Röhrenkopfhörerverstärker EL 84

Hallo,
ich bin Hobbyelektroniker und habe mich erst vor kurzem mit Röhren beschäftigt. Ich baute mir einen Kopfhörerverstärker der auch sehr gut klingt, ich habe nur ein Problem bei der Lautstärkeregelung im mittelbereich höhre ich verzerrungen im unterenbereich OK.
und im Oberenbereich auch OK. Kann mir da jemand helfen. Danke im voraus. Und hier das Schaltbild.
www.moehrenbude.de/Moehre/modules.php?name=Content&p…

Übersprechen
Hallo Günter,

ich würde auf kapazitives Übersprechen vom Eingang oder vom Ausgang (auch vom Nachbarkanal) auf den Potiabgriff (linke Seite 1 kOhm) tippen. Dabei werden die Obertöne übermäßig hervorgehoben und es klingt wie Verzerrungen. Kenne ich auch aus großen Mischpulten mit vielen Signalwegen. Dort ist das Übersprechen auch kapazitiv und bei niedrigem Pegel klingt es als ob alles verzerrt wäre (Klirr > 0,2 % wird bereits wahrgenommen). Ist dann alles „besaftet“ geht der Effekt weg.

Wenn Der Pegelsteller auf mitterer Lautstärke steht, ist der Ausgangswiderstand des Potis am größten => Übersprechen am deutlichsten.

Noch einen Tipp: Schließe vor den Eingängen noch einen hochohmigen Widerstand (z.B. 1 MOhm) zwischen Eingang und Masse, dann hat der Eingangskondensator entladen bleibt; Dann knackt es nicht beim Einstöpseln im Betrieb. Also genauso wie Du ja am Ausgang mit 220 kOhm die Elkos sauber gleichspannungsmäßig erdest.

Gruß

Stefan

Hallo Fragewurm,

ich bin Hobbyelektroniker und habe mich erst vor kurzem mit
Röhren beschäftigt. Ich baute mir einen Kopfhörerverstärker
der auch sehr gut klingt, ich habe nur ein Problem bei der
Lautstärkeregelung im mittelbereich höhre ich verzerrungen im
unterenbereich OK.

Ich neige auch dazu, dass der Fehler in deinem mechanischen Aufbau (Leiterführung) zu suchen ist.

und im Oberenbereich auch OK. Kann mir da jemand helfen. Danke
im voraus. Und hier das Schaltbild.
www.moehrenbude.de/Moehre/modules.php?name=Content&p…

Wenn ich das richtig sehe, wurden da für die 32Ohm Ausgänge normale Netztrafos verwendet ?!
Dann ist die Aussage:
Klanglich ist zu sagen,der 32 Ohm Ausgang ist so einigermaßen Ok,
Verstänlich :wink:

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,
mit dem Fehler hab ich mir auch gedacht, aber ich habe die Schaltung schon 20x geprüft und keinen Fehler gefunden. Mit dem Netztrafo, das ist richtig ich habe aber meinen 600 Ohm Kopfhörer auch in der 600 Ohm Buchse der Klang ist wiklich super bis auf die verzerrung im Mittelbereich des Potis. Danke für deine schnelle Reaktion.
Mfg
günter

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Hallo Stefan,
danke für die schnelle Reaktion. Ich hatte auch auf kapazitives Übersprechen getippt. Kann man da garnichts machen oder gibt es da eventuell eine Möglichkeit dir Verzerrung wegzubringen.
Danke auch nochmals für deinen Tipp wegen dem knacken, hat funktioniert.

Gruß

günter

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Hallo günter,

mit dem Fehler hab ich mir auch gedacht, aber ich habe die
Schaltung schon 20x geprüft und keinen Fehler gefunden.

Elektrisch ist alles IO, also es sind die richtigen Punkte miteinander verbunden.

Aber beim Übersprechen kommt es halt darauf an wie die Drähte in der Kiste rumliegen.

Ein weiteres Problem könnten die Trafos sein, welche ja den Arbeitswiderstand für die Röhre bilden.

Genaueres könnte man mit einem Oszilloskop erkennen.

Wenn du den 32Ohm-Ausgang nicht benötigst, könnte man die Primärspule des Trafos besser mit einem entsprechenden Widerstand ersetzen.
Die genaue Grösse kann ich dir gerade nicht berechnen, da ich kein Röhrenbuch zur Hand habe.
Grob müsste sich ohne Signal aber die halbe Anodenspannung (also 40V/2) an der Anode einstellen. Praktisch muss es etwas mehr als die Hälfte sein, da die Röhre ja nicht bis 0V durchsteuern kann, also wäre etwas in der Grössenornung von 25V angesagt.

MfG Peter(TOO)

Hallo,

ich habe leider keine Röhrendaten zur Hand, aber die Anodenspannung erscheint mir zu klein.

Nachdem ich mir die volle Anodenspannung durch den Arm gejagt habe, hab ich das Basteln mit den Dingern gelassen, deshalb nur noch rudimentäre Kenntnisse.

Ich tippe wirklich auf Begrenzungen.

Gruß volker

Hallo Peter,
besten Dank für deine Hilfe, ich habe eben bemerkt das die Versorgungsspannung vom Netzteil zur Röhre 64V beträgt kann das der Auslöser der Verzerrung sein? Im Schaltplan sind 40V angegeben. Die Heizspannung beträgt 7,9V Röhre braucht 6,3V.

Gruß
Günter

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Hallo günter,

Hallo Peter,
besten Dank für deine Hilfe, ich habe eben bemerkt das die
Versorgungsspannung vom Netzteil zur Röhre 64V beträgt kann
das der Auslöser der Verzerrung sein? Im Schaltplan sind 40V
angegeben. Die Heizspannung beträgt 7,9V Röhre braucht 6,3V.

Auf jeden Fall leuchtet sie heller und lebt weniger lang mit 7.9V.
Die Heizspannung sollte schon innerhalb +/-10% liegen.

Also, deine Heizspannung ist eindeutig etwas zu hoch, aber das mit den Röhren ist bei mir schon über 30 Jahre her und frag nicht, wo mein Röhrendatenbüchlein in dieser Zeit hingekommen ist.

Die Anodenspannung ist für die EL84 kein Problem, die wurde normal mit höheren Spannungen betrieben. Aber der Arbeitspunkt verschiebt sich dadurch natürlich, was verzerrungen hervorrufen kann.
Aber das mit dem Netztrafo als Übertrager wird schon das grösste Problem sein.

MfG Peter(TOO)

Ich glaube da stimmt was nicht!
Hallo Günther.
Die EL 84 hat eine normale Betriebsspannugn von Ua = 250 V=, und einen Arbeitspunkt von Ug1 = -7,3V bei einem Anodenstrom ia von etwa knapp 50 mA. Der empfohlene Kathodenwiserstand für die Gittervorspannung beträgt 140 Ohm, was einem Gesamtkathodenstrom von etwa 52 mA entspricht. Das sind die Werte für einen Betrieb am optimalen Arbeitspunkt der Röhre. Wie Du mit einem Kathodenwiderstand von 100 Ohm und einer Anodenspannung von 40V (!!!) laut Schaltbild diesen Arbeitspunkt erreichen willst, ist mir ein Rätsel. Und wenn Du mit einem sechstel der Anodenspannung bei (theoretisch) linearer kennlinie und Rk = 100 Ohm eine Gittervorspannung von unter einem Volt erreichst, ist eine verzerrungsfreie Ansteuerung dieser Röhre fast unmöglich. Warum überhaupt ein so dickes Rohr. Die EL 84 kann normalerweise im Eintaktbetrieb knapp 6 Watt. Für niederohmige Kopfhörer wäre ein kleineres Rohr mit entsprechendem Ausgang weitaus besser geeignet.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim

Hallo Alexander,
wie du gelesen hast ist das mein erstes Röhrenprojekt bzw erster Kontakt mit der Röhre. Ich habe einen 600 Ohm Kopfhörer und benutze die 600 Ohm Buchse, was da raus kommt ist erstaunlich!- aber wie gesagt bei Mittelstellung des potis kommt die Verzerrung, aber auch nur beim Bass. Egal soll sowiso nur ein Lernprojekt sein, wäre halt schön gewesen die Verzerrung wegzubringen. Ich habe die Anodenspannung gemessen sie beträgt 49 V. Danke für deine Mühe
Gruß
Günter
PS. ich werde mir erstmal ein Buch über Grundlagen der Röhre aber für Einsteiger besorgen, hast du nen Tipp für mich?
Günter

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