Ringelröteln oder Rheuma?

Hallo, zusammen,

Bislang konnte kein Arzt helfen. Ich habe meine eigene Theorie, aber die wird von den Ärzten bisher verworfen und belächelt:
Mein Mann bekam am Donnerstag einen zuerst juckenden, später stark brennenden Ausschlag an beiden Unterschenkeln. Kleinfleckig, abe rineinanderfließend, nicht oder wenig erhaben. Die Beine waren am Abend deutlich geschwollen.

Am Freitag war der Ausschlag auch an beiden Armen sichtbar. Mittlerweile war die Rötung der Beine noch stärker geworden. Die Hausärztin überwies in ins Krankenhaus zur genaueren Untersuchung, kein Arzt wurde schlau daraus (Dermatologe, Neurologe, Internist - alle ratlos)
Das Blutbild ergab leicht erniedrigte MCHV-Werte, Leukos normal, CRP erhöht (18,9 statt 5).

Am Samstag wurde der Ausschlag sogar am Rumpf (Bauch und Brust) sichtbar und es kamen mittelschwere Gelenkschmerzen hinzu, die bis heute schlimmer geworden sind. Auch die Finger sind deutlich geschwollen, jede Bewegung schmerzt. Das Brennen hat nachgelassen, das jucken bleibt.

Heute ist er erneut beim Hausarzt. Der testet jetzt auf Rheuma (Es gibt keine familiäre Vorbelastung, und wie erklärt man dann den Ausschlag?). Ich bin der Ansicht, es könnten Ringelröteln sein, doch die schließt sie grundsätzlich aus.
Eine Allergie ist es wohl auch nicht - jedenfalls haben die Fenistiltropfen nicht mal gegen den Juckreiz geholfen und das tun sie sonst immer.

Ich bin geneigt einfach unseren Kinderarzt zu befragen, wenn heute nachmittag der Rheumafaktor negativ ausfällt. Wer hat eine andere Idee? Ist meine Theorie wirklich so abwegig?

Vielen Dank für schnelle Ratschläge!

Sil

Hallo!

Hört sich ja seltsam an…die Ringelröteln treten ja eher bei Kindern auf und fangen typischerweise im Gesicht an…aber man weiß ja nie…hier ein Link zum Thema Ringelröteln:

http://www.macht-der-sterne.de/?p=727

Alles Gute!!!

Ja, danke,

habe auch schon wild im Netz recherchiert.
Mich ärgert nur, dass das nicht abgecheckt wird, weil in vielen artikeln zu lesen ist, dass diese geschichte länger dauern kann, also wochen bis mehrere Monate. Muss ja nicht sein, aber könnte doch.

Nach dem Motto: Keiner weiss was, wer will das schon wissen?

Bleib weiter dran… Bin gespannt auf das BBErgebnis heute nachmittag.

Na, dann lass mich mal wissen, was da rauskam!

Hallo,

heute Nachmittag lag ein Teil der serologischen Untersuchung vor.
Wie ich erwartet habe, wurde eine Allergie ausgeschlossen. Toll, das wusste ich schon am Donnerstag, dass es die nicht sein kann.

Der CRP-Wert ist wie erwartet bereits leicht gesunken. Die Wahrscheinlichkeit schwindet, meinen Verdacht noch nachweisen zu können.

Die Gelenkschmerzen sind geblieben, es steht auch noch der Rheumatest aus - das Ergebnis kommt erst Mittwoch. Wetten, dass der auch negativ ausfallen wird?

Schwellungen und Ausschlag sind ebenfalls noch da.

Ansonsten räumt die Ärztin nun doch einen möglichen Virusinfekt ein.
Aber den Parvovirus hält sie für unmöglich (warum nur?).

Im Nachhinein konnte ich herausfinden, dass die prodomalen Symptome ebenfalls auf meinen Verdacht passen könnten: Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Übelkeit…

Ich frage mich ernsthaft, weshalb Ärzte, die das Fach studiert haben, die Möglichkeit nicht mal in Betracht ziehen, obwolh doch alles mehr als auf der Hand liegt. Zu teurer Antikörpertest? Nun, ein Test hätte es belegen können, stattdessen werden nun viele weitere gemacht (Rheuma, Allergietest (IGE, IGG), insgesamt zweimalige Blutabnahme für große Blutbilder). Ich ärgere mich. Das ist doch keine effiziente Diagnostik!

Nun, eine Behandlung gibt es zwar nicht, aber mein Mann könnte besser damit leben, wenn er wüsste, dass es sich um einen reaktive (virusbedingte) rheumatische Arthritis handelt, als möglicherweise mit dem Zweifel zu leben, er habe chronisches Gelenkreuma, obwohl niemand in seiner Familie vorbelastet ist.

Jedenfalls hat es für eine Woche einen Krankenschein gegeben. Nun, wenigstens glaubt man ihm, DASS er krank ist.

Freue mich über Zuspruch, neue Ideen, Tips und Unterstützung!

Sil

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