Rls

Hallo!
SchwieMu ist 83, sei vielen, vielen Jahren chronisches Schmerzpatientin unter Morphium und auch sonst schlecht zuwege. Damit alles noch halbwegs funktioniert, schluckt sie täglich 20 Tabletten …

Zu allem Übel verschlimmert sich neuerdings das RLS zur Unerträglichkeit. Sobald sie sich hinsetzt oder schlafen will, jagt das Zucken in den Beinen sie hoch und sie muss wandern :frowning: , dabei kann sie kaum laufen, weil Rücken kaputt (inoperable Wirbelkanasthenose).

Hausarzt ist mit seinen Mitteln - Sifrol, Restex - am Ende, überweist zum Neurologen: Termin im September! Würden wir eine Autofahrt auf uns nehmen, für SchwieMu die reine Tortur, wäre der früheste zu kriegende Termin im August.

Zu dem RLS gesellt sich seit neuestem ein extremer Berührungsschmerz an den Beinen sowie Schmerzen in den Fußgelenken, dass sie kaum noch auftreten kann. Letzteres gehört vielleicht zum Orthopäden, da muss ich nochmal fragen, aber mit dem geschilderten Leidesndruck und in Anbetracht ihres Alters - muss man für so einen Patienten nicht irgendwie Platz schaffen im Terminkalender? Wenn ich zum Zahnarzt komme und habe akute Schmerzen, werde ich doch auch vorgezogen.

Habe jetzt die Hausärztin gebeten, beim Neurologen zu intervenieren, aber sie meint, das hätte meistens nicht viel Zweck …

Nach dem ganzen Gelaber meine Frage: Was hilft noch gegen diese unruhigen Beine? Kann ich was machen außer Einreiben mit Franzbranntwein u.ä.? Habe schon gegoogelt, aber was tun mit einem Menschen, der ohnehin schon überall Schmerzen hat …?

Gruß,
Eva

Hallo!

Hallo !

SchwieMu ist 83, sei vielen, vielen Jahren chronisches
Schmerzpatientin unter Morphium und auch sonst schlecht
zuwege. Damit alles noch halbwegs funktioniert, schluckt sie
täglich 20 Tabletten …

Manchmal ist auch gerade die Vielzahl der Medikamente für den schlechten Gesamtzustand des Patienten verantwortlich. Ich kenne ja nun den vorliegenden Fall nicht, aber wurde mal überprüft, ob wirklich noch alle Tabletten nötig sind ? Vielleicht kann man die Medikation ja reduzieren oder so umstellen, dass weniger Substanzen eingenommen werden müssen. Jedes Präparat hat ja auch Nebenwirkungen und kann mitunter sogar die Wirkung eines anderen Wirkstoffes aufheben oder abschwächen. Leider nehmen sich viele Ärzte heute nicht mehr die Zeit, die Medikation ihrer Patienten in Abständen zu überprüfen. Es kann im Einzelfall aber Sinn machen.

Zu allem Übel verschlimmert sich neuerdings das RLS zur
Unerträglichkeit. Sobald sie sich hinsetzt oder schlafen will,
jagt das Zucken in den Beinen sie hoch und sie muss wandern

-( , dabei kann sie kaum laufen, weil Rücken kaputt

(inoperable Wirbelkanasthenose).

Mit RLS ist wohl das „Restless Legs Syndrom“ gemeint, oder ?
Ist ein oft schwer zu behandelndes Krankheitsbild. Aber man muss auch klären, ob das RLS hier wirklich der Auslöser ist. Es klingt ja schon danach, aber es gibt auch noch andere Erkrankungen des Nervensystems, bei dem es zu Zuckungen und Mißempfindungen in den Beinen kommt.
Hierzu kann ich allerdings nichts Genaues beisteuern, da ich kein Neurologe bin.

Hausarzt ist mit seinen Mitteln - Sifrol, Restex - am Ende,
überweist zum Neurologen: Termin im September! Würden wir eine
Autofahrt auf uns nehmen, für SchwieMu die reine Tortur, wäre
der früheste zu kriegende Termin im August.

Die Wartezeit für Termine bei niedergelassenen Neurologen ist ein altbekanntes Problem. Zur Not muss man in mehreren Praxen anfragen.
Wurde das versucht ?

Zu dem RLS gesellt sich seit neuestem ein extremer
Berührungsschmerz an den Beinen sowie Schmerzen in den
Fußgelenken, dass sie kaum noch auftreten kann. Letzteres
gehört vielleicht zum Orthopäden, da muss ich nochmal fragen

Berührungsschmerz gehört nun nicht zu den typischen Symptomen des RLS und untermauert meine Vermutung, dass hier noch eine andere neurologische Störung (vielleicht eine Polyneuropathie) vorliegt.

aber mit dem geschilderten Leidesndruck und in Anbetracht
ihres Alters - muss man für so einen Patienten nicht irgendwie
Platz schaffen im Terminkalender? Wenn ich zum Zahnarzt komme
und habe akute Schmerzen, werde ich doch auch vorgezogen.

So ist es !

Habe jetzt die Hausärztin gebeten, beim Neurologen zu
intervenieren, aber sie meint, das hätte meistens nicht viel
Zweck …

Das mag ja sein. Aber zur Not bleibt auch noch die stationäre Einweisung in eine neurologische Klinik. Gründe, um dies zu rechtfertigen gibt es ja einige: hohes Lebensalter, hoher Leidensdruck und gescheiterter ambulanter Therapieversuch.

Nach dem ganzen Gelaber meine Frage: Was hilft noch gegen
diese unruhigen Beine? Kann ich was machen außer Einreiben mit
Franzbranntwein u.ä.? Habe schon gegoogelt, aber was tun mit
einem Menschen, der ohnehin schon überall Schmerzen hat …?

Sorry, hier kann ich auch keine wirklich guten Tipps geben.
Nur den: Am Ball bleiben und Hausärztin weiter um Veranlassung neurologischer Diagnostik und Therapie (zur Not auch stationär) bitten !

Gruß Kai

Hallo!
Danke für deine Antwort, hat auch meine aufgewühlten Nerven etwas beruhigt :smile:

Ich bleibe am Ball!

Gruß,
Eva

Nachtrag
Hallo!
Bin am Ball geblieben und der Termin, den ich jetzt für SchwieMu habe, ist noch einen Monat später, nämlich Mitte Oktober. Ein Witz, so was!
Gruß,
Eva