Ritalin falsch angewendet - Folgen?

Hi

Wenn bei einem Kind ADHS diagnostiziert wird, dann gehen auch schon die Diskussionen los. Darauf will ich jetzt aber gar nicht eingehen.

Falls die Diagnose nicht stimmt, und eine andere psychische Störung (im weitesten Sinne) vorliegt, was kann es für Folgen haben, wenn dennoch Ritalin genommen wird?

Grüße

Karana

P.S.: Es handelt sich um einen Fall in der weiteren Verwandtschaft. Ich habe nicht vor mich da einzumischen, es liegt ein Problem vor, so viel ist klar, aber ich bin skeptisch was ADHS angeht. Mich würd das einfach nur mal intressieren was so mit Ritalin vor sich geht.

Hi,

Ritalin hat negative Wirkungen, die man nachlesen kann (und die man nicht verharmlosen sollte):

http://www.kersti.de/VA281.HTM

Gruß
Istiden

Guten Tag!

Falls die Diagnose nicht stimmt, und eine andere psychische
Störung (im weitesten Sinne) vorliegt, was kann es für Folgen
haben, wenn dennoch Ritalin genommen wird?

Kommt ganz auf die „andere psychische Störung an“. Z.B. würde ich meinen, dass Ritalin bzw. Methylphenidat bei manchen Angststörungen sehr ungut, weil verstärkend, wirkt.
Das ist aber eigentlich nicht der Punkt, weil diese sog. „Kontraindikationen“, also wann Ritalin NICHT verabreicht werden darf, ohnehin berücksichtigt werden müssen, egal ob nun die Diagnose „ADHS“ richtigerweise oder fälschlich gestellt wurde.

Ganz direkt würde ich deine Frage also so beantworten: Die Neben- und Wechselwirkungen von Ritalin sind bekannt, ansonsten schadet seine Einnahme demjenigen, der KEIN ADHS hat (und auch sonst nichts, das durch Ritalin und dergleichen negativ beeinflusst wird; siehe oben) nicht mehr als demjenigen, der ADHS hat.
Er hat halt auch keinen Nutzen davon.

P.S.: Es handelt sich um einen Fall in der weiteren
Verwandtschaft. Ich habe nicht vor mich da einzumischen, es
liegt ein Problem vor, so viel ist klar, aber ich bin
skeptisch was ADHS angeht.

Warum genau bist du skeptisch?

E.T.

Wenn bei dem Kind ADHS vorliegt, wird es auf Ritalin ruhiger und konzentrationsfähiger. Hat es kein ADHS, wird es nur verlangsamt reagieren und schlapp sein. In dem Fall sollte Ritalin abgesetzt werden und das Kind noch einem 2. Arzt vorgestellt werden. Für die ggf. kurze Anwendungsdauer sind eigentlich keine Schäden zu erwarten.Allerdings sollte man wirklich kein Ritalin „füttern“ wenn kein ADHS anliegt. Im Prinzip wird Ritalin nur zusammen mit einer Verhaltenstherapie verschrieben.

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Hallo,

http://www.youtube.com/watch?v=8zNRdevV6mQ

Gruß Ralf

Hi,

Wenn bei dem Kind ADHS vorliegt, wird es auf Ritalin ruhiger
und konzentrationsfähiger.

Ja. Und die schädigenden Wirkungen bleiben erhalten.

Hat es kein ADHS, wird es nur
verlangsamt reagieren und schlapp sein.

Das ist ja interessant; kann man das in seriösen Studien nachlesen?

In dem Fall sollte
Ritalin abgesetzt werden und das Kind noch einem 2. Arzt
vorgestellt werden.

Welche Ärzte meinst Du?

Für die ggf. kurze Anwendungsdauer sind
eigentlich keine Schäden zu erwarten.

Klingt gut.

Allerdings sollte man
wirklich kein Ritalin „füttern“ wenn kein ADHS anliegt.

Aber wenn ADHS vorliegt schon?

Im Prinzip wird Ritalin nur zusammen mit einer Verhaltenstherapie
verschrieben.

Schön ausgedrückt, aber leider nur im Prinzip.

Gruß
Istiden

Hallo
Als ich ein kind war hab ich vom Arzt ein paar tropfen wegen meiner müdigkeit bekommen folge war am nächsten tag hab ich in der schule meine halbe klasse verprügelt.
ich weiss leider nich mehr welches präparat das damals war aber ich glaub das war das falsche:smile:
Mit freundlichem gruss Vae