Risiko -Fachabitur -> Studium-

Hallo!

Ich (w,21) brauche unbedingt Hilfe bei der Entscheidung ob ich meinen relativ sicheren aber nicht gut bezahlten Job (Rechtsanwaltsfachangestellte)kündigen und auf die FOS für Gestaltung gehen soll. Ich hasse meinen Job zwar nicht, bin aber total unglücklich. Hatte schon immer andere Traumberufe und wollte schon immer studieren. Da ich mich sehr für Kunst aller Art interessiere und gerne etwas in der Richtig machen möchte habe ich mir gedacht ich mache mein Fachabi und studiere dann z.B. Innenarchitektur. Ich habe Angst vor der finanziellen Veränderung und vor der Veränderung im allgemeinen. Gehe ich bei dem heutigen Arbeitsmarkt ein zu großes Risiko ein, ist es egoistisch z.B. meinem Freund gegenüber mich einfach gegen ein festes Einkommen zu entscheiden? Ist die Überlegung unreif? Nicht bezogen auf das Studium im allgemeinen, sondern weil ich in eine Richtig (künstlerisch) gehen will, bei der man es vielleicht schwer hat auf die Beine zu kommen, es schwer hat Geld zu verdienen, eine feste Anstellung zu bekommen?

Wäre für Hilfe sehr dankbar!

H wie Hola.

Vorschlag zur Güte: Deinen Abschluß nebenher erwerben.
Und nicht schon bei dem Gedanken herumningeln - einfach probieren.
Wenn es zeitlich nicht klappt, weil die Arbeit zuviel Raum einnimmt,
hast Du nichts verloren.
Doch stell Dir vor, Du schmeißt hin, gehst an die FOS und es gefällt Dir absolut nicht. Du kommst nicht zurecht - was weiß ich was.

Dann stehst Du schlußendlich ohne Arbeit und ohne „Irgendwas“-Abitur da.

Ich würde dagegen eher die Hochbelastung wählen, denn dort gibt es definitiv Licht am Ende des Tunnels (und es ist nicht der entgegenkommende Zug). Zwei oder drei Jährchen richtiggehend ranklotzen und den FOS-Abschluß parallel absolvieren.

Solange es keine objektiven Zwänge zum Gegenteil gibt, gilt stets:

Wer will, kann auch - und tut.

MfG

Hallo!

Ich sehe es genau so wie Candlng.
Versuche dein Fachabi nebenbei zu machen (Form B heißt das glaub ich).
Vielleicht gibt es ja auch eine Fachschule für sowas.
Ich besuche momentan die Fachschule für Betriebswirtschaft in Teilzeit (Di+Do abends und Sa.) und arbeite Vollzeit weiter.
Werde nächsten Sommer meinen Abschluss machen und bin dann staatl. geprüfte Betriebswirtin und mein Fachabi kann ich da auch nebenbei noch machen. Gut, der Abschluss ist dann natürlich nicht wirklich so wie der eines Dipl. Betriebswirtes, aber du musst nicht auf dein Einkommen verzichten. Es ist schon eine harte Zeit, man gibt schon einen großen Teil seines Lebens auf und muss auf manches verzichten.
Aber ich wollte nie ganz aufhören zu arbeiten, weil ich nicht auf das Einkommen verzichten wollte.
Überleg es dir gut…

Grüße
Nathalie

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Hallo auch,

ich hab ungefähr auch in Deinem Alter vor der Entscheidung gestanden - und mittlerweile hab ich mein Fachabi und Studium fertig und ich muß sagen - ich habe noch keinen Tag bereut, diesen Weg gegangen zu sein!
Ich war vorher im Beamtenstatus - also eine sichere Stelle und deswegen auch nicht so leicht zu entscheiden.
Aber ich hab mir vorgestellt, mein ganzes Leben immer in diesem Amt verbringen zu müssen - Horror - war einfach nicht mein Ding.
Wobei ich ehrlich gestehen muß: wenn es damals schon Studiengebühren gegeben hätte, hätte ich es mich wahrscheinlich nicht getraut.
War eine harte Zeit - sicher nicht zu unterschätzen, was man für ein finanzielles Risiko eingeht und auch immer wieder die Frage, ob man sich richtig entschieden hat.
Aber ich mußte es damals einfach ausprobieren - hätte es sonst mein ganzes Leben lang bereut und mich gefragt, was wäre wenn… Da darfst Du dann auch keine Rücksicht auf Deinen Freund nehmen - wer sagt Dir, dass der in zehn Jahren noch da ist? Mein Freund ist mittlerweile total stolz auf mich - war anfangs auch nicht soooo begeistert von dem Ganzen.
Du mußt es selbst für Dich entscheiden - mach Dir einfach eine Liste mit den für und wider und überleg Dir, ob Du Dein Leben lang in Deinem Job bleiben willst.

Wünsch Dir viel Glück bei Deiner Entscheidung

Josy

Hallo Jasmin,

Ich (w,21) brauche unbedingt Hilfe bei der Entscheidung ob ich
meinen relativ sicheren aber nicht gut bezahlten Job
(Rechtsanwaltsfachangestellte)kündigen und auf die FOS für
Gestaltung gehen soll.

Wie schon gesagt, gibt es die Möglichkeit, die FOS in Abendform zu absolvieren, das dauert allerdings zwei Jahre.
Dann hast Du schon mal das Fachabi und kannst in dieser Zeit prüfen, ob Gestaltung was für Dich ist, oder obs ne Flause war.

Ich hasse meinen Job zwar nicht, bin
aber total unglücklich. Hatte schon immer andere Traumberufe
und wollte schon immer studieren. Da ich mich sehr für Kunst
aller Art interessiere und gerne etwas in der Richtig machen
möchte habe ich mir gedacht ich mache mein Fachabi und
studiere dann z.B. Innenarchitektur.

Wie gesagt, währen der FOS kannst Du sondieren, wasDir liegt.

Ich habe Angst vor der
finanziellen Veränderung und vor der Veränderung im
allgemeinen.

Tja, ohne Wagnis keine Veränderung :wink:

Gehe ich bei dem heutigen Arbeitsmarkt ein zu
großes Risiko ein

Vielleicht

, ist es egoistisch z.B. meinem Freund
gegenüber mich einfach gegen ein festes Einkommen zu
entscheiden?

Du kannst doch neben dem Studium arbeiten, schließlich hast Du eine Berufausbildung.

Ist die Überlegung unreif?

Vielleicht, aber schließlich möchtest Du in einen kreativen Bereich, da ist ein wenig Spontanität und Unsinnigkeit recht vorteilhaft.

Nicht bezogen auf das
Studium im allgemeinen, sondern weil ich in eine Richtig
(künstlerisch) gehen will, bei der man es vielleicht schwer
hat auf die Beine zu kommen, es schwer hat Geld zu verdienen,
eine feste Anstellung zu bekommen?

Du bist 21 Jahre.
Selbst wenn Du einige Jahre ‚verlierst‘, Du tust etwas für Dich und Deine Entwicklung, etwas was Dir niemand mehr nehmen kann.

Gandalf