Römische Katholiken in den USA

In Fernsehserien und Filmen sind us-amerikanische Katholiken fast immer italienischer, lateinamerikanischer und vor allem irischer Abstammung.
Dieser (zugegeben sehr wenig empirisch untermauerte) Eindruck bringt mich auf die Frage: Was ist mit den katholischen deutschen Einwanderern? Sind sie zu einem bedeutenden Teil in die verschiedenen evangelischen Kirchen konvertiert?

Ich meine mal gehört zu haben, dass sehr viele deutschen Auswanderer zwischen 1800 und 1914 aus dem nördlichen und vor allem östlichen Teil Deutschlands stammten, der ja ganz überwiegend evangelisch war.
Waren Katholiken also zusätzlich unterrepräsentiert?

Schöne Grüße, Eckhard

Hallo !

Deutsche Einwanderer, egal welchen Glaubens, passten sich sehr schnell den amerikanischen Sitten an. Sie fielen als religiöse Gruppen nach kurzer Zeit nicht mehr auf.

Wenn Iren, die nicht auswanderten, sondern bei denen man schon von einer Flucht aus Irland reden kann, sich irgendwo ansiedelten, fielen sie sofort als irische Gruppe auf. Und damit natürlich als Katholiken.
Italiener ebenso. Als Italiener und Katholiken.

Deutsche kamen nicht als Katholiken, nicht als Protestanten. Sie kamen aus hunderten kleiner Staaten, also ohne großes Zusammengehörigkeitsgefühl. Sie waren fast alle Handwerker, während Iren und Italiener Landarbeiter waren. Die Deutschen verteilten sich schnell übers ganze Land. Natürlich gab es auch deutsche Stadtgründungen, wie Philadelphia. Aber das waren Ausnahmen.
Die Deutschen integrierten sich sehr schnell. Die anderen sind es heute noch nicht. Kennedy war immer noch Ire. Frank Sinatra und Kumpels war bis zuletzt Italiener.

Das Deutsche Auswandererhaus kann fast jede Frage dazu beantworten.

http://www.dah-bremerhaven.de/index_html.html

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mfgConrad