Roentgenbilder – wie oft?

Hi,

im Okt und Dez 08 hat mein ZA gesamt 4 Roentgenbilder von den oberen Frontzaehnen gemacht (fuer eine Bruecke). Wenn jetzt wieder Roentgenbilder gemacht werden, ist das ok? Wieviele koennen wie oft gemacht werden, ohne dass es irgendwelche Folgen hat? Oder ist das voellig unbedenklich?

Danke und Gruesse

Kris

Völlig unbedenklich ist Rötgenstrahlung nicht es gibt eigentlich schon seid einiger Zeit einen Röntgenpass entweder bei Ihrer kasse oder beim Hausarzt mal fragen.Aber jetzt zu dem Fall das geht schon in Ordnung da die letzte Röntgenuntersuchung bei Ihnen lang her ist.

Hallo,
prinzipiell ist jedes Röntgenbild eines zu viel, da ionisierende Strahlung krebserregend sein kann…

Es gibt aber Situationen, wo mehrere Röntgenbilder der gleichen Region notwendig sind, um eine Fehlbehandlung zu vermeiden. Da ist dann die Strahlenbelastung das kleinere Übel.

Zum Beispiel:
Ein Schneidezahn ist so weit durch Karies zerstört, dass der Nerv das nicht übersteht und abstirbt. Das hat einen Schaden im Knochen an der Wurzelspitze zur Folge. Das stellt man durch das erste Röntgenbild fest.
Man entschließt sich zu einer Wurzelbehandlung. Um die Wurzellänge korrekt bestimmen zu können braucht man ein zweites Röntgenbild. Wenn man zu kurz arbeitet, wird der Zahn nicht richtig sauber, wenn man zu lang arbeitet, bohrt man mit den Instrunenten im Knochen herum, was auch nicht so toll ist…
Zum Abschluss der Wurzelbehandlung braucht man ein drittes Bild, um festzustellen, ob alles wie geplant gelaufen ist. Noch ist die Sache frisch und man könnte nachbessern.
Der Schaden im Knochen an der Wurzelspitze ist aber noch immer da, der braucht etwas Zeit zum Ausheilen.
Also nach einiger Zeit schon wieder ein Röntgenbild zur Heilungskontrolle, denn wer will schon auf einen Zahn, der vielleicht doch noch gezogen werden muss, eine Krone anfertigen.

Es wird dabei kein Bild doppelt gemacht. Jedes zeigt eine andere Situation und jedes stellt die Weichen für die weitere Behandlung.

Ältere Röntgenbilder laut Röntgenpass anzufordern ist oft nicht brauchbar, da diese meistens eine ganz andere Situation als die aktuelle darstellen. Als Vergleich können sie aber trotzdem recht hilfreich sein.

Ich hoffe, damit bisschen Klarheit in die Zusammenhänge gebracht zu haben.
Grüße,
Wepster

Servus Wepster,

jetzt muß ich auch noch mitschnabeln :wink:

Mir schien so, als hätte Kris die Vorstellung, daß die Wirkung eines Röntgenstrahls eine Weile im Köper verbliebe und erst später eine Normalisierung einträte. So, wie es bei einer schädlichen Substanz wäre, die erst nach Zeitablauf wieder ausgeschieden-, und damit nicht mehr wirksam ist.

Ein möglicher Schaden durch ionisierende Strahlung kann aber eben nur solange eintreten, wie die Strahlung den Organismus trifft. Wenn die Röhre nicht mehr brummt, kann auch nichts mehr passieren. Zu Summationseffekten kommt es also nicht. Die ‚Chance‘, sich beim Röntgen einen Schaden einzufangen ist beim hundertsten Mal genau so groß, wie beim ersten Mal - sie hängt jedes Mal von der Dauer, der ‚Härte‘ der Strahlung und dem Volumen des durchstrahlten Gewebes ab.

Bei den zahnärztlichen Aufnahmen ist das Strahlenbündel so eng eingeblendet, daß es nur knapp über die Filmkanten hinaus streut. In dem Filmpäckchen selber sorgt auf der Rückseite eine eingelegte Bleifolie dafür, daß ‚hinter‘ dem Film kaum noch Strahlung auftritt.

Röntgenschürze (bei Schwangeren und Kindern)

http://cgi.ebay.de/Mavig-Roentgen-Schuerze-Kinder-St…

und Röntgenschilder

http://cgi.ebay.de/MAIER-Roentgenschutzschild-SS4-SP…

tun ein übriges.

Gruß

Kai Müller

Servus Wepster,

jetzt muß ich auch noch mitschnabeln :wink:

Mir schien so, als hätte Kris die Vorstellung, daß die Wirkung
eines Röntgenstrahls eine Weile im Köper verbliebe und erst
später eine Normalisierung einträte. So, wie es bei einer
schädlichen Substanz wäre, die erst nach Zeitablauf wieder
ausgeschieden-, und damit nicht mehr wirksam ist.

Ein möglicher Schaden durch ionisierende Strahlung kann aber
eben nur solange eintreten, wie die Strahlung den Organismus
trifft. Wenn die Röhre nicht mehr brummt, kann auch nichts
mehr passieren. Zu Summationseffekten kommt es also nicht. Die
‚Chance‘, sich beim Röntgen einen Schaden einzufangen ist beim
hundertsten Mal genau so groß, wie beim ersten Mal - sie hängt
jedes Mal von der Dauer, der ‚Härte‘ der Strahlung und dem
Volumen des durchstrahlten Gewebes ab.

Bei den zahnärztlichen Aufnahmen ist das Strahlenbündel so eng
eingeblendet, daß es nur knapp über die Filmkanten hinaus
streut.

Sorgar das wurde mitlerweile per Gesetzt minimiert, jede Praxis ist verpflichtet eine Art Filmhalter zu verwenden, dieser Filmhalter lässt nur noch so viel Strahlung durch wie groß der Film ist :wink:.
Gilt seit ende 2007 und nennt sich Rechteckeinblendung.

In dem Filmpäckchen selber sorgt auf der Rückseite
eine eingelegte Bleifolie dafür, daß ‚hinter‘ dem Film kaum
noch Strahlung auftritt.

Röntgenschürze (bei Schwangeren und Kindern)

http://cgi.ebay.de/Mavig-Roentgen-Schuerze-Kinder-St…

und Röntgenschilder

http://cgi.ebay.de/MAIER-Roentgenschutzschild-SS4-SP…

tun ein übriges.

Gruß

Kai Müller

Gruß

Hallo Lucia,

„Sorgar das wurde mitlerweile per Gesetzt minimiert, jede Praxis ist verpflichtet eine Art Filmhalter zu verwenden, dieser Filmhalter lässt nur noch so viel Strahlung durch wie groß der Film ist :wink:.
Gilt seit ende 2007 und nennt sich Rechteckeinblendung.“

Schon mal versucht, damit eine exzentrische Aufnahme bei einem oberen Prämolaren und flachem Gaumen anzufertigen?
Vor lauter Strahlenschutz bekommt man keine auswertbaren Röntgenbilder mehr…

Grüße,
Wepster

Hallo Wesper,

nein so einen extremen Fall von einem flachen Gaumen hatten wir bis jetzt nicht!

Bin aber ganz begeistert von diesem Ding, kein Verwackeln und immer perfekte Bilder

Siehe auch

Aber ich kann mir gut vorstellen das diese Vorschrift des Strahlenschutzes auch ein Hinderniss sein kann.

Gruß

Danke fuer alle Antworten! Ich gehe im Sept zum ZA und wollte dort ein Roentgenbild von der im Maerz fertig gestellten Bruecke machen lassen (auf meinen Wunsch). Ich habe keine Schmerzen und nicht wirklich Beschwerden, spuere einfach nur dass die zwei Zaehne und das Zahnfleisch (nicht der mittlere Zahn) sich anders anfuehlen, als die zwei Kronen vor der Bruecke. Ich habe das Gefuehl dass etwas nicht in Ordnung ist und wollte sicher gehen, dass sich kein Karies unter der Bruecke gebildet hat (Vollkeramik, Topceram). Ich nehme an, dass der ZA auch ohne Roentgenbild sehen wird, falls es nicht in Ordnung ist, aber das zusaetzliche Bild waere mir lieber. Ich war bei ihm noch nie, er wurde mir von zwei Stellen empfohlen. Oder koennte man auf dem Bild Karies unter Vollkeramik nicht sehen?