Hallo Ina,
Dazu möchte ich doch noch etwas sagen:
Gerade habe ich einen Artikel gelesen „Warnung auf
ADHD-Medikamenten in den USA“. Da heißt es unter anderem:
„Substanzen wie Methylphenidat erhöhen Blutdruck sowie
Herzfrequenz und können auch Herzrhythmusstörungen und
Koronaspasmen verursachen…Sie unterliegen in Österreich der
Verschreibung der Suchtgiftverordnung.“ Dazu angegeben:
www.nsba.orgwww.fda.gov
Bei der FDA-Geschichte ging es darum, ob ein Warnhinweis wegen kardialer Risiken in den Beipackzettel aufgenommen werden sollte. Es gab heiße Diskussionen, eine offizielle Stellungnahme gibt es hier:
http://www.dgkjp.de/mediaLib/Stellungnahme_kardiale_…
Die deutschen Heilpraktikerverbände (DDH) sprechen sich
deutlich gegen Ritalin sus. Da gibt es einen Artikel „Mit
Psychodrogen gegen Störenfriede - Zeitbombe Ritalin -
gefährliches Doping im Kindesalter“.
Ähnliche Artikel findet man auch bei einer bekannten Sekte, deren eigentliches Ziel heißt: Make money. Ich bin hin- und hergerissen, ob ich zu einem bekannten Hetzartikel verlinken soll, aber für diese Typen möchte ich nicht auch noch Werbung machen.
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Ritalin als vom Arzt verschriebenes Medikament ist keine Droge. Ritalin macht nicht süchtig, jeder, der damit zu tun hat, kennt eher das Problem, dass die Einnahme vergessen wird. Bei einer Sucht würden Entzugserscheinungen den „Junkie“ schon an die Einnahme erinnern, oder ?
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Doping ? Wer wird gedopt ? Laufen die Kinder danach schneller ? Polemik, nichts als Polemik.
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Nicht alle ADS’ler sind „Störenfriede“. Ritalin wird nicht nur gegen die Zappelei verschrieben, es zappelt ja auch nicht jeder ADS’ler. Es gibt noch mehr Symptome, aber das Bild des ungezogenen, zappeligen Jungen, der die Klasse aufmischt und die Lehrer nervt, bietet sich halt an, um Stimmung zu machen.
"Bereits jetzt sind schon …Forschungen in Auftrag gegeben,
die zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen Ritalin und dem
Ausbruch von Morbus Parkinson besteht. …
Schon gelaufen, da hat sich Herr Hüther (der irgendwie auch immer mit bestimmten Kreisen in Verbindung gebracht wird, aber… er hat ja dort nur mal publiziert) sehr mit „Ruhm“ bekleckert. Er hat einen wissenschaftlich nicht haltbaren Versuch mit ein paar Ratten gemacht und dann - ist ja ein dankbares Thema - die Fachwelt damit „aufgeweckt“. Inzwischen mußte er kleinlaut zugeben, dass nichts daran haltbar ist.
Ritalin kann Kinder
und später Erwachsene zu ruhigen, angepassten und vor allem
konzentrationsstarken dressierten Menschen umprogrammieren.
Dressur…?..Genau dies ist die Wirkung der Droge Ritalin.
Ich mußte erst die Lachtränen abwischen, bevor ich weiterschreiben konnte - es ist nicht mehr ärgerlich, nur noch komisch.
ADS’ler sind Querdenker, sie sind niemals angepasst. Mit Medikamenten sind sie nicht konzentrationsstärker als andere Menschen, sondern nur zeitweise ähnlich konzentriert wie Normalos.
Dressur setzt voraus, dass jemand die Vorgaben macht und ein anderer ohne kritisches Hinterfragen reflexartig die Anweisungen übernimmt. So viele Medikamente kann man einem ADS’ler gar nicht geben, dass er das mit sich machen ließe.
Die betroffenen Konsumenten werden emotional retardiert und in
der Wahrnehmung zwanghaft eingeschränkt…
Stimmt
. Das ist der Sinn der Sache, denn ADS bedeutet, dass die Reizschwelle zu niedrig ist und der Mensch mehr aufnimmt, als gut für ihn ist. Die Wahrnehmung ist einfach ZU gut, so gut, dass es fast nicht mehr auszuhalten ist.
Durch die Gabe der
Pille steigt ihre Akzeptanz bei Freunden und Lehrern.
Freunde sind nur diejenigen, die einen auch ohne Pillen aushalten. Dass Lehrer eine Rolle spielen, ist ein Trauerspiel, aber ein anderes Thema.
Wird die
Pille abgesetzt, kommt es zu heftigen Psychosen,
Überreaktionen und depressiven Zuständen durch Entzug." …
Wird einem ADS’ler sein Medikament vorenthalten, kommt es sehr häufig zu Psychosen, Überreaktionen, Depressionen bis hin zu Drogenkonsum - der ADS’ler therapiert sich unbewußt selbst.
Die Folgen, die sich für ein Kind ergeben, kann also
derjenige, der Ritalin erstmals als Erwachsener nimmt, nicht
vollständig beurteilen.
Ritalin wird seit über 60 Jahren verschrieben und ist eines der am besten erforschten Medikamente auf dem Markt.
- Ritalin ist für einen ADS-Menschen so etwas wie eine Brille
für einen stark kurzsichtigen.
Das ist zu sehr verharmlost, wenn man von der Wirkung einer
Droge spricht. Die Brille würde ich eher mit einer Krücke
vergleichen, nicht mit einer Droge.
Der Vergleich mit der Brille stimmt. Eine Brille kann man mal vergessen, dann überlebt man den Tag eben etwas unbequem. Eine Droge wird man niemals vergessen, da Entzugserscheinungen auftreten werden.
Leicht ist es sicher nicht, aber auch ohne Ritalin möglich.
Das sollte im Einzelfall eine Fachkraft vor Ort entscheiden !
Oft ist eine Synergie von Maßnahmen nötig, die ich in diesem
Rahmen nicht detailliert beschreiben kann. Aber auf zwei
wesentliche Hilfsmöglichkeiten, die sicher Erfolg haben
können, will ich hinwesen:
Eine gute Familien-Therapie (die den Eltern hilft, aus den
gewohnten Reaktionen auf das Verhalten ihres Kindes
herauszukommen),
Nein, ein ADS-Elterntraining ist nötig sowie eine Verhaltenstherapie für das Kind.
und die Davis-Beratung. In der Davis-Beratung lernt der
Klient, mit Orientierung umzugehen.
Was es nicht alles gibt ! Nun ja, Algen sind ja out, weil doch zu giftig.
(Unter Ritalin-Einfluss
ist der Mensch zwangsorientiert und kann nicht lernen, bewusst
damit umzugehen. )
Ja, die indigoblaue Aura ist gestört *lol*.
ft versteht ein Kind einfach Anweisungen
nicht, weil diese teilweise zu abstrakt sind. In der
Davis-Beratung lernt das Kind Begriffe wie „Konsequenz“,
„Ordnung“, „Zeit“… zu verstehen, buchstäblich zu begreifen.
So kann es langsam die Zusammenhänge verinnerlichen zwischen
seinem eigenen Verhalten und dem Verhalten (Unverständnis oder
Aggression) der Umwelt.
Das lernt das Kind auch in der Verhaltenstherapie. Diese ist Kassenleistung 
Ina, ich verteile gerne Sternchen, aber das war nix
.
Gruß, Inselchen