ich suche Rezepte der römischen Küche (original erhalten oder rekonstruiert). Also nicht heutige italienische Küche aus der Region Rom, sondern die Küche zur Zeit Caesars etc.
Und dann gibt es von dem auch in dem Artikel angesprochenen Apicius Kochbuch diverse Varianten im Handel. Das reicht vom „Original“ (kleines Buch auf Latein mit deutscher Übersetzung) bis hin zu diversen Experimentiergeschichten. Wenn du das Original nimmst: Kochbuch bedeutete damals (und noch lange bis vor etwa 150 Jahren), keine Mengenangaben und überhaupt eigentlich nix genaues. Also auch keine Garzeiten - beides bis auf sehr wenige Ausnahmen. D.h. man tastet sich beim Ausprobieren da so ran.
Ebenfalls noch wichtig beim Nachkochen ist das Augenmerk auf zwei Gewürze (wird auch in dem Artikel angerissen): Als Ersatz für Silphium kann (und sollte) man Teufelsdreck nehmen (im besser sortierten Asienladen). Ebenfalls wichtig: Kreuzkümmel. In vielen „Übersetzungen“ ist stets von Kümmel die Rede, gemeint ist aber Cumin ergo Kreuzkümmel. Das sind geschmacklich Welten.
Ansonsten viel Spaß! Das Experiment lohnt sich. Gerade die Melonen in Portweinpfeffer sind bspw. auch ganz unexperimentell gerade das richtige für die Jahreszeit jetzt
auch wenn’s nicht direkt deine Frage beantwortet, könnte ich mir vorstellen, daß das hier für dich vielleicht interessant wäre: http://www.apc-kempten.de/index.php?plink=brotzeit&a…
Ist von München aus ja nicht sooo weit… Ich war neulich in diesem archäologischen Park, leider ziemlich kurzfristig, und hab’ mich geärgert, daß ich das mit diesen Führungen nicht vorher wußte. Für mich klingt das extrem interessant. ;o)
Der hat ein ganz eigenes, lauchiges Aroma. Zwar wird gerne Zwiebel oder Knoblauch als Ersatz genommen. Dass das aber nur bedingt eine Lösung sein kann, zeigt ja schon der Geschmacksunterschied zwischen Zwiebel und Knoblauch. Da käme man ja normalerweise auch nicht auf die Idee, das eine durch das andere einfach so zu ersetzen.
Zur Verwendung selbst: Die Dosierung hängt stark davon ab, was man hat. Das Harz ist sehr intensiv, stinkt wirklich bestialisch, wird sehr zurückhaltend dosiert und muss erhitzt werden. Das Pulver ist stark gestreckt, kann (muss) daher etwas höher dosiert werden.
Viele „gecoverten“ Apicius-Gerichte findet man in und um Trier, wo sich eine ganze Reihe von Gastronomen mit der Rekonstruktion der rebus culinariis dieses Autoren befassen.