Robert Walser: der Gehülfe

Hallo Gelehrte,

in diesem Buch (Robert Walser, der Gehülfe, 1908)
Erhält der Angestellte gelegentlich 5 Mark - in der Schweiz.
Wenn ich Wikipedia richtig lese war die Mark keine Währung in der Schweiz zu dem Zeitpunkt, oder täusche ich mich?

Gibt es einen historischen Hintergrund oder ist das literarische Freiheit? Fallen Euch Deutungen für den zweiten Fall ein?

Bitte Antworten zum literarischen Hintergrund hier, in Geschichte erfrage ich ersteres.

Danke!

Zaphod

Hallo, Zaphod,

es könnte sein, dass die Tatsache, dass das Buch 1908 in Berlin bei Cassierer erschien und dort wohl auch geschrieben wurde, dazu führte, dass die Münzen germanisiert wurden.

Gruß Fritz

Welche Ausgabe hast du?
In meiner Ausgabe (Reclam 1980) sind alle Geldbeträge in Franken angegeben.
Ich schau mal nach, wie es in der kritischen Ausgabe ist. Ansonsten könnte man sich schon fragen, wieso es für die DDR Ausgabe geändert wurde…
Und natürlich auch wieso er es gegeben für die Erstausgabe geändert hat, denn die Erklärung mit dem Cassirer-Verlag scheint mir nicht ganz schlüssig zu sein, denn schliesslich sieht man es dem Buch eindeutig an, dass es in der Schweiz spielt (Vierwaldstättersee, 1. August-Feiertag etc.), es würde mich also erstaunen, wieso man da einfach so die Geldbezeichnung ändern sollte, nur weil das Buch in Deutschland herausgegeben wurde…
Liebe Grüsse und ich melde mich, wenn ich in der kritischen Ausgabe nachgeschaut habe.

Res.

Ausgabe: Suhrkamp TB 2003
Ich habe die Ausgabe Suhrkamp Taschenbuch von 2003, scheint mir ziemlich nah an der Erstausgabe zu sein, da alle Änderungen zu dieser einzeln aufgeführt sind…

Gruß

Zaph

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