Ritalin ODER die andere Art, die Welt zu sehen?

Hallo liebes Forum,

Ich habe diesen Artikel bewusst unter „Psychologie“ und nicht unter „Eltern-Kinder“ oder „Unterricht/Schule“ platziert. Die pädagogischen und medizinischen Aspekte einer Ritalin-Gabe sind mir soweit klar:

  1. Ritalin ist ein „IQ-Doping“
  2. Ritalin ist ein schnell wirkendes Medikament
  3. Ritalin ist für einen ADS-Menschen so etwas wie eine Brille für einen stark kurzsichtigen
  4. Ritalin hilft, die schulischen Leistungen zu verbessern, die Erfolgserlebnisse zu haben, und macht die Kinder anpassungsfähiger.

Und genau das - „anpassungsfähiger“ - ist für mich der Knackpunkt.

Ich muss nämlich demnächst eine Entscheidung für oder eben gegen Ritalin für meine Tochter treffen. Bei ihr wurde ADS und „Wahrnehmungsstörungen“ diagnosziert. Beim genauen Auseinandersetzen mit dem Thema wurde mir klar, dass eigentlich die ganze Familie davon betroffen ist, mich eingeschlossen. Dann wurde plötzlich alles klar - genau, wie es in den Büchern steht - warum der lange qualvolle Leidensweg, Horror mit der Schule, aber auch diese unglaubliche Leistungsfähigkeit im geliebten Beruf („Hyperfokusieren“) usw.

Warum ich das alles schreibe? Weil ich weiss, wie meine Tochter die Welt sieht (was vielleicht die Ärzte und die Lehrer als „normale“ Menschen nicht wissen KÖNNEN). Das, was von der Rest der Welt als „Störung“ empfunden wird, wohl weil die Welt sich daran stört, ist in Wirklichkeit eigentlich ein unglaublicher Schatz, fast eine Gabe Gottes: die vielen Farben, Geräusche, Bewegungen gleichzeitig zu erfassen, Bilder statt Buchstaben und Sätze im Buch zu sehen, alles wissen und erfahren zu wollen, Abenteuerlust und Abenteuergeist, ständige und unermüdliche Suche nach etwas Neuem…

Alles schön und gut, wäre da nicht das staatliche Schulsystem. Wirklich in Genuss dieser Dinge zu kommen, der Lieblingssache nachzugehen und den Lieblingsberuf auszuüben, kann man nur mit dem entsprechenden Schulabschluss. Aus mir wurde das Abitur von den Eltern buchstäblich herausgeprügelt - erst jetzt verstehe ich, dass es anders dann gar nicht gegangen wäre (der Preis dafür ist die zerrüttelte Beziehung zum Elternhaus). Dafür glänzte ich aber im Studium. Wenn ich zwischen Prügel und Ritalin entscheiden müsste, hätte ich natürlich Ritalin gewählt.

Meine Sorge ist: ob nicht die Gefahr besteht, dass auch die schönen kreativen Eigenschaften dadurch zugrunde gehen, dass das Medikament, das direkt auf das äußerst empfindliche Gebilde, was man das menschliche Gehirm nennt, zugreift, nicht die Persönlichkeit zerstört und durch das Einstellen des in der Gesellschaft üblichen Gehirnstoffwechsels nicht die Merkmale ausradiert, die eben durch den „gestörten“ Stoffwechsel hervorgerufen werden. Ich will nämlich kein dümmlich-ordentliches Musterkind aus der einschlägigen Kinder-Pinguin-Werbung - die ADS-ler, die Ritalin nehmen, bitte seid mir nicht böse, aber der Eindruck entsteht, wenn man Bücher und auch Erfahrungsberichte liest.

Also, wie diesen Spagat schaffen?

Hallo Jarolep,

nachdem nun meine beiden Söhne (9 Jahre und 11 Jahre alt), seit einigen Monaten Medikinet(Ritalin ähnlich) bekommen, kann ich dir folgendes dazu sagen:

Keines meiner Kinder ist „angepasster“ geworden, sie sind lediglich gelegentlich in der Lage adäquater auf bestimmte Situationen zu reagieren, wo vorher durch die mangelnde Reflektion extrem spontane Überreaktionen vorkamen, die ihnen selber auf die Nerven gingen, von ihnen aber nicht kontrolliert werden konnten.

In der Schule sind sie in der Lage dem Unterricht soweit konzentriert zu folgen, dass ihre Fähigkeiten erkennbarer und einschätzbarer werden, die positiven Eigenschaften treten in den Vordergrund und vermitteln das notwendige Selbstwertgefühl, nicht „das A…loch vom Dienst“ zu sein, nicht der Klassenclown zu sein, auch wenn man das gar nicht will.

Nach wie vor sind meine Jungs recht chaotisch und wild, allerdings war mir halt wichtig, dass sie dem Schulalltag gewachsen sind und nicht jeden Tag unglücklich nach Hause kommen und ihr Leben aus vorwiegend negativen Reaktionen anderer besteht und bestimmt wird.
Durch die Fähigkeit zu reflektieren bevor gehandelt wird, sind die meisten schulischen Probleme verschwunden, die restlichen stufe ich als normale Alltagsprobleme ein, die belasten die Kids halt in erträglichem Maß und ich muß nicht mehr Angst haben, dass mir ein 8 jähriger Junge sagt:„Vielleicht wäre ich am besten gar nicht auf dieser Welt“, weil er dem entstandenen Stress nichts entgegenzusetzen hat als seine „bunte, vielfältige Welt“, die leider auch sehr beeinträchtigen kann, da sie nicht in ausreichendem Maße kontrolliert werden kann.

Da wir uns entschieden haben, das Medikinet so zu dosieren, dass lediglich die Zeit bis zu den Hausaufgaben abgedeckt ist, bleibt noch genug Zeit für Abenteuer und „immer Neues“.

Ich glaube auch, das Ritalin oder vergleichbare Medikamente nicht den Charakter verändern, sondern lediglich ermöglichen eine Kontrolle über die „Kirmes im Kopf“ zu bekommen (so beschrieb einer meiner Söhne es, allerdings mit dem Zusatz „aber ohne die schönen Karussels“).

Zu dem Vergleich mit der Kurzsichtigkeit fällt mir folgendes ein:
Verschwommenes Sehen kann sehr viel schöner sein, als scharf sehen, trotzdem gibst du deinem kurzsichtigen Kind eine Brille, damit es, wenn es will, scharf sehen kann und möglichen Verletzungen gezielt aus dem Weg gehen kann. Trotzdem bleibt die Kurzsichtigkeit und auch das bunte, vielfältige Leben bleibt trotz Ritalin, Medikinet…

Wie sieht denn deine Tochter ihr Leben, gefällt es ihr so wie es ist, oder hat sie Stress mit sich selbst, weil ihre Reaktionen schneller sind als sie es möchte, und es im nachhinein für ein Kind kaum möglich ist das wieder rückgängig zu machen was man getan hat?

Ich habe mich hauptsächlich durch den sich permanent verstärkenden Leidensdruck meiner Kinder für Ritalin, Medikinet entschieden und wir finden alle dass das so passt.

Da Ritalin kein spiegelbildendes Medikament ist, kann man es jederzeit wieder absetzen, solltest du also erkennen, dass du deiner Tochter etwas Wichtiges nimmst, besteht durchaus die Möglichkeit das rückgängig zu machen.

Vielleicht haben dir meine Erfahrungen den ein oder anderen Denkanstoss gegeben, der Spagat gehört trotzdem dir, ich habe meinen „Gott sei Dank“ schon hinter mir.

So long

Iris

Hallo Iris,

Unser Sohn bekommt ebenfalls Medikinet (seit er 12 ist, jetzt ist er 15). Er ist nicht hyper, aber durchaus chaotisch und unkonzentriert (eher der Träumertyp). Trotzdem kann ich nur unterschreiben, was du sagst.

Da Ritalin kein spiegelbildendes Medikament ist, kann man es
jederzeit wieder absetzen, solltest du also erkennen, dass du
deiner Tochter etwas Wichtiges nimmst, besteht durchaus die
Möglichkeit das rückgängig zu machen.

Das ist SEHR wichtig. Mein Sohn weigert sich in den Ferien und am Wochenende Medikinet zu nehmen (außer es stehen Hausaufgaben an, die mehr Einsatz verlangen). Der Grund für ihn ist, dass er mehr essen möchte (er ist sowieso rappeldürr und träumt davon, mehr Speck zu haben).
Ich merke natürlich an den Medikinet-freien Tagen, dass er unkonzentrierter ist, aber einen Kreativitätsverlust an anderen Tagen kann ich nicht entdecken. „Ruhigstellen“, was oft als Anwurf kommt, stimmt bei uns sowieso nicht, denn er ist sowieso nicht zappelig von Haus aus.

Natürlich haben wir auch lange mit uns gerungen, ob wir diesen Schritt gehen sollen. Was es leichter macht, ist genau dieses Tatsache, dass man 1. jederzeit wieder absetzen kann und 2. wirklich merkt, wann Medikinet „da“ ist und wann nicht (ich kann es z.B. auch ganz deutlich an seiner Schrift erkennen, ohne ist sie kaum lesbar). Wichtig ist mir auch, dass er ein Mitspracherecht hat. Die „an den Wochenenden nicht“-Regel finde ich persönlich nicht sehr gut (er hat ja durchaus Aktivitäten an den WE geplant, wo ihn die Medizin unterstützen könnte), aber wir haben diesen Entschluss seinerseits durchaus akzeptiert.

Gruß
Elke

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Hallo Jarolep,

ich kann Deine Besorgnis bestens nachvollziehen !

Alle meine drei Kinder haben ADHS, alle Erscheinungsformen (Hypie, Mischtyp, Träumer) sind dabei. Zudem habe ich selbst ADHS, die Diagnostik habe ich machen lassen, weil ich erkannt habe, dass gerade ich als selbst betroffene Mutter an MIR arbeiten muss, um die Kinder in ihrer Eigenart begleiten zu können - gerade durch unser Schulsystem.

Zwei meiner Kinder bekommen Medikinet, ich selbst nehme es phasenweise, immer für ein paar Wochen und im übrigen unter ärztlicher Betreuung.

Die Kreativität leidet absolut nicht ! Auch unter Medikamentenwirkung sind meine Kinder weit entfernt vom Standardwerbekind *g*, das kann ich Dir absolut versichern !

Aus eigener Erfahrung ein Beispiel für die Wirkung des Medikaments:

Spätnachmittag. Eins der Kinder rastet aus, ist egal, warum. Ich bin müde, mein Tag fängt früh an, es gab schon genug Krisen an dem Tag, ich will eigentlich nur, dass die Kinder einfach mal „brav“ in ihr Zimmer gehen und ein bißchen spielen, damit ich durchatmen kann.

Ohne Medis komme ich schnell an den Punkt, dass ich das Schreien anfange - völlig kontraproduktiv in so einer Situation. Das weiß ich zwar, aber auch bei mir bricht das ADS dann durch (-> Impulsivität), ich muss mich sehr beherrschen, selbst keinen Ausraster mit heftiger Brüllerei hinzulegen.

Mit Medis bin ich genauso müde und genervt, aber in mir ist etwas, das mich noch rechtzeitig vom Schreien abhält. Die Vernunft kommt eher durch und nicht die Impulsivität. Manchmal kann ich den Unterschied sogar sehr bewußt spüren, da denke ich mitten in der schwierigen Situation „he, ich kann ja geduldig sein *freu*“.

Vor allem kostet mich die richtige Reaktion nicht so viel Kraft wie ohne Medis, sondern geht fast automatisch.

Es gibt noch viele Beispiele dafür, wie sehr einem ADS’ler die Medikamentierung helfen kann. Das für andere Menschen ganz normale Pensum schafft man leichter, weil die Ablenkbarkeit geringer ist. Für das Kind bedeutet es, die Reizüberflutung in der Schule ist leichter auszuhalten, die Hausaufgaben gehen leichter von der Hand, und es hat das angenehme Gefühl, etwas zu „schaffen“ - im Gegensatz zu dem Dauerfrust, wenn man nichts auf die Reihe bekommt, was für andere Menschen Standard ist.

Der Charakter aber ändert sich überhaupt nicht, das Kind wird nicht zum apathischen Zombie, wie es in gewissen Publikationen beeindruckend geschildert wird !

Viele Grüße,
Inselchen

Hallo liebes Forum,

Hallo!

  1. Ritalin ist ein „IQ-Doping“

Dazu möchte ich doch noch etwas sagen:
Gerade habe ich einen Artikel gelesen „Warnung auf ADHD-Medikamenten in den USA“. Da heißt es unter anderem: „Substanzen wie Methylphenidat erhöhen Blutdruck sowie Herzfrequenz und können auch Herzrhythmusstörungen und Koronaspasmen verursachen…Sie unterliegen in Österreich der Verschreibung der Suchtgiftverordnung.“ Dazu angegeben: www.nsba.orgwww.fda.gov
Die deutschen Heilpraktikerverbände (DDH) sprechen sich deutlich gegen Ritalin sus. Da gibt es einen Artikel „Mit Psychodrogen gegen Störenfriede - Zeitbombe Ritalin - gefährliches Doping im Kindesalter“. Dort heißt es unter anderem:
„Bereits jetzt sind schon …Forschungen in Auftrag gegeben, die zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen Ritalin und dem Ausbruch von Morbus Parkinson besteht. …Ritalin kann Kinder und später Erwachsene zu ruhigen, angepassten und vor allem konzentrationsstarken dressierten Menschen umprogrammieren. Dressur…?..Genau dies ist die Wirkung der Droge Ritalin. Die betroffenen Konsumenten werden emotional retardiert und in der Wahrnehmung zwanghaft eingeschränkt… Durch die Gabe der Pille steigt ihre Akzeptanz bei Freunden und Lehrern. Wird die Pille abgesetzt, kommt es zu heftigen Psychosen, Überreaktionen und depressiven Zuständen durch Entzug.“ …
Die Folgen, die sich für ein Kind ergeben, kann also derjenige, der Ritalin erstmals als Erwachsener nimmt, nicht vollständig beurteilen.

  1. Ritalin ist für einen ADS-Menschen so etwas wie eine Brille
    für einen stark kurzsichtigen.

Das ist zu sehr verharmlost, wenn man von der Wirkung einer Droge spricht. Die Brille würde ich eher mit einer Krücke vergleichen, nicht mit einer Droge.

Dann wurde plötzlich alles klar - genau, wie

es in den Büchern steht - warum der lange qualvolle
Leidensweg, Horror mit der Schule, aber auch diese
unglaubliche Leistungsfähigkeit im geliebten Beruf
(„Hyperfokusieren“) usw.

Warum ich das alles schreibe? Weil ich weiss, wie meine
Tochter die Welt sieht (was vielleicht die Ärzte und die
Lehrer als „normale“ Menschen nicht wissen KÖNNEN). Das, was
von der Rest der Welt als „Störung“ empfunden wird, wohl weil
die Welt sich daran stört, ist in Wirklichkeit eigentlich ein
unglaublicher Schatz, fast eine Gabe Gottes: die vielen
Farben, Geräusche, Bewegungen gleichzeitig zu erfassen, Bilder
statt Buchstaben und Sätze im Buch zu sehen, alles wissen und
erfahren zu wollen, Abenteuerlust und Abenteuergeist, ständige
und unermüdliche Suche nach etwas Neuem…

Ich gratuliere Ihnen zu dieser positiven Sichtweise!!

Also, wie diesen Spagat schaffen?

Leicht ist es sicher nicht, aber auch ohne Ritalin möglich. Oft ist eine Synergie von Maßnahmen nötig, die ich in diesem Rahmen nicht detailliert beschreiben kann. Aber auf zwei wesentliche Hilfsmöglichkeiten, die sicher Erfolg haben können, will ich hinwesen:
Eine gute Familien-Therapie (die den Eltern hilft, aus den gewohnten Reaktionen auf das Verhalten ihres Kindes herauszukommen),
und die Davis-Beratung. In der Davis-Beratung lernt der Klient, mit Orientierung umzugehen. (Unter Ritalin-Einfluss ist der Mensch zwangsorientiert und kann nicht lernen, bewusst damit umzugehen. ) Oft versteht ein Kind einfach Anweisungen nicht, weil diese teilweise zu abstrakt sind. In der Davis-Beratung lernt das Kind Begriffe wie „Konsequenz“, „Ordnung“, „Zeit“… zu verstehen, buchstäblich zu begreifen. So kann es langsam die Zusammenhänge verinnerlichen zwischen seinem eigenen Verhalten und dem Verhalten (Unverständnis oder Aggression) der Umwelt.
Sehr viel Erfahrung mit ADS hat J. Tsivanakis, DDA DACH (Davis Dyslexia Association Deutschland, Österreich, Schweiz). www.das-legasthenie-institut.de

Hallo!

In der Schule sind sie in der Lage dem Unterricht soweit
konzentriert zu folgen, dass ihre Fähigkeiten erkennbarer und
einschätzbarer werden, die positiven Eigenschaften treten in
den Vordergrund und vermitteln das notwendige
Selbstwertgefühl, nicht „das A…loch vom Dienst“ zu sein,
nicht der Klassenclown zu sein, auch wenn man das gar nicht
will.

Das ist aber auch ohne Ritalin möglich.

Durch die Fähigkeit zu reflektieren bevor gehandelt wird, sind
die meisten schulischen Probleme verschwunden,

Ja, diese Fähigkeit zu reflektieren fehlt zunächst. Sie kann auch ohne Ritalin erlernt werden. Wie, habe ich ganz kurz beschrieben in meinem obigen Antwort-Artikel.

Gruß Ina.

Hallo Ina,

Dazu möchte ich doch noch etwas sagen:
Gerade habe ich einen Artikel gelesen „Warnung auf
ADHD-Medikamenten in den USA“. Da heißt es unter anderem:
„Substanzen wie Methylphenidat erhöhen Blutdruck sowie
Herzfrequenz und können auch Herzrhythmusstörungen und
Koronaspasmen verursachen…Sie unterliegen in Österreich der
Verschreibung der Suchtgiftverordnung.“ Dazu angegeben:
www.nsba.orgwww.fda.gov

Bei der FDA-Geschichte ging es darum, ob ein Warnhinweis wegen kardialer Risiken in den Beipackzettel aufgenommen werden sollte. Es gab heiße Diskussionen, eine offizielle Stellungnahme gibt es hier:

http://www.dgkjp.de/mediaLib/Stellungnahme_kardiale_…

Die deutschen Heilpraktikerverbände (DDH) sprechen sich
deutlich gegen Ritalin sus. Da gibt es einen Artikel „Mit
Psychodrogen gegen Störenfriede - Zeitbombe Ritalin -
gefährliches Doping im Kindesalter“.

Ähnliche Artikel findet man auch bei einer bekannten Sekte, deren eigentliches Ziel heißt: Make money. Ich bin hin- und hergerissen, ob ich zu einem bekannten Hetzartikel verlinken soll, aber für diese Typen möchte ich nicht auch noch Werbung machen.

  1. Ritalin als vom Arzt verschriebenes Medikament ist keine Droge. Ritalin macht nicht süchtig, jeder, der damit zu tun hat, kennt eher das Problem, dass die Einnahme vergessen wird. Bei einer Sucht würden Entzugserscheinungen den „Junkie“ schon an die Einnahme erinnern, oder ?

  2. Doping ? Wer wird gedopt ? Laufen die Kinder danach schneller ? Polemik, nichts als Polemik.

  3. Nicht alle ADS’ler sind „Störenfriede“. Ritalin wird nicht nur gegen die Zappelei verschrieben, es zappelt ja auch nicht jeder ADS’ler. Es gibt noch mehr Symptome, aber das Bild des ungezogenen, zappeligen Jungen, der die Klasse aufmischt und die Lehrer nervt, bietet sich halt an, um Stimmung zu machen.

"Bereits jetzt sind schon …Forschungen in Auftrag gegeben,
die zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen Ritalin und dem
Ausbruch von Morbus Parkinson besteht. …

Schon gelaufen, da hat sich Herr Hüther (der irgendwie auch immer mit bestimmten Kreisen in Verbindung gebracht wird, aber… er hat ja dort nur mal publiziert) sehr mit „Ruhm“ bekleckert. Er hat einen wissenschaftlich nicht haltbaren Versuch mit ein paar Ratten gemacht und dann - ist ja ein dankbares Thema - die Fachwelt damit „aufgeweckt“. Inzwischen mußte er kleinlaut zugeben, dass nichts daran haltbar ist.

Ritalin kann Kinder
und später Erwachsene zu ruhigen, angepassten und vor allem
konzentrationsstarken dressierten Menschen umprogrammieren.
Dressur…?..Genau dies ist die Wirkung der Droge Ritalin.

Ich mußte erst die Lachtränen abwischen, bevor ich weiterschreiben konnte - es ist nicht mehr ärgerlich, nur noch komisch.

ADS’ler sind Querdenker, sie sind niemals angepasst. Mit Medikamenten sind sie nicht konzentrationsstärker als andere Menschen, sondern nur zeitweise ähnlich konzentriert wie Normalos.

Dressur setzt voraus, dass jemand die Vorgaben macht und ein anderer ohne kritisches Hinterfragen reflexartig die Anweisungen übernimmt. So viele Medikamente kann man einem ADS’ler gar nicht geben, dass er das mit sich machen ließe.

Die betroffenen Konsumenten werden emotional retardiert und in
der Wahrnehmung zwanghaft eingeschränkt…

Stimmt :wink:. Das ist der Sinn der Sache, denn ADS bedeutet, dass die Reizschwelle zu niedrig ist und der Mensch mehr aufnimmt, als gut für ihn ist. Die Wahrnehmung ist einfach ZU gut, so gut, dass es fast nicht mehr auszuhalten ist.

Durch die Gabe der
Pille steigt ihre Akzeptanz bei Freunden und Lehrern.

Freunde sind nur diejenigen, die einen auch ohne Pillen aushalten. Dass Lehrer eine Rolle spielen, ist ein Trauerspiel, aber ein anderes Thema.

Wird die
Pille abgesetzt, kommt es zu heftigen Psychosen,
Überreaktionen und depressiven Zuständen durch Entzug." …

Wird einem ADS’ler sein Medikament vorenthalten, kommt es sehr häufig zu Psychosen, Überreaktionen, Depressionen bis hin zu Drogenkonsum - der ADS’ler therapiert sich unbewußt selbst.

Die Folgen, die sich für ein Kind ergeben, kann also
derjenige, der Ritalin erstmals als Erwachsener nimmt, nicht
vollständig beurteilen.

Ritalin wird seit über 60 Jahren verschrieben und ist eines der am besten erforschten Medikamente auf dem Markt.

  1. Ritalin ist für einen ADS-Menschen so etwas wie eine Brille
    für einen stark kurzsichtigen.

Das ist zu sehr verharmlost, wenn man von der Wirkung einer
Droge spricht. Die Brille würde ich eher mit einer Krücke
vergleichen, nicht mit einer Droge.

Der Vergleich mit der Brille stimmt. Eine Brille kann man mal vergessen, dann überlebt man den Tag eben etwas unbequem. Eine Droge wird man niemals vergessen, da Entzugserscheinungen auftreten werden.

Leicht ist es sicher nicht, aber auch ohne Ritalin möglich.

Das sollte im Einzelfall eine Fachkraft vor Ort entscheiden !

Oft ist eine Synergie von Maßnahmen nötig, die ich in diesem
Rahmen nicht detailliert beschreiben kann. Aber auf zwei
wesentliche Hilfsmöglichkeiten, die sicher Erfolg haben
können, will ich hinwesen:
Eine gute Familien-Therapie (die den Eltern hilft, aus den
gewohnten Reaktionen auf das Verhalten ihres Kindes
herauszukommen),

Nein, ein ADS-Elterntraining ist nötig sowie eine Verhaltenstherapie für das Kind.

und die Davis-Beratung. In der Davis-Beratung lernt der
Klient, mit Orientierung umzugehen.

Was es nicht alles gibt ! Nun ja, Algen sind ja out, weil doch zu giftig.

(Unter Ritalin-Einfluss
ist der Mensch zwangsorientiert und kann nicht lernen, bewusst
damit umzugehen. )

Ja, die indigoblaue Aura ist gestört *lol*.

:open_mouth:ft versteht ein Kind einfach Anweisungen

nicht, weil diese teilweise zu abstrakt sind. In der
Davis-Beratung lernt das Kind Begriffe wie „Konsequenz“,
„Ordnung“, „Zeit“… zu verstehen, buchstäblich zu begreifen.
So kann es langsam die Zusammenhänge verinnerlichen zwischen
seinem eigenen Verhalten und dem Verhalten (Unverständnis oder
Aggression) der Umwelt.

Das lernt das Kind auch in der Verhaltenstherapie. Diese ist Kassenleistung :wink:

Ina, ich verteile gerne Sternchen, aber das war nix :wink:.

Gruß, Inselchen

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Hallo Ina,

Hallo, Inselchen!

Bei der FDA-Geschichte ging es darum, ob ein Warnhinweis wegen
kardialer Risiken in den Beipackzettel aufgenommen werden
sollte. Es gab heiße Diskussionen, eine offizielle
Stellungnahme gibt es hier:

http://www.dgkjp.de/mediaLib/Stellungnahme_kardiale_…

Danke für den Hinweis.

Die deutschen Heilpraktikerverbände (DDH) sprechen sich
deutlich gegen Ritalin sus. Da gibt es einen Artikel „Mit
Psychodrogen gegen Störenfriede - Zeitbombe Ritalin -
gefährliches Doping im Kindesalter“.

Ähnliche Artikel findet man auch bei einer bekannten Sekte,
deren eigentliches Ziel heißt: Make money. Ich bin hin- und
hergerissen, ob ich zu einem bekannten Hetzartikel verlinken
soll, aber für diese Typen möchte ich nicht auch noch Werbung
machen.

Die deutschen Heilprakterverbände haben wohl nichts zu tun mit einer Sekte.

  1. Nicht alle ADS’ler sind „Störenfriede“. Ritalin wird nicht

nur gegen die Zappelei verschrieben, es zappelt ja auch nicht
jeder ADS’ler.

Richtig.

"Bereits jetzt sind schon …Forschungen in Auftrag gegeben,
die zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen Ritalin und dem
Ausbruch von Morbus Parkinson besteht. …

Schon gelaufen, da hat sich Herr Hüther (der irgendwie auch
immer mit bestimmten Kreisen in Verbindung gebracht wird,
aber… er hat ja dort nur mal publiziert) sehr mit „Ruhm“
bekleckert. Er hat einen wissenschaftlich nicht haltbaren
Versuch mit ein paar Ratten gemacht und dann - ist ja ein
dankbares Thema - die Fachwelt damit „aufgeweckt“. Inzwischen
mußte er kleinlaut zugeben, dass nichts daran haltbar ist.

Diese Geschichte kenne ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob dieser Herr Hüther der einzige Grund ist, Ritalin als gefährlich anzusehen.

Die betroffenen Konsumenten werden emotional retardiert und in
der Wahrnehmung zwanghaft eingeschränkt…

Stimmt :wink:. Das ist der Sinn der Sache, denn ADS bedeutet,
dass die Reizschwelle zu niedrig ist und der Mensch mehr
aufnimmt, als gut für ihn ist. Die Wahrnehmung ist einfach ZU
gut, so gut, dass es fast nicht mehr auszuhalten ist.

Na ja, aber emotional retardieren, das möchte ich meinem Kind nicht antun.

Durch die Gabe der
Pille steigt ihre Akzeptanz bei Freunden und Lehrern.

Freunde sind nur diejenigen, die einen auch ohne Pillen
aushalten.

Ja, aber bei Schulkindern ist das ja vielleicht doch noch etwas anders.

Leicht ist es sicher nicht, aber auch ohne Ritalin möglich.

Das sollte im Einzelfall eine Fachkraft vor Ort entscheiden !

Richtig. Aber man darf sich ja informieren, welche Art Fachkraft man sucht.
Ihre Meinung, Inselchen, ist eben nicht die der Heilpraktiker. O.k. Wem man glaubt, oder ob man weitere Nachforschungen anstellt, ist ja jedem selbst überlassen. Hier die Quelle des Artikels: www.fliege-zeitschrift.de

Eine gute Familien-Therapie (die den Eltern hilft, aus den
gewohnten Reaktionen auf das Verhalten ihres Kindes
herauszukommen),

Nein, ein ADS-Elterntraining ist nötig sowie eine
Verhaltenstherapie für das Kind.

O.k., genauso gut.

und die Davis-Beratung. In der Davis-Beratung lernt der
Klient, mit Orientierung umzugehen.

Was es nicht alles gibt ! Nun ja, Algen sind ja out, weil doch
zu giftig.

Den Zusammenhang mit Algen kann ich nicht sehen.

(Unter Ritalin-Einfluss
ist der Mensch zwangsorientiert und kann nicht lernen, bewusst
damit umzugehen. )

Ja, die indigoblaue Aura ist gestört *lol*.

Diese völlig unqualifizierte Äußerung zeigt klar, dass Sie aufgrund von Vorurteilen sprechen und überhaupt nicht informiert sind über die Davis- Methode. Fühlen Sie sich angegriffen, wenn ich die Gabe von Ritalin in Frage stelle? Wenn das so ist, tut es mir leid. Ich möchte Sie nicht persönlich angreifen.

Ina, ich verteile gerne Sternchen, aber das war nix :wink:.

Ich schreibe, weil ich meine ehrliche Meinung vertrete, nicht weil ich Sternchen sammle.

Gruß Ina.

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Hi Inselchen

  1. Ritalin als vom Arzt verschriebenes Medikament ist keine
    Droge. Ritalin macht nicht süchtig, jeder, der damit zu tun
    hat, kennt eher das Problem, dass die Einnahme vergessen wird.
    Bei einer Sucht würden Entzugserscheinungen den „Junkie“ schon
    an die Einnahme erinnern, oder ?

Ich möchte mich nur auf den oben zitierten Absatz beziehen, ohne jetzt eine off-topic-Diskussion loszutreten, denn was Du da schreibst, ist schlicht falsch.

„Als Droge gilt, nach Definition der Weltgesundheitsorganisation jeder Wirkstoff, der in einem lebenden Organismus Funktionen zu verändern vermag.“

D.h. alles, was bewusstseins- und/oder gefühlsverändernd wirkt, ist eine Droge. Du definierst das so, als sei nur das Mittel eine Droge, das Entzugserscheinungen hervorruft. Eine fatale Fehleinschätzung. Die stoffliche, d.h. körperliche Abhängigkeit ist nur ein Faktor der Sucht. Viel komplizierter ist die psychische Abhängigkeit. Gerade sie ist es, die Drogenabhängige immer wieder in den Rückfall treibt (reden wir jetzt mal nicht von den Glücklichen, denen der Ausstieg aus der Sucht gelingt).

Ich kenne Menschen, die Labello-süchtig sind und sogar einen, der bis zu 30 Ritalin am Tag eingeworfen hat. Und das sind nur zwei Beispiele, ich könnte noch wesentlich mehr aufzählen.

Nebenbei: Ich bin auch ADSlerin und die Sprunghaftigkeit/Assoziationsvielfalt die da wie ein Wetterleuchten in meinem Kopf stattfindet, ist eine wesentliche Antriebskraft für meine Kunst, die ich nicht missen möchte. Deshalb hat mich der besonnene und verantwortungsvolle Eingangsartikel von Jarolep sehr gefreut.

Gruß zum Tage

Anja

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Fachchinesisch!

„Als Droge gilt, nach Definition der
Weltgesundheitsorganisation jeder Wirkstoff, der in einem
lebenden Organismus Funktionen zu verändern vermag.“

da hat wohl einer „Drug“ mit „Droge“ übersetzt. Das ist aber leider nicht ganz korrekt, da der Englische Ausdruck „Drug“ sowohl „Droge“ (im gegenw- Deutsch" aber auch „Medizin“ und „Heilmittel“, Dopingmittel, rauschgift usw udfort bedeuten kann.
Der Ausdruck ist also viel umfassender als im deutschen.

D.h. alles, was bewusstseins- und/oder gefühlsverändernd
wirkt, ist eine Droge.

Nicht in diesem Sinne von Rauschmittel.

LG
Mike

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Hallo Ina,

Fühlen Sie sich
angegriffen, wenn ich die Gabe von Ritalin in Frage stelle?
Wenn das so ist, tut es mir leid. Ich möchte Sie nicht
persönlich angreifen.

Eine Entschuldigung ist nicht nötig, da ich mich weder persönlich angegriffen gefühlt habe noch der Artikel insgesamt in der Tonlage aggressiv war.

Gruß,
Inselchen

Meine Sorge ist: ob nicht die Gefahr besteht, dass auch die
schönen kreativen Eigenschaften dadurch zugrunde gehen, dass
das Medikament, das direkt auf das äußerst empfindliche
Gebilde, was man das menschliche Gehirm nennt, zugreift, nicht
die Persönlichkeit zerstört und durch das Einstellen des in
der Gesellschaft üblichen Gehirnstoffwechsels nicht die
Merkmale ausradiert, die eben durch den „gestörten“
Stoffwechsel hervorgerufen werden. Ich will nämlich kein
dümmlich-ordentliches Musterkind aus der einschlägigen
Kinder-Pinguin-Werbung - die ADS-ler, die Ritalin nehmen,
bitte seid mir nicht böse, aber der Eindruck entsteht, wenn
man Bücher und auch Erfahrungsberichte liest.

Also, wie diesen Spagat schaffen?

hi,

dieser spagat besteht nicht. methylphendiat verändert nicht die persönlichkeit. die herrlich kreativen eigenschaften von ads-kindern und -erwachsenen werden durch ritalingabe eher gut kanalisiert, indem ideen zu handlungen geführt werden, die auch beendet werden können. das bild vom hervorragenden bergsteiger, der auf einmal eine landkarte zur verfügung hat, ist da gut zutreffend.

dümmlich durch ritalin zu werden, ist auch eher unbegründet. schlauer wird man dadurch auch nicht, man kann aber seine eigene krativität gut -besser- nutzen, wenn man sich auf seine eigenen fähigkeiten auch konzentrieren kann.

deine sorgen sind trotzdem begründet und ich selbst sehe das pillenfüttern von kindern auch sehr skeptisch. ich schlage dir aber eine lösung für dich als vater vor:

du musst abwägen, ob die störung deines kindes so massiv ist, dass medeikamententherapie großen schaden verhindern könnte. wenn das der fall ist, versuche eine zeit der medikation in absprache mit dem arzt und denke daran, dass in den therapie-leitlinien steht, dass ALLEINIGE gabe von ritalin ohne psychotherapeutische begleitung oder andere therapieunterstützung kontraindiziert ist! es muss also mehr als das passieren (z.b. gezieltes konzentrationstraining, intervention in der familie, die viel zeit kostet, ergotherapie, …)! testet mal ritalinwirkung und seht, ob sich deine sorgen bewahrheiten oder nicht. das risiko ist ganz gering, methylphenidat ist das psychopharmakon, das am besten untersucht ist, schaden fügst du mit einem solchen test deiner tochter nicht zu.
ausserdem: methyphenidat wirkt nur solange, wie es gegeben wird. die eigene art, eine welt zu sehen, stellt sich

falls es aber gut klappt, bereite dich vielleicht auch darauf vor, dass deine tochter mit der medikation bessere möglichkeiten hat, als du. ist bestimmt nicht leicht.

das wichtigste: kommuniziere mit dem lehrer, dort sind die hilfen am effektivsten. der muss deine tochter, öfter, klarer und gezielter mit arbeitsaufträgen angehen. bitte ihn darum.

einwände
hi,

ritalin polarisiert uns. da dies hier aber ein EXPERTENFORUM ist, das nicht raum für streit über meinungen, sondern platz für wissen eröffnet, möchte ich protestieren, wissenschaftlich falsche tatsachen über die wirkung von methylphenidat zu verbreiten. so z.b. die hier unten:

Wird die

Pille abgesetzt, kommt es zu heftigen Psychosen,
Überreaktionen und depressiven Zuständen durch Entzug." …
Die Folgen, die sich für ein Kind ergeben, kann also
derjenige, der Ritalin erstmals als Erwachsener nimmt, nicht
vollständig beurteilen.

(Unter Ritalin-Einfluss
ist der Mensch zwangsorientiert und kann nicht lernen, bewusst
damit umzugehen. ) Oft versteht ein Kind einfach Anweisungen
nicht, weil diese teilweise zu abstrakt sind.

ich bitte um quellenangabe oder um beschränkung auf wissen, das nicht ideologisch oder emotional eingefärbt ist, denn das hilft dem vater, der hier gefragt hat nicht, und seiner tochter noch weniger. also, wo ist das her? ich lerne gerne dazu.

1 „Gefällt mir“

da dies hier aber ein EXPERTENFORUM

ist, das nicht raum für streit über meinungen, sondern platz
für wissen eröffnet, möchte ich protestieren, wissenschaftlich
falsche tatsachen über die wirkung von methylphenidat zu
verbreiten.:

Hi,
können Sie belegen, dass es wissenschaftlich falsche Tatsachen sind?
Dürfen im EXPERTENFORUM nur Wissenschaftler schreiben? Wenn ja, bleiben nicht mehr viele übrig, um zu schreiben. Für eine Expertin, was ADS betrifft, halte ich mich doch: 24,5 Jahre Tätigkeit als Lehrerin (Sonderschule, Volksschule),zahlreiche Fortbildungen, Sprachheillehrerin, zertifizierte Davis-Beraterin (Legasthenie, Dyskalkulie, ADS, Dysgraphie, Dyspraxie), 11 Jahre Arbeit mit Legasthenikern. Da habe ich mir manches Wissen erworben, durch Aus- und Fortbildung sowie durch die Praxis.

ich bitte um quellenangabe oder um beschränkung auf wissen,
das nicht ideologisch oder emotional eingefärbt ist, denn das
hilft dem vater, der hier gefragt hat nicht, und seiner
tochter noch weniger. also, wo ist das her? ich lerne gerne
dazu.

Was dem Vater hilft, mag er selbst entscheiden. Emotional eingefärbt ist auch Ihre Reaktion. Ob Sie wirklich bereit sind, gerne dazu zu lernen durch meinen Artikel, wage ich zu bezweifeln. Das klingt eher ironisch. Ich werde Ihnen alle Quellen nennen. Obwohl ich weiß, dass viele Leute solche Widerstände haben, dass sie sich nicht informieren. Es ist halt leichter abzuspalten und in die ideologische „Esoterik-Ecke“ zu schieben oder als Nicht-Experte abzuschieben.
Ich darf auch meine Meinung sagen, was die Leser daraus machen, liegt in deren Verantwortung. Ich bin mir bewusst, dass ich gegen den Strom schwimme, wenn ich Symptombekämpfung ablehne. Aber: „Wer zu den Quellen kommen will, muss gegen den Strom schwimmen.“
Zur Davis-Methode: Kaum einer der Kritiker, die bei Davis von „Esoterik“ reden, hat je eines seiner Bücher zur Gänze gelesen, geschweige denn aufmerksam.
Viele Kinder, bei denen ADS (ADHS) getestet wurde, haben legasthene Symptome. Oder: Viele Legastheniker sind unruhig und haben Aufmerksamkeitsstörungen. Von daher weiß ich, dass viele dieser Kinder verwirrt sind bei abstrakten bildlosen Begriffen. Deshalb passiert es, dass sie tatsächlich viele Anweisungen nicht ganz verstanden haben, bevor sie impulsiv handeln.

Quellenangaben:
Artikel „Warnung auf ADHD-Medikamenten in den USA“ aus Austrian Legasthenie-News mit folgenden Quellenangaben: www.nsba.org, www.fda.gov, en.wikipedia.org/wiki/Convention_on_Psychotropic_Substances.
Artikel „Mit Psychodrogen gegen Störenfriede(Zeitbombe Ritalin - gefährliches Doping im Kindesalter“ (Die Deutschen Heilpraktikerverbände): www.fliege-zeitschrift.de
Kapitel über Aufmerksamkeitsstörungen im Buch von Ronald D. Davis:
„Die unerkannten Lerngenies“.

MfG I.Hallermann

hier belege mit literatur

Hi,
können Sie belegen, dass es wissenschaftlich falsche Tatsachen
sind?

hi,

ich möchte nicht anzweifeln, dass sie expertin sind, ihre beeindruckende berufserfahrung zeigt das. es handelt sich ja auch hier um ein internetforum mit selbst ernannten experten, nicht um zertifizierte oder geprüfte! jedoch: auch experten irren und das tun sie, wenn sie behaupten, dass methylphenidat beim absetzen psychosen oder zwanghafte symptome verursacht. das ist frei erfunden bzw nach ärztlichem wissensstand der literatur von 2004 nicht in den nebenwirkungen aufgeführt.

wer diesen wissensstand mit ausführlichen analysen, auch meta-analysen, nachlesen möchte, beschaffe sich dieses buch:

http://www.amazon.de/Methylphenidat-Michael-Schulte-…