Risiko einer Riester-Rente

Hallo,

ich hoffe ich bin in diesem Brett richtig:
Wie ist das, wenn mein Anbieter der Riesterrente z.B. Bank xyz in den nächsten 40 Jahren pleite geht? In einer solchen Zeit kann ja schließlich einiges geschehen… Sind meine Einzahlungen irgendwie staatlich abgesichert?

Wie ist das, wenn ich a) noch vor der Auszahlung meiner Riester-Rente sterbe bzw. kurz nach Beginn der Auszahlungsphase. Ist dann alles was ich eingezahlt habe weg oder hat meine Ehepartnerin einen Anspruch auf die mein Rente?

Ich frage mich ob es nicht sicherer ist, mich auf anderen Wegen mit einer vernünftigen Verteilung meines Kapitals, abzusichern?

Vielen Dank für eure Antworten,
Klais

Guten Tag Klaus,
die Riesterrente von der Bank ist - so nehme ich an - ein
sog. Banksparplan, der gesetzeskonform ist. Aber ob Bank oder
Versicherungsgesellschaft - das ist Jacke wie Hose. Jeder Anbieter
muss die Garantieleistung erbringen. Kann er das nicht mehr Kann, weil er pleite ist, dann springen die jeweiligen Pleitegeierauffangfonds ein.
Die gibt es für Privat- und Genossenschaftsbanken, für die Sparkassen und für die Lebensversicherer. Bisher hat das auch immer gut geklappt.
Die Maroden wurden vorher eingesammelt und übernommen oder geräuschlos
aufgepäppelt. Was passiert, wenn 37 Lebensversicherer oder 38 Kassen gleichzeitig die Hand heben, kann in Deutschland wahrscheinlich niemand beantworten.

Wenn Sie vor Auszahlung der Riesterrente sterben, wird das vorhandene
Kapital abzüglich der Förderzulagen an einen Begünstigten ausgezahlt.
Wenn Sie kurz nach Rentenbeginn versterben, sollten Sie tunlichst bei
Abschluß eine Garantiezeit vereinbart haben, so dass die Rente zumindest noch ein paar Jahre an die Ehefrau fließen kann.

Die letztgenannte Frage, die Sie sich stellen, stellen sich viele
Menschen - zumindest diejenigen, die bereit und in der Lage sind,
sich Gedanken zu diesem Thema zu machen.
Eine rundum zufriedenstellende Antwort gibt es immer nur dann, wenn
man alle Nachteile konsequent ausblendet.
Gruß
Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich frage mich ob es nicht sicherer ist, mich auf anderen
Wegen mit einer vernünftigen Verteilung meines Kapitals,
abzusichern?

Was sichereres als die Riesterrente gibt es kaum. Aber mach mal einen Vorschlag, dann können wir einschätzen, ob es tatsächlich sicherer ist. Seine Altersvorsorge auf verschiedene Beine zu stellen, ist die einzig richtige Strategie. Ein Element sollte meiner Meinung nach eine Rentenversicherung (neben der gesetzlichen natürlich) sein, wegen der lebenslangen Versorgungszusage. Aber das ist Geschmackssache.

Was passiert, wenn 37 Lebensversicherer oder 38
Kassen gleichzeitig die Hand heben, kann in Deutschland
wahrscheinlich niemand beantworten.

Hallo Günther, du scheinst ja ein umgänglicher Mensch zu sein und versuchst auch relativ objektiv zu wirken. Aber auch nur RELATIV! (das RELATIV ist mir schon mehrfach aufgefallen)
Dass du ausgerechnet das UNWAHRSCHEINLICHSTE aller Beispiele wählen musst…!? (kopfschüttel)
Eine Lebensversicherung ist nach dem Kriege NOCH NIE „kaputtgegangen“, dagegen Banken mehrfach - und dann noch 38 auf einmal (hust, hust)!??

Gruß cooler

Guten Tag cooler,
das mit dem Versuchen und dem Wirken und der Relativität will ich
beiseite lassen - ich meine, das führt zu nichts.

Ansonsten sollte mein Bild mit der gehobenen Hand und den 75 Läden
einfach nur verdeutlichen, dass die bislang wirksamen Sicherungsmechanismen ab einer bestimmten Größenordnung und unter
Einschaltung des gesunden Menschenverstandes einfach nicht mehr wirken
können. Ich hoffe inständig darauf, dass der Großteil der Leser das auch so versteht und darin nicht einen Großangriff auf die Solidität
der deutschen Banken- und Versicherungslandschaft erkennt.

Im übrigen weiß ich nicht, was Sie unter dem Begriff „kaputtgegangen“
verstehen. Ich weiß nur, was in den vergangenen sechs Jahren in der
Versicherungsszene für Kopfstände stattgefunden haben. Ich beobachte
das von Berufes wegen. Und demnach glaube ich, dass Sie insofern
unzureichend informiert sind.
Gruß
Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wenn Sie vor Auszahlung der Riesterrente sterben, wird das
vorhandene Kapital abzüglich der Förderzulagen an einen
Begünstigten ausgezahlt.

Hallo Günther,

ganz so schlimm ist es ja nicht. Der Fragesteller sprach vom Eheparner. Da gibt’s ja noch die Möglichkeit, dem Ehepartner das Kapital aufzubrummen § 93 Abs. 1 Satz 3 Buchstabe c EStG - wenn der einen eigenen Riester-Vertrag hat, was natürlich grundsätzlich durchaus Sinn machen würde.

Frank Wilke

Guten Tag cooler,
das mit dem Versuchen und dem Wirken und der Relativität will
ich
beiseite lassen - ich meine, das führt zu nichts.

Hallo Günther,
ok, aber ein besonderer Freund dieser Branche bist du nicht gerade, diplomatisch ausgedrückt

Ansonsten sollte mein Bild mit der gehobenen Hand und den 75
Läden
einfach nur verdeutlichen, dass die bislang wirksamen
Sicherungsmechanismen ab einer bestimmten Größenordnung und
unter
Einschaltung des gesunden Menschenverstandes einfach nicht
mehr wirken

Dann wirkt aber in Deutschland gar nichts mehr. Von den „nichtwirkenden Anlagen in punkto Sicherheit“ sind das trotzdem die SICHERSTEN!
Deiner These zufolge „Geld also unter´s Kopfkissen“!

Ich hoffe inständig darauf, dass der Großteil der
Leser das auch so versteht und darin nicht einen Großangriff
auf die Solidität
der deutschen Banken- und Versicherungslandschaft erkennt.

Und genau das bezweifel ich stark! Wenn ich mich für kurze Zeit in die Haut eines -mit Verlaub- unerfahrenen Fragestellers hineinversetze, habe ich genau diesen Eindruck!

Im übrigen weiß ich nicht, was Sie unter dem Begriff
„kaputtgegangen“
verstehen. Ich weiß nur, was in den vergangenen sechs Jahren
in der
Versicherungsszene für Kopfstände stattgefunden haben.

Solch „winzigen“ Kopfstände hätten andere Branchen auch gerne nur ausgeführt!
Nehmen wir mal das Jahr 2001. In diesem Jahr mussten die Versicherer
ca. 4 Mrd Eur offen ausgewiesene Abschreibungen auf Kapitalanlagen hinnehmen + ca. 2 Mrd. Eur für Abschreibungen , die nach § 341b HGB zurückgestellt wurden - also belasteten ca. 6 Mrd. die ca. 45 Mrd. Eur Bruttoerträge aus Kapitalanlagen. Ist ja klar dass die Überschussbeteiligungen etwas mehr, bzw. etwas weniger temporär (wirkt sich heute noch aus) reduziert wurden.
Jetzt aber nur als Beispiel: In etwa gleichem Zeitraum haben Aktienfonds der BVI-Mitglieder (deren Fondsmanager) ca. 109 Mrd. verbrannt! Arme Rentner, die zu diesem Zeitpunkt ihre Rente aus dem Fondssparplan zu bestreiten hatten (das zum Thema Sicherheit)!
Übrigens die Versicherer sind schon lange wieder bestens ausgestattet, wie auch der Aktienmarkt sich wieder erholt hat (allerdings wie lange noch)!

beobachte
das von Berufes wegen. Und demnach glaube ich, dass Sie
insofern
unzureichend informiert sind.

Ich bin fast schon überinformiert. Beobachtung von Berufs wegen ist perfekt. Ich hoffe ja nicht, dass sie nur eine Branche beobachten!

Gruß
Günther

Gruß cooler

Guten Tag cooler,

Mir scheint, Sie wollen mich einfach nicht verstehen. Stattdessen überspitzen Sie meine Darstellung bis zur Unkenntlichkeit und drehen mir das Wort im Mund herum. So mag ich das nicht so gern. Seien Sie doch entspannt und reden Sie entgegenkommend daher.

Ob ich ein Freund der Branche bin, ist für sich genommen unerheblich.
Wenn Sie aber wüßten, ein wie großer Freund der Branche ich bin,
müßte ich befürchten, dass Sie den Mund gar nicht mehr zubekommen

  • vor Staunen. Zu keinem Zeitpunkt habe ich dazu aufgerufen, man möge sein Geld unter ein Kopfkissen legen. Ihre Beispiele mögen für sich genommen richtig sein - sie haben aber keinen erkennbaren Bezug zu den Vorgängen, die im engeren Sinn zum Themenkreis „Lebensversicherer und Kaputtgehen“ zu rechnen sind. Dazu muss man nach München, Hannover, Mannheim, Köln, Kassel, Göttingen und nochmals nach Köln schauen.
    Und das Geschehen dort werten.
    Gruß
    Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Guten Tag cooler,

Mir scheint, Sie wollen mich einfach nicht verstehen.
Stattdessen überspitzen Sie meine Darstellung bis zur
Unkenntlichkeit und drehen mir das Wort im Mund herum. So mag
ich das nicht so gern. Seien Sie doch entspannt und reden Sie
entgegenkommend daher.

Hallo Günther, in Ordnung, dann nehme ich alles zurück und erkläre hiermit, dass nur ich es subjektiv so empfunden habe, dass die Versicherungsbranche als unsicher (vermeintlich) bezeichnet wurde!
Natürlich hätte ich es (als Befürworter) wie folgt formuliert: Auch bei der Sicherheit der Versicherungen muss man Abstriche machen, sie sind aber trotzdem (verschärfte Solvabilitätsbestimmungen, Protektor, usw.) die SICHERSTEN Institutionen in Deutschland.
Vielleicht habe ich mit dieser Formulierung auch ihre Zustimmung gefunden?

Ihre Beispiele
mögen für sich genommen richtig sein - sie haben aber keinen
erkennbaren Bezug zu den Vorgängen, die im engeren Sinn zum
Themenkreis „Lebensversicherer und Kaputtgehen“ zu rechnen

Danke für die „Richtigkeit“ - aber ein bisschen schon („kaputtgehen“)!

Dazu muss man nach München, Hannover, Mannheim, Köln,
Kassel, Göttingen und nochmals nach Köln schauen.
Und das Geschehen dort werten.

Der böse Aktienmarkt, die bösen, raffgierigen Anleger der Versicherungsgesellschaften. Gefährlich war es aber nur bei einer kleineren - eigentlich auch nicht so wirklich!

Gruß
Günther

Gruß cooler

Hallo Cooler

Was passiert, wenn 37 Lebensversicherer oder 38
Kassen gleichzeitig die Hand heben, kann in Deutschland
wahrscheinlich niemand beantworten.

doch… dann sollte man seine Kohle sicher angelegt haben :wink:

Hallo Günther, du scheinst ja ein umgänglicher Mensch zu sein
und versuchst auch relativ objektiv zu wirken. Aber auch nur
RELATIV! (das RELATIV ist mir schon mehrfach aufgefallen)
Dass du ausgerechnet das UNWAHRSCHEINLICHSTE aller Beispiele
wählen musst…!? (kopfschüttel)
Eine Lebensversicherung ist nach dem Kriege NOCH NIE
„kaputtgegangen“,

wie war denn das mit der „Mannheimer“ vor paar Jahren??? Ich schick dir gern mal die DVD mit dem Plus Minus Beitrag über „PROTECTOR“. Die Versicherungsaufsicht hatte nach dem Fall den Versicherern einen „Stresstest“ verordnet. Von 116 Versicheren waren 18 durchgefallen und 26 haben sogar die Angaben dazu verweigert,aus gutem Grund :smile:

dagegen Banken mehrfach - und dann noch 38

auf einmal (hust, hust)!??

du verdienst dein Geld damit, dann ist deine Meinung auch erklärbar :wink:

Gruß cooler

LG
Mikesch

Hallo Cooler

Was passiert, wenn 37 Lebensversicherer oder 38
Kassen gleichzeitig die Hand heben, kann in Deutschland
wahrscheinlich niemand beantworten.

doch… dann sollte man seine Kohle sicher angelegt haben :wink:

Die Frage war und ist irrelevant! Was sichereres als eine Anlage nach $ 54a Versicherungsaufsichtgesetz(VAG) gibt es in Deutschland kaum!

Eine Lebensversicherung ist nach dem Kriege NOCH NIE
„kaputtgegangen“,

wie war denn das mit der „Mannheimer“ vor paar Jahren???

Meine Güte, der Fall der kleinen Mannheimer ist doch inzwischen schon mehrfach besprochen wurden - in letzter Konsequenz ist nichts passiert!

schick dir gern mal die DVD mit dem Plus Minus Beitrag über
„PROTECTOR“. Die Versicherungsaufsicht hatte nach dem Fall den
Versicherern einen „Stresstest“ verordnet. Von 116 Versicheren
waren 18 durchgefallen und 26 haben sogar die Angaben dazu
verweigert,aus gutem Grund :smile:

Warum habe ich immer den Eindruck, dass du wenig Hintergrundwissen hast? Du bringst immer schlagwortartige Dinge aus der Vergangenheit und tust so, als ob diese, in diesem Fall „eine theoretische Fiktion“ auch heute noch anhalten!
Übrigens, meine hat den Stresstest mit Glanz und Gloria bestanden!

dagegen Banken mehrfach - und dann noch 38

auf einmal (hust, hust)!??

du verdienst dein Geld damit, dann ist deine Meinung auch
erklärbar :wink:

Wenn du noch Student oder Schüler bist, kann ich verstehen, dass du der Meinung bist, das es Leute gibt, die umsonst schaffen! Aber selbst, wenn ich nur aus idealistischen Gründen arbeiten würde, wäre meine Aussage kein Jota anders! Man kann doch die Wahrheit nicht verbiegen!
Komisch, immer wenn ich in anderen Artikeln deine ebenso nichtssagende wie ungeschickte Äußerung lese, habe ich immer den Eindruck „jetzt weiß er nicht mehr weiter“!

Gruß Cooler

Jetzt aber nur als Beispiel: In etwa gleichem Zeitraum haben
Aktienfonds der BVI-Mitglieder (deren Fondsmanager) ca. 109
Mrd. verbrannt! Arme Rentner, die zu diesem Zeitpunkt ihre
Rente aus dem Fondssparplan zu bestreiten hatten (das zum
Thema Sicherheit)!

Ist aber ein komischer Rentner, der sein ganzes Vermögen in Aktien investiert… also dein Vergleich hinkt wie ein kaputter Kühlschrank. Wenn du schon Performance von Versicherungen und Fondsanlagen vergleichen willst, dann auch mit einer ähnlichen Asset Allocation, also 90% Anleihen und minimale Aktienbeimischungen. Was für einen ergreisten Rentner vermutlich auch eine ganz gute Mischung ist. Für mich als jungen Menschen nicht :smile:.

Im übrigen sind Absolutzahlen von Verlust/Gewinn völlig sinnlos, solange man nicht dazu sagt, auf welche Grundgesamtheit sie sich beziehen…

Grüße,
Sebastian

1 „Gefällt mir“

soso
Hallo

Jetzt aber nur als Beispiel: In etwa gleichem Zeitraum haben
Aktienfonds der BVI-Mitglieder (deren Fondsmanager) ca. 109
Mrd. verbrannt!

hm ,du weisst aber schon, dass diese Ausage nicht richtig ist.

Gruss

Böresenfan1968

Hallo,
soso, was ist dann richtig? 108,3 Mrd. oder gar 1 Mio weniger?
Dann leg mal los!

Gruß cooler

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]