Reis oder Kartoffelpüree, feine Gemüse
wie Zuckerschoten, Erbsen, Prinzessböhnchen, Schwarzwurzeln,
kleine runde Karotten usw. Der Rest kann in dünnen Scheiben als
Aufschnitt gegessen werden; auch in Aspik gelegte Stücke sind
delikat.
Grüße vom
Bolo
(der gestern abend eine Zunge gekocht und portionsweise
eingefroren hat. Der letzte Rest wurde gleich verspeist. Die
übrige Brühe wurde eingefroren, um Kartoffelsalat damit
anzumachen)
und zwar war das immer eine Pökelzunge (wenn möglich, auch
noch
geräuchert). Die wird – am besten im Schnellkochtopf (50-60
Minuten) – in ungesalzenem (hat selbst genug!), kochendem
Wasser
mit Suppengrün zugesetzt. Haut abziehen, so lange sie noch
warm
ist und wieder in die Brühe zurück zum Erkalten (richtig so,
Claude? ).