Hallo!
Ich hab schon seit einigen Jahren einen Roomba und bin sehr zufrieden damit.
Einschränkend muss ich allerdings sagen, das ich überwiegend Laminat und nur stellenweise etwas Teppich habe.
Natürlich haben viele Kritiker recht, das er (konstruktionsbedingt) nicht in den Ecken saugen kann - aber wenn man ihn täglich oder wenigstens jeden zweiten Tag benutzt, dann sammelt sich in den Ecken auch gar nicht erst viel Staub an.
Als Pluspunkt kann man dagegenhalten, das mein Roomba auch unterm Sofa und unterm Sideboard saugt - was man mit einem normalen Staubsauger doch meist eher schlabbern lässt. (Wobei man betonen muss, das der Roomba extrem flach ist, die anderen Roboter würden mein Sideboard nicht schaffen!)
Außerdem kann man mit ihm natürlich nicht das Sofa oder im Auto saugen, er ist also in jedem Falle nur ein Zusatzgerät, der normale Staubsauger kann nicht in den Ruhestand, sondern wird ab und zu noch gebraucht (auch, wenn mal eine richtige Sauerei passiert, denn natürlich haben die kleinen Roboter ihre Grenzen).
Was vorher klar sein sollte:
Man braucht ein paar Tage, während der man den Roboter bei der Arbeit beobachten muss, um seine Wohnung „roboterfest“ zu machen. So musste ich meine Boxenständer mit kleinen Gummischeiben etwa einen Zentimeter höher legen, weil er sonst bei bestimmten Anfahrwinkeln gerade so eben darauf gekommen ist - aber nicht wieder runter, weil dann seine Räder frei in der Luft hingen.
Auch musste ein dickes Brett unter die Heizkörper, weil diese in einer so unpassenden Höhe hingen, das er mit Schwung ein kleines bischen drunterkam und sich selber festklemmte.
Auch herumliegende Kabel müssen etwas sorgfältiger verlegt und ggf. fixiert werden. Und die Kristallvase sollte natürlich auch nicht auf dem Boden herumstehen.
Aber sobald man die Übung hinter sich hat, kann man ihn auch ohne Aufsicht arbeiten lassen, ich geh immer einkaufen oder Moped fahren oder in die Muckibude oder so . . .
Was die verschiedenen Roboter untereinander angeht:
Ich hab vor ein paar Jahren zusammen mit Reportern des WDR einen Vergleich gemacht (ja, mein Staubsauger war sogar im Fernsehn! ), und da war der Roomba eigentlich ziemlich eindeutig der Favorit.
Zwar gibt es einzelne Geräte, die das eine oder andere besser können (Der Kärcher mit seinem Ultraschallsystem saugt sogar rund um die Kristallvase, ohne sie zu berühren!), aber die hatten dafür wieder andere Nachteile (Höhe! kamen nicht unters Sofa) und sind vor allem erheblich viel teurer.
Denn letztlich läuft das auch auf eine Kosten/Nutzen-Betrachtung hinaus:
Mein Roomba spart mir ungefähr eine halbe Stunde Arbeit die Woche - und hat 300 Euro gekostet. Zuviel?
Nun, meine Spülmaschine spart mir ungefähr 1 bis 2 Stunden Arbeit die Woche (bin Single) - und hat 1000 Euro gekostet. Liegt also durchaus ähnlich. Ich möchte beide Geräte nicht mehr missen.
Solltest du dir wirklich eine kaufen:
Nimm unbedingt einen mit Fernbedienung!
Murphy’s Law gilt nämlich auch für Staubsaugerroboter: Wenn dein Wohnzimmer zu 90% aus leerer Fläche besteht, und nur 10% vom Sofa zugestellt sind, dann wird der Roboter in 90% aller Fälle seine Arbeit unter dem Sofa einstellen.
Und auf dem Bauch liegend mit einem Besen nach dem Ding zu fischen macht nicht wirklich Spass. Fernbedienung hilft hier ungemein, auch wenn sie auf den ersten Blick völlig überflüssig ist.