Risikolebensversicherung

Hallo,
wir sind eine „junge“ Familie mit (demnächst zwei) kleinen Kindern. Im Moment sind wir dabei, ein Eigenheim zu erwerben und zum Teil über ein Annuitätenderlehen zu finanzieren, wobei der Eigenkapitalanteil recht hoch ist.
Unsere Frage ist nun, ob wir

  • eine fallende RLV über die Kredithöhe abschließen
  • eine gleichbleibende RLV in Höhe von n-mal dem
    Jahreseinkommen des Hauptverdieners abschließen
  • oder noch eine andere Variante wählen

Zu beachten ist, dass der Hautpverdiener zwar Nichtraucher, mit 45 aber „nicht mehr ganz jung ist“, die Beiträge also nicht ganz unerheblich sind.

Was würdet Ihr uns raten?

Viele Grüße
Salbei

Hallo Salbei,

ich würde an eurer Stelle eine Risiko-LV mit fallender Vers-Summe nehmen, die Startsumme entsprechend der Kredithöhe plus evtl. Vorfälligkeitsentschädigungen, und das Fallen der Vers-Summe entsprechend der Tilgung nehmen, und auf beide Leben gegenseitig abschließen. Stirbt einer der Eltern - egal welcher - wird der Kredit getilgt, sterben beide gleichzeitig (kann ja auch mal passsieren :frowning:), wird auch getilgt, und die Kinder erben ein schuldenfreies Haus.

Gruß
WB

Hallo !

Ich möchte dem Wadlbeisser insoweit zustimmen, dss ich ebenfalls eine Risiko-LV mit jährlich fallender Versicherungssumme empfehlen würde, sofern es tatsächlich nur um die Absicherung der Finanzierung geht.

Eine verbundene Lebensversicherung finde ich hingegen nicht so prickelnd, da es zum Einen nur eine einmalige Auszahlung der Versicherungssumme im Todesfall gibt, auch wenn beide gleichzeitig versterben sollten(häufigste Ursache: Autounfall), oder aber auch nachdem einer der Beiden verstorben ist, besitzt der Partner dann keinen weiteren Versicherungsschutz mehr.
Klar, im vorgenannten Fall wäre natürlich der Sinn und Zweck der Absicherung (=Kompletttilgung der Baufi) erreicht, aber wenn man sich einmal die Beitragsunterschiede zwischen einer verbundenen LV und 2er separater Verträge ansieht, wird man schnell sehen, dass es da kaum gravierende Unterschiede gibt.

Vielleicht noch als Tipp am Rande:

Wenn bei 2 separaten Verträgen jeweils der Ehepartner als Versicherungsnehmer den Anderen (als Versicherte Person) eintragen lässt, gibt es auch mit der Erbschaftssteuer keine Probleme ! (wobei die Freibeträge bei Ehepartner schon recht großzügig sind; aber man weiß ja nie…)

Gruß, Kristian

PS: Ich weiß ja nicht, was ihr für ein Haus erworben habt, und wie hoch die eigentliche Kreditsumme nun ist, aber nach ein wenig Spielerei mit meiner Vergleichssoftware, mit angenommenen Daten, komme ich eigentlich auf noch recht „humane“ Jahresbeiträge… Also wegen dem Alter des „Hauptverdieners“ sollte man sich, denke ich, nicht allzu viele Sorgen machen :wink:

Und ich hab sogar noch eine dritte Lösung.

Stellt sich zuerst die Frage, was eigentlich abgesichert werden soll.
Mir fallen da zwei Sachen ein:
1.) die Hinterbliebenen
2.) die Finanzierung

Für die Hinterbliebenen würde ich eine RLV als verbundene Leben empfehlen. Laufzeit: bis zum vermeintlichen Unabhängigkeitstag der Kinder, also 25. - 27. Lj.
Stirbt der Hauptverdiener, ist für den Rest der Familie noch genug da, um bis zur Selbstständigkeit der Nachkommen nicht auf finanzielle Geborgenheit zu verzichten.
Stirbt der Partner, hat der Hauptverdiener genug finanzielle Freiheit, dessen Rolle durch Haushälterin, Aushilsflehrer usw. zu bezahlen.

Für die Absicherung der Immobilie würde ich eine RLV mit fallender VS wählen, die auf die Laufzeit des Darlehens abgestimmt ist. Versicherungsnehmer: Partner
Versicherte Person: Hauptverdiener

Beides miteinander zu kombinieren ist insofern schwierig, da die Kreditlaufzeit nicht immer mit der Lebensplanung der Kinder übereinstimmt.

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