Risiko für Plötzlichen Kindstod?

Gefährlicher Unsinn!!!
Hallo Sine,

also dieser Artikel ist wirklich der Hammer! Ich habe selten einen derartigen Unsinn gelesen. Die unsinnigen und grottenfalschen Aussagen (die in den Punkten a bis e zusammengefassten „Ergebnisse“ ihrer „weitreichenden und systematischen Studien medizinischer Lektüre“) lassen mich an der Wahrheit über die Angaben zur Ausbildung von Frau Scheibner ernsthaft zweifeln.
Im einzelnen:

zu a: Impfungen unterdrücken keineswegs das Immunsystem, eine solche Aussage zeugt von elementarer Unkenntnis der Realitäten. Bei Impfungen werden (vereinfacht ausgedrückt) harmlose (abgetötet, abgeschwächt, Teile der Erreger etc.) Erreger gespritzt, die die eigentliche Krankheit nicht auslösen (in sehr seltenen Fällen tun sie es doch, das ist eine mögliche Komplikation). Diese Erreger veranlassen aber den Körper zu einer Immunreaktion, d.h. sie werden vom Körper bekämpft. Da sich der Körper vergangene Infektionen „merkt“, kann er bei einer zweiten Infektion mit dem Erreger schneller und wirkungsvoller reagieren, der Mensch ist immun.

zu b: soll sie bitte Belege vorlegen. Ernszunehmende und mir persönlich bekannte Naturwissenschaftler (u.a. auch unsere Kinderärzte) behaupten das Gegenteil.

zu c: Es wird von allen seriösen Naturwissenschaftlern geraten Hygienemaßnahmen im Haushalt nicht zu übertreiben. Ein Desinfektionsmittel hat in einem normalen Haushalt z.B. nichts zu suchen. Es wird ebenfalls empfolen, Kinder in die Natur zu lassen und in Schlamm und Dreck spielen zu lassen. Damit werden dem kleinen Körper ausreichend Trainingsmöglichkeiten für sein Immunsystem geboten (deren Notwendigkeit immer betont wird). Aber was spricht (bei nahezu unendlich vielen verschiedenen Keimen) dagegen, seine Kinder vor einer Handvoll wirklich gefährlicher Infektionskrankheiten zu schützen? Das Durchleben einer solchen Krankheit ist für das Training des Immunsystems sehr gut entberlich (wenn nicht gar kontraproduktiv). Infektionskrankheiten sind für die Entwicklung eines funktionierenden Immunsystems absolut notwendig. Überflüssig und gefährlich hingegen sind einige wenige Infektionskrankheiten, hast Du schon mal jemanden mit Kinderlähmung kennengelernt? Ich ja…und das möchte ich meinen Kindern wirklich ersparen!

zu d: Hier wird es wirklich lustig! Da reicht ein Zitat, da erkennt sogar der Laie den Schwachsinn: „In der Tat sind die Impfungen bei weitem die Hauptursache all jener modernen Kinderkrankheiten, angefangen von Allergien, chronischen Erkrankungen, Otitis, Leukämie, Krebs, Verhaltensauffälligkeiten, Lernstörungen, Diabetes und sogar Kriminalität.“

zu e: Behauptungen aufstellen kann jeder. Interessant ist die Umbenennung von „Sudden Infant Death Syndrom“ zu „Sudden Immunisation Death Syndrom“. Und noch interessanter (lustiger) finde ich den Brückenschlag von Impfungen über Hirnschäden und daraus resultierenden Verhaltensabweichungen zu Mißbrauchsanklagen gegen die Eltern. Wer es bis jetzt noch nicht kapiert hat, wird doch wohl hier endlich mal erschrecken, oder?

Der Rest des Artikels ist wenig brauchbar, Behauptungen und autobiographische Erzählungen…

Bitte nicht einfach irgendwelche Links posten, man sollte schon wissen was man tut.

Gruß Stefan

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  1. und das ist das wichtigste: Das Kind soll auf dem Rücken
    schlafen, nicht Bauch und auch nicht auf der Seite. Dh es
    sollte nach dem Trinken einen Rülpser machen, bevor es ins
    Bettchen gelegt wird. Eventuell das Bettchen etwas so stellen,
    dass der Kopf höher als die Beine ist.

Letzteres halte ich für nicht so gut. Zum einen bewegen sich
Kinder so sehr im Bett, dass die Einschlafhaltung garantiert
nicht der Aufwachhaltung entspicht.

Kleine Babys können sich noch nicht vom Rücken auf den bauch drehen

Gut möglich, dass Kerstins
Tochter dann mit „Kopf unten“ aufwacht.

Sehr unwahrscheinlich, da das Bettchen meist nicht so gross ist, dass es sich so stark drehen kann. Mir ist auch kein einziger solcher fall bekannt. Dir?

Zum anderen rollt das
Kind durch die Schlafbewegungen nach unten und liegt dann
irgendwie in der untersten Ecke.

Das wäre möglich, wenn die „schiefe Ebene“ zu schief ist. Eine rel. leichet Erhöhung reicht aber aus

Nein, ich halte die Vorschläge, flach, kein Kopfkissen, evtl.
Schlafsack statt Zudecke für besser.

Gemäss Untersuchungen ist der Kindstot stark signifikant mit der Schlaflage verbunden. Bauchlage, klar am grüssten, Rüchenlage am kleinsten. Bei allem anderen stimme ich dir zu, auch beim flach liegen. Das Flach liegen hat bei der Rückenlage nur den nachteil eines eventuellen aufstossens. Eine leichte schiefe ebene vermöglicht es dem baby eher, das erbriochene aus dem mund fleisen zu lassen. Nur deshalb ist die Sschiefe ebene sonst ist sie für nichts.

Aber Kerstin hat in
Sachen plötzlicher Kindstod ohnehin das Kritischste hinter
sich.

Da stimme ich dir zu

Gruss
beat

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Hallo Kerstin,

mit 10 Monaten ist dein Baby aus dem gröbsten raus. Mit 1 Jahr sinkt dann das Risiko noch mal ganz erheblich (das erste Absinken des Risikos ist mit 5 Monaten).
Leg das Baby auf den Rücken, lass die Tür leicht offen und das Babyphon an, dann geht es schon. Ansonsten kannst du auch eine extra Matratze (60 x 120 cm) für das Reisebett kaufen und dieses neben dein Bett stellen. So haben wir das gemacht. Demnächst werden dann beide Kinder ins Kinderzimmer umziehen (die Große ist 3 Jahre, die Kleine 1 Jahr alt).
Wenn deine Kleine sich von selbst auf den Bauch dreht während des Schlafes, dann tu euch beiden den Gefallen und lass sie liegen. Anfangs hatte ich bei der Großen noch den „Wahn“, dass ein Baby eben nicht auf dem Bauch schlafen soll und hab sie deshalb immer wieder umgedreht. Fand sie nicht lustig… Sie weinte und drehte sich blitzschnell zurück. Wenn das Kind also seine Lage selbst ändern kann, dann lass das auch zu.
Schlafsack, eher etwas kühler als zu warm im Zimmer und keine Bettdecke sowie kein Kopfkissen, dann passt das schon. Meine Große bekam ihr Kissen, als sie nachts immer auf meins gerutscht kam (sie wollte nachts oft rüber zu uns, auch heut noch).
Vertrau deinem Gefühl, das klappt schon.

Viele Grüße, Heike

KEIN BIENENHONIG
Hallo,

unser Kinderarzt hat uns gesagt, dass man Kindern unter 3 Jahren keinen Bienenhonig geben darf. In Honig sind MANCHMAL Bestandteile drin, die im Darm des Kindes in Gift (ich glaube es war Blausäure, bin mir aber nicht sicher) umgewandelt werden. Eine der Ursachen für den plötzlichen Kindstod liegt dann angeblich darin, dass die Giftbelastung (sie soll recht gering sein) im Schlaf ausreicht, damit das Kind nicht mehr atmet. Angeblich entwickelt sich erst später die Fähigkeit, Honig „richtig“ zu verdauen (ich glaube, Bakterien im Darm).

Jedenfalls KÖNNTE, FALLS das Gesagte stimmt, damit ein Risikofaktor ausgeschlossen werden…

Wir haben unseren Kindern jedenfalls vorsichtshalber keinen Honig gegeben - die jetzt 2 einhalb und knapp 4 Jahre alt und es ist nichts passiert. Schau übrigens mal, in wie vielen Kindernaschsachen Honig drin ist!

Viele Grüße,
Frank

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Soweit ich gehört haben, sollen Kinder unter 1 Jahr keinen Honig bekommen, und zwar wegen der Gefahr von Botulinum-Bakterien.

Honig ist (oder sollte es zumindest sein) ein naturbelassenes Produkt, wird also nicht erhitzt oder sonstwie sterilisiert. Haltbar ist er durch den hohen Zuckergehalt.
Aber eventuell vorhandene Bakterien, z.b. eben diese Clostridium botulinum, können sich im Honig zwar nicht entwickeln, bilden aber so genannte Sporen, d.h. sie verkapseln sich und warten auf bessere Zeiten.
Wenn nun der Honig verdünnt wird (was ja beim Verzehr passiert), können sie sich wieder vermehren und bilden ein extrem starkes Nervengift, das allseits bekannte Botulinumtoxin, kurz Botox genannt. Und das ist für Säuglinge schon in kleinsten Mengen absolut tödlich.

Mit plötzlichem Kindstod hat das aber nichts zu tun, eine Botox-Vergiftung ist nicht plötzlich, es gehen Brechdurchfall, Atemnot, Schwindelanfälle, Orientierungslosigkeit voraus und endet im schlimmsten Fall mit Atemlähmung.

Grüßle
Regina

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