Risterrente: lohnt sich das?

Guten Tag liebe Experten,

ich bitte Sie um Ihren Rat.

Daten:
Meine Eltern, Vater (51 Jahre) und Mutter (50 Jahre), haben bei der Postbank eine „Riesterrente“ abgeschlossen.
PB Rentenkonto klassik

Mein Vater verdient ungefähr 22.000 € pro Jahr.
In die Riesterrente zahlt er monatlich 70,00 ein. Die Versicherung läuft seit Dezember 2006.

Kosten:
im Vertrag steht: „Monatliche Beiträge: Die Abschluss- und Vertriebskosten betragen 4% der bis zum planmäßigen Rentenbeginn vereinbarten monatlichen Beiträge.“

„Die Verwaltungskosten betragen 2%von jedem Beitrag, zuzüglich 1,50 € monatlich“

„nach Beginn der Rentenzahlung: monatlich 1,5% der jeweiligen Rente“

Meine Mutter ist Hausfrau, arbeitet nur auf
400,00 € Basis. Sie zahlt eben so seit Dezember 2006 monatlich 40,00 € ein.
Kosten sind identisch.

Frage(n):
Ist diese Rentenversicherung lohnenswert für sie? Oder nur für einen der beiden?

Ich habe im Internet „recherchiert“ und einiges Negatives über die Riesterrente gelesen. Meine Mutter würde dann doch sowieso die Grundsicherung bekommen und dann würde der Staat ihr das angesparte Geld anrechnen - wenn ich es richtig verstanden habe. Also lieber keine Riesterrente?

Und etwas Grundsätzliches: ist es nicht besser das Geld erstmal z.B. auf einem Festgeldkonto anzulegen, um dann die bevorstehenden Ausgaben (neues Auto etc.) ohne Kreditaufnahme tätigen zu können?
Sonst spart man Geld für wenig Rendite, kann an das Gesparte nicht ran und nimmt dann einen Kredit mit horrenden Zinsen auf?

Vielen Dank im Voraus.
p.s. Ich hoffe, dass es nicht zu detailliert war :smile:

Guten Tag liebe Experten,
Frage(n):
Ist diese Rentenversicherung lohnenswert für sie? Oder nur für
einen der beiden?
Ich habe im Internet „recherchiert“ und einiges Negatives über
die Riesterrente gelesen. Meine Mutter würde dann doch sowieso
die Grundsicherung bekommen und dann würde der Staat ihr das
angesparte Geld anrechnen - wenn ich es richtig verstanden habe.

Es könnte sein, daß Deine Mutter Geld zum Fenster rauswirft.

Also lieber keine Riesterrente?

Möglicherweise.

Und etwas Grundsätzliches: ist es nicht besser das Geld
erstmal z.B. auf einem Festgeldkonto anzulegen, um dann die
bevorstehenden Ausgaben (neues Auto etc.) ohne Kreditaufnahme
tätigen zu können?
Sonst spart man Geld für wenig Rendite, kann an das Gesparte
nicht ran und nimmt dann einen Kredit mit horrenden Zinsen
auf?

Möglicherweise.

Tipp:
Es kann (darf) hier niemand individuell beraten, z.B. auch weil viele Angaben fehlen. Am besten wäre es, wenn Deine Eltern einen wirklich unabhängigen Fachmann beauftragen, ihre finanzielle Situation zu analysieren, und Empfehlungen auszusprechen. So ein unabhängiger Fachmann kostet aber Geld (bestimmt 500 bis 1000€; google nach „Honorarberatung“, VDH).

Was ich hier sagen möchte, ist folgendes:
Die dümmste Version ist es wahrscheinlich, alles Geld anzulegen, und bei Geldbedarf einen Kredit aufzunehmen. Da verlierst Du einmal Provision bei der Geldanlage, und nochmal bei der Kreditaufnahme ;-(.

Und für Deine Mutter ist es evtl. einfach nur Geldverschwendung, Rentenversicherungen abzuschließen, welche dann auf ihre Grundsicherung angerechnet werden.

Auch gibt es bei Riester- Rente Unterschiede. Es gibt z.B. eine Variante mit unmittelbarer Gehaltsumwandlung, wo man mit sehr wenig Netto- Geldverlust (z.B. 60€) sehr viel Geld in die Versicherung einzahlt (z.B. 130€).

Erdbeerzunge

Hallo Bierbaron,

von der moralisch verwerflichen Auffassung abgesehen, dass man sich via Grundsicherung von anderen (also uns) seine Renten finanzieren lässt, dürfte die Bedarfsgemeinschaft Ehepaar auch nicht viel Grundsicherung bringen. Nach einer ausführlichen Berechnung durch die DRV lässt sich das sicher klar beantworten.

Gruß,
Andreas